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CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2001/13
Der kostenlose, wöchentliche Newsletter der
Consors Discount-Broker AG Freitag, 30. März 2001
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THEMEN DIESER AUSGABE:
1. CONSORS INTERN
2. MARKTANALYSE DEUTSCHER MARKT
3. CONSORS FAVORITEN
4. MUSTERDEPOT
5. NEUER MARKT REPORT
6. NICE*LETTER-EMPFEHLUNG
7. EMPFEHLUNGEN INLAND
8. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
9. DISCLAIMER
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1. CONSORS INTERN
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+ F O N D S U N D Z E R T I F I K A T E +
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Neu bei Consors: Fonds der DonauCapital Wertpapier AG
Ab sofort können Consors-Kunden den Donaucapital-Universal-Fonds I,
WKN 984 870 der DonauCapital Wertpapier AG mit einem Discount von 75 %
auf den regulären Ausgabeaufschlag von 5,00 % erwerben.
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2. MARKTANALYSE
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Aktienmärkte, 14. Woche vom 02. bis zum 06. April 2001
Für das zu Ende gehende erste Börsenquartal 2001 kann man zusammenfas-
send feststellen: "Schwach angefangen und stark nachgelassen". Die
Zwischenbilanz seit dem Jahresultimo 2000 schaut für die im Rahmen
dieser Publikation besprochenen Aktienindices entsprechend aus: DAX 30
-9,6 %, STOXX 50 -12,2 %, Dow Jones industrial average -8,9 %, Nikkei
225 Index -5,7 %, NEMAX 50 -47,3 %, Nasdaq Composite -26,4 %. Dabei
sind diese Zahlen bereits durch die kräftige Erholung gemildert, die
am Vorwochenfreitag einsetzte und sich bis zum Wochenbeginn fortsetz-
te. Getragen wurde die Aufwärtsbewegung vor allem von den bekannten
Technolgie- und Telekommunikationswerten. Daneben gab es aber auch
bemerkenswerte positive Vorzeichen z. B. auch bei Bayer, Metro,
Schering und ThyssenKrupp sowie bei RWE, die ein Joint Venture mit
Shell im Tankstellengeschäft ankündigten. Auffallend war, daß die
Marktschwergewichte und Standardwerte dies- und jenseits des Atlantiks
per Saldo kräftiger aufholen konnten als die Titel an den
Wachstumsbörsen. Einen Anteil zum anfänglichen Börsenerfolg leisteten
zum einen auch die Phantasie hinsichtlich einer Leitzinssenkung durch
die Europäische Zentralbank, die nunmehr allerdings zumindest bis
Mitte April aufgeschoben werden muß, zum anderen gab es positiv
interpretierte US-Konjunkturdaten. Eine Erholungsreaktion war infolge
der vorher extrem überverkauften Situation am Aktienmarkt nötig
geworden. Allerdings forderte die fast schon zu schnelle
Aufwärtsbewegung eine Konsolidierung heraus. So ließen drei
freundliche Börsentage in Folge die alten Sorgen um Gewinnwarnungen
beinahe vergessen. Doch seit Mittwoch haben sich diese wieder
gnadenlos in Erinnerung gebracht. Ursache waren negative Meldungen bei
US-Telekommunikationsausrüstern. Kein Wunder, wenn dadurch die
Technologiewerte neuerlich in den Abwärtssog gerieten.
Besonderes Augenmerk lag in der hinter uns liegenden Handelswoche auf
den Finanztiteln; dies wird auch noch einige Zeit so bleiben. Nach dem
Motto "Konsolidierung im Finanzsektor" drehte der Kurs der Dresdner-
Bank-Aktie kräftig ins Plus, nachdem die Allianz bekannt gab, sie
plane ein Übernahmeangebot an die Bankaktionäre. Die Allianz-Aktie
stand dagegen zeitweise unter Druck. Die Hypovereinsbank könnte von
einer engeren Anbindung an die Münchener Rückversicherung profitieren,
die ihre Anteile bis zu einer Sperrminorität aufstocken will. Die
Deutsche Bank meldete für sich einen zufriedenstellenden Start ins
neue Geschäftsjahr. Bei Aktien der Discount-Broker wurden die bis
zuletzt deutlichen Kursabschläge bestätigt, nachdem sowohl Consors als
auch und die DAB kräftige Rückgange von Kundenzahlen und Ordervolumina
bei weiter steigenden Aufwendungen meldeten.
Eine wahre Berg- und Talfahrt erlebten in dieser Reihenfolge zwischen
Montag und Freitag insbesondere die Aktienkurse von Deutsche Telekom
und der Siemens-"Familie". Abwärts zeigte die Kursentwicklung u. a.
bei Lufthansa infolge der erstreikten Tarifabschlüsse, bei
DaimlerChrysler nach Bekanntgabe verlustträchtiger
Umstrukturiungskosten beim Partner Mitsubishi sowie bei VW durch die
allgemeine Schwäche bei PKW-Zulassungen in Deutschland.
(Alle Indexstände beziehen sich auf den 30. März 2001 um 19.55 Uhr
MESZ).
--- 1. Deutscher Aktienindex ---
Spiegelbildlich zur Vorwoche ging es bei DAX 30 Index diesmal vom
Wochenverlaufstief am Montag bei 5557 um 7 % in Richtung Verlaufshoch
bei 5944 am Freitag - allerdings nicht geradlinig. Zuletzt notierte
der Index mit 5818 Punkten und kann dadurch eine positive
Wochenperformance von 4,9 % ins Wochenende retten.
Charttechnisch gesehen hat es DAX dadurch geschafft, wieder in den
seit März 2000 bestehenden Abwärtstrendkanal zwischen derzeit 6580 und
5780 zurückzukehren. Damit hat der langfristige Aufwärtstrend vom
Oktober 1997 bei 5380 gehalten, die Unterstützung bei 5670 Punkten
konnte zurückerobert und der kurzfristige Widerstand bei 5820 knapp
überwunden werden. Es besteht zum einen die Chance, daß der DAX in den
Bereich 5960 und 6200 vordringt; hier wartet als erstes Erholungsziel
die Schließung des offenen Gaps (Kurslücke) vom 13. März bei 6043/
6038, zum anderen bleibt das Risiko, daß die offenen Gaps vom August
1999 bei 5047/5068 und April 1999 bei 4916/4927 geschlossen werden.
Wir können uns vorstellen, daß der Index die untere Begrenzungslinie
des oben genannten Abwärtstrendkanals anläuft und vom Support bei 5670
gestoppt wird. Aus diesen Marken ergibt sich für uns die für die
kommende Woche erwartete Bandbreite der DAX-Bewegung. Die
Kurserholungen zum Wochenanfang wurden von einer insgesamt nur
moderaten Umsatzentwicklung begleitet. Die Stimmung am deutschen
Aktienmarkt, gemessen an der Put/Call-Ratio der Aktienoptionen
(auf geglätteter Ein-Wochen-Basis) bewegt sich im neutralen Bereich.
Andere Marktindikatoren geben positive Signale. Die Volatilität
(Schwankungsbreite) bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau und
signalisiert Unsicherheit der Marktteilnehmer.
--- 2. Neuer Markt Deutschland ---
Nach einem starken Wochenstart und ersten aufkommenden euphorischen
Stimmen verpaßten im Wochenverlauf die Bären dem Neuen Markt erneut
einen Schlag. Nachdem die beiden Indizes Nemax All Share und Nemax 50
gegenüber den Schlußständen vom vorhergehenden Freitag bereits um
6,8 % bzw. 8,5 % gestiegen waren, nahm sich die Wochenperformance zum
heutigen Freitag mit plus/minus 0 % bzw. minus 0,9 % sehr bescheiden
aus. Im Gefolge einer steigenden Nasdaq in Amerika und der sich
aufhellenden Stimmung konnten die deutschen Indizes für Wachstumswerte
deutliche Gewinne verbuchen. Doch die Mehrzahl der Börsianer wollte
dem Freudenfest nicht so richtig trauen und behielt am Ende Recht
damit. Die Gewinnwarnungen von Nortel und Palm in Amerika holten die
Anleger wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Kurzfristig einge-
fahrene Gewinne wurden realisiert, Käufe zurückgestellt, und so ging
es am Neuen Markt in der zweiten Wochenhälfte zunächst wieder abwärts.
Technisch betrachtet war die jüngste Erholung mit drei aufeinander
folgenden Tagen im Plus, beginnend am Freitag, den 23.03.01, nur eine
Bärenmarktrally. Die stark überverkaufte Lage zum Ende der vorangegan-
genen Woche hat sich abgebaut. Wie erwartet reichte die Aufwärtsbewe-
gung nicht an den seit Januar 2001 bestehenden kurzfristigen Abwärts-
trend heran. Der Abstand zu diesem hatte zuletzt durch die Beschleuni-
gung des Abwärtsbewegung stark zugenommen, so daß eine technische Ge-
genreaktion wahrscheinlich war. Der nach unten gerichtete Trend bleibt
also weiterhin intakt. Die Trendlinie verläuft beim Nemax All Share
derzeit bei 1820 Punkten, ein Abstand zum aktuellen Kursniveau von
7,7 %. Am nächsten Freitag (06.04.01) wird die Trendbegrenzungslinie
bei 1710 verlaufen. Diese wird den Neuen Markt auch in der nächsten
Woche Paroli bieten und sich ihm als Widerstand in den Weg stellen.
Weitere Widerstände finden sich erst weiter oben bei 1936 und 2210.
Unterstützung bietet aktuell nur noch das bisher unbestätigte Jahres-
tief bei 1589. In den letzten beiden Tagen haben sich die Indexstände
relativ wenig verändert, was eher für eine Pattsituation zwischen den
Marktteilnehmern spricht. Aufgrund der schlechten technischen
Verfassung der amerikanischen Leitbörse Nasdaq sprechen die Umstände
eher für weiter nachgebende Kurse am Neuen Markt. Die Abwärtsbewegung
verläuft stabil, daran können leider auch eine "paar" positive Tage
nichts ändern. Die technischen Indikatoren werten wir als neutral, so
daß von dieser Seite keine positiven Impulse zu erkennen sind.
Bei der Entwicklung der Sektoren in der letzten Woche sticht der
Biotechsektor mit einer Performance von 11,68 % heraus. Vor allem die
hervorgehobene Qualität der Titel und die seit Jahresanfang stark
gefallenen Notierungen dürften dem Segment zu den Kurssprüngen
verholfen haben. Dennoch raten wir zur Vorsicht in diesem Segment.
Unter Berücksichtigung der Unternehmen, für die in diesem Sektor im
nächsten Jahr ein Gewinn erwartet wird, liegt das nach Marktkapitali-
sierung gewichtete KGV immer noch über 80. Das ist auch für einen
wachstumsstarken Bereich nicht gerade billig. Die stärksten Verluste
verzeichneten die Sektoren Software (-9,36 %) und Telekom (-10,15 %).
Die Lage am Neuen Markt bleibt also angespannt. Positiv ist zu
erwähnen, daß der Index nach der zum Stillstand gekommenen
Aufwärtstendenz nicht sofort wieder stark zurückfällt. Die
Unsicherheit ist nach wie vor hoch. Schlechte Unternehmensnachrichten
sorgen noch immer für fallende Kurse, so daß nicht davon auszugehen
ist, daß alle negativen Neuigkeiten bereits im Kurs eingepreist sind.
Zudem sind wir eher pessimistisch, was die Erreichung der
Analystenschätzungen für das erste und zweite Quartal angeht. Aus
unserer Sicht ist es wahrscheinlich, daß es aufgrund des unerwartet
starken wirtschaftlichen Abschwungs bei Technologiefirmen und den
großen Unsicherheiten bei der Prognose zukünftiger Umsätze und Gewinne
zu Enttäuschungen der Anleger kommen wird. Alles in allem sehen wir
derzeit noch keinen Grund, weder technisch noch fundamental, in der
Breite Neuengagements am Neuen Markt zu tätigen. Im Focus der nächsten
Woche steht weiterhin der seit Januar bestehende Abwärtstrend.
--- 3. Europäischer Aktienmarkt ---
Der europäische DJ STOXX 50 Index notierte zuletzt bei 4003 Punkten um
5,1 % über dem Vorwochenniveau. Die Wochenverlaufsextremwerte lagen
bei 3814 und 4056. Der Index hat es geschafft, sich sehr schnell von
seinen Tiefständen zu erholen und sich in Richtung des gebrochenen
alten Abwärtstrendkanals vom September Dezember 2000 zu bewegen, der
derzeit zwischen 4450 und 4100 verläufen würde. Dessen untere
Begrenzungslinie fällt damit praktisch mit dem Widerstand bei 4045
zusammen. Der seit 31.01.2001 bestehende Abwärtstrend bei 4020 wird
angetestet. Bereits zurückeroberet wurde der kurz nach unten
verlassene steile Abwärtstrendkanal von Mitte Dezember zwischen
aktuell 4200 und 3910. Zusammengenommen schließen wird daraus, daß
beim STOXX 50 auf aktuellem Niveau eine Konsolidierung wahrscheinlich
ist. Nach oben ergibt sich daraus kurzfristig ein Potential bis 4200,
das technische Risiko sehen wir für die ersten Apriltage im Bereich
3870 bis 3720. Einige Marktindikatoren geben positive Signale. Die
Chancen auf größere Kursgewinne sind beschränkt, deshalb raten wir
generell, das Pulver trocken zu halten.
--- 4. US-Aktienmarkt ---
Die "erholsamen" US-Börsentage wurden zur Wochenmitte durch neuerliche
Gewinnwarnungen jäh unterbrochen. Unter anderem brachte Nortel
Networks (weltgrößter Glasfaserausrüster) die zweite Warnung in diesem
Jahr und kündigte Entlassungen an. Der Handheld-PC-Hersteller Palm
will ebenfalls Stellen streichen, nachdem statt eines prognostizierten
Ertrages nun ein Verlust erwartet wird. Auch das Indexschwergewicht
Walt Disney schwenkt auf Konsolidierungskurs ein und kündigte
umfangreichen Stellenabbau an.
Die konjukturelle Situation ist weiterhin von Unsicherheit geprägt.
Die Indikatoren deuten auf ein unerwartet robustes
Verbrauchervertrauen hin und schürten damit Hoffnungen auf die
überwiegend erwartete wirtschaftliche Besserung bis zum Ende des
zweiten Halbjahres 2001. Eine Rezession wird den USA wohl erspart
bleiben, möglicherweise wird man sich allerdings auf eine längere
Phase mit sehr geringen Wachstumspotentialen einstellen müssen. In
Marktkreisen verwies man u. a. auf einen Vermögenseffekt durch die
Aktienmärkte in beide Richtungen innerhalb der vergangenen zwölf
Monate, wie er bisher wohl noch nie erlebt wurde.
Der Dow Jones industrial average hatte mit einem Wochenverlaufshoch
bei 9960 seine Psycho-Hürde bei 10000 nicht mehr erreichen können.
Dafür konnte er sich zumindest vom Verlaufstief am Montag bei 9504
deutlich lösen und notierte zuletzt mit 9830 Punkten, wodurch sich
eine positive Wochenperformance von 3,4 % errechnet.
Wie von uns vermutet, kam es beim Dow Jones zu einer technisch
begründeten Kurserholung. Positiv ist, daß sich der Index den zuvor
gebrochenen Support bei 9650 zurückerobern konnte und nun vor der
Widerstandszone zwischen 9790 und 9980 steht. Das generelle
Erholungspotential für den Index sehen wir im Bereich der nächsten
Widerstandszone zwischen 10270 und 10500. Zuvor ist es aber
unumgänglich, die 10000-Marke zu überwinden, was sicherlich nicht
einfach sein wird. Das technisches Risiko sehen wir aktuell um 9120;
hier kam letzte Kursverfall zum Erliegen. Wir wären schon sehr
zufrieden, wenn der Dow Jones in seine im April 2000 begonnene
Seitwärtsbewegung zwischen 11300 und 9750 dauerhaft zurückkehren
würde. Einige Marktindikatoren geben negative Signale. Wir raten hier
weiterhin, eine abwartende Haltung einzunehmen.
--- 5. Nasdaq ---
Mit einer Wochenperformance von minus 5,8 % verabschiedete sich die
Nasdaq zuletzt von einer wechselhaften Woche. Während Anfang der Woche
die Kurse noch stiegen und es ganz danach aussah, daß der Index seinen
seit Januar 2001 bestehenden Abwärtstrend brechen könnte, beendeten
die Gewinnwarnungen von Nortel und Palm diesen Traum zur Wochenmitte.
Als klar wurde, daß auch dieser Versuch des Trendbruchs scheitern wür-
de, ging es zügig in Richtung Jahrestiefststand. Dieser liegt bei 1794
Indexpunkten und damit auf aktuellem Niveau. Dass die Nasdaq den Ab-
wärtstrend nicht überwinden konnte, werten wir als schlechtes Zeichen.
Da der Trend damit weiterhin Gültigkeit hat und mit jedem erfolglosen
Überwindungsversuch an Stärke gewinnt, gehen wir davon aus, daß die
alten Jahrstiefststände unterschritten werden. Beim Nasdaq 100 ist
dies bereits erfolgt. Der Ausbruchsversuch aus dem Trend ist vorerst
gescheitert. Die technischen Indikatoren werten wir als neutral bis
negativ. Unterstützung auf dem Weg nach unten bietet nur noch der
Bereich um das alte Jahrestief bei 1794. Bereits am vergangenen
Donnerstag hatte der Index auf seinem Weg nach unten auf diesem Niveau
vorerst gestoppt. Dennoch, die Wahrscheinlichkeit ist groß, daß neue
Tiefststände erreicht werden. Aktuell verläuft die Linie des
übergeordneten Abwärtstrends bei 1950, zum Ende der nächsten Woche
wird diese Marke bei 1845 liegen. Bis zum nachhaltigen Bruch dieses
Trends raten wir dringend, Engagements zurückzustellen. Diese Linie
hat in der Vergangenheit bereits mehrfach eindrucksvoll unter Beweis
gestellt, daß sie die Bezeichnung "Widerstand" zu Recht verdient.
--- 6. Japanischer Aktienmarkt ---
Der Vertrauensvorschuß der Anleger sowohl in die Geldpolitik der
japanischen Notenbank als auch die geplanten staatlichen Maßnahmen
haben nicht lange vorgehalten. Gespannt darf man auf die Bekanntgabe
der Regierungsmaßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft und des
Aktienmarktes gleich zu Beginn des neuen Finanzjahres sein. Die
zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt steckt finanziell und moralisch
in einer tiefen Krise.
Der Nikkei 225 Index startete zunächst mit einem Kursfeuerwerk in die
hinter uns liegende Handelswoche. Am Montag legte der Index im Zuge
guter Vorgaben von der Wall Street 4,9 % zu und erreichte ein
Wochenverlaufshoch bei 13867. Insbesondere Technologie- und Banktitel
konnten deutlich gewinnen. Unterstützung erhielt der Markt auch von
den Strategen von ABN Amro, welche japanische Aktien auf
"Übergewichten" heraufstuften. Nach dem kräftigen Indexanstieg waren
die einsetzenden Gewinnmitnahmen durchaus normal. Allerdings gab der
Nikkei zuletzt wieder kräftiger nach. Belastet haben die schwachen
Zahlen zur japanischen Industrieproduktion für Februar sowie die
Gewinnwarnung von US-Telekommunikationsausrüstern. Deshalb waren
Technologieaktien und zyklische Titel auf der Verliererseite. Der
festere Yen belastete besonders Exportwerte. Zum Freitagschluß
notierte der Nikkei bei 12999 Punkten um 1,6 % unter Vorwochenniveau.
Technisch gesehen sieht der Nikkei noch positiv aus. Die wichtige
Widerstandszone zwischen 13800 und 14600 wurde kurz angelaufen und ein
offenes Gap (Kurslücke) um 13664 wurde geschlossen. Nach dem Ausbruch
aus seinem seit März 2000 bestehenden Abwärtstrendkanal zwischen 13150
und 11550 setzte eine Pull-back- Bewegung ein, die lehrbuchmäßig an
die obere Trendlinie zurückführte. Es ist möglich, daß der Index
entlang dieser Linie in den nächsten Handelstagen abwärts läuft.
Spätestens der untere Bereich der Supportzone zwischen 13300 und 12900
sollte die Bewegung stoppen und den Index wieder Richtung Norden
schicken. Für die kommende Woche sehen wir den Nikkei also innerhalb
einer Bandbreite zwischen 12900 und 13800. Wehrmutstropfen ist, daß
der Index mit seinem Wochenverlaufstief bei 12992 wieder an der
psychologisch wichtigen 13000-Marke kratzte. Hält die oben genannte
Supportzone nicht, wird der Nikkei neuerlich die alten Tiefs um 12000
anlaufen. Entwarnung geben wir erst, wenn die eingangs erwähnte
wichtige Widerstandszone nachhaltig überwunden wird. Einige Marktindi-
katoren geben noch positive Signale. Wir raten, Positionen zu halten
oder innerhalb der angeführten Bandbreite erste Bestände aufzubauen.
--- 7. Rentenmärkte und Euro ---
Die Rentenmärkte speisten durch Umschichtungen zum Wochenbeginn
zweifellos einen Teil der kräftigen Aktienmarkterholung. Nach dem
Motto "Des einen Freud, des anderen Leid" konnten sich im Zuge der
zuletzt wieder nachgebenden Aktiennotierungen die Anleihenkurse wieder
erholen. Allerdings fällt auf, daß die vorherigen Hochs nicht mehr
erreicht werden. Wir sehen dies als Bestätigung, daß die Luft aus der
Rentenmarktdynamik heraus ist. Das sehen wir stark begrenzt bzw. das
Risiko, daß die Zinsen mittelfristig wieder steigen könnten, ist nicht
zu unterschätzen. Wir empfehlen Festgelder oder Laufzeiten bis zu
maximal zwei Jahren.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich im Gegensatz zur
US-Notenbank (FED) bisher von den Markterwartungen nicht in die
Pflicht nehmen lassen und schon gar nicht vom angeschlagenen
Aktienmarkt. Ein Leitzinssenkungsbeschluß blieb aus. Die EZB führt
ihre Politik der "ruhigen Hand" in der Geldpolitik weiter und will
weitere Daten zur Konjunkturentwicklung in Euroland und den USA
abwarten. Derweilen können sich die Märkte behutsam auf den
(gepreisen) Zinsschritt einrichten nach dem Motto "Aufgeschoben ist
nichtg aufgehoben". Die Notenbank wird nicht ihr ganzes Pulver
verschießen. Dafür ist die aktuelle Lage der US-Konjunktur noch zu
robust, und die Inflationsrate bewegt sich um 3 % ohne eine klare
Tendenz nach unten. Eine Reduktion bis zu 50 Basispunkte ist
realistisch. Die nächste EZB-Zentralbankratsitzung ist am 11. April.
Am Rande: Seitens der FED wird weiterhin eine Leitzinssenkung um 50
Basispunkte erwartet, eventuell schon im April und damit noch vor der
nächsten FOMC-Sitzung am 15. Mai. Der aktuell veröffentlichte
Einkaufsmanagerindex aus Chicago ist auf den niedrigsten Stand seit
März 1982 gefallen und unterstützt damit die Erwartungen.
Die Märkte zeigten sich von der passiven EZB insgesamt wenig
beeindruckt, mit Ausnahme des Devisenmarktes. Der Wechselkurs des Euro
gegenüber dem US-Dollar erhielt einen Tiefschlag und rutschte unter
die Unterstützung bei 89 $-Cent. Die nächsten Supports sehen wir um
0,87 und 0,83 US-Dollar, Widerstände bleiben unverändert um 93 und 96
$-Cent. Die neuerliche Euro-Schwäche ist u. a. Ausdruck der Sorge
vieler Markteilnehmer, daß sich das Wirtschaftswachstum in Euroland
deutlich abschwächt und die EZB mit zinspolitischen Entscheidungen zu
spät kommt.
--- 8. Fazit - Ausblick - Empfehlung ---
An den Aktienmärkten werden die vor Wochen aus dem Winterschlaf
geweckten Börsenbären bislang nicht müde, den Abwärtstrend aufrecht zu
erhalten. Allerdings war die zuletzt gesehene Aufwärtskorrektur sowohl
vom Volumen als auch vom Kursanstieg her betrachtet kräftiger als die
bislang gesehenen Erholungsbemühungen in 2001. Nach der massiven
Abwärtsbewegung war eine technische Gegenreaktion schon ausgemachte
Sache. Diese haben wir nun hinter uns. Vor uns bleiben weiterhin
sowohl die Skepsis hinsichtlich einer generellen Wende zum Besseren
als auch die Sorgen vor anhaltenden Umsatz- und Gewinnwarnungen und
die unsicheren Konjunkturaussichten in den USA und in Euroland. Dazu
kommt, daß bei den wichtigen Aktienmarktindices aus charttechnischer
Sicht die Abwärtstrends intakt bleiben und wichtige Widerstände bis-
lang nicht eingenommen werden konnten. Alle Hoffnungen auf eine Boden-
bildungen stellten sich bislang als talwärts gerichtete schiefe Ebene
heraus. Die Marktteilnehmer warten darauf, die dadurch gewachsene
Verunsicherung durch eine nachhaltige Erholung auflösen zu können.
Die nächste Tausendergrenze beim DAX 30 Index bleibt in Sichtweite -
allerdings von oben her betrachtet. Das offene Gap (Kurslücke) vom
Sommer 1999 knapp über der 5000-Marke ist noch nicht "aus der Welt".
Die DAX-Range sehen wir deshalb in den April hinein zwischen circa
5000 und 6200 Punkte. Bis dahin geht das "Aktie-wechsle-Dich-Spiel"
weiter: Erholen sich Technologiewerte, werden tendenziell Bestände in
"Old economy"-Titeln abgebaut. Kommt die "New economy" unter Kurs-
druck, dann flüchtet man im defensive Aktienwerte (und in Anleihen).
Wir gehen unverändert davon aus, daß die Endphase des
Aktienmarkteinbruchs läuft. Die Gewinnschätzungen für das laufende
Jahr wurden größtenteils stark nach unten angepaßt und nachlassende
Wachstumsraten in Aussicht gestellt. Neue Hoffnungen bauen wir auf den
Beginn des neuen Quartals, in dem sich die Situation zumindestens
kurzfristig deutlich entspannen könnte, wenn insbesondere
institiutionelle Investoren mit der vor sich hergeschobenen Liquidität
beginnen sollten, Positionen am Aktienmarkt aufzubauen. Die Investoren
bleiben in Lauerstellung - wer macht den Anfang? Es bleibt unser Rat,
vorhandene Positionen in Qualitätstiteln auszusitzen: Für Verkäufe ist
es zu spät. Kurzfristig orientierte Spekulanten sollten nicht gegen
den bestehenden Abwärtstrend spekulieren. Der mittel- bis
langfristige Investor kann sukzessive in Standard- wie auch Neue-
Markt-Werte zu investieren, um langfristige Chancen nicht zu
verpassen. Dies sollte mit ausgewählten Qualitätstiteln gelingen.
Herzliche Grüße aus Nürnberg, und lassen Sie sich weder von der Börse
noch privat "in den April schicken".
Ihr SchmidtBank-Researchteam
Verfasser: Alois Bauer, Thomas Brodehl, Mike Otto
Quelle: SchmidtBank-Research
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3. CONSORS FAVORITEN
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Die meistgehandelten Werte bei Consors (23.03.2001 - 29.03.2001)
1. SIEMENS AG 723610
2. SAP AG 716463
3. THIEL LOGISTIK AG 931705
4. DEUTSCHE TELEKOM AG 555750
5. NOKIA CORP. 870737
6. COMROAD AG 544940
7. ACG AG F.CHIPK.INFO.SYS. 500770
8. D. LOGISTICS AG 510150
9. ADVA AG OPTICAL NETWORKING 510300
10. MEDIGENE AG 502090
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4. MUSTERDEPOTS
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Platowbriefe
Aktie WKN Stck. Kaufkurs Kurs
--------------------------------------------------
Condomi 544490 1125 23,50 24,00
Citigroup 871904 880 56,00 50,50
Süss Microtec 722670 1750 28,00 36,10
DaimlerChrysler 710000 1000 51,50 50,10
Dicom Group 931486 6000 8,70 6,85
Der Aktionär - Bernd Förtsch
Aktie WKN Stck. Kaufkurs Kurs
--------------------------------------------------
PROTEIN DESIGN LABS 883428 180 72,90 49,50
VAXGEN INC. SHARES 923976 240 25,75 23,50
MILLENNIUM PHARMAC. 900625 380 36,50 33,03
ADVA AG OPTICAL NET. 510300 800 22,50 9,10
CO.DON AG 517360 830 16,70 16,20
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sind diese Zahlen bereits durch die kräftige Erholung gemildert, die
am Vorwochenfreitag einsetzte und sich bis zum Wochenbeginn fortsetz-
te. Getragen wurde die Aufwärtsbewegung vor allem von den bekannten
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Marktschwergewichte und Standardwerte dies- und jenseits des Atlantiks
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Wachstumsbörsen. Einen Anteil zum anfänglichen Börsenerfolg leisteten
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die Europäische Zentralbank, die nunmehr allerdings zumindest bis
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allgemeine Schwäche bei PKW-Zulassungen in Deutschland.
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Spiegelbildlich zur Vorwoche ging es bei DAX 30 Index diesmal vom
Wochenverlaufstief am Montag bei 5557 um 7 % in Richtung Verlaufshoch
bei 5944 am Freitag - allerdings nicht geradlinig. Zuletzt notierte
der Index mit 5818 Punkten und kann dadurch eine positive
Wochenperformance von 4,9 % ins Wochenende retten.
Charttechnisch gesehen hat es DAX dadurch geschafft, wieder in den
seit März 2000 bestehenden Abwärtstrendkanal zwischen derzeit 6580 und
5780 zurückzukehren. Damit hat der langfristige Aufwärtstrend vom
Oktober 1997 bei 5380 gehalten, die Unterstützung bei 5670 Punkten
konnte zurückerobert und der kurzfristige Widerstand bei 5820 knapp
überwunden werden. Es besteht zum einen die Chance, daß der DAX in den
Bereich 5960 und 6200 vordringt; hier wartet als erstes Erholungsziel
die Schließung des offenen Gaps (Kurslücke) vom 13. März bei 6043/
6038, zum anderen bleibt das Risiko, daß die offenen Gaps vom August
1999 bei 5047/5068 und April 1999 bei 4916/4927 geschlossen werden.
Wir können uns vorstellen, daß der Index die untere Begrenzungslinie
des oben genannten Abwärtstrendkanals anläuft und vom Support bei 5670
gestoppt wird. Aus diesen Marken ergibt sich für uns die für die
kommende Woche erwartete Bandbreite der DAX-Bewegung. Die
Kurserholungen zum Wochenanfang wurden von einer insgesamt nur
moderaten Umsatzentwicklung begleitet. Die Stimmung am deutschen
Aktienmarkt, gemessen an der Put/Call-Ratio der Aktienoptionen
(auf geglätteter Ein-Wochen-Basis) bewegt sich im neutralen Bereich.
Andere Marktindikatoren geben positive Signale. Die Volatilität
(Schwankungsbreite) bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau und
signalisiert Unsicherheit der Marktteilnehmer.
--- 2. Neuer Markt Deutschland ---
Nach einem starken Wochenstart und ersten aufkommenden euphorischen
Stimmen verpaßten im Wochenverlauf die Bären dem Neuen Markt erneut
einen Schlag. Nachdem die beiden Indizes Nemax All Share und Nemax 50
gegenüber den Schlußständen vom vorhergehenden Freitag bereits um
6,8 % bzw. 8,5 % gestiegen waren, nahm sich die Wochenperformance zum
heutigen Freitag mit plus/minus 0 % bzw. minus 0,9 % sehr bescheiden
aus. Im Gefolge einer steigenden Nasdaq in Amerika und der sich
aufhellenden Stimmung konnten die deutschen Indizes für Wachstumswerte
deutliche Gewinne verbuchen. Doch die Mehrzahl der Börsianer wollte
dem Freudenfest nicht so richtig trauen und behielt am Ende Recht
damit. Die Gewinnwarnungen von Nortel und Palm in Amerika holten die
Anleger wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Kurzfristig einge-
fahrene Gewinne wurden realisiert, Käufe zurückgestellt, und so ging
es am Neuen Markt in der zweiten Wochenhälfte zunächst wieder abwärts.
Technisch betrachtet war die jüngste Erholung mit drei aufeinander
folgenden Tagen im Plus, beginnend am Freitag, den 23.03.01, nur eine
Bärenmarktrally. Die stark überverkaufte Lage zum Ende der vorangegan-
genen Woche hat sich abgebaut. Wie erwartet reichte die Aufwärtsbewe-
gung nicht an den seit Januar 2001 bestehenden kurzfristigen Abwärts-
trend heran. Der Abstand zu diesem hatte zuletzt durch die Beschleuni-
gung des Abwärtsbewegung stark zugenommen, so daß eine technische Ge-
genreaktion wahrscheinlich war. Der nach unten gerichtete Trend bleibt
also weiterhin intakt. Die Trendlinie verläuft beim Nemax All Share
derzeit bei 1820 Punkten, ein Abstand zum aktuellen Kursniveau von
7,7 %. Am nächsten Freitag (06.04.01) wird die Trendbegrenzungslinie
bei 1710 verlaufen. Diese wird den Neuen Markt auch in der nächsten
Woche Paroli bieten und sich ihm als Widerstand in den Weg stellen.
Weitere Widerstände finden sich erst weiter oben bei 1936 und 2210.
Unterstützung bietet aktuell nur noch das bisher unbestätigte Jahres-
tief bei 1589. In den letzten beiden Tagen haben sich die Indexstände
relativ wenig verändert, was eher für eine Pattsituation zwischen den
Marktteilnehmern spricht. Aufgrund der schlechten technischen
Verfassung der amerikanischen Leitbörse Nasdaq sprechen die Umstände
eher für weiter nachgebende Kurse am Neuen Markt. Die Abwärtsbewegung
verläuft stabil, daran können leider auch eine "paar" positive Tage
nichts ändern. Die technischen Indikatoren werten wir als neutral, so
daß von dieser Seite keine positiven Impulse zu erkennen sind.
Bei der Entwicklung der Sektoren in der letzten Woche sticht der
Biotechsektor mit einer Performance von 11,68 % heraus. Vor allem die
hervorgehobene Qualität der Titel und die seit Jahresanfang stark
gefallenen Notierungen dürften dem Segment zu den Kurssprüngen
verholfen haben. Dennoch raten wir zur Vorsicht in diesem Segment.
Unter Berücksichtigung der Unternehmen, für die in diesem Sektor im
nächsten Jahr ein Gewinn erwartet wird, liegt das nach Marktkapitali-
sierung gewichtete KGV immer noch über 80. Das ist auch für einen
wachstumsstarken Bereich nicht gerade billig. Die stärksten Verluste
verzeichneten die Sektoren Software (-9,36 %) und Telekom (-10,15 %).
Die Lage am Neuen Markt bleibt also angespannt. Positiv ist zu
erwähnen, daß der Index nach der zum Stillstand gekommenen
Aufwärtstendenz nicht sofort wieder stark zurückfällt. Die
Unsicherheit ist nach wie vor hoch. Schlechte Unternehmensnachrichten
sorgen noch immer für fallende Kurse, so daß nicht davon auszugehen
ist, daß alle negativen Neuigkeiten bereits im Kurs eingepreist sind.
Zudem sind wir eher pessimistisch, was die Erreichung der
Analystenschätzungen für das erste und zweite Quartal angeht. Aus
unserer Sicht ist es wahrscheinlich, daß es aufgrund des unerwartet
starken wirtschaftlichen Abschwungs bei Technologiefirmen und den
großen Unsicherheiten bei der Prognose zukünftiger Umsätze und Gewinne
zu Enttäuschungen der Anleger kommen wird. Alles in allem sehen wir
derzeit noch keinen Grund, weder technisch noch fundamental, in der
Breite Neuengagements am Neuen Markt zu tätigen. Im Focus der nächsten
Woche steht weiterhin der seit Januar bestehende Abwärtstrend.
--- 3. Europäischer Aktienmarkt ---
Der europäische DJ STOXX 50 Index notierte zuletzt bei 4003 Punkten um
5,1 % über dem Vorwochenniveau. Die Wochenverlaufsextremwerte lagen
bei 3814 und 4056. Der Index hat es geschafft, sich sehr schnell von
seinen Tiefständen zu erholen und sich in Richtung des gebrochenen
alten Abwärtstrendkanals vom September Dezember 2000 zu bewegen, der
derzeit zwischen 4450 und 4100 verläufen würde. Dessen untere
Begrenzungslinie fällt damit praktisch mit dem Widerstand bei 4045
zusammen. Der seit 31.01.2001 bestehende Abwärtstrend bei 4020 wird
angetestet. Bereits zurückeroberet wurde der kurz nach unten
verlassene steile Abwärtstrendkanal von Mitte Dezember zwischen
aktuell 4200 und 3910. Zusammengenommen schließen wird daraus, daß
beim STOXX 50 auf aktuellem Niveau eine Konsolidierung wahrscheinlich
ist. Nach oben ergibt sich daraus kurzfristig ein Potential bis 4200,
das technische Risiko sehen wir für die ersten Apriltage im Bereich
3870 bis 3720. Einige Marktindikatoren geben positive Signale. Die
Chancen auf größere Kursgewinne sind beschränkt, deshalb raten wir
generell, das Pulver trocken zu halten.
--- 4. US-Aktienmarkt ---
Die "erholsamen" US-Börsentage wurden zur Wochenmitte durch neuerliche
Gewinnwarnungen jäh unterbrochen. Unter anderem brachte Nortel
Networks (weltgrößter Glasfaserausrüster) die zweite Warnung in diesem
Jahr und kündigte Entlassungen an. Der Handheld-PC-Hersteller Palm
will ebenfalls Stellen streichen, nachdem statt eines prognostizierten
Ertrages nun ein Verlust erwartet wird. Auch das Indexschwergewicht
Walt Disney schwenkt auf Konsolidierungskurs ein und kündigte
umfangreichen Stellenabbau an.
Die konjukturelle Situation ist weiterhin von Unsicherheit geprägt.
Die Indikatoren deuten auf ein unerwartet robustes
Verbrauchervertrauen hin und schürten damit Hoffnungen auf die
überwiegend erwartete wirtschaftliche Besserung bis zum Ende des
zweiten Halbjahres 2001. Eine Rezession wird den USA wohl erspart
bleiben, möglicherweise wird man sich allerdings auf eine längere
Phase mit sehr geringen Wachstumspotentialen einstellen müssen. In
Marktkreisen verwies man u. a. auf einen Vermögenseffekt durch die
Aktienmärkte in beide Richtungen innerhalb der vergangenen zwölf
Monate, wie er bisher wohl noch nie erlebt wurde.
Der Dow Jones industrial average hatte mit einem Wochenverlaufshoch
bei 9960 seine Psycho-Hürde bei 10000 nicht mehr erreichen können.
Dafür konnte er sich zumindest vom Verlaufstief am Montag bei 9504
deutlich lösen und notierte zuletzt mit 9830 Punkten, wodurch sich
eine positive Wochenperformance von 3,4 % errechnet.
Wie von uns vermutet, kam es beim Dow Jones zu einer technisch
begründeten Kurserholung. Positiv ist, daß sich der Index den zuvor
gebrochenen Support bei 9650 zurückerobern konnte und nun vor der
Widerstandszone zwischen 9790 und 9980 steht. Das generelle
Erholungspotential für den Index sehen wir im Bereich der nächsten
Widerstandszone zwischen 10270 und 10500. Zuvor ist es aber
unumgänglich, die 10000-Marke zu überwinden, was sicherlich nicht
einfach sein wird. Das technisches Risiko sehen wir aktuell um 9120;
hier kam letzte Kursverfall zum Erliegen. Wir wären schon sehr
zufrieden, wenn der Dow Jones in seine im April 2000 begonnene
Seitwärtsbewegung zwischen 11300 und 9750 dauerhaft zurückkehren
würde. Einige Marktindikatoren geben negative Signale. Wir raten hier
weiterhin, eine abwartende Haltung einzunehmen.
--- 5. Nasdaq ---
Mit einer Wochenperformance von minus 5,8 % verabschiedete sich die
Nasdaq zuletzt von einer wechselhaften Woche. Während Anfang der Woche
die Kurse noch stiegen und es ganz danach aussah, daß der Index seinen
seit Januar 2001 bestehenden Abwärtstrend brechen könnte, beendeten
die Gewinnwarnungen von Nortel und Palm diesen Traum zur Wochenmitte.
Als klar wurde, daß auch dieser Versuch des Trendbruchs scheitern wür-
de, ging es zügig in Richtung Jahrestiefststand. Dieser liegt bei 1794
Indexpunkten und damit auf aktuellem Niveau. Dass die Nasdaq den Ab-
wärtstrend nicht überwinden konnte, werten wir als schlechtes Zeichen.
Da der Trend damit weiterhin Gültigkeit hat und mit jedem erfolglosen
Überwindungsversuch an Stärke gewinnt, gehen wir davon aus, daß die
alten Jahrstiefststände unterschritten werden. Beim Nasdaq 100 ist
dies bereits erfolgt. Der Ausbruchsversuch aus dem Trend ist vorerst
gescheitert. Die technischen Indikatoren werten wir als neutral bis
negativ. Unterstützung auf dem Weg nach unten bietet nur noch der
Bereich um das alte Jahrestief bei 1794. Bereits am vergangenen
Donnerstag hatte der Index auf seinem Weg nach unten auf diesem Niveau
vorerst gestoppt. Dennoch, die Wahrscheinlichkeit ist groß, daß neue
Tiefststände erreicht werden. Aktuell verläuft die Linie des
übergeordneten Abwärtstrends bei 1950, zum Ende der nächsten Woche
wird diese Marke bei 1845 liegen. Bis zum nachhaltigen Bruch dieses
Trends raten wir dringend, Engagements zurückzustellen. Diese Linie
hat in der Vergangenheit bereits mehrfach eindrucksvoll unter Beweis
gestellt, daß sie die Bezeichnung "Widerstand" zu Recht verdient.
--- 6. Japanischer Aktienmarkt ---
Der Vertrauensvorschuß der Anleger sowohl in die Geldpolitik der
japanischen Notenbank als auch die geplanten staatlichen Maßnahmen
haben nicht lange vorgehalten. Gespannt darf man auf die Bekanntgabe
der Regierungsmaßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft und des
Aktienmarktes gleich zu Beginn des neuen Finanzjahres sein. Die
zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt steckt finanziell und moralisch
in einer tiefen Krise.
Der Nikkei 225 Index startete zunächst mit einem Kursfeuerwerk in die
hinter uns liegende Handelswoche. Am Montag legte der Index im Zuge
guter Vorgaben von der Wall Street 4,9 % zu und erreichte ein
Wochenverlaufshoch bei 13867. Insbesondere Technologie- und Banktitel
konnten deutlich gewinnen. Unterstützung erhielt der Markt auch von
den Strategen von ABN Amro, welche japanische Aktien auf
"Übergewichten" heraufstuften. Nach dem kräftigen Indexanstieg waren
die einsetzenden Gewinnmitnahmen durchaus normal. Allerdings gab der
Nikkei zuletzt wieder kräftiger nach. Belastet haben die schwachen
Zahlen zur japanischen Industrieproduktion für Februar sowie die
Gewinnwarnung von US-Telekommunikationsausrüstern. Deshalb waren
Technologieaktien und zyklische Titel auf der Verliererseite. Der
festere Yen belastete besonders Exportwerte. Zum Freitagschluß
notierte der Nikkei bei 12999 Punkten um 1,6 % unter Vorwochenniveau.
Technisch gesehen sieht der Nikkei noch positiv aus. Die wichtige
Widerstandszone zwischen 13800 und 14600 wurde kurz angelaufen und ein
offenes Gap (Kurslücke) um 13664 wurde geschlossen. Nach dem Ausbruch
aus seinem seit März 2000 bestehenden Abwärtstrendkanal zwischen 13150
und 11550 setzte eine Pull-back- Bewegung ein, die lehrbuchmäßig an
die obere Trendlinie zurückführte. Es ist möglich, daß der Index
entlang dieser Linie in den nächsten Handelstagen abwärts läuft.
Spätestens der untere Bereich der Supportzone zwischen 13300 und 12900
sollte die Bewegung stoppen und den Index wieder Richtung Norden
schicken. Für die kommende Woche sehen wir den Nikkei also innerhalb
einer Bandbreite zwischen 12900 und 13800. Wehrmutstropfen ist, daß
der Index mit seinem Wochenverlaufstief bei 12992 wieder an der
psychologisch wichtigen 13000-Marke kratzte. Hält die oben genannte
Supportzone nicht, wird der Nikkei neuerlich die alten Tiefs um 12000
anlaufen. Entwarnung geben wir erst, wenn die eingangs erwähnte
wichtige Widerstandszone nachhaltig überwunden wird. Einige Marktindi-
katoren geben noch positive Signale. Wir raten, Positionen zu halten
oder innerhalb der angeführten Bandbreite erste Bestände aufzubauen.
--- 7. Rentenmärkte und Euro ---
Die Rentenmärkte speisten durch Umschichtungen zum Wochenbeginn
zweifellos einen Teil der kräftigen Aktienmarkterholung. Nach dem
Motto "Des einen Freud, des anderen Leid" konnten sich im Zuge der
zuletzt wieder nachgebenden Aktiennotierungen die Anleihenkurse wieder
erholen. Allerdings fällt auf, daß die vorherigen Hochs nicht mehr
erreicht werden. Wir sehen dies als Bestätigung, daß die Luft aus der
Rentenmarktdynamik heraus ist. Das sehen wir stark begrenzt bzw. das
Risiko, daß die Zinsen mittelfristig wieder steigen könnten, ist nicht
zu unterschätzen. Wir empfehlen Festgelder oder Laufzeiten bis zu
maximal zwei Jahren.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich im Gegensatz zur
US-Notenbank (FED) bisher von den Markterwartungen nicht in die
Pflicht nehmen lassen und schon gar nicht vom angeschlagenen
Aktienmarkt. Ein Leitzinssenkungsbeschluß blieb aus. Die EZB führt
ihre Politik der "ruhigen Hand" in der Geldpolitik weiter und will
weitere Daten zur Konjunkturentwicklung in Euroland und den USA
abwarten. Derweilen können sich die Märkte behutsam auf den
(gepreisen) Zinsschritt einrichten nach dem Motto "Aufgeschoben ist
nichtg aufgehoben". Die Notenbank wird nicht ihr ganzes Pulver
verschießen. Dafür ist die aktuelle Lage der US-Konjunktur noch zu
robust, und die Inflationsrate bewegt sich um 3 % ohne eine klare
Tendenz nach unten. Eine Reduktion bis zu 50 Basispunkte ist
realistisch. Die nächste EZB-Zentralbankratsitzung ist am 11. April.
Am Rande: Seitens der FED wird weiterhin eine Leitzinssenkung um 50
Basispunkte erwartet, eventuell schon im April und damit noch vor der
nächsten FOMC-Sitzung am 15. Mai. Der aktuell veröffentlichte
Einkaufsmanagerindex aus Chicago ist auf den niedrigsten Stand seit
März 1982 gefallen und unterstützt damit die Erwartungen.
Die Märkte zeigten sich von der passiven EZB insgesamt wenig
beeindruckt, mit Ausnahme des Devisenmarktes. Der Wechselkurs des Euro
gegenüber dem US-Dollar erhielt einen Tiefschlag und rutschte unter
die Unterstützung bei 89 $-Cent. Die nächsten Supports sehen wir um
0,87 und 0,83 US-Dollar, Widerstände bleiben unverändert um 93 und 96
$-Cent. Die neuerliche Euro-Schwäche ist u. a. Ausdruck der Sorge
vieler Markteilnehmer, daß sich das Wirtschaftswachstum in Euroland
deutlich abschwächt und die EZB mit zinspolitischen Entscheidungen zu
spät kommt.
--- 8. Fazit - Ausblick - Empfehlung ---
An den Aktienmärkten werden die vor Wochen aus dem Winterschlaf
geweckten Börsenbären bislang nicht müde, den Abwärtstrend aufrecht zu
erhalten. Allerdings war die zuletzt gesehene Aufwärtskorrektur sowohl
vom Volumen als auch vom Kursanstieg her betrachtet kräftiger als die
bislang gesehenen Erholungsbemühungen in 2001. Nach der massiven
Abwärtsbewegung war eine technische Gegenreaktion schon ausgemachte
Sache. Diese haben wir nun hinter uns. Vor uns bleiben weiterhin
sowohl die Skepsis hinsichtlich einer generellen Wende zum Besseren
als auch die Sorgen vor anhaltenden Umsatz- und Gewinnwarnungen und
die unsicheren Konjunkturaussichten in den USA und in Euroland. Dazu
kommt, daß bei den wichtigen Aktienmarktindices aus charttechnischer
Sicht die Abwärtstrends intakt bleiben und wichtige Widerstände bis-
lang nicht eingenommen werden konnten. Alle Hoffnungen auf eine Boden-
bildungen stellten sich bislang als talwärts gerichtete schiefe Ebene
heraus. Die Marktteilnehmer warten darauf, die dadurch gewachsene
Verunsicherung durch eine nachhaltige Erholung auflösen zu können.
Die nächste Tausendergrenze beim DAX 30 Index bleibt in Sichtweite -
allerdings von oben her betrachtet. Das offene Gap (Kurslücke) vom
Sommer 1999 knapp über der 5000-Marke ist noch nicht "aus der Welt".
Die DAX-Range sehen wir deshalb in den April hinein zwischen circa
5000 und 6200 Punkte. Bis dahin geht das "Aktie-wechsle-Dich-Spiel"
weiter: Erholen sich Technologiewerte, werden tendenziell Bestände in
"Old economy"-Titeln abgebaut. Kommt die "New economy" unter Kurs-
druck, dann flüchtet man im defensive Aktienwerte (und in Anleihen).
Wir gehen unverändert davon aus, daß die Endphase des
Aktienmarkteinbruchs läuft. Die Gewinnschätzungen für das laufende
Jahr wurden größtenteils stark nach unten angepaßt und nachlassende
Wachstumsraten in Aussicht gestellt. Neue Hoffnungen bauen wir auf den
Beginn des neuen Quartals, in dem sich die Situation zumindestens
kurzfristig deutlich entspannen könnte, wenn insbesondere
institiutionelle Investoren mit der vor sich hergeschobenen Liquidität
beginnen sollten, Positionen am Aktienmarkt aufzubauen. Die Investoren
bleiben in Lauerstellung - wer macht den Anfang? Es bleibt unser Rat,
vorhandene Positionen in Qualitätstiteln auszusitzen: Für Verkäufe ist
es zu spät. Kurzfristig orientierte Spekulanten sollten nicht gegen
den bestehenden Abwärtstrend spekulieren. Der mittel- bis
langfristige Investor kann sukzessive in Standard- wie auch Neue-
Markt-Werte zu investieren, um langfristige Chancen nicht zu
verpassen. Dies sollte mit ausgewählten Qualitätstiteln gelingen.
Herzliche Grüße aus Nürnberg, und lassen Sie sich weder von der Börse
noch privat "in den April schicken".
Ihr SchmidtBank-Researchteam
Verfasser: Alois Bauer, Thomas Brodehl, Mike Otto
Quelle: SchmidtBank-Research
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3. CONSORS FAVORITEN
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Die meistgehandelten Werte bei Consors (23.03.2001 - 29.03.2001)
1. SIEMENS AG 723610
2. SAP AG 716463
3. THIEL LOGISTIK AG 931705
4. DEUTSCHE TELEKOM AG 555750
5. NOKIA CORP. 870737
6. COMROAD AG 544940
7. ACG AG F.CHIPK.INFO.SYS. 500770
8. D. LOGISTICS AG 510150
9. ADVA AG OPTICAL NETWORKING 510300
10. MEDIGENE AG 502090
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4. MUSTERDEPOTS
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Platowbriefe
Aktie WKN Stck. Kaufkurs Kurs
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Condomi 544490 1125 23,50 24,00
Citigroup 871904 880 56,00 50,50
Süss Microtec 722670 1750 28,00 36,10
DaimlerChrysler 710000 1000 51,50 50,10
Dicom Group 931486 6000 8,70 6,85
Der Aktionär - Bernd Förtsch
Aktie WKN Stck. Kaufkurs Kurs
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PROTEIN DESIGN LABS 883428 180 72,90 49,50
VAXGEN INC. SHARES 923976 240 25,75 23,50
MILLENNIUM PHARMAC. 900625 380 36,50 33,03
ADVA AG OPTICAL NET. 510300 800 22,50 9,10
CO.DON AG 517360 830 16,70 16,20
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