Commerzbank ist die neue "Bad Bank". Wenn man jetzt lesen kann, dass die Commerzbank nur bei guter Geschäftslage die Staatshilfe verzinsen muss - so muss man sich doch ernsthaft fragen, was heißt das denn eigentlich?
Ich lese da zwischen den Zeilen, dass diese Bank nicht mehr richtig auf die Füße kommen wird. Und nur dann, wenn sie mal ein gutes Jahr haben sollte, dann will man auch Zinsen. Ist schon interessant, welche Meßlatten bei den Staatshilfen angelegt werden? Bei Opel verlangt man (neben anderen Fakten im Zusammenhang mit den USA) klare Geschäftsaussichten und Perspektiven. Ich frage mich aber, wenn solche klaren Geschäftsaussichten und Perspektiven bei der Commerzbank nicht vorliegen, d. h. mit einem ständig schlechten Ergebnis zu rechnen, warum man hier gutes Geld schlechtem Geld hinterher schmeißt. Oder aber - man hat ohne großen Medienrummel bewußt die Einrichtung einer "bad Bank" geschaffen, praktisch durch die Hintertüre und ohne großes Medienspektakel. Das - was schon im Jahre 2001 in Finanzkreisen und der damaligen Schröder-Regierung mit Clement bereits diskutiert. Ergebnis - alles nichts Neues. So überraschend, wie in Regierungskreisen getan wird, ist es längst nicht. Im weiteren hat nun auch der Staat über seine Beteiligung gewisse Steuerungsmöglichkeiten, seine "bad papers" über die Drehscheibe Commerzbank abzuwickeln. Die freien Aktionäre haben ihren Beitrag geleistet, zum einen über den Wertverlust ihrer Aktie und zum anderen indirekt über die Finanzierung in Gestalt der Staatshilfe.
Disziplin führt zum Anlageerfolg