FRANKFURT (Dow Jones)--Die Bundesregierung arbeitet offenbar an Notfallplänen zur Stützung von Finanzinstituten für den Fall, dass Griechenland sich für zahlungsunfähig erklären sollte. Wie die Bloomberg TV am Freitag unter Berufung auf drei Mitarbeiter der Koaltionsparteien berichtete, sehen die Pläne Maßnahmen für Banken und Versicherungen vor, denen bis zu 50% Verlust auf griechische Staatsanleihen drohen, falls Griechenland die nächste Tranche aus internationalen Finanzhilfen verweigert werden sollte. Möglicherweise könnten Banken öffentliche Mittel zur Rekapitalisierung erhalten, sagte eine der Personen.
ERGÄNZUNG: Wie bekannt, ist vor Kurzem die EU-Troika, die die Einhaltung der Auflagen für Griechenland prüfen sollte, vorzeitig aus Athen abgereist, weil man dort nicht in die Gänge kommt. Bereits nach der Abreise wurde das erste Mal spekuliert, dass die Auszahlung damit in Gefahr wäre.
Weiter sah sich die griechische Regierung am gestern genötigt, die Austritts- und Rauswurf-Gerüchte nachdrücklich zu dementieren.
Zwischenzeitlich stellt sich mir die Frage, ob da nicht im stillen Kämmerlein wirklich schon der Abgesang auf die Hellenen vorbereitet wird, denn
- die berichteten Notfall-Maßnahmen
- die offenen diplomatischen Drohungen hochrangiger Politiker
- die tatsächliche Unfähigkeit der Griechen zu positivem Tun und Nachrichten
- der offen verkündete Rettungsunwillen einzelner EU-Staaten
ergeben das perfekte Gesamtszenario für eine Ausgliederung Griechenlands.
...und wer ist mit der größten Summe in griechischen Staatsanleihen investiert (???):
RICHTIG - Der Maddin.
GadT
