Orcel: "Es gebe viel Aktivität, die darauf abziele, den Kurs künstlich oben zu halten, "aber wir sind geduldig", sagte Orcel."
www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/...4d35-ad71-0d886bec25ec
Grundsätzlich ist die Coba natürlich in letzter Zeit sehr gut gelaufen und einen Rücksetzer muss man wohl einplanen (und wäre wohl auch ganz gesund). Aber tatsächlich für überbewertet oder "künstlich oben gehalten" halte ich den Kurs aus zwei Gründen dennoch nicht.
Sofern tatsächlich nur die Übernahme den Kurs gepusht hätte, hätte die Coba durch die beiden Meldungen "Merz sagt nein" und "Orcel sieht Übernahme weit entfernt" implodieren müssen. Ist er aber nicht - also scheinen doch einige "mehr" in der Coba zu sehen. Und das ist m:E. auch gar nicht ungerechtfertigt.
Der KGV von 11,5 (2025) und 9,5 (2026) ist nicht schlechter als von anderen Finanzunternehmen (Allianz hat z. B. 12,5 und 11,5, trotz kürzlichem Kursrückgang von 10 %). Die Uni selbst hat 9,2 und 8,5 (okay etwas besser).
Das KBV unserer Coba ist mit 1 noch deutlich unter dem der Uni selbst (1,4) bzw. gar der Allianz (>2).
Und die 2025er Dividendenrendite - ist bei der Coba mit 3 % sicher nicht schlecht, auch wenn die Uni mit über 5,5% und die Allianz mit 4,7 % nochmals eine Schippe drauflegen. Man darf hier m.E. aber nicht vergessen, dass die Coba 2026-2028 100 % des Gewinns ausschütten )ARP's, Divi) möchte. Bei einem angepeilten Gewinn von 2,5 € bis 3 €/Aktie sind das zwischen 9 und 11 %.
Auch wenn der Vergleich mit Allianz und Uni sicher nicht zu 100% passt und im Vergleich andere Banken preiswerter bewertet sind, sehe ich bei der Coba keine "künstliche Überbewertung". Das ist m.E. alles in Ordnung so - auch wenn der Kurs kurzfristig vielleicht nicht mehr in den Himmel wachsen wird.
Viel Erfolg allen ...