gehen dieeiten der Online Broker dem Ende entgegen.
Comdirkekt kommt jetzt zu euch in´s Wohnzimmer bevor sie ganz pleite gehen
Comdirect-Bank setzt auf mobile Berater
Die Comdirect Bank plant eine einschneidende Änderung ihres Geschäftsmodells. Neben dem Online-Brokerage setzt die Tochter der Commerzbank künftig mobile Berater ein, um eine breite Palette von Finanzprodukten zu vertreiben.
"Bis Ende des Jahres hoffen wir, entsprechende Verträge mit Kooperationspartnern abzuschließen", sagte Vorstandschef Bernt Weber im Gespräch mit der Financial Times Deutschland.
Mit dem reinen Online-Brokerage, auf das Comdirect bisher spezialisiert war, können zunehmend weniger neue Kunden gewonnen werden. Die so genannte zweite Welle der Internet-Investoren, d. h. ältere Anleger, wünscht zusätzlich persönliche Beratung. Konkurrenten wie die Advance Bank oder die Direkt Anlage Bank bieten dies bereits an.
Mit bis zu 1000 Vertriebsexperten will Comdirect langfristig zusammenarbeiten. Vorrang habe die Qualität der Berater, die alle den neuen Ausbildungsgang zum "Certified Financial Planner" (CFP) durchlaufen haben sollen.
An den Kunden bringen sollen die CFP Produkte, die weniger konjunkturanfällig sind als das angestammte Brokerage, beispielsweise Fonds, Tagesgeldkonten oder Riesterprodukte. Die unabhängigen Finanzanbieter, mit denen Comdirect zusammenarbeiten will, können den Namen des Online-Brokers als bekannte Marke im Vertrieb einsetzen. Wesentliche Beiträge zum Ergebnis von Comdirect werden die mobilen Finanzberater vorerst nicht leisten können. "Langfristig ist dieses Konzept jedoch durchaus tragfähig", sagt die Analystin Simone Glass von der Investmentbank UBS Warburg. Wie ertragreich die Kooperation sei, hänge davon ab, wie die Provisionseinnahmen zwischen Comdirect und den Beratern aufgeteilt würden. Über diesen Punkt verhandelt Weber noch mit den künftigen Partnern.
Kurzfristig kann Comdirect die Ertragslage nur durch Kostensenkung verbessern. Gegenüber dem Budgetansatz will der verlustreiche Online-Broker die Kosten dieses Jahr um 82 Mio. Euro auf 220 Mio. Euro drücken.
© 2001 Financial Times Deutschland
Comdirkekt kommt jetzt zu euch in´s Wohnzimmer bevor sie ganz pleite gehen
Comdirect-Bank setzt auf mobile Berater
Die Comdirect Bank plant eine einschneidende Änderung ihres Geschäftsmodells. Neben dem Online-Brokerage setzt die Tochter der Commerzbank künftig mobile Berater ein, um eine breite Palette von Finanzprodukten zu vertreiben.
"Bis Ende des Jahres hoffen wir, entsprechende Verträge mit Kooperationspartnern abzuschließen", sagte Vorstandschef Bernt Weber im Gespräch mit der Financial Times Deutschland.
Mit dem reinen Online-Brokerage, auf das Comdirect bisher spezialisiert war, können zunehmend weniger neue Kunden gewonnen werden. Die so genannte zweite Welle der Internet-Investoren, d. h. ältere Anleger, wünscht zusätzlich persönliche Beratung. Konkurrenten wie die Advance Bank oder die Direkt Anlage Bank bieten dies bereits an.
Mit bis zu 1000 Vertriebsexperten will Comdirect langfristig zusammenarbeiten. Vorrang habe die Qualität der Berater, die alle den neuen Ausbildungsgang zum "Certified Financial Planner" (CFP) durchlaufen haben sollen.
An den Kunden bringen sollen die CFP Produkte, die weniger konjunkturanfällig sind als das angestammte Brokerage, beispielsweise Fonds, Tagesgeldkonten oder Riesterprodukte. Die unabhängigen Finanzanbieter, mit denen Comdirect zusammenarbeiten will, können den Namen des Online-Brokers als bekannte Marke im Vertrieb einsetzen. Wesentliche Beiträge zum Ergebnis von Comdirect werden die mobilen Finanzberater vorerst nicht leisten können. "Langfristig ist dieses Konzept jedoch durchaus tragfähig", sagt die Analystin Simone Glass von der Investmentbank UBS Warburg. Wie ertragreich die Kooperation sei, hänge davon ab, wie die Provisionseinnahmen zwischen Comdirect und den Beratern aufgeteilt würden. Über diesen Punkt verhandelt Weber noch mit den künftigen Partnern.
Kurzfristig kann Comdirect die Ertragslage nur durch Kostensenkung verbessern. Gegenüber dem Budgetansatz will der verlustreiche Online-Broker die Kosten dieses Jahr um 82 Mio. Euro auf 220 Mio. Euro drücken.
© 2001 Financial Times Deutschland