wenn, dann dürfte ein weiterer Großaktionär nur aus dem Umfeld des bisherigen Großaktionärs kommen und der müsste rechtlich nicht als verbunden gelten, damit die steuerlichen Verlustvorträge erhalten bleiben. Ist die Frage, wie wahrscheinlich das ist. Auch mit Blick auf die Corporate Governance. Ich denke eher nicht.
Wenn Investitionen in Windkraft- und Solaranlagen in Deutschland oder auch im umliegendem Euroraum getätigt werden würden, dann wäre das eine relativ klare Sache. Wenn aber z.B. Investitionen in die Technik von Mikro-Blockheizkraftwerken oder Investitionen in Solarparks in Japan oder den USA getätigt werden würden, dann würde der Streubesitz eher das Risiko denn die Chance sehen.
Und bis der volle Betrag investiert ist und Rendite abwirft, werden laut der HV viele Jahre vergehen. Vor dem Jahr 2020 wird das nicht sein. Mit diesem sehr langsamen Tempo habe ich persönlich nicht gerechnet. Da werden viele Kleinaktionäre ihr Invest als lange Jahre totes Kapital ansehen und noch weit unter den 19 Euro verkaufen, die der Großaktionäre bezahlt hat und obwohl der Wert ihrer Aktien aktuell bei 24 Euro liegt.
Ich dachte, es wird jetzt zügig in Anlagen investiert. Ich komme wieder auf das Beispiel 7C Solarparken AG zurück, die aktuell selbst größere Neubauprojekte in Deutschland in ihr Portfolio aufnehmen. Weil das offenbar jetzt attraktiv ist, nachdem einige bisher nicht ausgeführte Zuteilungen aus den Ausschreibungen drohen die Anzahlung zu verlieren und andererseits die Modulpreise sehr stark gefallen sind und die gewonnenen Ausschreibungen von so einem Jahr sich jetzt wirtschaftlich gut umsetzen lassen.
Ich bezweifle weiter, das im Management der Clere AG bereits die erfahrenen Personen vorhanden sind, die die richtigen Deals abschließen können. Herr Krupke hat versucht was geht bei Solon in der Solarmodulfertigung. Aber Investitionen in Solaranlagen braucht ja ganze anderes Wissen und muss mehr von der Finanzseite her kommen.
Jedenfalls bin ich von dem Schneckentempo negativ überrascht. Und diese Investitionen über ein halbes Jahr oder noch weniger in Inhaberschuldverschreibungen, bei deren Auslauf das Geld wieder neu angelegt werden muss, sind ja auch nicht zielführend und eher riskant.
Die Clere AG sollte sich wirklich mal mit dem Management der 7C Solarparken AG zusammensetzen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutieren.