Quelle N-TV.de
Dienstag, 6. August 2002
Überraschung mit Tücken
Cisco verdient mehr
Cisco Systems hat am Dienstag nach Börsenschluss in New York seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsquartal vorgelegt. Demnach hat der Netzwerkausrüster 14 Cents je Aktie verdient und damit die Erwartungen der Analysten in Höhe von 12 Cents übertroffen. Beim Umsatz wurden 4,8 Mrd. Dollar erreicht. Die Aktie zeigte im nachbörslichen Handel keine klare Richtung.
Vor einem Jahr hatte Cisco noch einen Gewinn je Aktie von zwei Cents ausgewiesen. Beim Umsatz blieb Cisco nur leicht unter den Erwartungen der Analysten, die hier mit 4,9 Mrd. Dollar gerechnet hatten.
Enttäuschen dürfte die Anleger, dass der höhere Gewinn nach Angaben von Cisco zwar aus erfolgreichen Kostensenkungsmaßnahmen resultiert, nicht aber aus einem verbesserten operativen Geschäft. Mit anderen Worten: an der trüben Lage der Geschäfte hat sich im abgelaufenen Quartal noch nichts geändert.
Beim Umsatz rechnet das Unternehmen im laufenden ersten Geschäftsquartal deshalb mit keinen Veränderungen, bestenfalls sei eine kleine Steigerung gegenüber dem vierten Quartal (April - Juni) möglich. Immerhin teilte Cisco mit, dass man das Aktienrückkaufprogramm mehr als verdoppelt habe.
Im Vorfeld der Zahlen zeigten sich Investoren verunsichert - die Cisco-Aktie bewegte sich am Montag weiter auf ihr Kurs-Tief vom 27. September mit 11,04 Dollar zu. Sie verlor bei hohen Umsätzen 4,5 Prozent auf 11,36 Dollar. Die Skepsis rührte vor allem daher, dass Cisco im Vorquartal (Januar - März 2002) zum ersten Mal seit dem Börsengang des Unternehmens vor elf Jahren einen Quartalsverlust ausgewiesen hatte.
Auch Befürchtungen um die weitere Entwicklung der Geschäfte des Netzwerkausrüsters beunruhigten die Anleger. Und diese Befürchtungen wurden zuletzt am Montag genährt durch die Investmentbank Lehman Brothers. Die Analysten stuften die Aktie von Cisco Systems herunter von "strong buy " auf "equal-weight" - eine dramatische Kehrtwende im Anlageurteil.
Zur Begründung für diesen harten Schritt führte Lehman die gedämpfte Nachfrage nach Netzwerken an. Zwar sind die Analysten langfristig überzeugt von Cisco, vor allem was die Marktstellung des führenden Netzwerkausrüster betrifft. Kurzfristig hingegen sehen sie kaum Faktoren, die der Aktie "Schwung" verleihen könnten. Die Flaute der Telekommunikationsbranche - so Lehman - könnte durchaus noch zwei bis vier Quartale andauern und so lange bleibe auch Cisco unter Druck.
Unter Druck ist offenbar auch der Finanzchef von Cisco, Larry Carter. Seit Tagen halten sich Gerüchte um einen möglichen Rücktritt, ohne dass es hierfür konkrete Anzeichen oder eine Stellungnahme des Unternehmens gegeben hätte. Die Gerüchte gehen aber noch weiter - auch bei Cisco-Chef John Chambers wurde zuletzt über einen Rücktritt spekuliert. Und auch hierfür gab es keine konkreten Anhaltspunkte.
Dienstag, 6. August 2002
Überraschung mit Tücken
Cisco verdient mehr
Cisco Systems hat am Dienstag nach Börsenschluss in New York seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsquartal vorgelegt. Demnach hat der Netzwerkausrüster 14 Cents je Aktie verdient und damit die Erwartungen der Analysten in Höhe von 12 Cents übertroffen. Beim Umsatz wurden 4,8 Mrd. Dollar erreicht. Die Aktie zeigte im nachbörslichen Handel keine klare Richtung.
Vor einem Jahr hatte Cisco noch einen Gewinn je Aktie von zwei Cents ausgewiesen. Beim Umsatz blieb Cisco nur leicht unter den Erwartungen der Analysten, die hier mit 4,9 Mrd. Dollar gerechnet hatten.
Enttäuschen dürfte die Anleger, dass der höhere Gewinn nach Angaben von Cisco zwar aus erfolgreichen Kostensenkungsmaßnahmen resultiert, nicht aber aus einem verbesserten operativen Geschäft. Mit anderen Worten: an der trüben Lage der Geschäfte hat sich im abgelaufenen Quartal noch nichts geändert.
Beim Umsatz rechnet das Unternehmen im laufenden ersten Geschäftsquartal deshalb mit keinen Veränderungen, bestenfalls sei eine kleine Steigerung gegenüber dem vierten Quartal (April - Juni) möglich. Immerhin teilte Cisco mit, dass man das Aktienrückkaufprogramm mehr als verdoppelt habe.
Im Vorfeld der Zahlen zeigten sich Investoren verunsichert - die Cisco-Aktie bewegte sich am Montag weiter auf ihr Kurs-Tief vom 27. September mit 11,04 Dollar zu. Sie verlor bei hohen Umsätzen 4,5 Prozent auf 11,36 Dollar. Die Skepsis rührte vor allem daher, dass Cisco im Vorquartal (Januar - März 2002) zum ersten Mal seit dem Börsengang des Unternehmens vor elf Jahren einen Quartalsverlust ausgewiesen hatte.
Auch Befürchtungen um die weitere Entwicklung der Geschäfte des Netzwerkausrüsters beunruhigten die Anleger. Und diese Befürchtungen wurden zuletzt am Montag genährt durch die Investmentbank Lehman Brothers. Die Analysten stuften die Aktie von Cisco Systems herunter von "strong buy " auf "equal-weight" - eine dramatische Kehrtwende im Anlageurteil.
Zur Begründung für diesen harten Schritt führte Lehman die gedämpfte Nachfrage nach Netzwerken an. Zwar sind die Analysten langfristig überzeugt von Cisco, vor allem was die Marktstellung des führenden Netzwerkausrüster betrifft. Kurzfristig hingegen sehen sie kaum Faktoren, die der Aktie "Schwung" verleihen könnten. Die Flaute der Telekommunikationsbranche - so Lehman - könnte durchaus noch zwei bis vier Quartale andauern und so lange bleibe auch Cisco unter Druck.
Unter Druck ist offenbar auch der Finanzchef von Cisco, Larry Carter. Seit Tagen halten sich Gerüchte um einen möglichen Rücktritt, ohne dass es hierfür konkrete Anzeichen oder eine Stellungnahme des Unternehmens gegeben hätte. Die Gerüchte gehen aber noch weiter - auch bei Cisco-Chef John Chambers wurde zuletzt über einen Rücktritt spekuliert. Und auch hierfür gab es keine konkreten Anhaltspunkte.