China-Thread


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börsenfüxlein:

China-Thread

4
18.05.05 10:02
da die Bedeutung von China in letzter Zeit ja extrem zugenommen hat (sowohl wirtschaftlich als politisch) möchte ich hier mal ne China-Thread eröffnen...soll sich hauptsächlich um die Wirtschaft Chinas handeln, aber auch politische Themen sind natürlich willkommen...

China ist mittlerweile der größte Stahlimporteur der Welt und der zweitgrößte Ölimporteuer...und die Rohstoffhausse der letzten Jahre ist mitunter auf die große Nachfrage seitens China zurückzuführen...der Begriff "schlafender Riese" ist deswegen wohl nicht mehr wirklich angebracht...


nur mal paar aktuelle Wirtschaftsdaten:

- BIP-Wachstum im letzten Quartal um die 12% (auf annualisierter Basis wird von den meisten Experten ein BIP-Wachstum von 9,5-10% vorhergesagt); und das nach 2stelligem BIP-Wachstum in den letzten Jahren

- Inflationszahlen: gestern für Monat April bei nur 1,8% (18monats Tief); soll heißen extremes Wachstum bei "vernachlässigbarer" Inflation; und das jetzt schon seit einigen Jahren...

- heute Zahlen zur Industrieproduktion: + 16% (!)...(nur zum Vergleich: gestern im Amiland bei - 0,2%...)


Fortsetzung folgt in kürze; mal nen Morgenkaffe besorgen...

füx


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Slater:

die Bedeutung Chinas hat in den letzten 15 Jahren

 
18.05.05 10:05
extrem zugenommen. 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking wird es auch der letzte begriffen haben.
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tigerlilly:

Sony-Chef warnt vor Ueberhitzung in China

 
18.05.05 10:09
BoerseGo, 18.5.

Laut dem Chairman des japanischen Unterhaltungselektronik-
konzerns Sony Corp., Nobuyuki Idei, besteht die Gefahr eines
zu grossen Optimismus, was das weitere wirtschaftliche Wachs-
tum der boomenden chinesischen Wirtschaft betrifft. China sei
heute mit der Zeit Japan`s in den 80er-Jahren zu vergleichen,
wo eine Periode von aussergewoehnlichem starkem Wachstum
herrschte. Zu jener Zeit habe sich die reale Wirtschaft mit
der Bildung von Geldblasen gekoppelt. Damals sei das Ver-
trauen in die japanische Wirtschaft definitiv zu hoch gewe-
sen. So herrschte eine Euphorie von Wachstum vor. Danach kam
jedoch eine tiefe Rezession. Es gebe daher ein Limit. Es sei
definitiv unmoeglich unbegrenzt zu wachsen. Das Limit werde
entweder durch das Land bzw. dem dortigen System bzw. weite-
ren Faktoren gesetzt, fuehrte Nobuyuki Idei weiter aus. China
habe sich seit dem Beginn der Wirtschaftsreformen vor 26 Jah-
ren mit Jahreswachstumsraten von rund 9 Prozent auf einem
ueberaus raschen Weg begeben. Jedoch laesst der ueberhitzte
und wenig ausgereifte Bankensektor in dem Land einen
Wachstumsueberhang befuerchten.

Antworten
börsenfüxlein:

tag slater/tigerlilly

 
18.05.05 10:32
ein großer Wettbewerbsvorteil von China ist natürlich noch immer, dass die arbeitende Klasse zu extrem niedrigen Löhnen arbeitet; die USA fordern ja schon lange die Installierung von diversen Gewerkschaften um dadurch die Löhne der arbeitenden Klasse um bis zu 100% (!) zu erhöhen und damit den enormen Wettbewerbsvorteil der chinesischen Unternehmen einzudämmen...Chinas Politik währt sich natürlich dagegen und so richtig starke Gewerkschaften wirds wohl auch in den kommenden Jahren nicht geben...


füx

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börsenfüxlein:

ein anderes...

 
18.05.05 10:37
"Reizthema" ist naürlich die Flexibilisierung des Yuan...

seit dem heutigen Tag ist es möglich über die Börse in Shanghei 6 internationale Währungscrosses zu handeln ($/Yen, Euro/Yen, Euro/$, $/Austral. $, dann noch Pfund oder Schweizer Franken; werd mich da noch schlau machen...); dies wird als kleiner Schritt in Richtung Flexibilisierung des Yuan (totale Freigabe wird es wohl auch in den kommenden Jahren nicht geben; nur eine Art "Preisband" steht zur Diskusion) gesehen...

Amis machen natürlich mächtig Druck auf China; aber ich denke die Chinesischen "Strippenzieher" hinter den Kulissen sind da ziemlich schlau und werden da noch einige politische Zugeständnisse den Amis abringen, bevor es wirklich zu einer Lockerung des Yuan kommen wird...

würde mich nicht wundern, wenn es dieses Jahr noch nichts mit der Flexibilisierung wird...

füx
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börsenfüxlein:

wie ernst die Amis...

 
18.05.05 10:42
die Chineses mittlerweile nehmen zeigt sich am Thema Waffenembargo; die Amis haben ja in den letzten Jahrzehnten fast jedes verbrecherische Regime mit Waffen ausgestattet, aber jetzt verlangen sie allen Ernstes von den Europäern, dass sie das Waffenembargo gegen China (was glaub ich nächstes Jahr ausläuft) weiter verlängern; als Grund wird die "menschenrechtliche Situation" Chinas angegeben (das in Zeiten von Guantanamo, Abu Graid, Auslieferung von Häftlingen in Folterstaaten etc...) was da doch schon fast an Irionie aus dem Mund der Amis klingt...

die Amis wollen mit aller Macht versuchen, zumindest die militärische Aufrüstung der Chinesen zu stoppen bzw. einzuschränken...und das wohl aus gutem Grund...

füx
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börsenfüxlein:

Meldung von gestern...

 
18.05.05 10:45
USA drängen China zur Einhaltung von Handels-Spielregeln
vom 17. Mai 2005 22:01

Washington, 17. Mai (Reuters) - Die USA haben am Dienstag den Druck auf China zur Einhaltung der Spielregeln im internationalen Handel erhöht.

US-Präsident George W. Bush sagte, der Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) im Jahr 2001 sei gut für die USA gewesen. "Als es der WTO beigetreten ist, hat China auch die Regeln des internationalen Handels akzeptiert und es ist im Interesse beider, Chinas und der USA, wenn sich China daran hält". Zugleich kündigte er an, der neue US-Handelsbeauftragte werde daran arbeiten, chinesische Produktpiraterie zu stoppen. US-Finanzminister John Snow forderte China zugleich zu einem wesentlichen Schritt in Richtung Flexibilität ihrer Währung Yuan auf. Der Dollar und die US-Börsen reagierten darauf mit Kursgewinnen.

"Die Feststellung ist ziemlich klar. Sie besagt, bewegt euch, macht einen nennenswerten Schritt in Richtung einer Anpassung an die zu Grunde liegenden Konditionen des Marktes", sagte Snow. "Wir fordern keine unmittelbare Freigabe des Wechselkurses und völlig liberalisierte Kapitalmärkte. Das wäre zum jetzigen Zeitpunkt ein Fehler - Chinas Bankensektor ist darauf nicht vorbereitet". Was er fordere sei ein Zwischenschritt, der zum richtigen Zeitpunkt einen glatten Übergang zur völligen Freigabe des Yuan-Kurses ermögliche.

"China ist jetzt bereit und sollte ohne Verzögerung und in einer Weise und einem Umfang vorgehen, die ausreichend ist, die zu Grunde liegenden Marktverhältnisse widerzuspiegeln", sagte er. Auch in seinem halbjährlichen Bericht zu den internationalen Währungspraktiken kritisiert das US-Finanzministerium das Verhalten Chinas. Die derzeitige chinesische Politik stelle ein Risiko für die chinesische Wirtschaft, ihre Handelspartner und das Wachstum der Weltwirtschaft dar, heiß es darin.

Der chinesische Yuan ist bisher fest zu einem Kurs von rund 8,28 Yuan an den US-Dollar gekoppelt. Vor allem die USA und die EU haben wiederholt auf eine allmähliche Freigabe des Kurses gedrängt, weil China damit die Preise für seine Waren am Weltmarkt niedrig halte und sich somit unfaire Wettbewerbsvorteile verschaffe. Unternehmen aus beiden Wirtschaftsräumen fordern seit Jahren Maßnahmen gegen die billige chinesische Konkurrenz, die sie für Arbeitsplatzverluste und Werksschließungen in Europa und den USA verantwortlich machen. Jüngster Zankapfel zwischen den USA und der EU auf der einen und China auf der anderen Seite sind die Textilausfuhren des asiatischen Landes.

füx
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börsenfüxlein:

Chinas Antwort heute...

 
18.05.05 10:48
China Won't Bow to U.S. Pressure for Reform
Wednesday May 18, 3:58 am ET

By Elaine Kurtenbach, AP Business Writer  
Treasury Dept. Warns China to Overhaul Currency System; China Says It Will Set Its Own Time Table


SHANGHAI, China (AP) -- China has made clear its determination to set its own timing and course for currency reforms, a central bank spokeswoman said Wednesday, following a U.S. Treasury report released overnight that stopped short of naming Beijing as a currency manipulator.
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"Premier Wen has already clearly explained it (China's currency issue) the other day," the spokeswoman told Dow Jones Newswires.

Chinese Premier Wen Jiabao said Monday that China won't bow to outside pressure on reforms of its tightly controlled currency regime, which keeps the Chinese yuan trading in a narrow band around 8.28 yuan per U.S. dollar.

The People's Bank of China, or central bank, is still studying the U.S. Treasury's report, said the official, who spoke on condition she not be named.

Meanwhile Wednesday, the China Foreign Exchange Trade Center, the central foreign exchange brokerage, began trading eight new foreign currency pairs -- a reform that will not affect trading in the yuan or its value.

The new system pairs the U.S. dollar against seven other currencies: the euro, Australian dollar, British pound, Japanese yen, Canadian dollar, Swiss franc and Hong Kong dollar. The eighth new set pairs the euro with the Japanese yen.

Previously, trading by the center was only allowed between the yuan and four other currencies: the U.S. dollar, the Hong Kong dollar, Japanese yen and euro.

The United States and other trading partners have been lobbying Beijing to relax controls on the yuan, contending that its link to the U.S. dollar undervalues it by as much as 40 percent, giving Chinese exporters an unfair price advantage.

The U.S. report, released Tuesday in Washington, warned China it must swiftly overhaul its currency system or face the likelihood of being accused of manipulating the yuan to gain an unfair trade advantage -- with economic sanctions possibly following that.

Chinese officials have pledged to loosen foreign exchange restrictions, but have given no timetable. They say the developing banking system and economy are still too vulnerable to withstand currency fluctuations.

On Tuesday, central bank governor Zhou Xiaochuan said no one should expect quick action. "Our measures will only come out after we have done a good feasibility study," he said.

The move to expand the number of currencies traded by the China Foreign Exchange Trade Center is one of many that are moving China toward a more liberal foreign exchange regime.

Analysts say the expansion will give banks and traders valuable experience in handling foreign exchange transactions and help meet growing demand for more such dealing from companies with increasingly global businesses.


kleinere Muskelspiele dieser Art wird es in den kommenden Wochen/Monaten wohl noch öfter sehen...

füx
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brokeboy:

der Ball rollt

 
18.05.05 11:11
Überhitzung, Löhne, Währung... alle Dinge haben 2 Seiten.

Steigen die Löhne, so steigt die Kaufkraft - und China hat einen gigantischen Binnenmarkt. Zudem gibt es echten Bedarf - man findet in einigen Landstrichen noch etliche Haushalte ohne TV und ohne Kühlschrank.

Sollte der Yuan -mit Druck oder ohne- nach oben gepresst werden, so steigt auch die rel. Valuta, d.h., der
Chinesische Markt wird noch mehr ausländische Güter zu besseren Konditionen ansaugen können. Das Szenario, dass
China in Sachen Lohnkosten dabei wieder hinter Vietnam oder Bangladesh zurückfällt ist irreal. Zur Zeit liegen z.B.
die Lohnkosten in Vietnam deutlich unter den chinesischen. Allerdings kann China das mit Grösse, eigenen Rohstoffen und billigerem Einkauf mehr als kompensieren.

Bzgl. Überhitzung: man muss -um den Vergleich mit Japan aufzunehmen- vergleichen, in welchem Stadium die beiden
Länder sind. China hat mit dem seit langem betriebenen Brain-Transfers, Billiglöhnen, Kommandowirtschaft, gigantischem Binnenmarkt und -nicht zuletzt- zahlreichen im Ausland lebenden Chinesen und den Erfahrungen aus Hongkong beste Voraussetzungen eine der stärksten wachsenden Wirtschaften der Welt zu bleiben.

Wir müssen uns warm anziehen
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börsenfüxlein:

interessante Einschätzung @brokerboy

 
18.05.05 11:56
China spielt auch bei Yuan-Neubewertung nach eigenen Regeln (17.05.05)

Von Andreas Plecko - Dow Jones Newswires

FRANKFURT (Dow Jones-VWD)--In den vergangenen Wochen sind mehrere Wellen der Devisenspekulation gegen eine chinesische Mauer der festen Wechselkurse gebrandet. Die Große Mauer der Währungsbindung hat jedoch alle Stürme unbeschadet überstanden - und es gibt auch keine Zeichen, dass sich daran so bald etwas ändert. Als eine aufstrebende Großmacht in Politik und Wirtschaft beharrt China auf seinem eigenen Willen und wird sich internationalem Druck - sei es aus den USA, Europa oder Japan - nicht so leicht beugen. Diese Haltung liegt nicht zuletzt in der neueren Geschichte des Landes begründet, die aus chinesischer Sicht durch eine 150-jährige Erniedrigung durch westliche Staaten und Japan geprägt war.

Bei der Integration in die Weltwirtschaft spielt China nach seinen eigenen Regeln: Dieses Phänomen lässt sich nicht nur bei den Wechselkursen beobachten, sondern auch bei ähnlich strittigen Fragen wie der Produktpiraterie oder den Rechten am geistigen Eigentum. Weniger bekannt in der Öffentlichkeit ist die Behandlung der ausländischen Direktinvestitionen, doch auch in diesem Punkt setzt China konsequent eigennützige Regeln und Bedingungen durch. So durften etwa die großen Automobilkonzerne nur in Gemeinschaftsunternehmen investieren, in denen Chinesen die Mehrheit halten. Die Gewinne dürfen nicht ins Ausland transferiert, sondern müssen in China reinvestiert werden.

In historischer Perspektive ist das chinesische Verhaltensmuster jedoch nicht außergewöhnlich. Auch andere Großmächte - etwa Großbritannien und die USA - haben in ihrer Expansionsphase im 19. Jahrhundert nach ihren eigenen Wirtschaftsregeln gespielt. Die Rechte am geistigen Eigentum wurden schon damals wenig geachtet. In den USA änderte sich dies erst, nachdem eine wissensbasierte Industrie entstanden war und sich ein durchsetzungsfähiges Rechtssystem herausgebildet hatte. Und in Form der so genannten "ungleichen Verträge" geriet China sogar in besonderer Weise unter die wirtschaftliche Dominanz der damaligen Großmächte.

Wechselkursfrage im Zentrum des Wirtschaftsmodells

Die seit einigen Jahren virulente Wechselkursfrage reicht bis ins Zentrum des Wirtschaftsmodells, das 1979 vom Reformarchitekten Deng Xiaoping auf den Weg gebracht wurde: Entwicklung ohne Verlust der politischen Kontrolle. Diese Regel gilt gleichermaßen mit Blick nach innen wie nach außen. Die Äußerungen des chinesischen Notenbankgouverneurs Zhou Xiaochuan während der jüngsten Spekulationswellen um eine Lockerung des Yuan-Wechselkurses sollten vor diesem Hintergrund gesehen werden: "China wird die Bedürfnisse der Weltwirtschaft berücksichtigen, doch die Priorität liegt bei den inländischen Reformen, egal, ob es sich um Steuern, Zinssätze oder Wechselkurse handelt."

Das ist ein klares Signal, dass sich China weder den Spekulationen noch dem Druck der internationalen Politik zu einer baldigen Aufwertung der Landeswährung zu beugen gedenkt. Zhou stellte die prinzipielle Orientierung Chinas an den eigenen Bedürfnissen zudem in einen größeren Kontext: "Der entscheidende Punkt ist, dass wir an unserer eigenen Logik der Reformen festhalten und den Ausgangspunkt, das Ziel und die richtige Abfolge bestimmen."

Finanzmärkte von Spekulationsfieber befallen

Gleichwohl lassen sich die vom Spekulationsfieber angesteckten Finanzmärkte von solchen Dementis nicht beeindrucken: Allein zwischen März und April stieg der Umsatz in den vier gehandelten Währungspaaren zum Yuan um 38,2% auf 28,2 Mrd USD, wie die Zeitschrift "Shanghai Securities News" unter Berufung auf Daten des Devisenhandelssystems meldete. Mit einem Volumen von 27,7 Mrd USD dominierte der Handel im Devisenpaar Yuan-Dollar. hier wurde ein Anstieg um 38,9% registriert.

Paradoxerweise wird die Wahrscheinlichkeit einer Wechselkurslockerung auf kurze Sicht umso geringer je höher sich die Spekulationswellen aufbauen. Denn würde China dem Druck der Spekulation nachgeben, würde es das eigene Prinzip der "Entwicklung ohne Kontrollverlust" verletzen.

Seit 1994 ist der Yuan mit einer geringen Schwankungsbreite (0,3% in beide Richtungen) an den US-Dollar gekoppelt. Experten schätzen, dass der Yuan gegenüber dem US-Dollar um 15% bis 40% unterbewertet ist. Selbst eine kleine Ausweitung der Handelsspanne auf 5% - wie sie bislang im Laufe dieses Jahres erwartet wird - dürfte in dem derzeitigen Umfeld einen weiteren Zustrom von spekulativen Geldern zur Folge haben, sodass der Druck noch wachsen würde.

Die Bereitschaft, auch dem Druck einer massiven Spekulationswelle nicht nachzugeben, hat China während der asiatischen Finanzkrise 1997 unter Beweis gestellt. Während Südkorea, Malaysia und Indonesien ihre Währungen drastisch abwerteten und ihren Exportindustrien einen Wettbewerbsvorteil verschafften, hielt Peking an der Dollar-Kopplung fest und bot außerdem an, den ebenfalls unter Druck geratenen Hongkong-Dollar mit seinen großen Devisenreserven zu stützen.

China an der Binnenwirtschaft orientiert

Es ist daher damit zu rechnen, dass China den Yuan-Wechselkurs erst dann lockert, wenn die derzeitige Spekulationswelle dauerhaft abgeebbt ist. Einige Experten raten deshalb, beim Countdown zur Yuan-Lockerung nicht in Wochen, sondern eher in Monaten oder sogar Jahren zu zählen. China wird erst handeln, wenn es dafür zwingende binnenwirtschaftliche Gründe gibt. Ein solcher Grund wäre zum Beispiel, dass die Konjunktur des Landes sich nicht wie erwartet abkühlt, sondern noch an Dynamik gewinnt und einer Überhitzung nähert.

Auch die immer wieder vorgebrachte Forderung aus dem Ausland - inbesondere von Politikern und Konzernlenkern aus den USA - nach einer Yuan-Aufwertung wirkt aus chinesischer Sicht eher hinderlich als förderlich. Wu Xiaoling, Vizegouverneurin der People's Bank of China, erklärte kürzlich in einem Interview mit der Zeitung "People's Daily", dass ein verstärkter Druck aus Washington eine Yuan-Reform nur schwieriger mache. China wolle den Zeitpunkt für eine Lockerung des Wechselkurses selbst wählen.

In der Tat ist es schwer vorstellbar, dass die chinesische Führung den Forderungen aus den USA oder Japan nach einer Yuan-Aufwertung nachkommt, denn angesichts des ausgeprägten Nationalstolzes der Chinesen würde dies einem Gesichtsverlust gegenüber der eigenen Bevölkerung gleichkommen. Die chinesische Führung wird vielmehr an dem Konzept "Entwicklung ohne Kontrollverlust" festhalten. In einer längerfristigen Perspektive dürfte deshalb auch die mitunter geäußerte Erwartung enttäuscht werden, dass China sich in einem Evolutionsprozess zu einem liberalen System nach westlichem Muster entwickelt



vor allem der "Schachzug" mit den Joint-Venture Unternehmen hat China schon einiges gebracht; dadurch kommen sie problemlos an das nötige Know-How um danach die Produkte kostengünstiger nachzubauen...(zB. Automarkt; gab hier schon mal nen Thread dazu...vielleicht finde ich ihn ja noch wo...)

füx
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börsenfüxlein:

Finanzminister Snow mit deutlichen Worten...

 
18.05.05 12:41
Devisen: USA erhöhen Druck auf China    (18.05.05)


 
US-Finanzminister Johns Snow hat heute einen Bericht vorgestellt, in dem seine Administration die Volksrepublik China erneut ermahnt, ihr rigides Wechselkursregime zu beenden. Dabei gebrauchte Snow ungewohnt markige Worte.

Wie Snow ausführte, habe man keinen Zweifel daran gelassen, dass China von der festen Anbindung seiner Währung an den US-Dollar ablassen müsse. Es sei an der Zeit, die Wechselkursentwicklung den zugrunde liegenden Marktverhältnissen anzupassen.

China, so Snow, sei am besten dazu in der Lage, zu erkennen, was dort derzeit angesichts hoher Liquidität, einer massiven Anhäufung von Devisen-Reserven und inflationärer Tendenzen vonstatten gehe. Man dürfe von der dortigen Regierung nun Schritte erwarten, die eindeutig und entschlossen seien. Das Land müsse der Welt jetzt klar beweisen, dass es ernsthaft an einer Annäherung an marktwirtschaftliche Bedingungen interessiert sei und bedeutsame Maßnahmen ergreife.


füx
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börsenfüxlein:

....

 
18.05.05 12:53
es wird ja immer wieder von den Problemen des chinesischen Bankensektores gesprochen: hab hier mal nen Artikel dazu gefunden...

NLP steht übrigends für "non-performing-loans"..."faule Kredite"...


Bemühungen um NPL-Beseitigung beschleunigt

Die hohe Rate der NPLs ist eine lauernde Gefahr für die Banken. Um die finanzielle Stabilität zu erhalten, ist China dabei, die Anstrengungen zur Beseitigung der NPLs zu beschleunigen.

Von Zhu Jiadi

Der hohe NPL-Anteil, der die chinesischen Kommerzbanken belaste, sei auf dem internationalen Kapitalmarkt eine Seltenheit, sagte ein leitender Angestellte von UBS Warburg, als er über den Eindruck von ausländischen Investoren betreffs Chinas Kommerzbanken sprach.

Es stimmt, dass die fortbestehende hohe NPL-Rate eine konstante Schmerzquelle für die inländischen Banken, insbesondere die vier staatlichen Kommerzbanken, sind. Die Lösung dieses Problems ist ein dringendes Bedürfnis geworden.

Statistiken der Zentralbank zeigten, dass die vier staatlichen Kommerzbanken – die Chinesische Industrie- und Kommerzbank (ICBC), die Chinesische Aufbaubank (CCB), die Bank of China (BOC) und die Chinesische Landwirtschaftsbank (ABC) -- Ende 2001  Darlehen in Höhe von 7 Billionen Yuan ausgegeben hatten, davon waren 1, 76 Billionen Yuan bzw. 25,37% NPLs, worunter wiederum 600 Mrd. Yuan bzw. 8% tatsächliche Verluste waren.

Der chinesische Bankensektor unterteilt die NPLs in überfällige, festliegende und eingefrorene Kredite, eine Klassifikationsmethode, die sich von der internationalen Praxis unterscheidet.

Da NPLs eine allgemeine Erscheinung in der Operation von Kommerzbanken sind, haben Banken in verschiedenen Ländern ihre eigene Warngrenzlinie gezogen. Die Sicherheitsstandards im Baseler Kapitalabkommen, die die Minimumrate für die angemessene Kapitalausstattung auf 8% und die NPL-Rate auf unter 10% festsetzen, werden universal als eine internationale Warnlinie anerkannt. Das japanische Bankwesen benutzt eine lockerere Warngrenze bei unter 15% für die NPLs.

Das Bankvermögen bildet über 85% des gesamten Finanzvermögens in China, während die vier Staatsbanken 73% des gesamten Marktes des ganzen Bankensektors ausmachen. Daher gab die Zentralbank Anfang 2002 ein administratives Dekret heraus, in dem sie die vier staatlichen Kommerzbanken aufforderte, ihre NPLs bis 2005 unter 15% zu bringen.

Im März 2002 sagte der damalige PBC-Direktor Dai Xianlong, das Ziel zu erreichen, erfordere, dass die Staatsbanken ihre NPL-Rate in den nächsten Jahren jährlich um 3% senken. Die NPL-Reduzierung ist seither als einer der Schlüsselindikatoren für die Bewertung der Leistung der staatlichen Kommerzbanken aufgelistet worden.

Einem Insider zufolge hat jede Bank ihre eigenen Ziele für die NPL-Reduzierung festgesetzt, die wiederum an jede Ebene und jede Abteilung weitergeleitet worden sind.

Der BOC-Direktor Liu Mingkang legte persönlich für 2002 die folgende Forderung für seine Bank fest: die inländischen BOC-Bankfilialen müssen dafür sorgen, dass ihre NPL-Rate um 3% gesenkt wird und sich anstrengen, eine Reduzierung von 4% zu erreichen.

Ende Juni 2002 war die NPL-Rate der Bank im Vergleich zur Rate von Anfang des Jahres um 2,28% gesenkt worden, mit einer Nettoschrumpfung von 10 Mrd. Yuan in der NPL-Bilanz. Anfang November hatte die Bank fast 26,15 Mrd. Yuan in Bargeldern wieder eingebracht, womit sie 105% ihres Zieles von 25 Mrd. Yuan für die Lösung des NPL-Problems erfüllte, zwei Monate vor dem Zeitplan.

Dong Jianyue, Generalmanager der NPL-Verwaltungsabteilung der BOC, bestätigte vor kurzem, dass die BOC es 2002 geschafft habe, ihre NPL-Rate durch vielfältige Mittel wie Verkauf, Abschreibungen, und Kapitalumschichtungen um 4% zu reduzieren.

Die CCB begann im April 2002 Kooperationsgespräche mit Morgan Stanley für den Verkauf eines Portefeuilles von NPLs in den Händen ihrer südchinesischen Filialen in Shanghai, Zhejiang, Jiangsu, Ningbo und Suzhou. Mit einem Buchwert von 4 Mrd. Yuan umfassen die zum Verkauf stehenden NPLs uneinbringliche Forderungen, Aktienkapital und verpfändete Vermögenswerte.

Zhang Qu, Vizedirektor der ICBC und für die NPL-Angelegenheiten verantwortlich, sagte, die ICBC, Chinas größte staatliche Kommerzbank, sei durch die für sie bisher schwierigste Zeit gegangen. Gegenwärtig ist der Betrag der NPLs, den die ICBC jährlich beglichen bzw. wieder eingeholt hat, größer als der, der neuen NPLs, darunter ist die Hälfte Einbringungen in Bargeld.

Zhang zufolge hat die ICBC ein computerkontrolliertes System für die Überprüfung und die Genehmigung von neuen Darlehen und ein Aufsichts- und Managementsystem eingeführt. Die Bank hat landesweit 2000 Filialen, die das Recht auf die Kreditausgabe haben. Das Computersystem ermöglicht der Hauptzentrale nun, jedes Kreditgeschäft zu beaufsichtigen und jedes Darlehen zu kontrollieren. Diejenigen, die bei der Vergabe eines Kredits jenseits ihrer Autorität oder bei der Verletzung der Vorschriften erwischt werden, werden mit einer Strafe oder der Entlassung zu rechnen haben.

Folglich beliefen sich die NPLs auf nur 2% der 1,35 Billionen Yuan an Darlehen, die die Bank 1999 ausgegeben hatte, eine Rate, die seit 2000 weiter auf 1,2% gesunken ist. Die Raten für gewisse Kreditarten haben sich den internationalen Levels angenähert. Beispielsweise befindet sich die für Konsumkredite für Individuen bei 0,73% und für Wohnungskredite für Individuen bei 1,29%.

PBC-Statistiken zeigen, dass die NPL-Rate der vier staatlichen Kommerzbanken Ende 2002 im Vergleich mit Anfang des Jahres auf 2,65% gefallen war.

Für Banken mit einem niedrigen NPL-Stand wie der CCB ist es leichter die NPL-Rate innerhalb der kurzen Zeit von drei Jahren von 2002 bis 2005 auf unter 15% zu bekommen. Für die ABC ist dies jedoch ein schwieriges Unterfangen. Mit ihrer riesigen Anzahl an NPLs hat die Bank bisher noch nicht ihren NPL-Anteil publik gemacht.

Die Rolle der AMCs

1999 wurden vier AMCs, nämlich Huarong, Cinda, Orient und Great Wall, gegründet, um bei der Sanierung der schlechten Außenstände der vier staatlichen Kommerzbanken zu helfen. Sie übernahmen über 1,4 Billionen Yuan an NPLs von der ICBC, der ABC, der BOC und der CCB.

Drei Jahre sind seit ihrer Gründung vergangen. Was haben sie mit den NPLs getan? Bis zum 30. September 2002 hatten die vier AMCs NPLs in Höhe von 232,3 Mrd. Yuan (der Anteil des Tausches von Schulden gegen Aktienkapitel ausgenommen) beseitigt, was 16,6% des Gesamtbetrages war. Insgesamt 84,6 Mrd. Yuan an NPLs waren wieder eingebracht worden, was eine Einbringungsrate von 36,42% war, darunter 52,5 Mrd. Yuan an Bargeld, eine Bargeldeinbringungsrate von 22,6%. Es gab noch 1,16 Billionen Yuan an NPLs, die auf ihre Beseitigung warteten.

Die vier AMCs haben ihre Sanierungsbemühungen beschleunigt, hauptsächlich durch öffentliche Ausschreibungen und Auktionen. Am 8. Oktober versteigerte die China Great Wall AMC 1345 NPC-Projekte mit einem Buchwert von insgesamt 19,8 Mrd. Yuan. Eine Woche später veranstaltete die China Huarong eine Auktionsmesse, auf der NPL-Immobilien verkauft wurden. Für 180 Objekte wurden Verträge geschlossen, wobei der Transaktionswert 520 Mio. Yuan erreichte.

China Cinda und CCB veranstalteten vom 28. Oktober bis zum 3. November landesweit Auktionen, wobei 2620 Projekte mit einem Buchwert von 8 Mrd. Yuan zu Versteigerung standen. Am 13. November stellte China Orient ein Bündel von 90 NPL-Projekten in Shunde, Provinz Guangdong, mit einem Buchwert von 4,47 Mrd. Yuan zum Verkauf an inländische Investoren.

Die Einführung von ausländischem Investment ist ein weiteres Mittel der vier AMCs für die NPL-Sanierung. Am 15. Oktober schloss die China Great Wall internationale Ausschreibungen für die Sanierung von 8,1 Mrd. Yuan an NPLs ab. Knapp zwei Monate später unterzeichnete China Orient ein NPL-Transferabkommen mit zwei amerikanischen Firmen, Distressed Asset Consulting und Chenery Capital Inc.; das Geschäft involviert 60 NPL-Projekte mit einem Buchwert von 1,8 Mrd. Yuan.

Finanzrisiken unter Kontrolle

Auch wenn die NPLs der Banken riesig seien, sei China nicht mit einer bevorstehenden Finanzbedrohungen konfrontiert; die Risiken seien unter Kontrolle, so chinesische Wirtschaftsexperten.

Fan Gang, Generalsekretär der Chinesischen Reformstiftung:

Als ich Japan besuchte, fragten mich viele japanische Gelehrte ununterbrochen: „Wann denken Sie, wird in China eine Finanzkrise ausbrechen?“ und „In welchem Jahr genau wird eine Finanzkrise ausbrechen?“ Ich antwortete ihnen, dass die Möglichkeit einer Finanzkrise in jedem Land existiere. Was China anbelangt, so haben wir unser Bestes getan, die Risiken einzudämmen und zu mildern, um eine mögliche Krise so lange wie möglich zu verschieben.

Allerdings entbehren ihre Fragen nicht jeglichen Grundes. Die Probleme im chinesischen Bankwesen haben weltweit Interesse angezogen. Eine beschleunigte Reform ist der einzige Weg für eine Lösung.

Die jüngsten Statistiken zeigen, dass der Anteil der NPLs der chinesischen Staatsbanken am BIP zwischen 26 und 27% liegt. Zusammen mit den 1,4 Billionen Yuan, die an die AMCs transferiert worden sind, machen die NPL-Konten der Banken fast 40% des BIP aus. China hat eine der höchsten Raten an Bank-NPLs in der Welt.

Ein interessanter Punkt ist, dass die chinesischen Banken trotz einer hohen NPL-Rate nach wie vor operieren; die Menschen fahren fort, ihr Geld in die Banken einzuzahlen, anstatt einen Run auf ihre Spareinlagen zu machen. Jüngste Statistiken zeigen, dass die Sparguthaben in den chinesischen Banken über 8 Billionen Yuan betragen. Unterdessen hat die chinesische Wirtschaft ein nachhaltiges Jahreswachstum von 7-8% beibehalten, ohne Auftauchen einer Finanzkrise. Dies bedeutet, dass die Finanzangelegenheiten Chinas von einer breiteren Perspektive aus betrachtet werden müssen.

Die NPLs der chinesischen Banken sind in gewissem Sinn Staatsschulden. Staatliche Banken werden von Krediten des Staates gedeckt. Solange der Staat funktioniert, werden sie nicht Bankrott gehen. Von dem Grund für ihr Auftauchen aus beurteilt, sind die NPLs zu einem großen Teil Subventionen, die der Staat an staatseigene Unternehmen vergibt, um deren Betrieb aufrechtzuerhalten. Die einzige Sache ist, dass diese Subventionen nicht aus den Staatsfinanzen sondern aus den Banken kommen. In der Wirtschaftstheorie sind sie „quasi-Staatsschulden“ und der Staat trägt die Verantwortung für die letztendliche Zahlung der Staatsschulden.

Auf der anderen Seite machen die Staatsdarlehen etwa 16% des BIP aus, so Statistiken, die während der letzten Sitzung des 9. Nationalen Volkskongresses im März 2002 herausgegeben wurden, zufolge. Es handelt sich hierbei um eine der niedrigsten Rate weltweit in dieser Hinsicht.

Kombiniert mit den Bank-NPLs und den Regierungsdarlehen ist der Anteil Chinas Staatsschulden immer noch nicht sehr hoch und dies bleibt auch so, selbst wenn die externen Schulden miteinberechnet würden. Die asiatische Finanzkrise 1997 demonstrierte, dass riesige externe Schulden der Hauptgrund gewesen waren, die zu einer Finanzkrise in einem Land führen können. Damals betrugen die kurzfristigen externen Schulden der Republik Korea fast 40% deren BIP und die Thailands über 30%. Der Anteil Chinas externer Schulden an dessen BIP macht 15% aus, die meisten davon sind langfristige zwischenstaatliche Darlehen. Externe kurzfristige Kommerzkredite machen nur 1% des BIP aus, während sie einen dominierenden Teil der externen Schulden der südostasiatischen Länder ausmachten, als die Finanzkrise von 1997 ausbrach.

Bank-NPLs, Regierungsdarlehen und externe Schulden gehören alle zu den Staatsschulden, die letztendlich von der ganzen Gesellschaft zurückgezahlt werden müssen. Gegenwärtig tragen die drei kombiniert zu 60-70% zum BIP Chinas bei. Ohne die langfristigen externen Schulden stehen sie bei etwa 57%, eine Rate innerhalb des kontrollierbaren Ausmaßes.

Angesichts dieses Fakts ist China nicht mit ernsten Finanzrisiken konfrontiert, auch wenn seine riesigen NPLs in den Banken fortbestehen. Falls China jeglichen Risiken ausgesetzt ist, dann handelt es sich nicht um externe Risiken, die damals die asiatische Finanzkrise auslösten. Die internen Risiken liegen in der Tatsache, dass die riesigen NPLs bereits zu einer Schrumpfung der Bankkredite geführt haben.

Aus einem wirtschaftlichen Blickwinkel aus gesehen, ist China momentan sogar mehr als sicher vor externen Finanzrisiken oder einer ausländischen Zahlungskrise. Chinas jährlicher Handelsüberschuss beläuft sich auf über 20 Mrd. US$; seine laufenden Konten verzeichnen einen Überschuss und seine Kapitalkonten haben einen konstanten Zuwachs in ausländischem Direktinvestment verzeichnet. Seine Devisenreserven sind ebenfalls auf über 230 Mrd. US$ angestiegen und sollen 2002 260 Mrd. US$ erreicht haben. Aus einem wirtschaftlichen Blickwinkel aus gesehen, mangelt es einem Entwicklungsland an Kapital und es ist nicht rational für China eine derartig große Devisenreserve zu haben. Die Reserve dient jedoch der Finanzsicherheit des Landes.

Die o.g. Analyse zeigt, dass China in absehbarer Zeit keine Finanzrisiken zu befürchten hat. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es in der Zukunft keine Finanzkrise erleiden wird, solange das gegenwärtige Finanzsystem unverändert bleibt und verschiedene Probleme ungelöst gelassen werden. In der Tat existieren in Chinas Finanzsystem viele Probleme, darunter die Probleme im Bankwesen und die im Kapitalmarkt. Angesichts dieser Umstände sollten die Reformen beschleunigt werden, um das Auftauchen von möglichen Finanzkrisen zu verhüten.

Xiao Zhuoji, ein bekannter Wirtschaftsexperte:

Viele Länder und Regionen in Ostasien und Lateinamerika sind in den letzten paar Jahren von Finanzkrisen heimgesucht worden. Auch wenn die Gründe der einzelnen Länder sich unterscheiden, war ein Grund ihnen allen gemein. Während die wirtschaftliche Globalisierung mit schnellerem Tempo vorangegangen ist, haben diese Länder und Regionen in Sachen interner Wirtschafts- und Finanzstärke hinterher gehinkt. Ihre Finanzoperation und ihr Regulationssystem haben versagt, sich der wirtschaftlichen und finanziellen Globalisierung anzupassen.

Welche Lehren können wir hieraus ziehen? Offensichtlich haben diese Länder zu sehr eine nach außen gerichtete Wirtschaft betont. Der Außenhandel machte einen extrem großen Anteil ihres BIPs aus und daher waren sie Fluktuationen auf dem internationalen Markt gegenüber nicht resistent. Ihre Probleme existieren in China bis zu einem gewissen Grad. Nehmen wir die nach außen gerichtete Wirtschaft als Beispiel. Auf der einen Seite hat der Im- und Exporthandel in den letzten beiden Jahrzehnten bedeutend zugenommen und spielt eine wesentliche Rolle für das Wachstum des BIPs des Landes. Auf der anderen Seite ist China aufgrund seines steigenden riesigen Außenhandels für den Einfluss von internationalen Marktschwankungen verwundbar geworden. Ein wichtiger Grund hinter dem inspirierenden Wirtschaftswachstum von 2002 war eine bedeutende Zunahme der Im- und Exporte. Von Januar bis Oktober stieg das Im- und Exportvolumen über 20%. Dies zeigt, dass Chinas Wirtschaftswachstum 2002 zum großen Teil von den Veränderungen des internationalen Marktes beeinflusst war. Da dieses Phänomen andauern wird, werden Unsicherheiten in der Wirtschaft des Landes steigen.

Die proaktive Finanzpolitik, die in den letzten paar Jahren implementiert wurde, hat in der Entwicklung der Volkswirtschaft eine positive Rolle gespielt. Darüber hinaus haben sowohl das Finanzdefizit als auch die Staatsschulden nicht den international anerkannten Alarmlevel überschritten. Beispielsweise belief sich das Haushaltsfinanzdefizit von 2002 auf 308,9 Mrd. Yuan, was weniger als 3% des BIP war, eine Rate, die unter dem problematischen Grenzwert liegt.

Allerdings nehmen von der Implementierung der proaktiven Finanzpolitik anfallende Probleme zu. Da die steigenden Defizite, eine Art von Staatsschulden, letztendlich von zukünftigen Finanzeinnahmen wettgemacht werden müssen, werden sie eine Erblast für die zukünftigen Staatsfinanzen sein. Der Staat arrangiert zudem jetzt auch Investment durch geplante und administrative Mittel. Dies wird noch mehr Schwierigkeiten in der zukünftigen marktorientierten Reform des Investmentsystems bringen. Alle diese Faktoren werden einen gewissen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung haben.

Große Risiken lauern in den Fluktuationen des Kapitalmarktes der nächsten zwei Jahre. Ohne effektive Maßnahmen für die Umkehrung des Phänomens wird die Entwicklung des Kapitalmarktes mit Schwierigkeiten geplagt sein. Daher sollten die Abteilungen, die für die Entwerfung der Makrowirtschaftspolitik verantwortlich sind, rechtzeitig effektive politische Entscheidungen treffen. Einige gegenwärtige Sondermaßnahmen sorgen kaum für einen Anreiz der Entwicklung des Kapitalmarktes. Institutionelle und politische Innovationen sollten ergriffen werden. Beispielsweise sollte der Eintritt von Auslandskapital in den chinesischen Kapitalmarkt beschleunigt werden. Nicht nur sollte es qualifizierten institutionellen Investoren erlaubt werden, in Chinas Markt einzutreten, sondern ebenso sollten vielfältige Mittel ergriffen werden, darunter die Einrichtung von sino-ausländischen Investmentmanagementfonds und sino-ausländischen Investmentmanagementfirmen, um den Eintritt von Auslandskapital in den chinesischen Markt zu beschleunigen. Wir sollten die Öffnungsbemühungen voranbringen, um die Entwicklung des Finanz- und des Kapitalmarktes anzukurbeln.

Das Finanzsystem: Stabil und sicher

China hat die Kapazität und die Bedingungen, die NPL-Rate seiner Finanzinstitutionen, möglichst bald auf einen niedrigen Level zu bringen.

Von Dai Xianlong

(Der Autor ist der ehemalige Direktor der CVB.)

Chinas Finanzwesen setzt seine stetigen und sicheren Operationen trotz hoher NPL-Rate weiter fort. Die in den letzten Jahren angefallenen Risiken sind eingedämmt worden und werden allmählich reduziert. China hat die Kapazität und die Bedingungen, die NPL-Rate seiner Finanzinstitution möglichst bald auf einen niedrigen Level zu bringen.

Mein Argument basiert auf den folgenden Gründen: Die chinesische Wirtschaft hat ein rapides und nachhaltiges Wachstum beibehalten; der Wert des RMB ist stabil geblieben; die Devisenreserven haben ein schnelles Tempo gehalten; verschiedene Indikatoren der externen Schulden liegen weit unter der allgemein anerkannten Warngrenze; der Anteil der aufgeschobenen öffentlichen Schulden am BIP liegt unter dem internationalen Warnwert; der Wertpapiermarkt und das Versicherungswesen entwickeln sich auf einer regulierten Bahn; die NPL-Rate der Finanzinstitution sinkt; und die Öffentlichkeit hat großes Vertrauen in die Entwicklung des Bankwesens des Landes in den Reformen.

Selbstverständlich ist die chinesische Finanzindustrie nach wie vor mit großen Problemen, die eine zügige Lösung erfordern, konfrontiert. Beispielsweise brachten Unternehmen von 1992-2001 775,5 Mrd. Yuan an Fonds aus dem Aktienmarkt auf, während ihre Darlehen von Finanzinstitutionen auf 8,6 Billionen Yuan stiegen. Die große Abhängigkeit der Unternehmen von den Bankdarlehen hat sich nicht geändert, was zu neuen finanziellen Risiken führen kann.

Um die Finanzrisiken zu minimalisieren, sollte die chinesische Regierung die Finanzreformen weiter fördern. Ein modernes unternehmerisches Finanzsystem sollte etabliert werden, um die internationale Konkurrenzfähigkeit des Bankensektors zu verbessern. Die umfassenden Reformen der staatseigenen Kommerzbanken sollten beschleunigt werden, um diese bis 2006, wenn ausländische Banken wie chinesische Banken behandelt werden, in moderne Finanzunternehmen mit einer beträchtlichen internationalen Konkurrenzfähigkeit zu transformieren.

Darüber hinaus ist es ein Muss, den Finanzmarkt weiter zu verbessern. Die Entwicklung des Kapitalmarktes sollte ganz besonders in den Brennpunkt gerückt werden, um die Effizienz der nichtstaatlichen Kapitalnutzung zu verbessern. Die Finanzüberwachung und -regulierung sollten weiter verbessert werden, um gegen Finanzrisiken gewappnet zu sein bzw. diese zu mildern, die Interessen der Sparguthabeninhaber, Investoren und Steuerzahler zu sichern, und die staatliche Finanzsicherheit zu erhalten. Das Regulierungssystem sollte verbessert werden, indem die Regulierungsgesetze und -vorschriften ausgebaut und die Regulierungsmittel gestärkt werden.

China wird die politischen Maßnahmen für die Öffnung des Finanzsystems weiter verbessern. Während das direkte Auslandsinvestment weiter ermutigt wird und das Ausmaß der externen Schulden kontrolliert wird, wird das Land vorsichtige Schritte in der Öffnung von Investmentportefeuilles machen. Es wird Maßnahmen ergreifen, um das regulierte schwebende RMB-Wechselkurssystem basierend auf Faktoren von Marktangebot und -nachfrage zu perfektionieren. Der Formationsmechanismus des RMB-Wechselkurses wird unter der Voraussetzung der Erhaltung der Stabilität des Wechselkurses verbessert werden.

Kaufkraftparität und die Größe der Devisenreserven beeinträchtigen den Wechselkurs in großem Ausmaß. Der Wechselkurs ist vor allem von der wirtschaftlichen Grundlage, dem Finanzsystem, dem Devisenverwaltungssystem und von Angebot und Nachfrage auf dem Devisenmarkt bestimmt. Der RMB wurde von 1986-94 zweimal gegenüber dem US$ abgewertet, während sein nominaler Wechselkurs von 1994 bis 2002 um 5% aufgewertet wurde, wodurch sein tatsächlicher Kurs um 40% angestiegen ist. Dies zeigt, dass der RMB stark geworden ist und einen stabilen Wechselkurs hat.

füx
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zu Posting 5..

 
18.05.05 13:31
China weitet Devisenhandel aus

China hat ein neues Devisenhandelssystem gestartet, das den Handel in anderen Währungen als den Yuan erlaubt. Damit unternimmt das Land einen wichtigen Schritt hin zu einer Reform seines streng kontrollierten Währungssystems.


Von nun an könne der Dollar gegenüber dem Euro, dem Yen, dem Hongkong-Dollar, dem Britischen Pfund, dem Schweizer Franken, dem australischen Dollar und dem kanadischen Dollar gehandelt werden, teilte das China Foreign Exchange Trade System am Mittwoch mit. Ferner könne das Währungspaar Euro/Yen ge- und verkauft werden. Bislang durfte nur der Yuan gegenüber dem US-Dollar, dem Euro, dem Yen und dem Hongkong-Dollar gehandelt werden. Dieses System bleibe auch weiterhin bestehen, hieß es.

Das Devisenhandelssystem ist eine wichtige Vorbedingung für einen flexibleren Wechselkurs des Yuan (Renminbi), der in einer minimalen Handelsspanne von 0,3 Prozent bei 8,28 Yuan für einen US-Dollar fest an die amerikanische Währung gebunden ist. Die lange erwartete Aufnahme des neuen Währungshandels hatte massive Spekulationen ausgelöst, dass China gleichzeitig seine Währung aufwerten werde, wie von den USA wegen ihres großen Handelsdefizits mit China gefordert.

Die Regierung in Peking hatte die Gerüchte jedoch zurückgewiesen und vor übereilten Schritten in der Reform des Wechselkursregimes gewarnt.


USA erhöhen Druck auf China

Chinas Volkswirtschaft könnte nach Einschätzung eines hochrangigen Regierungsvertreters von einem flexibleren Wechselkurs der chinesischen Währung profitieren. Die Bedingungen für eine solche Veränderung seien aber noch nicht gegeben, sagte Wei Benhua, stellvertretender Chef der chinesischen Devisen-Regulierungsbehörde, am Mittwoch in Singapur vor Geschäftsleuten und Analysten. Auch sei noch kein zeitlicher Rahmen für die Reformen zu nennen.

Die USA haben China unter erheblichen Druck gesetzt, die Bindung seiner Währung an den Dollar zu lockern. US-Exporteure schätzen, dass der Yuan um bis zu 40 Prozent unterbewertet ist und damit die chinesischen Güter unverhältnismäßig billig auf den Markt kommen. In seinem mit großer Spannung von den Finanzmärkten erwarteten Bericht an den Kongress warnte das US-Finanzministerium China am Dienstag, ohne Währungsreformen laufe das Land Gefahr, als Handelspartner betrachtet zu werden, der sich mit Hilfe seiner Devisenpolitik einen unbilligen Vorteil im bilateralen Handel verschaffe.

füx
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...

 
18.05.05 13:43
Chinas Weg zum „Global Player“

Das Jahr 2004 war zweifellos das Jahr, in dem China sich als ambitionierter „Global Player“ auf dem Weltmarkt gemeldet hat. Wer das im Laufe des Jahres noch nicht gemerkt hatte, kapierte es spätestens im Dezember, als das chinesische Elektronikunternehmen Levono das PC-Geschäft von IBM teilweise übernahm. In den industrialisierten Ländern geht nun Angst um wie vor zwanzig Jahren, als Japan überall auf der Welt einkaufte und sich „Kronjuwelen“ – in den USA zum Beispiel das Rockefeller Center in New York oder Goldman Sachs – „unter den Nagel riss“, wie manche Medien warnten. Einige Investitionen von damals zahlten sich für Japan nicht aus.

Heute kann sich China vor Geld kaum retten und besitzt mehr als 540 Mrd. Dollar an ausländischen Währungsreserven. Ein wichtiger Unterschied zwischen China und dem Japan der 80-er Jahre ist der, dass der Großteil der chinesischen Investitionen durch eine autoritäre Regierung gesteuert wird, gegenüber der die USA und andere Industriestaaten reserviert sind. Der Yuan ist nicht voll konvertibel. Die chinesische Regierung diktiert, wer harte Devisen bekommt und wie sie genutzt werden dürfen. Das schürt die Angst, dass China seine enorme monetäre Macht politisch nutzen wird. Daher beobachtet Amerika Chinas Ambitionen, ein globaler Investor zu werden, mit gemischten Gefühlen.

Der 1,75-Milliarden-Dollar-Deal von Levono aber dürfte einige dieser Bedenken zerstreuen. Levono ist ein privates Unternehmen, zumindest nach chinesischen Standards, und seine Aktien werden an der Börse Hongkong gehandelt. IBM hat sein PC-Geschäft an Levono verkauft, weil die Chinesen es mit einer niedrigeren Kostenbasis profitabler führen können.

Noch mehr chinesische Unternehmen sind zurzeit auf Einkaufstour – in Europa und in den USA. Hier in den USA fällt es ihnen zurzeit wegen des schwachen Dollars besonders leicht, und offenbar interessieren sie sich besonders für Auto-Zulieferer. Und auf der Suche nach Öl- und Mineral-Ressourcen haben sie schon in Brasilien und im Iran Deals geschlossen.

Vor dem Ziel, ein „globaler Player“ zu werden, steht aber noch der Yuan. Zwar ist es richtig, dass Peking dem US-Druck auf Aufwertung widersteht. Denn das würde wahrscheinlich den Zufluss an ausländischen Investitionen abebben lassen. Der aber ist nötig, um die vielen Chinesen zu versorgen, die jährlich neu auf den Arbeitsmarkt kommen. Es bleibt aber die Frage, was mit den ausländischen Währungsreserven zu machen ist. Mit dem Dollar haben auch diese an Wert verloren. Aber China kann sie nicht verkaufen, ohne einen weiteren Dollar-Verfall auszulösen.

Die Freigabe des Yuan wäre die Lösung für Chinas Reserven und für seine globalen Ambitionen: All die gehorteten Devisen könnten profitabel investiert werden. Die Chinesen würden auf der ganzen Welt investieren können. Der Yuan würde eine Größe in der internationalen Finanzwelt werden. China wäre „Global Player“.


füx
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18.05.05 13:49
zum Automarkt: es wurden einige Joint-Ventures gegründet und nach nur einigen Monaten/Jahren sind die Chinesischen Autobauer schon führend....


Billigautos drängen VW in China von der Erfolgsspur

Von Andreas Hoffbauer, Handelsblatt

Ein markantes Gesicht muss er haben, und billig muss er sein. Seit Autos im Reich der Mitte nicht mehr nur für die Reichen erschwinglich sind, drängen immer mehr Konzerne in diesen lukrativen Markt – sehr zum Nachteil der bisherigen Nummer eins.
 

PEKING. Nun hat auch China seinen Volkswagen. Allerdings stammt das Auto nicht aus der Schmiede des gleichnamigen deutschen Konzerns – es heißt „QQ“, sieht einem Chevrolet Matiz nicht unähnlich und wird von Chery Automobile gebaut.

Es sind chinesische Autofirmen wie Chery, Xiali und Geely, die momentan im Reich der Mitte mit kompakten Stadtautos Marktanteile gewinnen. Der QQ war im ersten Quartal mit 30 000 Stück sogar das meistverkaufte Modell Chinas. Kein Wunder: Das Auto ist nicht nur klein, bunt und knuffig, es kostet auch noch weniger als umgerechnet 3 000 Euro.

Da können internationale Hersteller wie VW nicht mithalten. „Grundsätzlich verfolgen wir die Strategie, unseren Kunden vollwertige Fahrzeuge zu einem fairen Preis anzubieten“, sagt VW-China-Chef Bernd Leißner. Doch Ausstattung und Qualität kosten Geld: Selbst das von VW aus Brasilien übernommene billigste Modell Gol ist mit umgerechnet 7 000 Euro in China noch immer mehr als doppelt so teuer wie ein QQ.

Die neuen Angebote erwischen die Wolfsburger, die seit 1985 in China Autos bauen und verkaufen, auf dem falschen Fuß. Lange hat VW im fernen China vor allem auf Limousinen und auf Großaufträge für Taxis, Polizei und Behörden gesetzt. Doch seit einigen Jahren entdecken Chinesen das Auto für den Privatgebrauch. Die große Limousine ist da für viele Geldbeutel ebenso unerschwinglich wie ein VW Polo oder gar ein Golf. „Technisch sicher besser, aber für mich einfach zu teuer“, sagt ein junger Büroangestellter in Peking, der lachend aus seinem neuen QQ steigt.

Dabei hat VW im Reich der Mitte ohnehin schon zu kämpfen, denn der Automarkt steckt im Umbruch. Seit Chinas WTO-Beitritt drängen immer mehr Hersteller auf den Markt. Überkapazitäten und ein abflauender Boom drücken auf die Preise. Dieses Jahr wird der Zuwachs am chinesischen Automarkt nach 76 Prozent (2003) und 15 Prozent (2004) nur noch bei zehn Prozent liegen, schätzen Experten.

Und die Zeiten mit Gewinnspannen von rund zehn Prozent wie 2003 sind auch vorbei. Denn trotz der steigenden Materialkosten haben einige Hersteller einen Preiskrieg angefangen, der noch nicht zu Ende ist. „Hersteller müssen selbst bei Modellen, die gut laufen, ihre Preise senken, wenn sie hier weiter Marktanteile gewinnen wollen“, sagt Analyst Yale Zhang vom Marktforscher CSM Worldwide. Die Folge: Der Absatz von Marktführer VW ist in China um ein Drittel eingebrochen, der Marktanteil liegt heute nur noch bei knapp 19 Prozent.



 


Billigautos drängen VW in China von der Erfolgsspur





 




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Rollt VWs Billigauto Fox bald auch in China? Foto: VW

Der bisherige Skoda-Manager Winfried Vahland wird ab Juni Leißner an der Spitze von VW in China ablösen. Er soll auf dem für die Wolfsburger zweitwichtigsten Markt der Welt die Führungsposition verteidigen – keine leichte Aufgabe: VW traut sich 2005 nach vielen Gewinnjahren nur noch ein ausgeglichenes Ergebnis zu. Aber es könnte schlimmer kommen: Die Analysten von Goldmann Sachs warnen vor einem deftigen Verlust.

„Wir müssen unbedingt die Kosten runterbringen“, lautet die Empfehlung von Leißner an seinen Nachfolger. Einkauf und Verkauf der beiden bislang völlig separaten VW-Gemeinschaftsunternehmen – eines mit FAW und eines mit SAIC – sollen gebündelt werden. „Besonders im Vertrieb ist aber keine Lösung in Sicht“, räumt ein Kenner ein. Noch werden die VW-Modelle von den Kooperationspartnern über zwei völlig getrennte Vertriebsnetze vermarktet. Die Zeit läuft gegen Vahland: Zwei Jahre hat er für die Sanierung bekommen.

Der angeschlagene US-Konzern General Motors (GM) bläst in China schon zur nächsten Rabatt-Runde. VW will sich daran nicht beteiligen – Experten zweifeln, dass der Konzern das durchhält. Denn VW ist auch beim über Jahrzehnte brummenden Flottengeschäft, also dem Verkauf an Großkunden, unter Druck. Lag deren Anteil in China vor fünf Jahren noch bei zwei Dritteln des Umsatzes, sind es heute nur noch 20 bis 30 Prozent, bestätigt Leißner.

Dennoch setzt VW auch auf Modelle der ersten Stunde. So ist der Santana noch immer ein wichtiger Umsatzbringer. „Der Santana und der Jetta belegten 2004 im Verkaufsranking mit Abstand die ersten Plätze“, sagt Leißner. Doch die Konkurrenz holt auf: Toyota verkaufte in den ersten Monaten in der Santana-Klasse doppelt so viele Autos, Hyundai rund ein Drittel mehr.

Vor allem Hyundai drängt mit günstigen Mittelklassewagen auf den chinesischen Markt. In Peking hat der südkoreanische Hersteller einen dicken Fisch ins Netz geholt: Hyundai wird bis zu den Olympischen Spielen 2008 die Taxi-Flotte der Hauptstadt weitgehend erneuern. Der Hersteller bekam den Zuschlag auch, weil die Fahrzeuge in Peking produziert werden.

„Unsere Verkaufsleute müssen endlich kapieren: Das ist ein völlig anderer Markt“, fordert Leißner. Als nächstes soll den Chinesen nun eine neue Limousine auf der Passat-Plattform präsentiert werden. Ein Nachfolge-Modell für den Jetta ist in Arbeit. Und als Antwort auf den QQ-Erfolg denkt man nun auch bei VW über ein Modell „im unteren Preissegment“ nach, bestätigt Leißner. Eine Variante des aus Brasilien stammenden Fox wäre eine günstige Alternative zum Polo.

Die Zeit drängt. Honda hat angekündigt, in China einen neuen 1,3 Liter-Kleinwagen zu bauen; GM ist bereits mit dem Matiz vertreten. Mit Chery liefert sich GM zur Zeit eine juristische Schlacht, weil die Detroiter den QQ als Raubkopie des Matiz empfinden. Die Chinesen stört das wenig: Der QQ mausert sich schon zum Kultobjekt; in vielen Städten entstehen QQ-Clubs.


füx
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börsenfüxlein:

19.05.05

 
19.05.05 10:17
China fürchtet Kollaps des Immobilienmarkts

von Christiane Kühl, Peking

China will mit neuen Regeln und Steuern die Spekulation im überhitzten Immobilienmarkt eindämmen. Ab Juni erhebt die Regierung landesweit rigide Verkaufssteuern auf Wohnungen, die nach weniger als zwei Jahren den Besitzer wechseln.



Blick auf die Skyline von ShanghaiApartments in Rohbauten dürfen erst nach Fertigstellung der Gebäude weiterveräußert werden. Zudem entzieht die Regierung künftig Landnutzungsrechte, wenn ein Entwickler ein gekauftes Areal zwei Jahre lang brachliegen lässt.

Beobachter sehen in dem aufgepeitschten Immobilienmarkt der chinesischen Boomstädte, allen voran Shanghais, die größte Gefahr für Chinas Volkswirtschaft in diesem Jahr. Die neuen Verordnungen zeigten, dass es der Zentralregierung ernst damit sei, den wild wuchernden Immobiliensektor endlich zu kontrollieren, meint Andy Xie, Morgan-Stanley-Ökonom in Hongkong.


Zeit der Spekulanten

Xie befürchtet gar soziale Instabilität, weil die Wohnungspreise weit schneller stiegen als die Einkommen der Städter, die 2004 um offiziell 7,7 Prozent zulegten. Dadurch wird für viele normale Familien der von der Regierung eigentlich geförderte Kauf einer Eigentumswohnung als Altersvorsorge unerreichbar. Ein Drittel bis die Hälfte der Wohnungskäufer seien Spekulanten, glaubt Xie. "Ich sehe große Anteile verkaufter Wohnungen leer stehen, wo auch immer ich hingehe."



Lebenshaltungskosten in ausgewählten StädtenZu diesen Investoren zählen auch Ausländer, die so genanntes "heißes Geld" aus dem Ausland, vor allem aus Taiwan und Hongkong, nach China bringen. Sie tauschen es in chinesische Yuan und parken es in der Hoffnung auf eine Aufwertung der Währung in Immobilien. Das Risiko: Glauben diese Anleger nicht mehr an steigende Preise oder an eine Yuan-Aufwertung, ziehen sie ihr Geld sofort wieder ab - und die Preise brechen ein. "Ein solcher Zusammenbruch würde das ohnehin unter faulen Krediten leidende Bankensystem weiter beschädigen", sagt Fred Hu, Managing Director von Goldman Sachs in Hongkong. Chinas Staatsbanken vergaben im vergangenen Jahr die Hälfte ihrer neuen Kredite an Immobilienkäufer. Bei den großen Geschäftsbanken waren es sogar 80 Prozent.


Shanghai steht an der Spitze

In den vergangenen drei Jahren verdoppelten sich nach Schätzungen von Morgan Stanley die Immobilienpreise im Yangtse-Delta um Shanghai und schossen in Provinzhauptstädten quer durchs Land immerhin noch um 60 Prozent in die Höhe. Im ersten Quartal 2005 kletterten die Wohnungspreise in den wichtigsten 35 Städten um über zehn Prozent. An der Spitze steht die Metropole Shanghai mit plus 19,9 Prozent. Dort treten frühmorgens Menschen einander auf die Füße, um Lose einer Wohnungskauf-Lotterie zu ergattern. Wer gewinnt, darf für teures Geld eine halb fertige Wohnung erstehen. Bewohner neuer Anlagen klagen über Dunst von Chemikalien, die in den Beton gemischt wurden, damit er rascher trocknet. Unmut richtet sich auch gegen vertragsbrüchige geldgierige Entwicklungsunternehmen.

In der Hauptstadt Peking klappen die Kontrollen besser, die Preise stiegen im ersten Quartal um moderatere 7,2 Prozent. Erst im März hatte der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao ein Ende der plötzlichen Preissprünge zur Priorität erklärt. Shanghai verhängte nur zwei Tage später als erste chinesische Stadt eine Steuer von sieben Prozent auf Veräußerungsgewinne für Wohnungen, die innerhalb eines Jahres wieder verkauft wurden. Die chinesische Zentralbank erhöhte Mitte März die Hypothekenzinsen um 21 Basispunkte auf 5,51 Prozent und erlaubte Banken, für Immobilienkredite Eigenkapitalquoten von 30 Prozent zu verlangen - zuvor waren es 20 Prozent. Bereits 2004 hatte sie die Kreditvergabe vor allem für unfertige Wohnungen erschwert und die Leitzinsen erhöht. Zudem verhängte die Regierung damals Kontrollen über Landverkäufe.

Die Investmentbank UBS glaubt nicht an einen Einbruch des Immobilienmarktes. Die neuen Regeln zeigten, dass es der Regierung in Peking nicht um eine generelle Begrenzung des Wohnungsangebots, sondern nur um den Kampf gegen Spekulanten gehe. "Warum sollten sie sonst brachliegendes Land zurücknehmen wollen?", hinterfragt UBS-Ökonom Jonathan Anderson die neuen Regeln in einer Studie. Es gebe keine Verordnung, die Entwicklungsgesellschaften verbiete, mit eigenen Mitteln weiter Wohntürme zu bauen. Die neuen Regeln würden daher schlicht dazu führen, dass der Markt sich künftig "besser benehme", heißt es bei UBS. "Und das ist nach unserer Ansicht eine gute Sache."

mfg
füx
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börsenfüxlein:

19.05.05

 
19.05.05 10:23
China: Investitionen in Fixanlagen boomen weiter



Laut dem Marktforschungsunternemen Mainland Marketing Research Co. sind in China in den ersten vier Monaten 2005 die Investitionen in Fabriken, Straßen und weiteren unbewegliche Anlagen um 25,7 Prozent gestiegen. Damit erfuhr das im ersten Quartal generierte Wachstum von 25,3 Prozent eine weitere leichte Beschleunigung. Die Realausgaben für Projekte stiegen um 26 Prozent. Das Wachstumsziel der Regierung beläuft sich auf 16 Prozent, was nun die Gefahr der Vornahme von weiteren drosselnden Maßnahmen durch die Regierung schürt.


es boomt und boomt wohin man nur schaut...

füx
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börsenfüxlein:

...

 
20.05.05 09:38
CHINESISCHE TEXTILSCHWEMME

Peking zieht die Notbremse

Angesichts des eskalierenden Streits um chinesische Textilexporte in die USA und die EU hat Peking drastische Exportbeschränkungen angekündigt. Um die eigene Bekleidungswirtschaft zu bremsen, verhängte die Regierung Ausfuhrzölle von bis zu 400 Prozent.

Peking/Schanghai - China will die Ausfuhrgebühren für 74 Kleidungs- und Textilsorten zum 1. Juni erhöhen. Das chinesische Finanzministerium veröffentlichte am Freitag auf seiner Internet-Seite eine Liste mit betroffenen Produkten, die auch Hosen, Unterwäsche und T-Shirts umfasst.

Mit dem Schritt versucht China westliche Handelspartner zu besänftigen, die wegen des sprunghaften Anstiegs der Importe aus der Volksrepublik teils bereits Gegenmaßnahmen angekündigt haben. So hatten die USA vor wenigen Tagen mitgeteilt, geplante Importbeschränkungen für chinesische Textilien ausweiten zu wollen, um die heimische Branche zu schützen.

Auch EU-Handelskommissar Peter Mandelsohn erwägt Einfuhrbeschränkungen. In der Erklärung des chinesischen Finanzministeriums hieß es nun, für die meisten Produkte sollen die Tarife pro Einheit auf einen Yuan von zur Zeit 0,2 Yuan steigen. Nach Angaben des US-Handelsministeriums stiegen die Textileinfuhren gegenüber 2004 um 54 Prozent.


Exportbeschränkung, Ausfuhrzölle, Importbeschränkungen....ist wohl nichts mit freier Marktwirtschaft...tsts

füx
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börsenfüxlein:

Energie in China

 
20.05.05 14:12

Chinas Führung ist besonders weitsichtig, wenn es um die Energie geht. Das muss sie auch, bedenkt man die Herausforderungen, denen China sich in den nächsten zehn Jahren wird stellen müssen. In dieser Zeit soll die Zahl der Autos auf Chinas Straßen von heute 20 Millionen auf dann 120 Millionen angestiegen sein.

Bei solchen Prognosen ist es sehr sinnvoll, dass China Milliarden in Projekte alternativer Energien steckt. Egal, ob der Ölpreis jetzt bei 45 oder 55 Dollar pro Barrel steht. Es geht hier um strategische Weichenstellungen.

Da China dazu ausersehen ist, weiter zu wachsen, ist es ebenso dazu ausersehen, riesige Mengen Energie und damit Öl zu importieren. China hat einfach nicht ausreichend eigene Ölvorräte, um die eigene Nachfrage zu decken und wird sie auch niemals haben. Etwas besser sieht es bei Kohle aus – da hat China durchaus nennenswerte eigene Bestände. Im Moment werden zwei Drittel des chinesischen Energiebedarfs durch Kohle gedeckt. Sie verursacht aber auch massive Umweltverschmutzung und Logistikprobleme. Deshalb soll nun die Kohle verflüssigt werden.

Das Ziel der direkten Verflüssigung ist, die Kohle in winzige Moleküle aufzubrechen, dann Wasserstoff hinzuzufügen, um leichtere und stabilere Ölmoleküle zu erzeugen. Gleichzeitig werden Schwefel, Stickstoff und Asche entfernt. Ich werde mich darüber demnächst mit einer befreundeten Biochemikerin, die genau zu diesem Thema geforscht hat, unterhalten (sofern ich etwas verstehe).

Die Vorteile der "sauberen Kohleprodukte" sind vielfältig. Erstens: geringere Abhängigkeit von importiertem Öl. Zweitens: Einfacherer Transport durch die direkte Übertragung in Pipelines, anstatt die nationalen Transportwege mit Kohlentransportern zu verstopfen, und schließlich: die Entlastung der chinesischen Umwelt. Heute befinden sich acht der zehn am stärksten verschmutzten Städte in China. Der chinesische Drache ringt mit schwerem Wassermangel, sauerem Regen, vergifteten Flüssen und Smog, der im Hals brennt. Und das bei bislang nur 20 Millionen Autos anstelle der erwarteten 120 Millionen. Umweltfreundliche Technologien sind von höchster Bedeutung! Die chinesische Führung hat dies erkannt und betont immer wieder die Wichtigkeit des Umweltschutzes. Übrigens genauso wie der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, der im "sunshine state" Kalifornien massiv Solarenergie und Energiesparmaßnahmen fördert.

Das freut mich: Zunächst einmal für unsere Natur (nicht vergessen: Treibhausgase werden lokal produziert, belasten die Atmosphäre aber weltweit), und auch für deutsche Solarenergie- und Windkraft-Firmen. Denn gerade im Bereich der Windparks sind deutsche Firmen mittlerweile technologisch zur Weltspitze aufgestiegen, mit entsprechenden Exportchancen. Völlig daneben finde ich es deshalb übrigens, dass im gerade stattfindenden NRW-Wahlkampf ausgerechnet die FDP gegen Windkraft polemisiert. Arm.


Michael Vaupel

füx
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Slater:

eine Buchtip zu diesem Thema:

 
20.05.05 14:20
Im Zeichen des Drachen von Tom Clancy

Erschienen ist es im Jahr 2000 hat aber erschreckende Aktualität 2005
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börsenfüxlein:

@slater...thx für den Tipp

 
20.05.05 21:41
Greenspan: "Yuan-Aufwertung bringt nichts"



Alan Greenspan hat sich heute skeptisch darüber geäußert, inwieweit eine Aufwertung des chinesischen Yuan die Außenhandelsbilanz der USA stabilisieren könne. In einer Diskussionsrunde kam der Notenbankchef zu dem Schluss, dass dies wohl nicht der Fall sein werde.

Zwar, so Greenspan, werde die von vielen Marktteilnehmern erhoffte Aufwertung der chinesischen Währung Einfuhren aus dem Land in die USA verteuern. Dies werde aber nicht dazu führen, dass die US-Verbraucher nun plötzlich Waren von einheimischen Herstellern kaufen. Es sei allenfalls wahrscheinlich, dass sie zu Produkten aus anderen Billiglohnländern wechseln. Die Aufwertung würde dann nicht etwa das Handelsbilanzdefizit verringern, wohl aber das Preisniveau in den Vereinigten Staaten nach oben treiben.

Auch der FED-Chef hält es aber für sehr wahrscheinlich, dass es beim Yuan demnächst zu einem Aufwährungsschritt kommen werde. Chinas Finanzsystem sei inzwischen beträchtlichen Belastungen ausgesetzt, so dass die künstliche Unterbewertung für die Volksrepublik nicht mehr lange in diesem Ausmaß tragbar sei.


füx
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börsenfüxlein:

...

 
22.05.05 18:03
aber auch das ist China...


Peking: Erste Star Wars-Raubkopien aufgetaucht
Sonntag, 22. Mai 2005, 17.49 Uhr
Nur drei Tage nach dem Start des neuen „Star Wars“-Films in China sind auf den Straßen Pekings die ersten illegalen Kopien verkauft worden. Für 20 Yuan (1,90 Euro) konnte man bei fliegenden Händlern DVDs mit „Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith“ erwerben. Die Behörden, die ein hartes Vorgehen gegen das Geschäft mit den Raubkopien versprochen haben, ließen die Händler offenkundig gewähren. Mit der Strategie der zeitgleichen Premieren wollen die Filmstudios der Raubkopie-Industrie begegnen. Sie wollten Kinobesuchern die Möglichkeit geben, den Film zu sehen, bevor illegale Kopien auf den Schwarzmarkt gelangen.


füx
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milano:

Ölimporte / Ports

 
22.05.05 19:22
Hallo zusammen

Bin auf eine sehr interessante Aktie gestossen. Es handelt sich dabei um Paul Y ITC (0498). Gemäss Liberresearch hat diese Aktie ein Potential bis HKD 4.70 (18 Mt). Eine Studie mit dem Titel "Hidden Jewel" ist im Bloomberg vorzufinden, welche sehr informativ ist. Paul Y-ITC hat im Moment ein grossen "China infrastructure und Port Project" am laufen --> wichtig für die Ölimporte. Aktuell notiert der Kurs bei ca. HKD 2.00. Des weiteren wird in nächster Zeit eine Dividendenausschüttung von HKD 0.90 aus dem Verkauf der Beteiligung an Downer EDI erfolgen. Mich würde Eure Meinung zu Dieser Aktie interessieren?
Antworten
brokeboy:

@milano

 
23.05.05 11:57
...wie wärs mit ner wkn?
Antworten
börsenfüxlein:

..

 
23.05.05 11:57
EU heizt Textilstreit mit China weiter an


Der Streit um chinesische Textilexporte in die EU spitzt sich zu. Gestern beschloss die Brüsseler EU-Kommission erwartungsgemäß, eine förmliche Untersuchung einzuleiten, die in Importbeschränkungen münden könnte. Die Untersuchung beginnt am heutigen Freitag und betrifft neun Kategorien chinesischer Textilausfuhren.



 







Der Streit zwischen der EU und China um die Textilexporte spitzt sich zu.  

ebo BRÜSSEL/GENF. Gleichzeitig warnte die Welthandelsorganisation WTO vor einer Eskalation des Handelsstreits. „Wenn es eine Möglichkeit gibt, diesen Streit ohne Sanktionen zu lösen, sollte sie ergriffen werden“, sagte ein WTO-Sprecher in Genf.

Warnungen kamen auch aus Peking. Die EU-Untersuchung verstoße gegen das Prinzip des freien Welthandels, erklärte das chinesische Handelsministerium. Die von Brüssel benutzten Zahlen seien irreführend, da diese den EU-Beitritt von zehn Staaten im Mai letzten Jahres unberücksichtigt ließen. Ähnlich empört hatte China bereits Anfang April reagiert, als die USA eine Untersuchung der auch dort sprunghaft gestiegenen Textilimporte angekündigt hatten.

Handelskommissar Peter Mandelson begründete die härtere Gangart der EU mit den Einfuhrstatistiken für das erste Quartal 2005. „Die Zahlen geben in mehreren Kategorien Anlass zu ernster Besorgnis“, sagte er. Europa könne „nicht tatenlos zusehen, wie seine Textilindustrie von der Bildfläche verschwindet“, betonte Mandelson. Am Ende der zweimonatigen Untersuchungen werde er entscheiden, ob die EU Schutzmaßnahmen ergreifen soll.

Nach den jüngsten Erhebungen stiegen die Importe von T-Shirts aus China in die Europäische Union in den ersten drei Monaten des Jahres um 164 %. Bei Pullovern lag der Zuwachs sogar bei 534 %. Zum Jahresbeginn war die bisher gültige Quotenregelung im Textilhandel ausgelaufen. Seither überschwemmen chinesische Billigprodukte den Weltmarkt und bringen sogar günstige Konkurrenten wie Bangladesch oder Marokko in Bedrängnis.

Importbeschränkungen sind nach den WTO-Regeln allerdings nur vorübergehend bei einem plötzlichen Anstieg der chinesischen Textilexporte erlaubt. Allerdings muss die EU-Kommission zunächst förmliche Konsultationen mit China einleiten und eine qualifizierte Mehrheit im EU-Ministerrat finden. Zuletzt hatten sich 12 der 25 EU-Staaten für die rasche Anwendung der Schutzklauseln ausgesprochen.

Während sich Frankreich zum Wortführer der Textilindustrie machte, die seit Wochen ein Einschreiten der EU fordert, hielt sich Deutschland spürbar zurück. Die deutsche Branche sei bereits fit für die Weltwirtschaft, heißt es in Berlin. Allerdings werde Deutschland einen Schutz der EU-Märkte nicht blockieren.

Unklar ist, ob die jetzt eingeleitete Untersuchung zu Ende geführt wird, oder ob die EU schon vorher Importbeschränkungen einführt. Bei der jetzt eingeleiteten herkömmlichen Prozedur könnten Quotenbeschränkungen nicht vor September verhängt werden – nach dreimonatigen förmlichen Konsultationen mit China. Sollte die EU indes im Eilverfahren entscheiden, könnte es auch schon früher zu Schutzmaßnahmen kommen. Dies sehen die Richtlinien (“Guidelines“) zur Anwendung der Schutzklauseln vor.

füx
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