China plant Cyber-Angriff


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China plant Cyber-Angriff

 
26.04.02 14:15
Freitag, 26. April 2002
Interner Bericht des CIA
China plant Cyber-Angriff  

Das chinesische Militär plant Hackerattacken auf amerikanische und taiwanesische Computersysteme. Dies berichtete die "Los Angeles Times" am Donnerstag unter Berufung auf einen internen Bericht des US-Geheimdienstes.

Die Chinesen hätten dabei auch militärische Computersysteme im Visier, die an das Internet angebunden sind, schrieb die Zeitung weiter. In dem internen Bericht komme der CIA zu dem Schluss, dass Peking aktiv darauf hinarbeite, amerikanische Computersysteme sabotieren zu können. So wolle China im Fall eines möglichen Vorgehens der Volksarmee gegen Taiwan eine Reaktion des US-Militärs zu verzögern.

Allerdings hätten die Chinesen bislang noch nicht die nötigen technischen Möglichkeiten, um großen Schaden anzurichten. Es sei aber das klare Ziel der Volksarmee, diese Fähigkeiten zu erwerben, hieß es in dem Bericht.

Zugleich berichtete die Zeitung über neue geplante Hackerattacken chinesischer Studenten gegen amerikanische Webseiten. Solche Angriffe - unter anderem gegen Webseiten der Ministerien - waren in der Vergangenheit bereits mehrfach erfolgt, vor allem nach dem Zwischenfall um das im Frühjahr vergangenen Jahres in China notgelandete amerikanische Spionageflugzeug. Meist erschienen dabei auf den Webseiten der US-Regierungsbehörden unflätige Beschimpfungen.


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CIA wirft China «Cyberwar»-Pläne vor

 
29.04.02 17:57
CIA wirft China «Cyberwar»-Pläne vor

Die CIA berichtet, dass China an einem großen Internet-Angriff gegen die USA und Taiwan arbeitet. Neben Privatleuten sei auch die Regierung beteiligt.

Ein geheimer Report des US-Geheimdienstes CIA liegt der Los Angeles Times vor. Demnach planen chinesische Militärs eine «großangelegte Cyber-Attacke» auf amerikanische und taiwanesische Computernetzwerke, darunter auch militärische Systeme, die an das Internet angeschlossen sind. Zudem, heißt es in dem Bericht, stünde eine Welle von Hacking-Angriffen durch chinesische Schüler und Studenten bevor, die für die nächsten Wochen erwartet wird.
Der CIA-Report sei rund eine Woche alt, schreibt die 'Los Angeles Times' weiter. Der große Unterschied zu allen bisherigen «Cyberwar»-Berichten, die mit China in Verbindung gebracht wurden: Diesmal werden auch explizit offizielle Stellen in dem Land als potenzielle Angreifer genannt.


«Klar im Zielplan Pekings»

So sei etwa geplant, amerikanische Technologie durch Computerviren anzugreifen. Man gehe jedoch nicht davon aus, dass die chinesische Armee bereits die Erfahrungen hätte, um größeren Schaden anzurichten. Allerdings stünde dies klar im Zielplan Pekings, heißt es in dem CIA-Report weiter. Bislang seien jedoch auch physische Zerstörungen durch Spezialtruppen vorgesehen, insbesondere auf dem Gebiet Taiwans, das China nach wie vor als Teil seines Landes sieht. Als Reaktion auf den Bericht teilte die chinesische Botschaft in Washington mit, jegliche Computerforschung des Landes sei schlicht auf Abwehr angelegt. «Es ist nicht die Politik unserer Regierung, die Rechner anderer Länder zu beinträchtigen», so ein Sprecher.


«Code Red» eher ein Zufall?

James Mulvenon, China-Experte beim «Think Tank» RAND Corporation, sagte gegenüber der 'Los Angeles Times', man müsse «sehr besorgt über diese Sache sein». In dem CIA-Report steht unter anderem, dass die Fähigkeiten Chinas, einen Computervirus zu erstellen, der andere Systeme angreifen könnte, in etwa dem Niveau eines «fortgeschrittenen Hackers» entspräche. Doch das, betonen IT-Sicherheitsexperten, könnte mit entsprechender Software heutzutage eigentlich jeder.

So gilt es bei vielen eher als Zufall, dass «Code Red», ein mit China in Verbindung gebrachter Web-Wurm, von einem Provider in dem asiatischen Land ausgegangen sein soll. Viel wichtiger sei es, keine sicherheitsrelevanten Systeme an das Internet anzuschließen. Diese Politik weicht die US-Armee allerdings langsam auf - aus Kostengründen.


Virtuelle Schmierereien und Bananen

Bislang gehen die Cyberwar-Szenarien über pubertäre Website-Veränderungen, bei denen sich chinesische und amerikanische «Scriptkiddie»-Gruppierungen regelmäßig mittelgroße Schlachten lieferten, noch kaum hinaus. Die bekannte Hacker-Homepage Attrition.org, die über Jahre diese Art der virtuellen Grafitti sammelte, hat für Berichte wie den neuesten CIA-Report kaum mehr als ein Gähnen übrig.

Die ständige Panikmache habe etwas von einer «sich selbst erfüllenden Prophezeihung», schreibt Attrition.org-Zuträger Brian Martin. Je mehr von dem Thema berichtet würde, um so notwendiger fänden es beide Seiten, sich zu engagieren. Und auch der deutsche Friedensforscher Ottfried Nassauer betont, dass es in vielen Fällen den Militärs und Abwehrdiensten vor allem darum ginge, entsprechende Budgets einzuwerben: «Die brauchen eben ständig eine neue Banane, der sie nachlaufen können.»

Für das Web ediert von Ben Schwan



MEHR IM INTERNET
CIA-Direktor Tenet zur "Cyberwar"-Gefahr (1998)
www.odci.gov/cia/public_affairs/speeches/...timony_062498.html
Bissig: Kommentar der Hacker-Seite 'Attrition'
www.attrition.org/security/commentary/cn-us-war.html


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