China kurbelt mit hohen Staatsausgaben Wirtschaft an
Das Wachstum soll heuer sieben Prozent erreichen, ausreichend Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Preis ist ein Rekorddefizit.
PEKING. Mit hohen Staatsausgaben und der Ankurbelung der Inlandsnachfrage will die chinesische Führung im laufenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von sieben Prozent erreichen. Ein geringeres Wachstum, so das Kalkül in Peking, würde die Zahl der Arbeitslosen weiter stark anschwellen lassen und so die Gefahr sozialer Unruhen heraufbeschwören. Der Preis für das im internationalen Vergleich hohe Wachstum ist ein Rekord-Budgetdefizit von 37 Mrd. Dollar (42,18 Mrd. €/580,41 Mrd. S) - 19 Prozent mehr als 2001.
Schub für die Wirtschaft soll laut Finanzminister Xiang Huaicheng auch die Erhöhung der Militärausgaben um 17,6 Prozent auf 20,3 Mrd. Dollar bringen. Vor dem Nationalen Volkskongreß kündigte Xiang hohe Investitionen in Infrastrukturprojekte an, zu denen auch der kontroverse Bau einer Eisenbahnlinie nach Tibet sowie die Ableitung großer Wassermassen aus dem Süden über drei Kanäle in die Dürreregionen Nordchinas zählen. Die Ausgaben für die soziale Absicherung der Arbeiter und für Renten sollen um 28 Prozent auf rund 10,5 Mrd. Dollar steigen. In die Landwirtschaft, die nach dem WTO-Beitritt Chinas unter großem Druck steht, will die Regierung 3,35 Mrd. Dollar pumpen.
Laut Planungsminister Zeng Peiyuan will die Regierung heuer acht Mill. neue Arbeitsplätze schaffen, um die Arbeitslosenquote in den Städten bei 4,5 Prozent zu halten. Im vergangenen Jahr gab es offiziell 6,8 Mill. Arbeitslose in den Städten und weitere fünf Mill., die zwar in den Betrieben verblieben und einen symbolischen Lohn erhielten, aber nichts zu tun hatten. Nach westlichen Standards liegt die tatsächliche Arbeitslosigkeit weit höher, zumal auch die rund 150 Mill. Beschäftigungslosen auf dem Lande statistisch nicht erfaßt werden.
Die massive Erhöhung der Staatsausgaben begründeten der Finanzminister und der Planungsminister auch mit dem globalen Abschwung. "Wir werden bei der Entwicklung unserer Wirtschaft neuen Schwierigkeiten und ernsthaften Herausforderungen begegnen, weil sich das Wachstum der Weltwirtschaft und des Handels weiter verlangsamen wird und die internationale Lage kompliziert ist", sagte Xiang
Das Wachstum soll heuer sieben Prozent erreichen, ausreichend Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Preis ist ein Rekorddefizit.
PEKING. Mit hohen Staatsausgaben und der Ankurbelung der Inlandsnachfrage will die chinesische Führung im laufenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von sieben Prozent erreichen. Ein geringeres Wachstum, so das Kalkül in Peking, würde die Zahl der Arbeitslosen weiter stark anschwellen lassen und so die Gefahr sozialer Unruhen heraufbeschwören. Der Preis für das im internationalen Vergleich hohe Wachstum ist ein Rekord-Budgetdefizit von 37 Mrd. Dollar (42,18 Mrd. €/580,41 Mrd. S) - 19 Prozent mehr als 2001.
Schub für die Wirtschaft soll laut Finanzminister Xiang Huaicheng auch die Erhöhung der Militärausgaben um 17,6 Prozent auf 20,3 Mrd. Dollar bringen. Vor dem Nationalen Volkskongreß kündigte Xiang hohe Investitionen in Infrastrukturprojekte an, zu denen auch der kontroverse Bau einer Eisenbahnlinie nach Tibet sowie die Ableitung großer Wassermassen aus dem Süden über drei Kanäle in die Dürreregionen Nordchinas zählen. Die Ausgaben für die soziale Absicherung der Arbeiter und für Renten sollen um 28 Prozent auf rund 10,5 Mrd. Dollar steigen. In die Landwirtschaft, die nach dem WTO-Beitritt Chinas unter großem Druck steht, will die Regierung 3,35 Mrd. Dollar pumpen.
Laut Planungsminister Zeng Peiyuan will die Regierung heuer acht Mill. neue Arbeitsplätze schaffen, um die Arbeitslosenquote in den Städten bei 4,5 Prozent zu halten. Im vergangenen Jahr gab es offiziell 6,8 Mill. Arbeitslose in den Städten und weitere fünf Mill., die zwar in den Betrieben verblieben und einen symbolischen Lohn erhielten, aber nichts zu tun hatten. Nach westlichen Standards liegt die tatsächliche Arbeitslosigkeit weit höher, zumal auch die rund 150 Mill. Beschäftigungslosen auf dem Lande statistisch nicht erfaßt werden.
Die massive Erhöhung der Staatsausgaben begründeten der Finanzminister und der Planungsminister auch mit dem globalen Abschwung. "Wir werden bei der Entwicklung unserer Wirtschaft neuen Schwierigkeiten und ernsthaften Herausforderungen begegnen, weil sich das Wachstum der Weltwirtschaft und des Handels weiter verlangsamen wird und die internationale Lage kompliziert ist", sagte Xiang