Charttechnik ==> nein danke ?


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Fuzzzi:

Charttechnik ==> nein danke ?

 
24.09.01 12:09
Hallo zusammen !

Kann mir bitte jemand erklären, wie man die Marktentwicklung z.B. der vergangenen Tage rein charttechnisch analysieren und damit Prognosen für die künftige Entwicklung aufstellen kann ?

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, was die panikartigen Verkäufer an den Weltaktienmärkten nach einem derartigen Terroranschlagen mit dem Durchbrechen von Unterstützungslinien zu tun hat. Das Gleiche gilt ja auch für  überraschende Wirtschaftsdaten von Unternehmen oder Wirtschaftszweigen.

Aus meiner Sicht wird bei der Charttechnik doch lediglich die Vergangenheit in den einfallsreichsten Begriffen geschildert. Aber daraufhin auf die Zukunft zu schließen, daß klappt doch höchstens bei langweihligem Marktumfeld, wenn alle News förmlich aufgesogen werden. da kann einem bei einer Unterstützungslinie schon mulmig werden, wenn die Stopp-loss ausgelöst werden – das verstehe ich.

Aber ein kompletter Markt dreht doch immer noch nach den Gesetzen der Wirtschaft und der Psychologie, oder ? Gut – Charttechnik hat wohl auch war Psychologisches.
Doch: Ändert sich das Börsenklima nur wegen einer umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter Formation welche nach einem deltaförmigen Doppeltopp zustande kam ?
Sollte sich bin Laden, oder wie der heißt, heute um 20 Uhr kamflos mit all seinen Sparbüchern ergeben, schießt der markt doch auch nach oben und die Charttechniker sprechen wieder von einer Vauförmigen Korrektur, welche gemäß den Indikatoren vorauszusehen war.


Ich laß mich aber gern belehren !!!

   
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ecki:

Welcher Fundamentalanalyst hat denn den

 
24.09.01 12:28
WTC Terroranschlag vorausgesagt?
Leitest du daraus ab, das Fund.analyse überflüssig ist?

Schau den chart der letzten 18 Monate an: Downtrend. Langfristig orientierte charttechniker sind schon lange draussen und warten. Gute Strategie bis jetzt, oder nicht?

Die Zeit ist reif für eine Trendwende, je nachdem, welchen Index/Aktie man betrachtet, aber wer weiß das schon ganz exakt?

Ein letzter crashartiger downmove ist von vielen Charttechnikern vor dem 11.9. angesagt worden, da bestimmte Unterstützungen gekippt waren. Wenn Du nicht drauf hören willst, dann lass es eben.

Übrigens es gibt so viele Techniken und Indikatoren und Zeithorizonte, dass man fast alles begründen kann. Du musst eben auf das hören, was dir selbst am besten passt.
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NickLeeson:

Charttechnik & Psychologie

 
24.09.01 12:33
Hallo,

z Zt ist der Markt weder mit Fundamental- noch mit Chart-
analysen zu bestimmen, da zuviele Einflussfaktoren bzw.
Ungewissheiten (das ist das schlimmste). Im nachinein
ist es immer leicht zu sagen der Markt hat aufgrund einer
W- oder V-Formation nach oben gedreht. mE funktioniert das
mit der Charttechnik nur deswegen weil sehr viele dies
als zusätzlichen Kauf/Verkaufsindikator werten bzw. weil
sehr viele danach "gehen". Ausserdem orientieren sich
automatische Kauf/VK-Programme der Fonds/Banken ebenfalls an diesen Daten.

zB wg. den Anschlägen und den damit verbundenen möglichen Auswirkungen sind die Indizes unter
charttechnisch wichtige Unterstützungen gefallen, dies wird
dann sofort als weiteres VK-Signal gewertet (im Moment jedenfalls) und der Kurs rutscht weiter ab.
Dies zeigt den ENORMEN psychologischen Einflussfaktor, der
mE z Zt am meisten beeinflusst. Fundamentals treten da
eher in den Hintergrund. Und wenn ein Fondsmanager kräftig
verkauft, wollen sich die anderen auch nicht "lumpen"
lassen und so geht das Spielchen munter weiter. Halt wie
im letzten Jahr (Herdentrieb), nur diesmal mit umgekehrten
Vorzeichen.

Grüsse,

nl
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