1) Fokussierung im Geschäft auf das Segment der kleinen Dachanlage wie keine andere AG sonst. 2011 72 % des Absatzes im Bereich unter 10 kWp. Das ist genau das Segment, wo der Steckdosenstrompreis zählt und es sich ab 2012 auch ohne EEG-Vergütung bei hoher Eigenverbauchsquote rechnen würde. Die kleine Dachanlage ist in der Marktwirtschaft angekommen. Und es ist das Segment, was anderen offenbar zu mühsam ist, da es wenig schnelle Absatzmenge bringt.
2) 65 % Absatzanstieg in Kalifornien im zweiten Halbjahr 2011 ggü. dem ersten Halbjahr 2011. Alles von einem sehr geringem Niveau aus. Aber man kann nicht sagen, das das US-Geschäft keine Perspektive hat. Schaue jeder selbst nach, wenn er es nicht glaubt: www.californiasolarstatistics.org/current_data_files/
3) 60%-Europa-Regel in zweitwichtigsten Markt Frankreich ab April 2012. Genaue Ausgestaltung noch unklar und sehr kurzfristig. Ab 01.07.2012 in Italien.
4) bisher im Jahr 2012 stabile Preise. Der schnelle Preisverfall zwischen Einkaufs- und Verkaufszeitpunkt war 2011 das Hauptproblem. Und jeder weiss, das es einen Preisrückgang wie im Jahr 2011 nicht wieder geben kann, da es in diesem Umfang keine Margen mehr bei z.B. Centrotherm Photovoltaics, Wacker Chemie oder SMA Solar zu holen gibt und die Wafer- und Zellenhersteller selbst nicht mehr viel oder nichts verdienen.
5) das nach der derzeit geplanten EEG-Änderung der Einspeisetarif in Deutschland für kleine Dachanlagen bis 10 kWp am 01.01.2013 bei 18,15 Cent liegt. Das sind gerade einmal 0,5 Cent weniger als nach aktuellem Recht. Für den Eigenverbauchsanteil steigt jedes Jahr die Vergütung mit dem Strompreis. Plus evtl. Lieberknecht EU-Bonus wie in FR oder IT. Halte ich aber nicht für sehr wahrscheinlich.
6) Glas-JV in China. Wenn China jetzt beim Photovoltaik-Ausbau zulegen sollte, könnten die dortigen 2 Mio. qm Produktionskapazität der ersten Stufe vllt. nicht mehr ausreichen.