Bei einer offiziellen Zulassung von Capricor Therapeutics (CAPR) und dem im vorherigen Post genannten, hohen Short-Anteil von rund 30,4 % des Freefloats, droht ein massiver Short Squeeze, der den Aktienkurs explosionsartig nach oben treiben kann. Leerverkäufer müssten in Panik Aktien zurückkaufen, während das Angebot im Streubesitz knapp ist (siehe mein Post
#406).
Mechanismus des Kursanstiegs, wenn denn eine Zulassung oder ähnlich positive News kommen:
Zwangskäufe (Covering):
Short-Seller besitzen die Aktien nicht und müssen sie am Markt zurückkaufen, um ihre Positionen zu schließen, sobald eine positive Zulassung den Kurs treibt.
Knapper Streubesitz (Freefloat):
Da ein großer Teil der Aktien fest in Hand von Institutionen oder Insidern liegt, stehen für diese Rückkäufe im verbleibenden Freefloat zu wenig frei verfügbare Aktien bereit.
Nachfrageüberhang:
Das Zusammentreffen von echtem Käuferinteresse nach der Zulassung und den erzwungenen Short-Rückkäufen führt zu einer extremen Nachfragespitze bei rapide steigenden Preisen.
In einem solchen Szenario sind exakte Kursprognosen zwar unmöglich, da ein Short Squeeze eine irrrationale Preisdynamik auslöst, aber historische Vergleiche im Biotech-Sektor und die mathematischen Gegebenheiten bei Capricor Therapeutics erlauben jedoch eine Einteilung in drei realistische Phasen:
Phase 1: Der fundamentale Zulassungssprung
Allein die Nachricht der FDA-Zulassung für das Hauptprodukt Deramiocel würde den fairen Wert des Unternehmens schlagartig vervielfachen Zielbereich der bei ca. 15,00 USD bis 25,00 läge. USDHintergrund - Bei einem aktuellen Kursniveau (Mitte August 2026) von etwa 7,00 bis 8,00 USD würde eine Zulassung die fundamentale Bewertung (Market Cap) direkt in den Bereich von 1 bis 1,5 Milliarden USD katapultieren. Analysten wie Cantor Fitzgerald haben ihr Kursziel bei positiven FDA-Signalen bereits auf 28,00 USD angehoben.
Phase 2: Der Short-Squeeze-Peak (Die Spitze der Panik)
Sobald die Leerverkäufer merken, dass der Kurs nicht mehr fällt, setzt die Kettenreaktion ein. Da rund 30,4 % des Freefloats (über 15 Millionen Aktien siehe auch Post
#406)) leerverkauft sind, entsteht ein extremes Nadelöhr. Zielbereich wäre hier 40,00 USD bis über 65,00 USD. Hintergrund hier ist, dass in dieser Phase nicht mehr die Fundamentaldaten den Preis bestimmen, sondern die schiere Notwendigkeit der Short-Seller, um jeden Preis zu kaufen, um unbegrenzte Verluste abzuwenden. Ein Blick auf das 52-Wochen-Hoch von CAPR zeigt, dass die Aktie in der Vergangenheit bereits ohne finale Zulassung die Marke von 40,37 USD touchiert hat. Ein echter Squeeze treibt den Kurs mathematisch fast immer über das historische Hoch hinaus.
Phase 3: Die schmerzhafte Landung
Ein Short Squeeze ist ein temporäres Phänomen. Sobald die 15 Millionen Short-Aktien zurückgekauft wurden, bricht die künstliche Nachfrage schlagartig weg. Der Zielbereich hier ist ein Einpendeln bei 20,00 USD bis 30,00 USD. Nach dem "Peak" fällt der Kurs meistens innerhalb weniger Tage um 40–60 % zurück. Er stürzt jedoch nicht auf das alte Niveau vor der Zulassung ab, sondern pendelt sich auf dem neuen, fundamental gerechtfertigten Niveau eines profitablen Biotech-Unternehmens ein.
Ein weiterer Risikofaktor bei einer Zulassung bleibt auch eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass das Management von CAPR die dann extrem hohen Kurse nutzen könnte, um neue Aktien auszugeben, um Cash zu generieren. Dies würde den Squeeze wahrscheinlich sofort abwürgen. Sollte also eine Zulassung erfolgen - und wie in einem meiner vorherigen Posts aufgeschlüsselt, liegt die Wahrscheinlichkeit nicht sehr hoch - sollte man wohl einen gewissen Anteil in der Anfangsphase eines Squeezes verkaufen, wenn man Gewinne erzielen möchte. Das ist aber keine Handlunngsempfehlung und wahrscheinlich sind die Aktien am nächsten Montag eh nicht mehr viel wert...Good Luck everyone ;o)