Quelle: www.tradecentre.de
Die heutige Pressekonferenz der CAA AG (WKN 617 600) in Stuttgart war ungewöhnlich gut besucht. Der Vorstand erläuterte die Konzernentwicklung und nahm im Späteren Stellung zu dem Katastrophenjahr 2000. Einen vollständigen Bericht lesen Sie am Sonntag im TradeCentre-Börsenbrief. Hier jedoch einige wichtige Fakten vorweg:
Die Planzahlen sehen für 2002 einen Umsatz von gut 31 Mio. DM vor. Im selben Jahr soll auch der Break Even erreicht werden.
Der Vorstand wurde um Johannes S. Zagler erweitert, der während der Pressekonferenz einen sehr kompetenten Eindruck machte. Er war nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der University of Nottingham unter anderem bei der Wirtschaftsprüfungs- und Unternehmensberatungsgesellschaft Cooper & Labrand tätig und ist Autor zahlreicher betriebswirtschaftlicher Publikationen. Johannes S. Zagler hat zudem als Sanierer schon mehrmals größere Unternehmen wieder auf den grünen Zweig geführt. CAA sieht er allerdings nicht als Sanierungsfall. Wie wir im anschließenden Gespräch erfahren, glaubt er fest an die Vision der integrierten Fahrerinformations-und Kommunikationssysteme und ist sich sicher mit CAA in diesem Sektor beträchtliche Gewinne erzielen zu können.
Das Management im Gesamten hat während der Pressekonferenz einen etwas unglücklichen Eindruck gemacht. Die entscheidenden Informationen konnten wir erst danach in Erfahrung bringen. So hat uns Herr Zagler versichert, dass Ende des Jahres die CAA-Technologie erstmals in der Serienproduktion einen großen deutschen Automobil-Herstellers an den Start gehen wird. Verträge existieren bereits. Die Umsatz-Planzahlen für 2002 sind vollständig risikobereinigt. Die 2 Forderungen, die aus der 2000er Bilanz herausgenommen werden mussten, sind in den neuen Planungen nicht enthalten. Man geht jedoch davon aus einen Teil dieser Forderungen einfahren zu können. Wäre dies der Fall, könnten die Umsätze vollständig als Ertrag verbucht werden.
CAA verfügt zum 31.03.01 über liquide Mittel in Höhe von 80 Mio. DM. Herr Zagler ist optimistisch die Gewinnschwelle auf jeden Fall mit einem verbleibenden Cashbestand von 40 Mio. DM erreichen zu können. Nach momentanem Stand hält er sogar einen Restbetrag von 50 Mio. DM für wahrscheinlich.
Der Tenor des Vorstandes war im Wesentlich, dass die neuen Planzahlen risikobereinigt sind und somit auf jeden Fall erreicht werden. Wir wollen hierzu noch keine Wertung vornehmen. Der Cashbestand je Aktie beträgt zur Zeit 4,45 Euro. Wenn die Prognosen des Vorstandes diesmal tatsächlich aufgehen, wäre CAA auf dem aktuellen Kursniveau eine sehr attraktive Aktie.
gruß,
Wilhelm