Bullenfalle oder nicht? was sagt die charttechnik? o.T.


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heal:

Bullenfalle oder nicht? was sagt die charttechnik? o.T.

 
25.09.02 10:30
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sir charles:

Die Charttechnik meint in sechs wochen up

 
25.09.02 10:35
für ein paar Tage 20% Aufwärtstrend, dann wieder runter.

Vergleichbare Situation von heute mit 1973 - 74

mfg
SC
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Dixie:

Bitte sehr

 
25.09.02 10:35
Dr. Hans-Dieter Schulz

Die Aktien-Blase ist noch nicht zu Ende

Am Anfang eines Trends an Kapitalmärkten stehen jeweils sehr professionelle Investoren. Kurz vor dem Ende eines Trends werden mehr und mehr Anleger auf ihn aufmerksam – wenn es beinahe zu spät ist, von ihm zu profitieren.. Privatanleger springen dann in Massen in den Markt. Kurze Zeit später läuft der Trend aus. Viele Anleger bleiben auf Verlusten sitzen, da sie ihre Entscheidung nicht schnell genug revidieren.

Daher besteht eine erfolgreiche Strategie darin, immer wenn extreme Massenbewegungen auftauchen, die Gegenposition zu beziehen. Die Mittelzuflüsse zu Investmentfonds geben Aufschluß über genau jene Gruppe der Privatanleger, die erst dann in Trends investieren, wenn sie bereits etabliert sind. Sie werden somit regelmäßig zum falschen Zeitpunkt am Markt in die eine oder andere Richtung aktiv. Der Chart zeigt deutlich, wie die lokalen Hochpunkte der Mittelzuflüsse jeweils ein Hoch bei den Aktienkursen markieren. Besonders beachtenswert ist die Rekordnachfrage nach Aktienfonds und der zeitgleich auftretende Hochpunkt der Aktieneuphorie im März 2000..

Bullenfalle oder nicht? was sagt die charttechnik? o.T. 796985



Auffällig ist im Kursverlauf der dynamische Anstieg ab 1995: Wie in einer Preisblase stieg das Kursniveau des S&P 500 Index innerhalb von nur fünf Jahren um 200% von 500 auf über 1500 Punkte. Inzwischen sind die Kurse auf ihren langfristigen Aufwärtstrend zurückgekommen. Im Juli 2002 wurde dieser sogar unterschritten. Der mittelfristige Abwärtstrend, der mit der Eintrübung der Konjunkturaussichten in 2000 begann, bleibt weiterhin intakt. Da eine substanzielle Belebung der Konjunktur noch nicht absehbar ist, könnte nun eine Fortsetzung der Kurskorrektur bis auf das Niveau, von dem die Blase startete – also auf 500 Punkte – anstehen.

Auf beunruhigend niedrigem Niveau befindet sich derzeit der Anteil der liquiden Mittel amerikanischer Investmentfonds. Er liegt mit 4,6% nur knapp oberhalb des historischen Tiefs von 4,0% von Anfang März 2000. Damit ist er nur zweieinhalb mal größer als der Netto-Mittelabfluss aus Aktienfonds vom Juli in Höhe von 50 Mrd.$. Das heißt, falls sich amerikanische Privat-Investoren in den kommenden Wochen dazu entschließen sollten, per Saldo mehr als 100 Mrd.$ an Fondsanteilen zurückzugeben, wären Fondsmanager gezwungen, Aktienbestände weiter abzubauen. Damit würde der ohnehin starke Kursdruck noch erhöht werden.

Was es für den Markt heißt, wenn Investoren zu Aktienverkäufen gezwungen sind, sehen wir gegenwärtig in Deutschland. Als der Dax vergangene Woche die 3300 Punkte unterschritt, schickte das Bundesaufsichtsamt für das Finanzwesen an etliche Versicherungen blaue Briefe mit der Anweisung, innerhalb kurzer Frist ihre Aktienbestände zu reduzieren. Das Resultat dieser Notverkäufe war ein weiteres Absinken des Aktienmarktes um 10% innerhalb weniger Tage.

Doch zurück zu den US-Fondsmanagern. Sie könnten die hier skizzierte Gefahr erkennen und bereits jetzt vorbeugende taktische Verkäufe tätigen, getreu der Regel: „If panic, panic first!“ Die Zuflüsse zu US-Fonds sind nach 14 Jahren positiver Zuflüsse per Saldo bei Null angekommen. Diese signifikante Veränderung im Verhaltensmuster von Privat-Anlegern wird spätestens im Herbst Änderungen bei der strategischen Ausrichtung vieler Fonds anstoßen. Da Anlagerisiken immer mehr in den Fokus geraten sind, werden damit strategische Verkäufe bevorstehen.

Ein weiteres Übel kommt auf die amerikanische Wirtschaft und damit auch auf die Aktienkurse von fundamentaler Seite zu. Die Nachfragekrise, die auf den Investitionsboom der späten Neunziger Jahre folgte, hat im nicht-finanziellen Sektor zu einem Einbruch der Gewinne um über 60% seit ihrem Hoch im Jahr 2000 geführt. Dieser stärkste Gewinnrückgang seit 1931 ist in der Presse bisher noch so gut wie gar nicht angesprochen worden. Erstaunlich ist das nicht, hat doch die amerikanische Berichterstattungskultur seit Jahren einen Schleier über die wahren Zahlen geworfen. Im Fokus der Öffentlichkeit stehen die Veränderungen der Gewinnschätzungen von heute im Vergleich zu den Gewinnschätzungen von vor drei Monaten. Dieses Vergleichen von Erwartungen hat jedoch nichts mit der Realität der Wirtschaft zu tun..

Die großen Pleiten von K-Mart, Enron und Worldcom haben die Presse und die politischen Eliten stärker auf das Thema Gewinnverschleierung aufmerksam gemacht. Diese Fälle dürften jedoch erst die Spitze des Eisbergs darstellen. Die Wahrheit kommt immer ans Licht, in diesem Falle in unkontrollierten Schüben, deren Timing von Europa aus nur schwer vorherzusehen ist. Dies drückt gleichsam schubartig auf die Kurse.
Ein heftigeres Szenario ist auch denkbar. Die neue Gesetzgebung lässt es für Finanzmanager und Unternehmenslenker nicht mehr lohnenswert erscheinen, ihre Bilanzen zu frisieren. Möglicherweise kommt noch in diesem Jahr die volle Wahrheit über die desolate Gewinnlage der gesamten US-Wirtschaft auf den Tisch. Dann bestünde das Risiko enormen Verkaufsdrucks bis hin zu einem Krach.

Solange nicht die US-Zentralbank selbst Aktien kauft, wie die Bank of Japan dies gerade ganz offiziell tut, werden die Systemkräfte von alleine dafür sorgen, dass die Aktienbewertungen auf ein vernünftiges Niveau zurück kommen. Aus besagten Gründen ist es immer noch eine rentable Strategie über Hedge-Fonds oder direkte Leerverkäufe das Platzen der amerikanischen Aktienblase zu begleiten – das richtige Timing vorausgesetzt.

Unsere Frühindikatoren zur Konjunkturentwicklung zeigen negative Signale. Unternehmenskredite und Auftragseingänge gehen immer noch mit zweistelligen Prozentraten zurück. Und die Kapazitätsauslastung, die schon das erste „Dip“ der aktuellen Rezession zeitgenau anzeigte, ist erstmals seit mehreren Monaten wieder zurück gegangen und weist den Weg ins zweite „Dip“. Daß dieses ausgeprägter als das erste ausfallen dürfte und sogar das Risiko eines Rezessionsjahrzehnts besteht, darüber wird derzeit in amerikanischen Zentralbankkreisen diskutiert. Man hat auch schon ein Gegenmittel gefunden: künstliche Wirtschaftsankurbelung durch geldmengenfinanzierte Staatsausgabenprogramme.

Betroffen von der amerikanischen Wirtschaftsschwäche sind alle exportorientierten Wirtschaftsräume, also Japan und Europa, die derzeit im Gleichschritt ins Konjunkturtal marschieren. Sie wären gut beraten, sich langfristig in Richtung solcher Handelspartner zu orientieren, die noch erhebliches Nachfragepotenzial haben. Dazu zählen Südasien, China und die Länder des ehemaligen Ostblocks.

Daraus folgt für den Anleger, sich aus US-Aktien weiterhin langfristig zurück zuziehen. Ausnahme bilden Branche, die von Regierungsprogrammen profitieren wie den Rüstungsunternehmen. Bei europäischen Aktien sind die hoch bewerteten zu meiden. Dazu zählen insbesondere auch Schweizer Aktien, die sich irgendwann trotz der geschätzten Schweizer Qualität dem Abwärtssog nicht mehr entziehen können. Auch die noch gut dastehende Chemiebranche könnte in Mitleidenschaft gezogen werden. Versicherungen und Banken bleiben durch die Pleitewelle und die Börsenbaisse weiterhin belastet. Erfolgsversprechend sind Aktien von Unternehmen, die mit den genannten Wirtschaftsräumen Südasien, China und dem Ex-Ostblock zu tun haben. Unsere Empfehlung für Rohstoff- und insbesondere Goldaktien, die wir schon im März 2001 ausgesprochen haben, bleibt bestehen. Man kann hier von Kursschwankungen unbeeindruckt auf wahrscheinlich mehrere Jahre investiert bleiben.

Kurzfristig werden die Weltbörsen durch die Frage einer Invasion der USA im Irak in Spannung gehalten. Sollte der Krieg ausbrechen, könnte dies auf die Börsen befreiend wirken. Ein mehr-wöchiger bis mehr-monatiger Anstieg könnte beginnen, sobald die ersten Bomben fallen. Der Oktober bietet sich als Zeitfenster hierfür an. Er liegt zwischen den brasilianischen und den amerikanischen Wahlen. Bis es soweit ist, finden US-Treasuries bei den Anlegern mehr und mehr Zulauf. Deren Rendite liegt derzeit bei unter 4 Prozent, so tief wie seit 1963 nicht mehr. Wenn die US-Wirtschaft – wie von uns angenommen – weiterhin mit konjunkturellen und anderen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, sind Anleihen die richtige Alternative zum Aktienmarkt für die nächsten ein bis zwei Jahre. Staatsanleihen von Staaten erster Bonität und von gering verschuldeten Unternehmen mit AAA-Rating sind erste Wahl.

Dr. Hans Dieter Schulz/Felix Pieplow

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estrich:

Ich behalte die Puts

 
25.09.02 10:36
Sollte der dax heute tatsächlich im Plus schließen, was ich bezweifle, dann könnte sich max. Potenzial bis 3100 ergeben, mehr nicht.


MfG

© Eastrich
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mod:

Diesmal bleiben alle potentiellen Anleger

 
25.09.02 10:39
weg.
Keiner hat eine Perspektive mehr,
auch dank Rot-Grün.
Wir gehen in Deutschland auf eine harte,
lang andauernde Rezession zu.
Die Börse nimmt es vorweg.
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ecki:

@mod: Täglich das gleiche?

 
25.09.02 10:43
Rot-Grün hat dem Rückgrat der amerikanischen Wirtschaft, den Unternehmen des S&P gleich mit das Kreuz gebrochen.

Aber Sieger Edmund hätte die Weltwirtschaft in Schwung gebracht?

Die Pwerspektiven sind schlecht, die Stimmung unten. Es kommen weitere schwere Jahre. Und es müssen einige alte Zöpfe abgeschnitten werden.

Grüße
ecki  
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mod:

ecki,

 
25.09.02 10:57
ich hatte gestern ein Geschäftsessen mit Managern
aus den Staaten.
Es fehlt der Blick für ökonomisch-politische
Zusammenhänge. Fischer scheint es aufgrund seiner
internationalen Kontakte aber allmählich zu schnallen.
Aber es fehlt auch das wirtschaftliche
Hintergrundwissen und die entsprechende Berufserfahrung.
Kein Wunder, die haben ja noch nie richtig in der
Verantwortung gestanden, Geld selbständig verdienen
zu müssen, wurden fast immer staatlich alimentiert.
Und Euren grünen Finanzexperten habt ihr zum Teufel gejagt,
den Schwaben, Name ?
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mod:

ecki, den mein ich:

 
25.09.02 11:44
Oswald Metzger

www.oswald-metzger.de

Lebenslauf


Geboren am 19. Dezember 1954; katholisch; verheiratet.
Humanistisches Gymnasium in Leutkirch, Ehingen und Ravensburg, Abitur 1975. 1976 bis 1982 Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen, ohne Abschluß.

Zivildienst im psychiatrischen Landeskrankenhaus Bad Schussenried.
1980 bis 1986 Inhaber eines Schreibbüros in Bad Schussenried. 1986 bis 1994 Landesgeschäftsführer der kommunalpolitischen Vereinigung “Grüne/Alternative in den Räten von Baden-Württemberg” mit Sitz in Stuttgart.
Seit 1994 Mitglied im Verwaltungsrat der Kreissparkasse Biberach; seit Januar 1999 Mitglied der Reformkommission Soziale Marktwirtschaft der Bertelsmann-Stiftung.
1974 bis 1979 Mitglied der SPD, seit 1987 Mitglied der GRÜNEN. Seit 1980 Mitglied im Gemeinderat der Stadt Bad Schussenried, 1994 bis 1995 stellvertretender Bürgermeister; 1984 bis 1986 und seit 1989 Mitglied im Kreistag Biberach.
Mitglied des Bundestages seit 1994; seit 1994 Obmann der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Haushaltsausschuß.
2002 ausgeschieden

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ecki:

@mod: Ein guter Mann, ein schlechter Taktiker.

 
25.09.02 11:55
Ist bei seiner Kandidatur für Liste gegen Kuhn auf 2 und dann gegen Özdemir auf 6 angetreten. Ein vorneweg verlorener Kampf.

Schade um ihn. Aber er kommt wieder, nehme ich an. Läuft bei der von Dir bevorzugten Partei immer alles 100% nach deinen Wünschen?

Grüße
ecki  
Antworten
mod:

ecki,

 
25.09.02 12:02
das wechselt, deswegen kein Thema das mit
der Parteienpräferenz.
Entscheidend ist der ökonomische Sachverstand,
denn ohne qualitatives Wi-Wachstum auch
kein sozialer Fortschritt und kein
verstärkter Umweltschutz (z.B. Stromeinspeisung
0,90 DM).
Wer einige Jahre hart Geld verdienen musste,
hat eine andere Weltsicht, erfahrungsgemäss.


Viele Grüsse
m.
Antworten
calexa:

Schlechte Stimmung

 
25.09.02 12:06
gute Kaufgelegenheiten - auf lange Sicht zumindest.
Habe heute mir ein paar Motorola ins Depot gelegt.

So long,
Calexa
Antworten
terz:

@Dixie

 
25.09.02 12:09

informativ & interessant
           
Bullenfalle oder nicht? was sagt die charttechnik? o.T. 797144

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juliusamadeus:

es kann mittelfristig nur eine Richtung geben !!

 
25.09.02 15:06
(mittelfristig = 3 Monate bis 7 Monate)

und die ist nach unten! Warum ?

1. Weltwirtschaft/Konjunktur schwächelt immer noch oder auch noch mehr
2. Nahostkrise
3. Regierungsspitzen des westlichen Nationen sind sich uneinig (wegen Nahostkriese)
4. Innere Sicherheit wird alle westlichen Nationen weiterhin belasten
5. Neue technologien werden nicht mehr so schnell aus dem Ärmel geschüttelt (Der Mensch stößt an seine Grenzen, größte Weiterentwicklung läge in der Biotechnologie, die aber "NOCH" verpönt ist)
6. An den Börsen spricht man von Tiefs, die man 2001 nicht mehr für möglich hielt.
DOW bis unter 7000P.
DAX bis unter 2500P.
Immer wenn die Börsenspezies von neuen Tiefs sprachen, trafen diese auch ein, wohl weil man sich darauf eingestellt hatte. Ein weiterer Faktor ist das Handeln mit CALLS und PUTS. Diese Art des Handels macht Aktienwerte uninteressant. Hauptsache man macht an der Börse Kohle.

gruss julius
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Dixie:

Und vor allem: ALLE träumen schon wieder von

 
25.09.02 15:16
der Rally! So wird das nichts.
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Axelay:

Sag mal Estrich, mein großes Idol,

 
25.09.02 15:24
ich lese von Dir immer nur, daß Du Puts immer nur kaufst oder hälst. Ich meine, Du hast die doch schon seit einem DAX von 4000 oder so (wenn ich mal die alten Postings nehme).

Willst Du nicht mal einen neuen Thread beginnen:
DAX bei 1890 noch dieses Jahr

;-)
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MaMoe:

@Heal: frag den Führer Gerhard, der weiss alles .. o.T.

 
25.09.02 15:35
Antworten
juliusamadeus:

brökeln Gewinne wieder oder täuscht das?

 
25.09.02 16:02
GEEEEWINNMITNAHMEN LEUTE !
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