Na klar, die unglaublich hohen Umsätze sprechen ja auch klar dafür, dass hier jemand einkauft. 'haha'
BrainForce wirft Beko feindliche Übernahme vor
26 Juli 2006
14:45
Reuters - Nachrichten auf Deutsch
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(c) 2006 Reuters Limited
Wien, 26. Jul (Reuters) - Zwischen der Brain Force Software AG und ihrem Aktionär, der Beko Holding AG , hängt der Haussegen ziemlich schief.
Helmut Fleischmann, Gründer, Chef und Hauptaktionär des Wiener Softwarehauses Brain Force, wirft der Beko vor, eine feindliche Übernahme zu planen und deshalb auch den Aktienkurs drücken zu wollen.
Peter Kotauczek von der Beko sagte zu Reuters, seinem Unternehmen gehe es in erster Linie um ein "geordnetes Verhältnis" zum Vorstand der Brain Force. Er schließt aber auch eine Übernahme nicht aus. "Wir müssen offenbar mehr haben, wenn es üblich ist, dass kleine Aktionäre ins Eck gestellt werden. Er zwingt uns dazu.... Würde er (Fleischmann, Anm.) uns unsere Rechte geben, die wir als 5-Prozent-Aktionär haben, dann hätten wir diesen Konflikt nicht", sagte Kotauczek, Chef und auch Hauptaktionär der Beko, am Mittwoch zu Reuters.
Fleischmann, der 15,6 Prozent der Brain Force über seine Privatstiftung kontrolliert, wiederum sagt, dass Beko gemeinsam mit einem Fonds an die zwölf Prozent der Stimmrechte bei der jüngsten Hauptversammlung (HV) am Dienstag hatte. Brain Force glaube, dass die Aktien des Fonds der Beko zuzurechnen seien.
Kotauczek wies dies zurück. "Die haben mit uns nichts zu tun", sagte er.
Anlass für den Streit ist die Kapitalerhöhung der Brain Force im April, bei der Beko sich benachteiligt fühlte. Beko hält laut Kotauczek "über fünf Prozent" an Brain Force und habe auch die Bezugsrechte ausgeübt. Neue Investoren seien aber bevorzugt worden und hätten zu besseren Bedingungen zeichnen können, wirft Kotauczek dem Brain Force-Vorstand vor.
Zudem sei es auch üblich, wenn man das Kapital um 50 Prozent erhöhe - Brain Force holte sich rund 16 Millionen Euro von der Börse - die Kernaktionäre einzubinden.
Fleischmann wies diesen Vorwurf zurück. Die neuen Investoren - der Investor Calmund und marchfifteen - hätten die Einbringung von Kapital garantiert. Das Interesse Bekos sei durch öffentliche Äußerungen nicht erkennbar gewesen. Die a.o. HV und die damit zusammenhängenden eingebrachten Klagen seien störend, wirkten sich negativ auf den Kurs aus, was im Interesse von Beko sein könnte, um Aktien billig zukaufen zu können, sagte der Brain Force-Chef zu Reuters.
Beko wollte auf der a.o. HV die Prüfung der Kapitalerhöhung durchsetzen, was Fleischmann mit seiner Stiftung verhindert hat. Genau dies will Kotauczek nun rechtlich prüfen lassen. Auch wenn es um die Entlastung der Vorstände gehe, enthalte sich dieser normal selbst der Stimme. Bei einer Sonderprüfung müssten die gleichen Regeln für eine Stiftung gelten, sagte er.
Zwischen Beko und BrainForce flogen schon vor wenigen Jahren die Fetzen. Damals verhandelten die Vorstände eine Fusion, was aber scheiterte, weil Beko eher an eine Übernahme dachte, Brain Force an ein "merger of equals".
Fleischmann sieht sich derzeit "angreifbar". Furcht vor einer Übernahme habe er aber nicht. "Ich goutiere den Stil des \'hostile takeover\' nicht. Ich werfe der Beko schlechten Stil vor", sagte er in Richtung Kotauczek.
Dieser bleibt ihm ebenfalls nichts schuldig.
"Ich halte Herrn Fleischmann für einen guten CEO, aber für einen unhöflichen Menschen", sagte Kotauczek.
Brain Force notierten zuletzt in Wien mit 3,01 Euro. Seit Jänner hat das Unternehmen mit einem Börsenwert von knapp 31 Millionen Euro fast 14 Prozent an Marktkapitalisierung verloren. Beko lag in Frankfurt zuletzt bei 9,25 Euro, ein Plus von 25 Prozent seit Jahresbeginn.
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