@Tiefseetaucher, den Gedanken hatte ich auch. Im Halbfinale waren 40 Spieler der Premier League vertreten, während die Bundesliga fast überhaupt nicht mehr vorkam. Das Abschneiden der Nationalmannschaft war das schlechteste überhaupt.
Ich denke da auch immer an Watzke, der bei diversen HVs den englischen Fussball kritisiert hatte, Geld würde keine Tore schiessen, die englische Nationalmannschaft würde niemals die WM gewinnen usw. Aber diese Zeiten hatten sich schon damals längst gewandelt. Zwar war die Performance der englischen Mannschaften damals in der CL sehr bescheiden, die Bundesliga stand auf Platz 2 der UEFA Wertung. Aber die massiven Investitionen der Engländer brachten eben nicht auf Anhieb sportliche Erfolge, City ist das beste Beispiel, sondern immer mit einer gewaltigen Verzögerung und in dem Zusammenhang fand ich sehr wichtig, daß die bilanziellen Verluste von Liverpool, Chelsea, Manchester City sich längst in ein Plus verwandelt hatten. Im Zusammenhang mit weiteren Einnahmesteigerungen hatte das auf jeden Fall eine gewaltige Bedeutung.
Dazu die Nachwuchsarbeit der Engländer. Ist auch klar, daß derlei Strukturänderungen mehrere Jahre brauchen, aber auch hier war absehbar, daß sich Erfolge einstellen könnten. Geht nicht nur um die Nationalmannschaft, die U17 ist jetzt Weltmeister geworden. Einer der vielversprechendsten Spieler im BVB Kader ist für mich Sancho, ein Engländer.
Es könnte daher gut sein, daß sich die Premier League auch in der Champions League dauerhaft oben festsetzt.
In so einem Zusammenhang find ich den Artikel in der Börsenzeitung zur BVB Aktie nicht so gelungen. Immerhin ist das aktive Öffentlichkeitsarbeit durch Borussia Dortmund selbst. Der Artikel wurde geschrieben von Daniel Stolpe, er ist der stellvertretender Medienverantwortlicher von Borussia Dortmund.
Der Artikel beginnt nach der Überschrift mit diesem Satz: "In diesem Sommer steht mit der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland das sportliche Highlight schlechthin an." Einen schlechteren Einstieg kann man kaum finden. Auch die vergangenen BVB Erfolge zu nennen, bringt nichts. Kaum jemand kauft die BVB Aktie, weil BVB mal Meister war, sondern natürlich weil man dem BVB für die Zukunft sportlich einiges zutraut. Beim Thema Internationalisierung wird mir viel zu allgemein geschrieben, ich hätte lieber weniger gelesen, dafür Neuigkeiten und konkretere Dinge.
Enorm wichtig finde ich das Ranking bei Deloitte, bzw. die Platzierung in der UEFA Wertung. Es wird unterstellt, daß der BVB beste Möglichkeiten hätte, sich oben zu halten. Aber genau das sehe ich eben nicht als sicher an. Teams wie Bayern, Real Madrid, Barcelona, Paris, Man.Utd. + City, Juventus werden sowieso oben bleiben. Um die drei Plätze dahinter könnten sich aber viele Teams streiten, also Liverpool, Chelsea, Tottenham, Atletico, Sevilla und eventuell Emporkömmlinge wie As Rom, Neapel oder gar RB Leipzig (natürlich erst in einigen Jahren).
Der Artikel setzt viel zu sehr auf die vergangenen Erfolge, der Markt hat sich aber sehr schnell gewandelt, wie man darauf reagieren will, wird nicht klar, dafür ist der Artikel viel zu allgemein.
Hier der Link zum Artikel: www.boersen-zeitung.de/...ick&r=Banken%20&%20Finanzen