Ich bin ein Chancen-Sucher - ein sog. blindes Huhn. - Kritiker.
Angetrieben von der überraschend positiv ausgefallenen Quartalsbilanz des Softwareherstellers Microsoft sollten deutschen Standardwerte am Freitag mit freundlicher Tendenz in den Handel starten. Eine Stunde vor Handelsbeginn sahen die Citibank und die Deutsche Bank den deutschen Leitindex DAX bei 4.226 und 4.224 Punkten.
Am Dienstag hatte der DAX 0,05 Prozent auf 4.216,41 Punkte zugelegt. Der TecDAX kletterte 0,52 Prozent auf 523,71 Zähler. Der MDAX legte um 0,29 Prozent auf 5.570,65 Punkte zu.
Die Techwerte dürften von den positiven Nachrichten der US-Konkurrenz profitieren. Während Microsoft die Markterwartung bei Umsatz- und Gewinn übertraf, gelang dem SAP-Konkurrenten, Siebel dies bei der Ertragslage.
Allianz-Aktien könnten das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Der zum Allianz-Konzern gehörende Kreditversicherer Euler & Hermes S.A rechnet für das vergangene Jahr mit einer deutlichen Gewinnsteigerung bei weitgehend stabilen Umsätzen. Bei 1,906 Milliarden Euro Umsatz soll der Reingewinn um 40 Prozent über dem Vorjahresergebnis von 146 Millionen Euro liegen.
Lebhaft dürfte auch der Handel mit Commerzbank-Aktien verlaufen. Das Geldinstitut will bis 2008 die Zahl ihrer Filialen in Deutschland verdoppeln, kündigte der neue Leiter der Privat- und Geschäftskundensparte für die Regierungsbezirke Dresden und Chemnitz, Mathias Ullrich, der "Sächsischen Zeitung" (Freitagausgabe) an.
Die Lufthansa will in diesem Jahr wieder eine Dividende zahlen. Wie die Fluggesellschaft zudem auf dem Investorentag mitgeteilt hatte, soll die Kapazität in diesem Jahr um rund 3 Prozent ausgebaut werden.
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Der Ölpreis ist am Freitag kräftig gefallen. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) 47,18 US-Dollar. Das waren 3,40 Prozent weniger als zu Handelsschluss am Vortag. Für ein Barrel der Nordseesorte Brent mussten mit 44,95 Dollar 3,21 Prozent weniger als noch am Donnerstag bezahlt werden. Der Markt rechne nach verschiedenen OPEC-Äußerungen damit, dass die Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) auf ihrem Treffen am Wochenende keine Förderkürzung beschließen werde, sagten Händler.
Am Morgen hatte OPEC-Präsident Scheich Ahmad Fahd al-Sabah im US-Fernsehen gesagt, die OPEC-Minister dürften sich auf "eine unveränderte Förderquote ohne jegliche Produktionssenkung" verständigen. Die offizielle Förderquote liegt derzeit bei 27 Millionen Barrel am Tag. Das Rohölkartell hatte erst im Dezember den Abbau seiner Überproduktion um eine Million Barrel pro Tag beschlossen.
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HINTERGRUND: Übernahmewelle läuft in den USA auf Hochtouren - Neue Gerüchte
NEW YORK (dpa-AFX) -
Die US-Übernahmewelle läuft auf Hochtouren. Der gerade angekündigte Aufkauf des weltgrößten Rasierprodukt- und Batterienanbieters Gillette durch den globalen Konsumgüter- Branchenführer Procter & Gamble Co. für 57 Milliarden Dollar (44 Mrd Euro) ist ein neuer Höhepunkt.
Die Aufkaufhysterie der späten neunziger Jahre, die nach der geplatzten Internet- und Telekommunikations-Spekulationsblase und den dramatischen Kursverlusten an der Wall Street in 2001 und 2002 weitgehend zum Stillstand gekommen war, hat sich im vergangenen Jahr beschleunigt und scheint sich auch 2005 in großem Stil fortzusetzen.
Zu den größten US-Transaktionen des vergangenen Jahres gehörte der Kauf der Bank One durch die Großbank J.P. J.P. Morgan Chase für 58 Milliarden Dollar und der Regionalbank FleetBoston Financial durch die Bank of America für 48 Milliarden Dollar.
Hinzu kamen die Übernahme der Mobilfunkfirma AT&T Wireless durch Cingular Wireless für 46 Milliarden Dollar und der geplante Kauf der Mobilfunkfirma Nextel durch den Telefon- und Mobilfunkkonzern Sprint für 35 Milliarden Dollar. Daneben hatte gegen Jahresende auch der angekündigte Kauf der auf Herzschrittmacher und andere einschlägige Produkte spezialisierten Firma Guidant für 25 Milliarden Dollar durch den Pharma- und Medizintechnik-Giganten Johnson & Johnson für Aufsehen gesorgt.
Am Sonntag spekulierte die angesehene US-Börsenwochenzeitung "Barrons", dass die größte US-Telefongesellschaft Verizon Communications Inc. für Sprint bieten könnte, um den anstehenden Sprint-Nextel-Zusammenschluss zu torpedieren.
Nach Darstellung der Zeitung könnte Verizon einen solchen Schritt in Erwägung ziehen, um sich das Unternehmensgeschäft und die Mobilfunkvermögenswerte von Sprint anzueignen.
Barron's spekulierte auch, dass Alberto-Culver mit seiner klaren Ausrichtung auf Haarpflege für ein größeres Unternehmen von Interesse sein könnte, das sich in einem der Hauptbereiche von Procter & Gamble vergrößern wolle. Barron's führte auch Energizer und Rayovac als mögliche Übernahmekandidaten nach dem Gillette-Kauf durch Procter & Gamble an. Energizer mit Schick-Rasierern und Rayovac mit Remington- Rasierprodukten sind sowohl in diesem Bereich als auch bei Batterien die Gillette-Hauptkonkurrenten. Sie würden zu vernünftigen Bewertungen gehandelt und seien "von verdaubarer Größe", schrieb die Zeitung.
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ÜBERBLICK: Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende
OPEC LÄSST FÖRDERQUOTE UNVERÄNDERT - DOCH KÜRZUNG VOR MÄRZ-TREFFEN?
WIEN - Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) wird ihre Förderquote von insgesamt 27 Millionen Barrel pro Tag vorläufig nicht kürzen. Eine Verringerung sei jedoch noch "rechtzeitig" vor der nächsten OPEC-Konferenz im März in Isfahan (Iran) möglich, betonte der neue OPEC-Präsident, Scheich Ahmed Fadeh el Sabah, am Sonntag in Wien. Zunächst allerdings sollen die elf OPEC-Mitglieder die Überproduktion von mindestens einer Million Barrel abbauen.
MEDIEN: SPRINGER PRÜFT MEHRHEITS-ÜBERNAHME BEI PROSIEBENSAT.1
BERLIN/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Axel Springer AG prüft laut Medien-Berichten eine mögliche Übernahme der Mehrheit beim Fernsehkonzern ProSiebenSat.1. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" und die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichten, waren Springer-Chef Mathias Döpfner und sein Finanzvorstand Steffen Naumann am Wochenende in Los Angeles, um mit Haim Saban als Haupteigentümer der TV-Gruppe die Chancen auszuloten. Sprecher beider Unternehmener wollten keine Stellungnahme abgeben.
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PRESSE: EURONEXT SOLLTE NICHT UM LSE BIETEN - FRANZÖSISCHE REGIERUNG
LONDON - Der Börsenbetreiber Euronext sollte sich nach Einschätzung der französischen Regierung einem Bericht zufolge von einem möglichen Übernahmekampf um die London Stock Exchange abwenden. Dies schrieb die Zeitung "Financial Mail on Sunday" unter Berufung auf einen nicht genannten Vertreter der französischen Regierung, die die Hauptaufsicht für den Börsenbetreiber innehat. Die Deutsche Börse hatte in der vergangenen Woche erstmals Details für eine mögliche Übernahme genannt. Dem nicht bindenden Angebot zufolge bietet der deutsche Börsenbetreiber 530 Pence je LSE-Aktie oder insgesamt rund 1,35 Milliarden Pfund.
DUBAI STEIGT MIT RUND ZWEI PROZENT BEI DAIMLERCHRYSLER EIN
DUBAI/STUTTGART - Das Emirat Dubai ist nach der Deutschen Bank und Kuwait neuer Großaktionär beim Autokonzern DaimlerChrysler. Die Dubai Holding, ein staatlicher Investmentfonds, habe eine Milliarde Dollar (767 Mio Euro) in Aktien des Unternehmens investiert, teilte der Fonds am Sonntag mit. Ein DaimlerChrysler- Sprecher bestätigte den Kauf, der die Anteile der Deutschen Bank (10,4 Prozent), die einen Teil ihrer Beteiligung vor kurzem konzernintern verschoben hatte, und Kuwait (7,2 Prozent) nicht verändert habe. Der Anteil der Dubai Holding, nach eigenen Angaben jetzt drittgrößter Aktionär, dürfte bei ungefähr zwei Prozent liegen. Der Rest der Aktien ist in Streubesitz.
PRESSE: DAIMLERCHRYSLER ERHÄLT WEGEN FUSO 520 MIO EURO SCHADENSERSATZ
TOKIO - Der Auto- und Nutzfahrzeughersteller DaimlerChryser erhält einem japanischen Pressebericht zufolge wegen des Rückrufskandals beim übernommenen Nutzfahrzeughersteller Fuso eine Entschädigung 70 Milliarden Yen (rund 520 Mio Euro) von Mitsubishi Motors (MMC). Dies schreibt die Zeitung "Nihon Keizai Shimbun" am Wochenende unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise. Ein Sprecher bestätigte am Sonntag lediglich die Gespräche über Schadensersatzzahlungen. Über deren mögliche Höhe gab der Sprecher keine Auskunft.
DEUTSCHE BANK HÄLT AN GEWINNZIEL FEST - DEUTSCHLAND BLEIBT SITZ
FRANKFURT - Trotz der Skepsis von Analysten hält die Deutsche Bank weiterhin an ihrem ehrgeizigen Gewinnziel für 2005 fest. "Wir sehen gute Chancen, das in diesem Jahr zu schaffen", sagte Vorstandssprecher Josef Ackermann der "Welt am Sonntag". Deutschlands größtes Finanzhaus soll demnach eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent vor Steuern erwirtschaften. Für 2004 erwarten Analysten trotz Aufwendungen für einen erneuten Stellenabbau im In- und Ausland den höchsten Gewinn seit vier Jahren, der aber voraussichtlich noch deutlich unter dem für das laufende Geschäftsjahr angepeilten Ziel liegen wird.
HYPOVEREINSBANK-CHEF RAMPL: ALLE RISIKEN VOM TISCH
MÜNCHEN - HypoVereinsbank-Chef Dieter Rampl sieht nach der Abschreibung von 2,5 Milliarden auf riskante Immobilienkredite die Schieflage bei der zweitgrößten börsennotierten deutschen Bank überwunden und rechnet für das laufende Jahr mit einem Gewinn in Milliardenhöhe. "Wenn die Preise für Immobilien nicht noch einmal dramatisch einbrechen, womit ich nicht rechne, sind jetzt alle Risiken vom Tisch", sagte Rampl der "Welt am Sonntag".
LANXESS-CHEF HEITMANN KÜNDIGT WEITERES SPARPROGRAMM AN - BÖRSENGANG
LEVERKUSEN - LANXESS-Chef Axel Heitmann hat ein weiteres Sparprogramm angekündigt. "Alle Geschäfte, alle Standorte kommen auf den Prüfstand", sagte Heitmann der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Im Sommer werde die Planung abgeschossen sein. Zudem müsse das Unternehmen die Personalkosten in Deutschland weiter senken - über das bereits beschlossene Sparpaket von 20 Millionen Euro hinaus. Der Vorstand werde dabei mit gutem Beispiel voran gehen und auf Gehalt verzichten. An diesem Montag steht das Börsendebüt der ehemaligen Bayer-Sparte bevor.
FREENET.DE WILL FÜR 2004 ERSTMALS DIVIDENDE ZAHLEN
HAMBURG - Der Telefon- und Internetdienstleiter freenet.de will trotz der millionenschweren Zukäufe im vergangenen Jahr für 2004 eine Dividende zahlen. "Wir werden dem Aufsichtsrat eine Dividende vorschlagen", sagte freenet.de-Chef Eckhard Spoerr am Sonntag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Die Übernahmen von Strato und Teilen von Talkline sprechen nicht gegen eine Dividende." Dies wäre die erste Dividendenzahlung der mobilcom-Tochter.
WALTER TRITT ALS AUFSICHTSRATSCHEF AB - FAHRHOLZ ALS NACHFOLGER
MÜNCHEN/AUGSBURG - Der Gründer des angeschlagenen Walter-Bau-Konzerns beugt sich dem Druck von Gläubigerbanken und gibt den Aufsichtsratsvorsitz vorzeitig ab. In der vergangenen Woche habe er die Deutsche Bank DBK.ETR als Poolführerin des Banken-Konsortiums um Walter Bau über diese Entscheidung informiert, teilte Walter am Sonntag in Augsburg mit. "Diesen Schritt hatte ich ursprünglich für die diesjährige Hauptversammlung geplant. Er erfolgt jedoch nunmehr vorzeitig, weil ich einer Neuorientierung des Unternehmens alle Möglichkeiten eröffnen möchte." Unternehmenskreise bestätigten unterdessen, dass der frühere Dresdner-Bank-Chef Bernd Fahrholz Walter an der Spitze des Kontrollgremiums nachfolgen soll.
DEUTSCHE POST-CHEF BESTÄTIGT GEWINNPROGNOSE FÜR 2004
FRANKFURT - Deutsche Post-Chef Klaus Zumwinckel hat die Gewinnprognose für das vergangene Jahr bestätigt. "Es bleibt bei unseren Prognosen. Wir werden ein Gewinnplus zwischen 7,5 und 12,5 Prozent verbuchen", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" auf die Frage, wie das Jahr gelaufen sei. Vor kurzem hatte er bereits der Wochenzeitung "Die Zeit" gesagt, dass der Umsatz auf "weit mehr als 40 Milliarden Euro" gestiegen sei. 
Erwartete US-Leitzinserhöhung wird Aktienmarkt bremsen
FRANKFURT (dpa-AFX) -
Angesichts der zu erwartenden Leitzinserhöhung in den USA rechnen Frankfurter Händler in der nächsten Woche mit einer weiterhin gebremsten Entwicklung an den Aktienmärkten. Zu den herausragenden Ereignissen werden in Deutschland vor allem die Bilanzveröffentlichung der Deutschen Bank, die Erstnotiz der Bayer-Sparte Lanxess und das Ende des Barangebots der Telekom an die T-Online-Aktionäre gezählt.
"Der Januar ist enttäuschend gewesen - wir können nur hoffen, dass der Februar besser wird", sagte Aktienhändler Fidel Helmer vom Frankfurter Bankhaus Hauck & Aushäuser. Erst wenn der Standardwerte-Index DAX die Grenze von 4.245 Punkten überwinde, werde der Weg nach oben wieder frei.
MANGELHAFTE KURSAUSBEUTE IM JANUAR
Mit ihren Geschäftszahlen haben viele Unternehmen die Experten in den vergangenen Tagen zufrieden gestellt. Den Grund für die mangelhafte Ausbeute bei den Kursen sehen sie daher in den zurückhaltenden Prognosen der Firmen für dieses Jahr. Der bis Anfang des Jahres herrschende Optimismus sei einer weitaus vorsichtigeren Haltung gewichen, stellte die Landesbank Baden-Württemberg fest. Ein Aufstieg in neue Kursregionen erscheine ohne neue Impulse derzeit kaum möglich.
Für Enttäuschung dürften auch die deutschen Arbeitsmarktdaten für Januar sorgen, die am Mittwoch bekannt gegeben werden. In Presseberichten war schon von einem weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahl auf knapp unter fünf Millionen zu lesen.
LANXESS-ERSTNOTIZ BEI NACHLASSENDEM INTERESSE
Erstmals werden am Montag die neuen Aktien des von Bayer abgespaltenen Chemieunternehmens Lanxess gehandelt. Am Grauen Markt hat das Interesse an den Papieren in der vergangenen Woche spürbar nachgelassen. Das Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz stellte am Freitag nur noch Kurse um 13,50 Euro, nachdem die Aktie zu Wochenbeginn noch für 16 Euro gehandelt worden war.
Das Hauptaugenmerk wird am Donnerstag dann wohl die Deutsche Bank auf sich ziehen. Experten erwarten im Durchschnitt, dass der Finanzkonzern 2004 seinen Gewinn um eine Milliarde auf 2,5 Milliarden Euro gesteigert hat. Börsianer werden aber vor allem wissen wollen, ob Vorstandssprecher Josef Ackermann an seinem Ziel festhält, in diesem Jahr eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent zu erreichen. Dann müsste die größte deutsche Bank aus jedem eingesetzten Euro 1,25 Euro machen.
BARANGEBOT FÜR T-ONLINE LÄUFT AB
Das Barangebot der Deutschen Telekom von 8,99 Euro für jede T-Online-Aktie läuft am Freitag ab. Bisher wird es nur zögerlich angenommen. Wie die Bonner Muttergesellschaft mitgeteilt hat, ist sie erst im Besitz von 74,01 Prozent der Anteile. Der Poker um ein höheres Angebot geht also weiter. Aber bisher mauert die Telekom. Auch eine Fristverlängerung ist möglich, falls die Telekom nicht die gewünschten 75 Prozent erreicht.
Für die weitere Entwicklung bei den Technologie-Aktien werden vor allem die Geschäftszahlen wichtig sein, die der Online-Buchhändler Amazon und der Internet-Suchmaschinenbetreiber Google vorlegen.
Gruß Moya 
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Aktien NYSE/NASDAQ Ausblick: Fester erwartet - Übernahmen und Bilanzen
NEW YORK (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf eine Woche mit überwiegend positiven Unternehmensbilanzen, der rückläufige Ölpreis sowie der Ausgang der Wahlen im Irak haben die US-Investoren zu Wochenbeginn optimistisch gestimmt. Händler rechnen mit einem positiven Start von Dow Jones und NASDAQ in die neue Börsenwoche. Der Future auf den S&P 500 INX.IND gewann zuletzt 0,44 Prozent auf 1.179,90 Punkte. Der NASDAQ-100-Future NDX.X.IND legte um 0,60 Prozent auf 1.518,50 Punkte zu.
Der bereits am Freitag gefallene Ölpreis war weiter gesunken, nachdem die OPEC am Wochenende entschieden hatte, keine Produktionskürzungen vorzunehmen. Auch die Wahlen im Irak seien reibungsloser verlaufen als befürchtet worden war, sagten Händler. Trotz Terrordrohungen und eines Boykottaufrufs der Sunniten sei die Wahl international mit großer Zufriedenheit aufgenommen worden.
Mitten in der Berichtssaison steigt auch die Zahl der Unternehmensübernahmen: Aktien von AT&T T.NYS ATT.ETR fielen vorbörslich 5,53 Prozent auf 18,62 Dollar. SBC Communications SBC.NYS SOB.ETR will mit der Übernahme des Wettbewerbers AT&T zum größten Telekomkonzern der USA aufsteigen. Wie beide Unternehmen am Montag mitteilten, erhalten die Eigner von AT&T je Aktie 0,77942 SBC-Titel. Die Transaktion, der Regulierungsbehörden und die Aktionäre noch zustimmen müssen, soll bis Mitte kommenden Jahres abgeschlossen werden.
Die Aktien der Citigroup C.NYS TRV.FSE stiegen im vorbörslichen Handel 1,28 Prozent auf 49,00 Dollar. Der US-Versicherungskonzern Metlife MET.NYS MWZ.FSE kauft die Citigroup-Versicherungstochter Travelers Life & Annuity für 11,5 Milliarden US-Dollar.
Auch die Übernahme des Softwareanbieters Creo CREO.NAS durch den Foto-Konzern Eastman Kodak EK.NYS KOD.ETR dürfte Spuren auf der Kurstafel hinterlassen. Kodak will Creo für 980 Millionen Dollar übernehmen. Dies entspricht 16,50 Dollar je Aktie. Mit dem Kauf des Unternehmens solle die Position des Grafik-Geschäfts Graphic Communications Group (GCG) gestärkt werden. Von der Übernahme verspricht sich Kodak Kosteneinsparungen und zusätzliche Erlöse. Der Kurs von Creo sprang bereits vorbörslich um 14,76 Prozent auf 16,48 Dollar.
Die jüngste Übernahme im amerikanischen Konsumgütersektor dürfte die Aktien von Gillette G.NYS GLL.FSE und Procter & Gamble PG.NYS PRG.FSE weiter in Bewegung halten. Vorbörslich steigen die Titel von P&G um 0,18 Prozent auf 54,25 Dollar. Der Kurs von Gillette verlor vorbörslich 0,19 Prozent auf 51,50 Dollar. P&G übernimmt Gillette per Aktientausch für 57 Milliarden Dollar. Bereits am Freitag waren Gillette-Aktien nach Bekanntwerden der Übernahme um knapp 13 Prozent gestiegen.
Auch die Titel der Rüstungsindustrie dürften die Aufmerksamkeit auf sich ziehen: Nach dem Erhalt von Großaufträgen der US-Armee haben die Aktien von Lockheed Martin am Montag im vorbörslichen Handel die 57,00-Dollarmarke überwunden, nachdem sie am Vortag bei 56,38 Dollar geschlossen hatten. Eine von Lockheed geführte Gruppe hat einen Entwicklungsauftrag von 1,7 Milliarden Dollar für die Hubschrauber des US-Präsidenten erhalten. Von der US-Marine erhielt der Rüstungskonzern zudem den 208,7-Millionen-Dollar schweren Auftrag über drei Aegis Waffensysteme. Bereits Ende vergangener Woche erhielt das Unternehmen zudem für 260,7 Millionen Dollar den Auftrag für Patriot-Abwehrraketen.
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NASDAQ Ausblick: Nahezu unverändert - Warten auf Fed lähmt
NEW YORK (dpa-AFX) -
Wachsende Zurückhaltung der Investoren an Wall Street wird die Aktienkurse voraussichtlich bereits einen Tag vor der Sitzung der US-Notenbank Fed in Schach halten. Händler rechnen am Dienstag mit einem nahezu unveränderten Auftakt von Dow Jones und NASDAQ. Der Future auf den S&P 500 gewann zuletzt 0,15 Prozent auf 1.183,50 Punkte. Der NASDAQ-100-Future legte um 0,23 Prozent auf 1.527,50 Punkte zu.
Die US-Notenbank wird nach Einschätzung von Experten ihre Politik der schrittweisen Leitzinserhöhung fortsetzen. So hieß es in einer Studie der Deutschen Bank: "Eine Zinserhöhung scheint außer Frage zu stehen". Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit dürfte der Tonfall der Notenbank-Mitteilung stehen. Zuletzt hatte die Fed den Leitzins im Dezember um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent angehoben.
An den internationalen Rohölmärkten lösten die Bestätigung der offiziellen Förderquoten durch die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) und die gelungenen Wahlen im Irak am Wochenende nach Einschätzung von Experten keine dauerhafte Entspannung aus. Die Ölpreise halten sich weiter auf einem sehr hohen Niveau. Nach einem vorübergehenden kräftigen Preisrückgang am Montagvormittag bis auf 46,01 Dollar pendelte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) am Dienstagnachmittag wieder um die Marke von 48 Dollar. Im Vergleich zum Schlussstand am Vortag von 48,20 Dollar ist das ein Rückgang um 24 Cent.
Die Aktien des Medienunternehmens Walt Disney gewannen vorbörslich 0,94 Prozent auf 28,90 Dollar. Der Medienkonzern hatte mit seinem Quartalsergebnis die Markterwartungen deutlich übertroffen. Das Unternehmen hatte am Vorabend nach Börsenschluss mitgeteilt, der Gewinn pro Aktie sei von 33 auf 35 Cent gestiegen.
Auch Analystenkommentare könnten ihre Spuren auf den Kurstafeln hinterlassen: Deutsche Bank hoben AT&T von "Sell" auf "Hold" an. Bear Stearns hoben ihre Einstufung für AT&T auf "Peer Perform". Merrill Lynch erhöhten die Prognosen für den Gewinn je Aktie (EPS) für die Titel von Exxon Mobil Corp. von 3,50 auf 3,80 Dollar. Prudential senkte die Einstufung von Wyeth von "Overweight" auf "Neutralweight".
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NEW YORK (Dow Jones-VWD)--Eine Reihe von Faktoren hat am Dienstag an Wall Street für ein Anhalten der guten Stimmung vom Vortag und eine freundliche Tendenz gesorgt. Im Mittelpunkt standen die Titel von American Express, auf deren Konto ein Großteil der Gewinne im Dow Jones ging. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) steigerte sich um 0,6% oder 62 auf 10.552 Punkte. Der S&P-500 gewann 0,7% oder 8 auf 1.189 Zähler. Der Nasdaq-Composite stieg um 0,3% bzw 6 Zähler auf 2.069 Punkte. Umgesetzt wurden 1,71 (Montag: 1,68) Mrd Aktien. 2.246 Kursgewinnern standen 1.044 -verlierer gegenüber. 148 Titel notierten unverändert.
Der mit 56,4 etwas schwächer als erwartete ISM-Index sorgte nicht für Verkaufsdruck. Teilnehmer sagten, zum einen indiziere ein Wert über 50 Wachstum, zum zweiten sei die Beschäftigungskomponente zum Vormonat gestiegen. Dies sei mit Blick auf die am Freitag anstehenden Arbeitsmarkdaten für Januar mit Interesse zur Kenntnis genommen worden. Stimmungsfördernd wirkte zudem der fallende Ölpreis, der die Aufschläge des Vortags völlig neutralisierte. Auch die Irak-Wahl habe noch immer etwas nachgewirkt. Weiter seien einige Investoren der Ansicht, dass nach der schwachen Januar-Bilanz nun Aktien günstig zu haben seien. Wegen der am Mittwoch anstehenden Zinsentscheidung hielt sich die Euphorie aber in Grenzen. Teilnehmer rechnen zwar fest mit einer Anhebung des Leitzinssatzes, doch gebe es bei der Tonlage des FOMC-Statements noch Unwägbarkeiten.
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