FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt DAX.ETR wird am Montag gut behauptet erwartet. Knapp eine Stunde vor Börsenbeginn errechnete die Citigroup den DAX bei 4.235 Punkten, die Deutsche Bank erwartet 4.234 Zähler und die Commerzbank 4.238 Punkte. Am Freitag lag der Index zu Handelsschluss 0,48 Prozent besser bei 4.232,36 Zählern. Während die Wall-Street und in der Folge auch die wichtigsten asiatischen Börsen positive Vorgaben vorlegten, werden am Nachmittag keine Impulse von der Wall Street kommen. Aktienmarkt, Rohstoff- und Devisenmärkte haben feiertagsbedingt geschlossen.
Im Blick der Anleger dürfte am Montag erneut die Aktie der Deutschen Börse DB1.ETR stehen. Beim Frankfurter Börsenbetreiber hat sich erstmals Widerstand gegen die geplante Übernahme der Londoner Konkurrenz geregt. Die Fondsgesellschaft TCI Fund Management (UK) und Atticus Capital lehnen wegen des ihrer Ansicht nach zu hohen Kaufpreises für die London Stock Exchange (LSE) LSE.ISE LS4A.BER eine Übernahme der britischen Börse ab.
Ebenfalls in den Fokus könnten die Papiere des Sportartikelherstellers adidas-Salomon ADS.ETR rücken. Für das Unternehmen ist das vergangene Jahr nach Angaben von Unternehmenschef Herbert Hainer "ausgezeichnet" verlaufen. "Wir haben alle unsere Finanzziele erreicht oder sogar übertroffen", sagte Hainer dem Magazin "Euro am Sonntag".
Deutsche Bank-Aktien DBK.ETR dürften ebenfalls in den Fokus Rücken. Das Geldinstitut hat im vierten Quartal trotz hoher Millionenaufwendungen für den Stellenabbau einen Gewinn erzielt.
Auch Titel des Internetdienstleisters United Internet UTDI.ETR dürften das Interesse auf sich ziehen. United Internet hat die Ergebnisprognose für das Jahr 2004 trotz der jüngsten Probleme mit den DSL-Dienstleistungen der Deutschen Telekom DTE.ETR bestätigt. "Unsere Ziele für 2004, also ein Umsatz von 506 Millionen Euro und ein Vorsteuergewinn nach US-GAAP von 85 Millionen Euro sind nicht gefährdet", sagte Unternehmenschef Ralph Dommermuth der "Euro am Sonntag".
Die Aktien von Porsche POR3.ETR dürften hingegen unter Druck geraten. ABN Amro hat das Papier von "Hold" auf "Sell" gesenkt.
Gruß Moya 
