Der Nachrichtenüberblick von dpa-AFX vom Vortag ab 17.30 Uhr
PÖTSCH: VW WILL AUCH IN SCHWIERIGEM UMFELD RENDITEZIELE ERREICHEN
FRANKFURT - Der VW-Konzern sieht keinen Anlass, wegen der schwierigen Rahmenbedingungen von seinem Ziel einer Kapitalrendite von 9 Prozent abzuweichen. Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch betonte im Interview der "Börsen-Zeitung" (Donnerstagausgabe), es komme letztlich darauf an, sich dem widrigen Umfeld anzupassen. Dafür seien im Konzern noch Produktivitätsreserven vorhanden. "Wenn dieses schwierige Umfeld auch in drei Jahren noch vorherrscht, dann kann das keine Ausrede für eine fortbestehende Zielverfehlung mehr sein." VW hatte im Autogeschäft 2004 nur noch 1,2 Prozent Kapitalrendite (ROI) erzielt.
NEUER HEWLETT-PACKARD-CHEF SETZT AUF SHAREHOLDER VALUE
NEW YORK - Der neue Chef des US-Computerherstellers Hewlett-Packard (HP) hat eine Firmenphilosophie vorgestellt, in deren Zentrum die Maximierung des Shareholder Value steht. "Wer mich kennt weiß, woran ich glaube", sagte Mark Hurd am Mittwoch auf einer Analystenkonferenz. "Meine Philosophie ist, dass Technologieunternehmen dazu in der Lage sein müssen, Werte zu schaffen, Neuerungen einzuführen und die Probleme ihrer Kunden zu lösen."
MADRID - Die spanische Telefonica SA rechnet mit einem Umsatzplus von 12 bis 15 Prozent in diesem Jahr durch die Einführung des neuen Rechnungslegungsstandard IFRS. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sollte zwischen 12 und 18 Prozent steigen, teilte der Telekomkonzern während einer Analystenpräsentation am Mittwoch mit. Keinen Einfluss dürfte der Wechsel auf den Cashflow, die Dividende und die bisherige Aktienrückkauf-Politik haben, hieß es weiter. 'FTD': WESTLB GILT ALS FAVORIT FÜR BANKGESELLSCHAFT-TOCHTER WEBERBANK
ENI BESTÄTIGT VORLÄUFIGE GESCHÄFTSZAHLEN - 0,90 EURO DIVIDENDE FÜR 2004
MAILAND - Der Verwaltungsrat des italienischen Energiekonzerns Eni hat den Jahresabschluss für 2004 genehmigt und wird der Hauptversammlung eine Dividende von 0,90 Euro pro Aktie vorschlagen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, entsprechen die Geschäftszahlen den am 28. Februar veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen. Demnach erwirtschaftete Eni im vergangenen Jahr bei rund 58,3 Milliarden Euro Umsatz einen Überschuss von 7,274 Milliarden Euro.
PRIVATISIERUNGSKOMMISSION EMPFIEHLT VERKAUF VON CESKY TELECOM AN TELEFONICA
PRAG - Die tschechische Privatisierungskommission hat empfohlen, die Mehrheit der Anteile an der Telefongesellschaft Cesky Telecom an die spanische Telefonica zu verkaufen. Das teilte ein Sprecher der Kommission am Mittwochabend mit. Belgacom, Swisscom sowie ein Konsortium aus den Beteiligungsgesellschaften Blackstone/CVC/Provident und der France Telecom hatten ebenfalls Gebote abgegeben.
RATING/MOODY'S: AUSBLICK VON BBVA'S KÖNNTE AUF 'NEGATIV' GESENKT WERDEN
MADRID - Die geplante Übernahme der italienischen Banca Nazionale del Lavoro (BNL) könnte nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's den Rating-Ausblick der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) gefährden. Möglich sei eine Herabstufung auf "negativ", warnte Moody's am Mittwoch. Die derzeitige Langfrist-Einstufung "Aa2" bleibe jedoch voraussichtlich unangetastet.
'FTD': ANLEGER-PROZESS GEGEN DEUTSCHE TELEKOM VERZÖGERT SICH
HAMBURG - Der Schadensersatzprozess tausender Anleger gegen die Deutsche Telekom verzögert sich einem Pressebericht zufolge. Ein zunächst geplanter Verhandlungstermin im Juni sei vom Tisch, berichtet die "Financial Times Deutschland" in ihrer Donnerstagsausgabe und beruft sich dabei auf Informationen aus Kreisen der beteiligten Anwälte. Angepeilt sei nun ein Termin "Mitte oder Ende Oktober". Grund für die Verzögerung sei ein neues Gutachten zu dem Fall, das zunächst ausgewertet werden muss.
ENEL BEGINNT VERKAUF VON 13,86% AN TERNA DURCH BESCHLEUNIGTES BOOKBUILDING
MAILAND - Der italienische Versorger Enel will sich durch ein beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren von einem Anteil von 13,86 Prozent an seiner Tochter Terna trennen. Angeboten werde der Anteil italienischen und ausländischen institutionellen Investoren, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Erst vor kurzem hatte Enel zugesagt, 30 Prozent an Terna an die staatliche Cassa Depositi Prestiti zu verkaufen.
BOSS BEREITET DEN AUFBAU EINER EIGENEN PRODUKTION IN CHINA VOR
DÜSSELDORF - Der Bekleidungshersteller Hugo Boss bereitet den Aufbau einer eigenen Produktion in China vor. "Wir testen derzeit, in China auch Anzüge zu produzieren", sagte Boss-Vorstandschef Bruno Sälzer dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Später könnte es sein, dass Boss eine komplette Fabrik in China betreibe.
TELEFONICA: EBIT DÜRFTE 2005 WEGEN IFRS UM 12-18% STEIGEN - UMSATZPLUS 12-15%
SWISS-GROSSAKTIONÄRE HABEN ANTEILE FAST VOLLSTÄNDIG ABGEGEBEN
ZÜRICH - Gut eine Woche nach der vereinbarten Übernahme der Swiss durch die Lufthansa haben sich die Großaktionäre praktisch vollständig von ihren Anteilen getrennt. Knapp 84 Prozent der Swiss-Aktien liegen nun in der Stiftung AirTrust. Dies teilte die Anwaltskanzlei Bär & Karrer, welche AirTrust vertritt, am Mittwoch mit.
VOESTALPINE MACHTE 2004/05 UMSATZSPRUNG AUF ÜBER 5,5 MRD EURO
WIEN - Der internationale Stahlboom hat dem Linzer Stahlkonzern voestalpine AG im Geschäftsjahr 2004/05 ein sattes Umsatzwachstum beschert. Ziel war ein Umsatz von mindestens 5,5 Milliarden Euro nach 4,65 Mrd Euro in 2003/04. Wie ein voestalpine-Sprecher am Donnerstag sagte, hat der Konzern diese angepeilte Größe "jedenfalls erreicht". Um wie viel der Erlös darüber lag, bezifferte er nicht.
NESTLE WATERS BEGINNT RESTRUKTURIERUNGEN OHNE PERRIER
PARIS - Die zum Nestle-Konzern gehörende Nestle Waters wird zum 1. April mit den Restrukturierungen des Mineralwassergeschäfts in Frankreich ohne Perrier beginnen. In der Region Ost, das heißt bei Vittel und Contrex, wird die Frühpensionierungs-Plan umgesetzt, wie Nestle Waters-Kommunikationschef Hubert Genieys am Mittwoch der AWP bestätigte.
PUMA VERKLAGT FIFA AUF SCHADENERSATZ
MÜNCHEN - Der Sportartikelhersteller Puma geht auf Konfrontationskurs mit dem Weltfußballverband Fifa. "Die Fifa hat rechtswidrig in das Geschäft des Unternehmens eingegriffen, als sie vergangenes Jahr beim Afrika-Cup dem Team von Kamerun das Tragen eines einteiligen Fußball-Leibchens der Marke Puma verbot", sagte Puma-Anwalt Reinhard Stünkel dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Deshalb fordere das Unternehmen nun von der Fifa Schadenersatz von zwei Millionen Euro. Am kommenden Mittwoch beginne der Prozess vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth.
HAMBURG - Die WestLB geht einem Pressebericht zufolge als Favorit in die heiße Phase des Verkaufs der Weberbank durch die Bankgesellschaft Berlin. Wie die "Financial Times Deutschland" in ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf Informationen aus Finanzkreise berichtet, ist die Düsseldorfer Landesbank derzeit der einzige ernsthafte Gesprächspartner der Bankgesellschaft.
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