Börsenboard Börse GO


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aabb-cisco:

Börsenboard Börse GO

 
12.07.02 07:20
Es geht dort sehr sachlich zu. Hier ein, in meinen Augen, lesenswerter Artikel:

Hi meine Lieben

Hier also die Fortführung meiner Beiträge. Leider musste ich nach dem Beitrag von Wuulf erkennen, dass der Thread hier nicht ganz passend ist für die von mir verfassten Beiträge. Ich bitte dies natürlich zu entschuldigen. Da ich aber alleine aus Zeitgründen eh nur wenige Beiträge von mir geben kann, will ich der Kontinuität wegen mit dem speziellen Teil hier in diesem Thread fortführen. Konkrete Empfehlungen gebe ich eh nur recht selten (die letzte öffentliche Putempfehlung auf Wal Mart ist schon über ein Monat her bei Wallstreet-online), dann meist an gute Freunde. Nach diesem Teil werde ich (falls überhaupt Interesse vorhanden ist) in einem allerletzten Teil einige Anschauungsbeispiele in den Thread reinstellen, die veranschaulichen sollen, wo wann und wieso ich z.B. in der letzten Woche oder davor sehr sichere Tradingchanchen aggressiv eingegangen bin und wie man diese findet.

Bevor ich fortfahre will ich noch einmal kurz zusammenfassen was ich im allgemeinen Teil versucht habe zu erörtern und zu den wichtigsten Bestandteilen meines heutigen Systems gehören:
1) Fortwährende Evaluation der ermittelnden Zusammenhänge und das Offensein für das Aufspüren von weiteren Zusammenhängen (Hintergrund: Unterschiedliche Börsenphasen erfordern unterschiedliche Strategien!!!)
2) Die Vorteile eines spezifischen Ansatzes nutzen, der in der Hauptsache Trades bei sehr guten Chanche/Risko Verhältnissen ermöglichen und mir zumindest viel Nerven und Zeit sparen bei gleichzeitig hohen Erfolgserlebnissen.

3) Das Erarbeiten einer auf das System angepassten Psyche und das konsequente Bearbeiten auch von kleinsten psychischen Schwächen (wie Ungeduld, Gier, Aktivismus, Indifferentes Analysieren ohne Gewichtungen, Zweifel beim Ausführen des Trades, Verständnis von Börse als leichtes Geld verdienen, etc.).
4) Die Wichtigkeit einer wahrscheinlichkeitsabhängigen Anlagestrategie, die es dann ermöglicht aggressiv unter Beachtung des persönlichen Risk- und Moneymanagement durchführen zu können.
5) Die Bedeutung eines schlagkräftigen Gesamtsystems, das einerseits nicht überfrachtet ist mit akademischen Unsinn, aber auch nicht zu einfach ist und damit Spezifität nicht möglich macht.
6) Andersherum ein ausgeprägtes Bewusstsein für die verhängnisvollen Gefahren zu bekommen, die sich daraus ergeben, wenn nicht ausreichend evaluierte Systeme (mit noch so guten Einzelkomponenten) mit unausgereifter Psyche (in Ungeduld, in Gier, etc.) ohne die Berücksichtigung der wahrscheinlichkeitsabhängigen Geldanlage zu Trades verleiten.

Der spezielle Teil stellt quasi die Säulen meines Handelssystems dar auf der man ein Tradingsystem mit sehr hoher Spezifität aufbauen kann und ein aggressives Traden möglich macht. Wie bereits erwähnt sollte das System nicht zu schwierig sein (Kiss=Keep ist simple stupid), aber auch nicht wesentliches auslassen sollte und ausreichend stratifiziert sein sollte. Jeder sollte sich an dieser Stelle noch einmal im Klaren sein, dass sehr (sehr , sehr) viele professionelle Daytrader vor ihren zig Bildschirmen, zig Indikatoren und Charts unter Dauerstress analysieren und traden, aber leider haben die allerallermeisten keinen Erfolg. Deswegen noch mal. Es ist das Gesamthandelssystem das den Erfolg ausmacht und nicht das Auffinden von ein oder zwei Börsenweisheiten.

Ein Grund warum ich mich vorerst von Handelssoftware verabschiedet obwohl man damit Backtests und Filtern kann ist, dass ich der festen Überzeugung bin, dass man Börse auch spüren und fühlen sollte. Ich würde nicht unbedingt soweit gehen wie viele sehr viele der anerkanntesten Trader wie Raschke, Murphy oder DeMark, die der Auffassung sind, dass man vor dem Arbeiten mit Software oder ähnlichem erst einmal Charts per Hand einzeichnen sollte, um ein Gefühl zu bekommen, aber es steckt sicher einiges Wahrheit drin. Wer nur Wahrscheinlichkeiten oder Aktientitel von einer Software ausgespuckt bekommt wird sich schwer damit tun. Aber nun gut.

So nun in aller Kürze zu den von mir erarbeiteten Stützen meines System, die eine gute Spezifität ermöglichen:


Richtige Sektor-und Aktienauswahl

An Indizes verfolge ich den „Dow“, „Nasdaq“, „Dax“ und „Nikkei“ (früher auch einmal den Kospi). Zusätzlich noch den „Euro-Dollar“ und den „Bundfuture“. Innerhalb der einzelnen Indizes wiederum die verschiedene Sektoren und Industriegruppen. Innerhalb dieser wiederum ausgesuchte Einzeltititel, in der Regel alles Bluechips. Spekulative oder fundmental fragwürdige Titel beobachte ich nicht mehr. Alle Charts werden nach den Kriterien meines Systems durchgesucht. Dadurch dass ich ein spezifisches System verfolge und nicht alles mögliche trade ist meist mit einem Blick auf den Chart zu sehen, ob gerade was zu traden ist oder nicht. Es geht also sehr schnell und spart viel Arbeit.

Manchmal kommt auch der ein oder andere Tip von anderer Seite (Analysten) hinzu, im Grunde ist mir heutzutage aber völlig egal was andere geschrieben haben. Ich halte eine Beobachtung der verschiedenen Sektoren für ausgesprochen wichtig, da man z.T. unterschiedliche Märkte antrifft. Viele Trader denken z.B. immer noch dass der Markt seit Anfang/ Mitte 2000 in einer Baisse ist. Richtig ist aber auch, dass einige Sektoren sich seither durchaus in einen Bullenmarkt befanden oder noch befinden. Jeder Sektor hat auch seine eigenen Gesetze. Relative Stärken oder Schwächen zu bestimmen kann also durchaus sinnvoll sein.


Abgleich mit den entsprechenden Indices und den USA

Zu jedem der einzelnen Indizes, Sektoren und Einzeltitel sollte man sich über die wesentlichen Korrelationen kennen. Das heißt für mich im Grunde die wesentlichen Zusammenhänge zwischen der Entwicklung der Nasdaq und dem Dow, der Nasdaq und dem Dax, den einzelnen Sektoren mit dem Index, etc.. Ebenso sind die verschiedenen Sektoren diversen unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt. Wie ich öfters gelesen habe wird von den Verantwortlichen von Godemode z.B. der Sox als Vorläuferindex für die Nasi hervorgehoben, was so zwar nicht stimmt, aber im wesentlichen auch hierher gehört. Meine Kenntnisse über Intermarkets sind allerdings elementar und ich begnüge mich damit diese Information als Hintergrundinformation zu behalten. Mathematische Korrelationskoeffizienten zu bestimmen wie das manche tun und dann noch seltsame Namen wie Beta- und Alpharisiko zu geben muss man m.E. aber nicht, um erfolgreich traden zu können.


Zeitperspektiven

Bei der Analyse habe ich mir angewöhnt eine bestimmte Reihenfolge bei der Analyse der Charts einzuhalten und das ganz bewusst. Einmal wöchentlich leiste ich Makroarbeit (das reicht völlig) und heißt für mich die übergeordneten Trends der verschiedenen Indizes (Nasdaq, Dow, Dax, Nikkei, Kospi, Euro-Dollar, etc.) zu bestimmen. Meist ändert sich da über Wochen eh nichts. Nicht dass ich die gewonnen Schlussfolgerungen mit OS traden würde, aber alle kurzfristigen Werkzeuge funktionieren unterschiedlich gut oder auch gar nicht mehr je nach dem bestehenden übergeordnetem Trend. So stelle ich in einem Baissemarkt natürlich früher Callgewinne glatt bzw. umgekehrt. Ich halte auch für kurzzeitige Trader die Beachtung der verschiedenen Zeitperspektiven für elementar.


Stimmungsindikatoren und Tradercommittment

Alles was ich darüber weiß habe ich von „NickNameNet“. Nach seinen sehr anschaulichen Beiträgen bei Godemode habe ich mir ein paar Tage Zeit genommen und entschieden den VIX, VXN, diverse Sentimentdaten von Investors Intelligence, etc. sowie die COT Daten mit einem Auge zu verfolgen. Weitere Indikatoren wie den TRIN, NAUD,NAHL,BPI, etc. fand ich zwar eine Weile auch ganz interessant, schenke ich aber keine Bedeutung mehr. Es sind z.T. sicherlich gute Parameter, aber ich habe keine Lust das Gesamtsystem unnötig noch schwerer zu machen als nötig. Den Sentimentdaten und Comittmentdaten schenke ich (wenn überhaupt) nur dann Beachtung wenn sie mal in Extrembereichen liegen. Ansonsten sind sie mir recht wurscht, erspart dann auch Arbeit.


Formationen

Im wesentlichen trade ich Flaggen, ab und an auch mal eine W-oder eine M-Formation. Gerade Flaggen sind äußerst lukrativ. Andere Formationen wie Dreiecke, Keile, SKS, etc. beachte ich zwar aber würde sie niemals alleinig traden.


Markttechnische Indikatoren

Im wesentlichen nutze ich eine Auswahl von oszillierenden Indikatoren, volatilitätsbezogene Indikatoren (s.o.) sowie richtungsbestimmenden Indikatoren. Diese dienen weniger als Kaufsignale aber als wichtige Hintergrundinformation. Die von mir benutzten Indikatoren: MACD, S-Stochastics, RSI, ADX und OBV. Auf die Einstellungen gehe ich an dieser Stelle nicht ein.


Candlestickformationen

Als Darstellungsform nehme ich eigentlich immer Candlesticks, manchmal auch Renkos wenn ich mal einen Tag viel Zeit habe und auf Daytraden Lust habe (macht ab und an viel Spass). Auch bei den Candles halte ich es möglichst simpel. Das heißt für mich mit der Kenntnis von einem: „Hammer“, „Hanging Man“, „Inverted Hammer“, „Shooting Star“, „Engulfings“, „Harami“ (und deren Cross), „Doji“, „Evenin- und Morning Star“ komme ich sehr gut klar und das reicht mir dann auch!!! Wenn ich Leute in den Threads über „Upside Tasuki Gap“, „Homing Pigeon“, „Concealing Baby swallow“ oder sonstige ausgefallene Candlestickformationen posten sehe (und dann meist auch noch ohne Einbettung in ein Gesamtsystem) muss ich eigentlich eher lachen als dass ich denke es könnte irgendein ein Gewinn bringen.


Trendkanäle

Wie jeder Charttechniker beobachte ich natürlich Trendkanäle (deswegen schaue ich ja auch ab und an bei www.godemode.de vorbei (Mollocco, Schiziopremium, HangLoose und die anderen haben so schöne Charts der Nasdaq und des Dows drin und ich bin meist zu faul zig Linien in die Charts zu zeichnen). Als spezifischer Trader unterscheide ich aber in einem Chart mit den typischen eingezeichneten 4-20 Linien natürlich sehr genau welche Unterstützungen oder welcher Widerstand wirklich was taugt und welche nur dasteht weil man 2 oder 3 Punkte verbinden kann. Unwichtige Linien beachte ich überhaupt nicht und schalte sofort ab. Sehr gerne mag ich v.a. Kreuzwiderstände oder -unterstützungen. Geradezu verwerflich für mich ist das beliebige Einzeichnen von Linien in Charts und die verbreitete Meinung man kann ja sie ja alle mal traden. Die letzten von mir getradeten Unterstüzungen in einem Chart waren: Das potentielle W im Nikkei, die potentielle SKS der Nasdaq 100 sowie letzte Woche einen EON-Put bei 60 Euro. Mehr fällt mir gar nicht ein an getradeten Unterstützungen oder Widerstände, die ich in den letzten Monaten getradet habe. Unterstützungen und Widerstände sind in meinem System daher von eher kleiner Bedeutung und werden m.E. in ihrer Bedeutung oftmals überschätzt.


Bollingerbänder

Meine eigentliche Spezialität und die beste Indikationen ermöglichen mir die Bollingerbänder. Ich bin der festen Überzeugung, dass man alleine mit den Kenntnissen um diese Bänder sehr großen Erfolg haben kann. Auf die mathematisch-statistische Herleitung derselben will ich an dieser Stelle verzichten. Ich habe mich bei der Suche nach spezifischen Indikationen sehr auf diese spezialisiert und ich würde bei vielen meiner „Bollingerbandindikationen“ riskieren mein gesamten Geld einsetzen so sicher bin ich mir, dass der Trade aufgeht (vorrausgesetzt natürlich dass es zu keinen unerwarteten Ereignissen kommt). Im wesentlichen habe ich 2 Indikationen bei bestimmtem Setting (Stichwort: Stratifikation):

a) Einigermassen zyklische stabile Aktien (wie Wal Mart, Merck, Biogen, Amgen, Lòreal, etc.) die u.a. ganz bestimmte Überreaktionen mit einem bestimmten Herrausstehen aus den Wochen- und (das und sei hier betont) Tagesbollingerbänder aufzeigen b) Titel (in meinem Falle immer Bluechips) ohne Vorkommnisse (Gewinnwarnung, Unregelmäßigkeiten, etc.), deren Tageskerze schon soweit aus dem Band liegen, dass sie z.B. am nächsten Tag aus dem Band starten. Diese versetze ich (man höre und staune) ohne Stopp-Loss und kaufe aggressivst nach. Trendkanäle spielen z.B. bei meinen Indikationen um die Bänder gar keine Rolle und bei den Indikationen um den Bereich b) sind mir alle anderen oben genannten Indikationen völlig egal. Bollingerbandindikationen sind mit Abstand die besten Indikationen, die ich kennen gelernt habe. Man muss nur sehr genau wissen für welche Titel man sie benutzt und wann man einsteigt und wann man glattstellt (würde ich dann im Beispielteil erörtern, da man das grafisch veranschaulichen muss), also die Zeithorizonte kennen in denen sie Gültigkeit haben. Alleine in den letzten Wochen konnte man mit Bollingerbandindikationen mit Vivendi, Ahold, Nokia, Siebel, Merk, lòreal, Boeing, etc. sehr viel Geld verdienen.


Optionsscheinwissen

Jeder der mit OS handelt sollte über diese genauestens Bescheid wissen. Die beste Charttechnik nützt rein nichts ohne gute Kenntnisse über diese Teilchen. Auch hierbei geht es m.E. wieder einmal in erster Linie darum wichtiges von unwichtigem zu trennen. Es geht also überhaupt nicht darum Thetas, Vegas und Rhos zu kennen und in irgendwelches akademische Geschwafel einzusteigen, sondern v.a. darum zu wissen welchen passenden OS man für welchen Deal nimmt und gute Kenntnisse über die Vola (und v.a. deren Gefahren), das Omega und das Delta zu besitzen. Leider reicht dies meiner Meinung nach nicht aus. Ich habe die Erfahrung machen müssen, dass viele Emittenten nicht immer nur gerechtfertigter weise an der Vola und am Spread drehen, sondern auch ein sogenannter „Faktor X“ ein große Rolle spielt. Mit einigen Emittenten lag ich schon so sehr im Streit, dass es kurz vor einem gerichtlichen Verfahren stand, so genau konnte ich deren Unregelmäßigkeiten nachweisen. Ich könnte Bücher darüber schreiben wie Emittenten je nach Angebot und Nachfrage, Tageszeit und bereits ausgegebenen OS an den ihnen zu verfügend stehenden Parametern drehen. Ich glaube kaum ein Faktor hat mich (neben der Bearbeitung meiner eigenen Psyche) mehr Zeit an der Börse gekostet wie die Preisbildung von OS zu verstehen.


Auseinandersetzen mit Zeithorizonten

Im wesentlichen analysiere ich vom großen zum kleinen Zeithorizont. Ich beurteile also einen Chart vom Wochenchart zum Tageschart hin. Manchmal (wenn ich Lust habe oder einen Einstieg plane) nehme ich auch noch den Stundenchart oder zum Feineinstieg auch den 5 Minuten chart. Die Kleineinstellungen langweiligen mich allerdings mittlerweile. Fürs Daytraden sind sie allerdings wichtig und so benutze ich dort auch den 5 Minutenchart samt Renkos und Pivotpunkten.



Im wesentlichen sind die oben benannten Punkte die Stützen meines Systems. Man sieht also nichts weltbewegendes. Das meiste was ich analysiere dient v.a. der Hintergrundinformation. Andere Systeme basierend auf Fibonaccis, Elliotwellen, Gaps, News, Fundamentals, etc. sind natürlich auch interessant. Jeder muss da selbst wissen was wie gut klappt und zu ihm passt. Von Elliotwellen halte ich persönlich allerdings nicht viel. Fibonacci werde ich evtl. noch in mein System mit einbauen. Dann allerdings evtl. nur 2 Retracements wie das 0,38er und das 0,62er sowie ein paar Expansions. Mal sehen.


Zusammenspiel der Faktoren

Alle genannten Faktoren spielen eine eigenständige Rolle und das beste Investment ist natürlicherweise das, wenn alle genannten Kriterien für einen Kauf sprechen. Das ist auch immer eines meiner Ziele bei der Suche. Das heißt eine SAP, die mit einem Doji aus dem Bollingerband hängt, der Stochastik überverkauft ist, das Sentiment für die Nasdaq und den Dax extrem bearish ist, eine Kreuzunterstützung 1 Euro weit wegsteht, etc.. Leider gibt es das doch allzu selten und bedauerlicherweise besten kann ich dann nicht auch noch erwarten, dass in dieser Situation der MACD oder die GD`s ein Kaufsignal liefern *grins*. Geht halt leider nicht.

Im Grunde bedeutet in dem aufgezeigten Handelssystem jedes einzelne Kriterium nicht besonders viel. 3 Dinge haben aber im wesentlichen zum Erfolg beigetragen: a) Innerhalb der einzelnen Säulen wird nicht alles gleichberechtigt behandelt und analysiert sondern stratifiziert. b) Das konvergente Zusammenspiel von mehreren Faktoren erhöht die Spezifität c) Rückschlüsse aus den ermittelten Analysen finden sich in der Geldanlage wider. Für mich heißt das Zusammenspiel der Faktoren bei der Suche nach guten bis sehr guten (spezifischen) Indikationen auf der anderen Seite vieles.

Einiges will ich noch einmal kurz veranschaulichen:

1) Eine noch so gute Unterstützung eines Neuen Markt wertes oder Daxtechnologiewertes wird nicht besonders helfen, wenn man für die Nasdaq schwarz sieht. Man sollte sie dann auch nicht traden. Die oftmals suggerierten wichtigen Unterstützungen und Widerstände von Dax- und Neue Marktwerte ohne zumindest einem Abgleich mit der Nasdaq kann ich nicht nachvollziehen.

2) Auch wird ein Widerstand natürlich dann eher genommen, wenn die Oszillatoren nicht schon Tage überverkauft sind oder noch keine Candleumkehr zu erkennen ist oder die Bollingerbänder noch weit weg sind. Irgendwelche Widerstände, die mit dem letzten Atem einer überkauften Konstellation überwunden wurden sind für mich kein Signal zum Einstieg. Verwerflich finde ich auch bei genommenen scheinbar wichtigen Widerstand ohne Berücksichtigung anderer Faktoren zum Einstieg zu blasen. Anfang Dezember haben die Godmoder z.B. noch bei einer aus dem Bollingerband stehenden Dojiähnlichen Formation in der Nasdaq spekulative Longpositionen gehalten. Ging ja auch schlimm genug aus.

3) Nie trade ich einen Put ohne dass die Indikatoren im entsprechenden Zeithorizont überkauft sind (genauso natürlich umgekehrt beim Call).

4) Nie trade ich Trendkanäle, wenn korrelierende Faktoren (wie z.B. die Nasdaq) dagegen sprechen.

5) Nie trade ich wenn das Sentiment in Extrembereichen dagegensprechen würde.

Die Liste lässt sich beliebig fortführen. Ich denke es ist aber klar geworden was ich meine. Wenn man mich also jemand fragen sollte: Hey Du kennst Dich doch gut aus. Wird das W im Nikkei halten und haben wir die Tiefs bereits gesehen? Meine Antwort: Ich habe keine Ahnung!!! Wird die Nasdaq eine SKSS ausbilden oder neue Tiefs? Antwort: Ich habe keine Ahnung!!! Geht die Nasdaq am Montag hoch oder runter. Antwort: Ich habe keine Ahnung.!!! Und ehrlich gesagt ich will es auch von anderen nicht wissen, die raten nämlich meist auch nur. Ich weiß aber wie man sehr gute Indikationen auffindet und tradet, die viel besser sind als sich darüber den Kopf zu zerbrechen ob die Nasdaq am Montag 30 Punkte im plus endet oder 10 im minus.

Besonderes Augenmerk will ich noch einmal auf die Bollingerbänder werfen. Sie bieten ungeahnte Möglichkeiten spezifische Einstiege zu gewährleisten ohne die anderen Kriterien großartig berücksichtigen zu müssen. Sie sind somit zum zu einem wichtigen Teil in meinem Handelssystem geworden und ich investiere wie gesagt bei einigen Indikationen um das Band manchmal recht viel Geld . Man benötigt dafür allerdings etwas Gefühl und Erfahrung.

Eine Sache will ich am Ende der Ausführungen noch hinzufügen. Es hört sich hier vielleicht sehr einfach an eine Psyche auszubilden bei der wenig viel Analysieren, wenig Traden sowie viel Geduld die Hauptrolle spielen. Ist es aber nicht!!! Wer sich einmal daran versucht wird schnell bemerken wie es einem doch in den Fingern juckt (auch ich sehe ja diese vielen kleinen oder größeren Unterstützungen oder Widerstände, den Doji oder das Fibonacciretracement oder oder, das einem geradezu zum Trade verlocken).

So nun das war es nun wieder erst einmal von meiner Seite. Ich hoffe es hat Euch Tradern etwas gebracht. Ich bin ein eher zurückhaltender Poster und ich poste nur dann wenn ich auch was zu sagen habe. Beim Analysieren und Traden wünsche ich Euch viel Erfolg und verbleibe

Andrew

P.S. Wenn ihr noch beispielhaft mit Grafiken veranschaulicht haben wollt, wann denn nun diese sehr guten Indikationen gekommen sind, dann schreibt mir bitte wie ich Grafiken hier reinstellen kann, sonst kann ich es leider nicht grafisch untermauern.

Dauert dann allerdings wieder eine oder zwei Wochen, weil ich z.Zt nur sehr wenig Zeit habe und diese großen Artikel doch viel Arbeit bereiten, die ich nur habe wenn ich mal wie heute frei habe.

Habt Nachsicht wenn einige Fehler im Text aufgetreten sind oder das ein oder andere unklar blieb. ich habe leider nicht die Zeit den Text noch zu korrigieren.

Antworten
1Quantum:

Guten Tag liebe Aktionäre,

 
07.02.19 16:45

guten Tag stille MitleserInnen   ;O)
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