Börse Online – Kommentar: Schleichender Tod
Wassermangel in der Wüste – eine schreckliche Vorstellung. Für die Betroffenen gibt´s nur eins: schnell Zuflucht in einer der wenigen Oasen finden. Die Geier warten nämlich schon. Ein Bild, das Börsianern nicht ganz fremd ist: flüssige Mittel verzweifelt gesucht. Der Durst nach sprudelnden Gewinnen wird von Stunde zu Stunde größer – und das nicht erst seit gestern. Doch die rettenden Oasen erweisen sich jedes Mal als Fata Morgana.
Nun lastet die Hoffnung auf dem alten Beduinen „Alan Ben Fed“. Der Chef der US-Notenbank gilt als sehr erfahren, und es gelang ihm schon öfter, eine verlorene Karawane vor dem Desaster zu bewahren. Leider scheint auch er durch die aufziehenden Sandstürme leicht verwirrt zu sein. Denn sein jüngste Rettungsaktion vor einem Monat lief ins Leere. Schon nach einem Tag löste sich das Wahngebilde auf – eine bittere Enttäuschung für sein Anhänger.
Inzwischen sind die Gesichter ausgezehrt und die Kamele am Ende ihrer Kraft. So flehen die Verlorenen um neues Kapital: Sie hoffen, dass der nahende Sturm nur in der Ferne wüten und sie verschonen möge. Dabei ist es gerade der Sturm, der die Sicht auf die rettenden Quellen versperrt. Erst wenn er vorübergezogen ist, wird der Weg für die verzweifelten Reisenden frei. Dann brauchen sie auch den Nomaden „Alan Ben Fed“ nicht mehr. M. Jamroz
Wassermangel in der Wüste – eine schreckliche Vorstellung. Für die Betroffenen gibt´s nur eins: schnell Zuflucht in einer der wenigen Oasen finden. Die Geier warten nämlich schon. Ein Bild, das Börsianern nicht ganz fremd ist: flüssige Mittel verzweifelt gesucht. Der Durst nach sprudelnden Gewinnen wird von Stunde zu Stunde größer – und das nicht erst seit gestern. Doch die rettenden Oasen erweisen sich jedes Mal als Fata Morgana.
Nun lastet die Hoffnung auf dem alten Beduinen „Alan Ben Fed“. Der Chef der US-Notenbank gilt als sehr erfahren, und es gelang ihm schon öfter, eine verlorene Karawane vor dem Desaster zu bewahren. Leider scheint auch er durch die aufziehenden Sandstürme leicht verwirrt zu sein. Denn sein jüngste Rettungsaktion vor einem Monat lief ins Leere. Schon nach einem Tag löste sich das Wahngebilde auf – eine bittere Enttäuschung für sein Anhänger.
Inzwischen sind die Gesichter ausgezehrt und die Kamele am Ende ihrer Kraft. So flehen die Verlorenen um neues Kapital: Sie hoffen, dass der nahende Sturm nur in der Ferne wüten und sie verschonen möge. Dabei ist es gerade der Sturm, der die Sicht auf die rettenden Quellen versperrt. Erst wenn er vorübergezogen ist, wird der Weg für die verzweifelten Reisenden frei. Dann brauchen sie auch den Nomaden „Alan Ben Fed“ nicht mehr. M. Jamroz