Zahlenakrobatik
Ganze 34 Prozent in weniger als drei Wochen, gemessen vom Tagestief des 21. September. Eine Rallye, wie wir sie in diesem Tempo noch nie gesehen haben. Das führt angesichts des hochbrisanten Umfelds zu der Frage: Wer kauft jetzt eigentlich noch? Wer hat angesichts der sukzessiven Zuspitzung der Lage im Kampf gegen den Terror, angesichts schwacher US-Konjunkturdaten und enttäuschenden Quartalsberichten den Wagemut, jetzt à la Hausse zu spekulieren?
Es ist dies derjenige Typ Investor, der nicht das Gesamtbild sieht, sondern den theoretischen Gewinn. Diese Marktteilnehmer nutzen die Problematik der Prozentrechnung für sich: Es kommt einfach darauf an, von wo aus gesehen man zu rechnen beginnt.
In der Spitze hatte der Dax vom Allzeithoch aus bis zum Intraday-Tief am 21. September 56 Prozent verloren. Am vergangenen Donnerstag, bei einem Tageshoch von 4.742 waren es nur noch 41 Prozent. Da bleibt also noch viel Luft. Und zwar, von eben jenen 4.742 aus gerechnet, ganze 70 Prozent bis zum Top bei 8.065 Punkten! Wer so kalkuliert, den schreckt eine Rallye von 34 Prozent natürlich nicht. Aber diesem Denken liegt ein Fehler zu Grunde:
Richtig, früher wurden zwischenzeitliche Topps immer schnell überboten. Das bedeutet aber nicht, dass sich dieser Prozess auf alle Zeit fortsetzt. Jetzt präsentiert sich die Lage erstmals seit 1987 klar à la Baisse. Der Technische Analyst rechnet daher anders: Vom Tageshoch am vergangenen Donnerstag bis zum Tief vom 21. September sind es 25 Prozent Abwärtspotential. Und in intakten Abwärtstrends gibt es keinen Grund, warum der Dax nicht sogar neue Tiefs ausloten sollte! Daher macht es keinen Sinn, sich theoretische Gewinne bis zu früheren Höchstkursen auszumalen. Für rationale Anleger sind Puts jetzt - von Sondersituationen abgesehen - ohne Alternative. Insbesondere dann, wenn diese Einschätzung wie aktuell von den Fundamentals bestätigt wird!
Mit besten Wünschen Ihr
Ronald Gehrt
Ganze 34 Prozent in weniger als drei Wochen, gemessen vom Tagestief des 21. September. Eine Rallye, wie wir sie in diesem Tempo noch nie gesehen haben. Das führt angesichts des hochbrisanten Umfelds zu der Frage: Wer kauft jetzt eigentlich noch? Wer hat angesichts der sukzessiven Zuspitzung der Lage im Kampf gegen den Terror, angesichts schwacher US-Konjunkturdaten und enttäuschenden Quartalsberichten den Wagemut, jetzt à la Hausse zu spekulieren?
Es ist dies derjenige Typ Investor, der nicht das Gesamtbild sieht, sondern den theoretischen Gewinn. Diese Marktteilnehmer nutzen die Problematik der Prozentrechnung für sich: Es kommt einfach darauf an, von wo aus gesehen man zu rechnen beginnt.
In der Spitze hatte der Dax vom Allzeithoch aus bis zum Intraday-Tief am 21. September 56 Prozent verloren. Am vergangenen Donnerstag, bei einem Tageshoch von 4.742 waren es nur noch 41 Prozent. Da bleibt also noch viel Luft. Und zwar, von eben jenen 4.742 aus gerechnet, ganze 70 Prozent bis zum Top bei 8.065 Punkten! Wer so kalkuliert, den schreckt eine Rallye von 34 Prozent natürlich nicht. Aber diesem Denken liegt ein Fehler zu Grunde:
Richtig, früher wurden zwischenzeitliche Topps immer schnell überboten. Das bedeutet aber nicht, dass sich dieser Prozess auf alle Zeit fortsetzt. Jetzt präsentiert sich die Lage erstmals seit 1987 klar à la Baisse. Der Technische Analyst rechnet daher anders: Vom Tageshoch am vergangenen Donnerstag bis zum Tief vom 21. September sind es 25 Prozent Abwärtspotential. Und in intakten Abwärtstrends gibt es keinen Grund, warum der Dax nicht sogar neue Tiefs ausloten sollte! Daher macht es keinen Sinn, sich theoretische Gewinne bis zu früheren Höchstkursen auszumalen. Für rationale Anleger sind Puts jetzt - von Sondersituationen abgesehen - ohne Alternative. Insbesondere dann, wenn diese Einschätzung wie aktuell von den Fundamentals bestätigt wird!
Mit besten Wünschen Ihr
Ronald Gehrt