Der Münchner Autobauer BMW hat im November dank des Erfolgs seiner neuen Modelle den Absatz um 7,3 Prozent gesteigert und sieht sich für 2004 auf der Zielgerade.
"Unser Ziel, in diesem Jahr auf Group-Ebene unseren Absatz im hohen einstelligen Prozentbereich zu steigern, ist mit den jetzt vorliegenden Zahlen in greifbare Nähe gerückt", erklärte BMW-Vertriebschef Michael Ganal am Mittwoch in München. In den ersten elf Monaten 2004 habe BMW knapp 1,094 (Vorjahr 1,007) Mio. Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft und damit bereits fast den Wert des Gesamtjahres 2003 erreicht.
Insgesamt verkaufte BMW im November 104.425 (Vorjahr 97.283) Fahrzeuge. Der Absatz der Kernmarke BMW legte um 7,0 Prozent auf 89.715 Automobile zu. Beim Kleinwagen Mini zog der Verkauf um 9,4 Prozent auf 14.630 Einheiten an.
Mercedes immer noch im Rückstand
BMW steckt in der größten Modelloffensive seiner Geschichte und ist damit weitaus erfolgreicher als etwa der Erzrivale Mercedes. Die Stuttgarter konnten zwar dank der neuen A- und C-Klasse sowie des viersitzigen Kleinwagens "Smart forfour" für November deutliche Zuwächse ausweisen. In den ersten elf Monaten 2004 verbuchte die Mercedes Car Group mit 1,08 Mio. Fahrzeugen aber immer noch ein Absatzminus von 2,4 Prozent. Bis Jahresende wollen die Schwaben diesen Rückstand aufholen und zumindest das Vorjahresniveau erreichen.
BMW hat seit Mitte 2003 die neue 5er-Baureihe, das Luxus-Coupé und -Cabrio 6er, den Geländewagen X3, das Mini-Cabrio sowie das Kompaktmodell 1er auf den Markt gebracht. "In den ersten zehn Wochen seit Marktstart am 18. September wurden bereits 26.933 Exemplare ausgeliefert", hieß es.
Wie erwartet rückläufig entwickelte sich hingegen der 3er, dessen neue Version am 5. März 2005 auf den Markt kommt. Hier sei der Absatz in den ersten elf Monaten um knapp 15 Prozent auf 414.506 Automobile eingebrochen. Insgesamt wurden von der Baureihe, die als das "Brot-und-Butter-Modell" der Münchener gilt, seit der Einführung 1998 mehr als drei Mio. Exemplare verkauft.
Rolls Royce komplett abgesoffen
In Westeuropa - ohne Deutschland - kam BMW in den ersten elf Monaten 2004 allerdings kaum von der Stelle. So lag der Absatz mit 643.882 Einheiten nicht einmal ein Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Besser lief es hingegen auf dem Heimatmarkt: Hier verbuchten die Münchner ein Plus von 8,7 Prozent auf 257.550 Einheiten. In der wichtigsten Region, den USA, legte BMW um 5,9 Prozent auf 266.819 verkaufte Fahrzeuge zu.
Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass BMW die Ziele bei seiner Luxuskarosse Rolls-Royce im laufenden Jahr nicht annähernd erreichen wird. Per Ende November wurden 636 Fahrzeuge ausgeliefert, davon 80 im vergangenen Monat. Ursprünglich hatte der Konzern hier die Marke von eintausend Automobilen anvisiert - ein Ziel, das Vorstandschef Helmut Panke jedoch bereits im Sommer relativiert hatte.
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