Block Buster auf Höhlen -sinnvoll oder nicht?


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hjw2:

@Hans..wirklich für jeden???...*g* o.T.

 
12.10.01 12:10
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Dr.UdoBroem.:

@hjw

 
12.10.01 12:18
Man kann Bush ja einiges zutrauen, aber das er OBL Geld überweist, damit der ein militärisches Headquarter baut, das endlich als Angriffsziel taugt - ich weiß nicht.

Gruß Dr. Broemme

Block Buster auf Höhlen -sinnvoll oder nicht? 437892
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Kicky:

Streubomben gehören zu geächteten Waffen

 
14.10.01 00:41
von
Katja Tichomirowa

BERLIN, 12. Oktober. Im Luftkrieg gegen die afghanischen Taliban und ihren Schützling Osama Bin Laden haben die Vereinigten Staaten nach eigenen Angaben in der Nacht zum Donnerstag erstmals Streubomben eingesetzt. Sie hätten zu "den vielen Bomben" gehört, die auf militärische Ziele der Taliban-Regierung abgeworfen worden sein, verlautete aus dem US-Verteidigungsministerium. Nachdem in den ersten Tagen der Militäroperation Marschflugkörper vom Typ Tomahawk eingesetzt wurden, um die Flugabwehr der Taliban-Miliz auszuschalten und den amerikanischen Langstreckenbombern der Typen B-52 und B-1 den Weg zu bahnen, sind die Ziele der zweiten Angriffswelle nun offenbar militärische Einrichtungen und die Bodentruppen der Taliban.

Streubomben werden zur Bekämpfung von so genannten "Flächenzielen" eingesetzt. Das können Kasernen, Flakstellungen, aber auch Armeen sein. US-Präsident George W. Bush erklärte am Donnerstag während einer Gedenkveranstaltung, der US-Armee stünden jegliche Waffen zur Verfügung, um den Terrorismus zu besiegen: "In der Mission, vor der das Militär steht, werdet ihr alles haben, was ihr braucht - jegliche Ressourcen, jede Waffe, jedes Mittel, um einen völligen Sieg der Vereinigten Staaten und der Sache der Freiheit zu garantieren."

Ob jedoch eine Militäroperation, die von der US-Regierung mit dem Titel "Dauerhafter Frieden" versehen wurde, ihr Ziel unter Verwendung jeglicher Mittel erreichen wird, darf bezweifelt werden. Streubomben gehören wie Personen-Minen zu den allgemein geächteten Waffen. Das hält die Armeen in aller Welt jedoch nicht davon ab, die Bomben zu ihrem Waffenbestand zu zählen und im Bedarfsfall auch einzusetzen. Auch die Bundeswehr besitzt Streubomben.

Die US-Armee setzte sie im Golfkrieg ein, die russische Armee im Tschetschenien-Krieg, ebenso wie die Nato in Jugoslawien und die israelische Armee im Süd-Libanon. Ihre Wirkung ist furchtbar: Geraten Menschen in das Streufeld einer solchen Bombe, reißen die umherfliegenden Geschossteile tiefe Wunden und verursachen schwere Verletzungen, denen die Opfer meist nicht sofort, sondern erst nach Tagen erliegen. Streubomben oder englisch "Cluster Bomb Units" (CBU) genannt, können regelrechte Massaker verursachen. Dass ihre Verwendung so freimütig zugegeben wird, wie es nun das US-Verteidigungsministerium tut, ist deshalb selten.
Im Gegensatz zu so genannten "intelligenten Bomben" sind Streubomben billig und werden weitaus weniger sparsam eingesetzt, als die Militärs oft glauben machen wollen. Sie werden in Behältern abgeworfen, die sich in einer bestimmten Höhe öffnen und 200 oder mehr kleinere Sprengkörper freisetzen. Sowohl Splitterbomben, die tausende kleiner Geschosse, wie Stahlkugeln oder -pfeile enthalten, als auch Minen können so über eine Fläche von mehreren hundert Quadratmetern verteilt werden..
Dort bleiben nicht wenige der bis zu 600 Einzelbomben liegen, ohne zu explodieren
. Die UN-Menschenrechtskommissarin Mary Robinson übte scharfe Kritik am Abwurf der Streubomben im Kosovo-Krieg, nachdem sie in Jugoslawien spielende Kinder inmitten nicht explodierter Clusterbomben beobachtet hatte.
Nach den Erfahrungen im Kosovo-Krieg, in dem die Nato mehr als tausend Streubomben über Jugoslawien abwarf, forderte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) einen Verzicht dieser Waffen.
Eigentlich eine überflüssige Forderung, denn laut Genfer Konvention "ist es verboten, Waffen, Geschosse und Material sowie Methoden der Kriegsführung zu verwenden, die geeignet sind, überflüssige Verletzungen oder unnötige Leiden zu verursachen." (Zusatzprotokoll der Genfer Konvention, Artikel 35/2). (mit Reuters)
www.berlinonline.de/aktuelles/.../thema_heute/.html/82410.html

US-Flugzeug trifft irrtümlich Wohngebiet  Ein Kampfflugzeug der US-Marine hat irrtümlich ein Wohngebiet der afghanischen Hauptstadt Kabul bombardiert. Dabei hat es eine unbekannte Zahl von Toten gegeben.  

          §Beamte des Verteidigungsministeriums in Washington bestätigten, dass das Flugzeug einen Hubschrauber auf dem Flughafen von Kabul beschießen wollten. Die Bombe habe aber ihr Ziel um rund 1,6 Kilometer verfehlt und das Wohngebiet getroffen.  Es sei mindestens der dritte Fehltreffer bei den Angriffen gewesen. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat verschiedentlich betont, dass die USA keine zivilen Ziele angriffen, Opfer unter der Zivilbevölkerung aber nicht gänzlich zu vermeiden seien.  Erste Phase der Militäraktion erfüllt  Präsident George W. Bush hat den ersten Teil der gegen den muslimischen Extremisten Osama bin Laden eingeleiteten Militäraktion in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache als Erfolg bezeichnet.  
www.sueddeutsche.de/index.php?url=/ausland/...&datei=index.php

Viele der Terroristen, die die Vereinigten Staaten jetzt niedermachen will, wurden in den achtziger Jahren von Amerikanern als Mudschahidin ausgebildet und bewaffnet - als sie gegen uns gekämpft haben", erinnert sich Ozod. Und ohne sich einen leichten Anflug von Schadenfreude zu verkneifen, resümiert er: "Amerika erntet jetzt, was es im Kalten Krieg gesät hat."      www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,162276,00.html
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Kicky:

Programmierungsfehler bei Bombenabwurf

 
15.10.01 00:08
WASHINGTON (Reuters) - A U.S. Navy
F/A-18 attack aircraft missed a Taliban military target at Kabul airport on Saturday and the 2,000-pound ``smart'' bomb blasted civilian houses a mile away in the Afghan capital, the Pentagon said
At least one man was killed and four injured in a neighborhood believed struck by the errant bomb, according to a Reuters report from the Afghan capital.
``We regret the loss of any civilian life,'' the Defense Department said in a statement after the bomb missed a military helicopter as U.S. warplanes struck for a seventh day against Afghanistan One defense official, who asked not to be identified, indicated that the satellite-guided bomb apparently missed its target due to human error because incorrect coordinates for the position of the helicopter were entered into a targeting system.
'TARGETING PROCESS ERROR'
``Preliminary indications are that the accident occurred from a targeting process error,'' the statement added.
In a poor neighborhood near the airport on the outskirts of Kabul, Reuters reported that residents dug through the rubble of a damaged row of houses.
Although the Pentagon cited reports of as many as four dead and eight injured, the Reuters report said at least one man was killed and four injured.
The Taliban have charged that U.S. and British military strikes on the country have killed up to 300 or more civilians, including four workers who died earlier in the week when an errant cruise missile was believed to have hit a building used by the United Nations.Defense Secretary Donald Rumsfeld conceded at a news conference on Thursday that satellite- and laser-guided smart bombs did not always work perfectly.

40km von Kabul entfernt in Karma 180-200 Einwohner getötet,internationale Presse durfte das Dorf besichtigen.
DSCHALALABAD, 14. Oktober. In der Nacht zum Sonntag griffen amerikanische Kampfflugzeuge Ziele in der Hauptstadt Kabul, der Taliban-Hochburg Kandahar sowie Herat, Dschalalabad und Mazar-i-Sharif an. In Kabul und Dschalalabad hätten Raketen in der Nacht zum Sonntag erneut auch Wohngebiete getroffen. Dass am Sonnabend eine der Bomben in ein Wohngebiet von Kabul eingeschlagen ist, wurde vom US-Verteidigungsministerium inzwischen eingeräumt.
Inzwischen soll es bereits mehrere solcher Fehltreffer gegeben haben, die nach unbestätigten Angaben zwischen 300 bis 6 000 Menschen das Leben gekostet haben sollen.
Die in Afghanistan regierenden Taliban haben am Sonntag einer Gruppe von ausländischen Journalisten die Einreise erlaubt. Die überwiegend französischen und britischen Medienvertreter besuchten mit einer Eskorte der Taliban das Dorf Karam in der Nähe von Dschalalabad. Nach Angaben der Taliban sollen dort letzte Woche bei der Bombardierung des Dorfes etwa 180 bis 200 Einwohner getötet worden sein.

Beim Eintreffen in Karam stürmen wütende Dorfbewohner mit Schaufeln und Stöcken auf die Journalisten zu. Die Soldaten halten sie zurück. "Hier leben unschuldige Menschen", sagt der Dorfbewohner Gul Mohammed. "Hier ist keine Militärbasis." Er sagt, dass rund 50 Häuser, in denen etwa 80 Familien wohnten, zerstört worden seien. Die Journalisten werden zu 18 frischen Gräbern in dem Dorf geführt.
Auf der Dorfstraße liegt ein blutbeflecktes Kopfkissen, Bombenkrater, zahlreiche Tierkadaver und etwas wie verwesende menschliche Gliedmaße sind zu sehen. Ein übler Geruch liegt über dem Ganzen. Weitere Opfer seien in den Bergen begraben, erklären die Taliban-Vertreter, wohin viele Menschen geflüchtet seien. Ein Mann sagt, fünf seiner Kinder und seine Frau seien bei dem Angriff ums Leben gekommen. Er zeigt auf sein zerstörtes Haus: "Das hat Amerika getan. Wir haben nichts mehr. Geht und sagt ihnen das."
Der arabische Fernsehsender Al Dschasira hatte am Sonnabend erste Bilder aus Kadam mit zerstörten Häusern gezeigt. Großbritannien erklärte, es handele sich bei den Angaben über den Angriff auf Karam um Propaganda. (AP/doe.)
www.berlinonline.de/aktuelles/.../thema_heute/.html/82769.html

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Kicky:

Spionagesatelliten und High-Tech-Drohnen

 
16.10.01 14:10
Rasterfahndung aus dem All
Die USA suchen mit allen verfügbaren Spionagesatelliten und High-Tech-Drohnen nach Osama bin Laden
Von Karl-Heinz Karisch

: Auf dem militärischen Startkomplex am Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida steigt am vergangenen Mittwochabend erneut eine Atlas-II-Rakete in den Weltraum. Wenig später ist ein neuer High-Tech-Spionagesatellit in der Umlaufbahn und nimmt Afghanistan ins Visier. "Dieser Start ist der Höhepunkt einer wahrhaft außergewöhnlichen Anstrengung unserer Behörde", sagt Stephen Wojcicki, Missions-Direktor des US-Geheimdienstes für den Einsatz von Spionagesatelliten, National Reconnaissance Office (NRO).                                                                           Zwei weitere Himmels-Spione sind bereits Anfang September und Oktober in den Orbit geschickt worden.
Doch was alles dort oben kreist und die empfindlichen Sensoren nach Osama bin Laden und seiner Terrorgruppe ausstreckt, das ist streng geheim. Laut Informationen der Zeitschrift Aviation Week & Space Technology soll es sich bei dem Start vom Mittwoch um einen Kommunikations- und Relais-Satelliten handeln, der den Kontakt zwischen den US-Einsatzkräften um Afghanistan und dem US-Verteidigungsministerium sowie dem Geheimdienst CIA herstellen soll.

Erstmals werden über Afghanistan neue Methoden der Informationsverarbeitung eingesetzt, bei der der Datenstrom durch "Netzwerk-zentrierte Kriegsführung" rascher aufbereitet und direkt für Angriffe genutzt werden soll.             Beim Raketen-Start der NRO Anfang September soll hingegen ein militärischer Bruder des Hubble-Weltraumteleskops ins All transportiert worden sein. Diese Crystal oder KH-12 (Keyhole - Schlüsselloch) genannten Spione richten ihre optischen Teleskope auf die Erde. Üblicherweise umkreisen sie den Planeten auf niedrigen Umlaufbahnen zwischen Nord- und Südpol und können so innerhalb von 24 Stunden die gesamte Erde fotografieren. Die Angaben, wieviel KH-12-Satelliten im Orbit kreisen, schwanken zwischen vier und sieben.
Die jüngste Crystal-Generation ist offenbar in der Lage, noch kleinste Gegenstände von fünf Zentimetern Durchmesser zu erfassen
; bislang galten zehn Zentimeter als Grenze. Allerdings ist dies eine indirekte Schätzung, die darauf beruht, dass die US-Behörden vor kurzem die erlaubte Auflösungsgrenze für kommerzielle Beobachtungssatelliten von einem Meter auf 50 Zentimeter heruntergesetzt haben. Für Spionage-Satelliten nehmen Experten jeweils eine zehnfach bessere Auflösung an.
Die Leistung würde also gut ausreichen, um Osama bin Laden und seine Männer zu fotografieren - wenn man denn wüsste, wo sie sind.                    Entweder, so glauben Experten, bewegen sie sich in sehr kleinen Gruppen durch das unwegsame Gelände oder haben sich in kaum aus der Luft aufspürbaren Höhlen verschanzt, die seit langer Zeit vorbereitet worden sind.
Die KH-12-Crystal-Satelliten haben einen Durchmesser von 4,5 Meter, die Länge beträgt mit 15 Metern deutlich mehr als das zivile Gegenstück Hubble. Da die Himmelsspione manövrierfähig sein müssen, enthält der zusätzliche Raum sieben Tonnen Treibstoff. Durch einen schwenkbaren Spiegel vor dem Objektiv können weite Bereiche der Erde abgetastet werden. Die elektronischen Kameras arbeiten im optischen und nahen Infrarot-Bereich, um Wärmequellen aufzuspüren. Durch Restlichtverstärker sind auch nächtliche Aufnahmen bei Sternenlicht möglich. Alle Aufnahmen werden in Realzeit via Milstar-Relay-Satelliten zum Boden übertragen.
Blick durch die Wolken
Weitere kleinere Satelliten sowie drei Radarsatelliten der Lacrosse-Serie sind ebenfalls im Einsatz. Sie erkennen Gegenstände bis zu einem Meter durch Wolken und bei Nacht. Diese für ein Radargerät sehr gute Auflösung wird durch ein "Synthetische Apertur" genanntes Verfahren ermöglicht. Dabei verrechnet ein Computer die Flugbahn mit den von den Antennen gelieferten Daten zu einer sehr viel größeren Antenne. Die Lacrosse-Satelliten sollen rund 15 Tonnen wiegen und bestehen aus einer gewaltigen Radarantenne sowie den Solarpaddeln von 50 Meter Spannweite, die im Sonnenlicht 20 Kilowatt Leistung liefern
.


Experten halten die Möglichkeiten der milliardenteuren High-Tech-Spione im Orbit allerdings für eher begrenzt. Da ein Gebiet nur alle 24 Stunden überflogen werden kann, sind rasche militärische Bewegungen wie kurzzeitiges Herausfahren von Flugabwehr-Geschützen aus Verstecken nicht zu erfassen.    

Die US-Militärs setzten deshalb bereits im Kosovo-Krieg mehr auf unbemannte Kleinstflieger (UAV)Obwohl schon damals darüber spekuliert worden war, ob der neue Wunderflieger "Global Hawk" (Falke) zum Einsatz kommen würde, wird das erst jetzt laut Jane's Defence Weekly in Afghanistan der Fall sein
.         Der zwar noch in der Testphase befindliche unbemannte Falke sei bereits jetzt ein Luftfahrtgeschichte schreibender Aufklärer, heißt es, der unter anderem im April non-stop von Kalifornien über den Pazifik nach Australien geflogen ist.
Global Hawk kann autonom navigieren und erreicht mit dem Düsentriebwerk und seiner Flügel-Spannweite von 34 Meter Höhen von 20 Kilometer; die Reichweite beträgt 25 000 Kilometer. Laut Hersteller Nortrop Grumman (San Diego) kann der Falke 42 Stunden in der Luft bleiben.                                                                  So sei es möglich, "jeden Punkt der Erde zu erreichen, bei jeder Witterung zu schauen und Aufklärungsflüge Tag und Nacht zu dirigieren". Ausgestattet ist er mit extrem leistungsfähigen optisch-elektronischen und Infrarot-Sensoren sowie einem SAR-Radar. Innerhalb nur eines Tages ist eine Fläche von 75 000 Quadratkilometern abfliegbar, wobei die Bildauflösung ein Meter wäre. Es sind bei Tiefflug aber auch sehr viel schärfere Aufnahmen möglich. Der Global Hawk soll sich in den bisherigen Tests als ungewöhnlich zuverlässig und robust gegen Fehler gezeigt haben.
Wichtigster Aufklärer bleibt aber der ebenfalls unbemannte Predator (Raubtier). Am 22. September verlor das Pentagon den Kontakt zu einem dieser mit sechs Millionen Mark relativ preisgünstigen Aufklärer im Norden Afghanistans. Diese Roboter-Flugzeuge, die teilweise autonom, ansonsten aber per Joystick vom Boden aus geflogen werden, haben den großen Vorteil, dass bei einem Abschuss keine Piloten in Gefangenschaft geraten können. Die Qualität der Aufnahmen hingegen ist durch die geringe Flughöhe oftmals sehr viel besser als bei hochfliegenden bemannten Aufklärern. "Die Augenfarbe einer Person kann man auf den gelieferten Aufnahmen nicht erkennen, aber die Haarfarbe schon", beschreibt ein US-Air-Force-Spezialist die Möglichkeiten des Predator. Er kann 24 Stunden in der Luft "herumbummeln"; die Spitzengeschwindigkeit beträgt 200 Stundenkilometer, die maximale Flughöhe 8000 Kilometer.
Bewährt hat sich der Aufklärer in Irak und in Kosovo. Ausgerüstet ist er mit ähnlicher, allerdings weniger leistungsfähiger Technik wie der Global Hawk. Die US-Marine hat daneben noch den kleineren unbemannten Aufklärer "Pioneer" im Einsatz, der als zuverlässig gilt und über Radar und Infrarot-Sensoren verfügt.
Als bemannte Aufklärer fliegen die legendäre U-2, die SR-71 "Blackbird" und der hochmoderne RC-135V Rivet Joint, der die gewonnenen Daten direkt an Bord verarbeiten und zurück zum Boden zu den Truppen senden kann. Außerdem sind die Awacs-Radaraufklärer im Einsatz.

Krieg ohne Menschen ?
Die Aufklärung ohne Verluste an Piloten hat das US-Militär animiert, auch die Entwicklung von unbemannten Kampfflugzeugen voranzutreiben. Sie sollen ihre Ziele eines Tages automatisch erkunden und direkt beschießen können. Noch in diesem Jahr sind Tests mit der X-45A geplant, einem unbemannten Jäger, der 1,5 Tonnen Waffen mit sich führen kann. Erste Einsätze sollen ab 2010 möglich werden. Für die Entwicklung dieser Projekte sollen innerhalb der kommenden zehn Jahre 30 Milliarden Mark ausgegeben werden.Vor allem die opto-elektronischen Erkennungssysteme sollen erheblich verbessert werden, damit künftig nicht mehr teure Waffen auf Attrappen abgefeuert werden, wie sie die Serben im Kosovo-Krieg der Nato erfolgreich vorgesetzt hatten.

Dass aber die hochgerüstete Militär-Maschinerie in einem Land wie Afghanistan, das zudem auf einen sehr harten Winter zusteuert, nur wenig ausrichten kann, das haben die vergangenen Tage deutlich gezeigt. Hier müssen völlig neue Strategien entwickelt werden, von denen wohl schon heute feststeht, dass sie weniger auf High-Tech denn auf langfristige menschliche Zusammenarbeit setzen müssen.


Nadel im Heuhaufen
Die militärisch-technischen Erkenntnismöglichkeiten sind beeindruckend groß und genau. Ob aber die Verarbeitung der Faktenfülle tatsächlich zur Überlegenheit der Information über die andere Seite führt, ist fraglich. "Unser gewaltiges Aufklärungssystem kann einen solchen Heuhaufen von Daten erzeugen, dass es wirklich schwierig wird, darin die eine Nadel zu finden, mit der ein Ziel im richtigen Zeitrahmen festgemacht wird", zitierte der pensionierte Oberstleutnant Timothy L. Thomas einen anderen erstrangigen US-Fachmann im Zusammenhang mit dem Kosovo-Krieg und kommentierte, die Nato-Angabe über eine Trefferquote von 99,6 Prozent sei "schwer zu ergründen". Das war auf einen Krieg gegen einen territorial definierten Gegner bezogen, auf bekannte Waffensysteme und die Strukturen einer staatlichen Ordnung mit recht genau bekanntem Wehrsystem.                                                        Die Angabe, vor dem Kosovo-Krieg seien schon 100 000 Zivilisten Opfer der Repression geworden, bezweifelte er rundweg, "10 000 scheint heute der Wahrheit näher zu kommen, wäre aber die Nato für 10 000 Menschen in den Krieg gezogen?" So schrieb er im wissenschaftlichen Journal des US War College, Parameters, Frühjahrsheft 2000.

Der von US-Präsident George W. Bush so genannte antiterroristische Krieg ist - weitaus mehr als der in Kosovo - ein asymmetrischer Krieg: auf der einen Seite eine militärische Supermacht und ihre Verbündeten; auf der anderen ein Gegner mit fließenden Organisationsformen, der sich an die (geschriebenen, ungeschriebenen und aus Erfahrungen stammenden) Regeln des Krieges zwischen Staaten schon deshalb nicht hält, weil er an Staaten nicht gebunden ist. Die Weltraum- und Awacs-Spione können Lager, Waffen, Transportmittel und angeblich sogar deren Nummernschilder erkennen; sie finden "den" Terroristen nicht in einer Volksmenge.
"Die totale Informationsüberlegenheit hat es der Nato nicht ermöglicht, das Gravitationszentrum der an den Mordtaten beteiligten serbischen Streitkräfte, der Polizei und der Paramilitärs aufzufinden" (Timothy L. Thomas). Die Personen des Netzwerks, aus dem Al Qaeda anscheinend besteht, sind aus dem Orbit nicht zu sehen. Um mögliche Biowaffen-Angriffe oder gar Attacken im computergebundenen Internet vorbeugend aufzuspüren, sind diese Mittel schlechterdings ungeeignet. Sogar die Frage, ob ein solcher Angriff stattgefunden hat, kann erst - tastend - beantwortet werden, wenn es Symptome gibt. Der "Heuhaufen" von Verdachtsmomenten ist nur schwer zu analysieren - je größer er ist, desto schwerer.
Die militärische Aufklärung reagiert also. Die Sammlung politischer Informationen kann deren Inhaber in den Stand setzen zu agieren, nämlich Krisenprävention zu betreiben, bevor Krisen akut werden, bevor terroristische Gruppen sich organisieren und   handeln.                                                                Auch hier stellt sich das Heuhaufen-Problem: Dass eine "Nadel" darin steckt, muss als Möglichkeit begriffen werden; das setzt die Bereitschaft und die Fähigkeit der politischen Instanzen voraus, Krisen nicht nur sich anbahnen zu sehen, sondern ihnen rechtzeitig entgegenzuwirken, also über den Vier- oder Fünf-Jahres-Rhythmus der Machtfrage (Wahltermine) hinaus kontinuierlich und beharrlich zu wirken.
Das ist eine Aufgabe erstens der Diplomatie und zweitens derjenigen, denen sie zuarbeitet. Versagt einer von beiden Faktoren, so droht immer die nur mehr militärische Antwort mit vorhersehbar ungewissem Ausgang. KARL GROBE
www.frankfurterrundschau.de/
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Kicky:

Small Unit Operations in Afghanistan jetzt

 
16.10.01 14:43
For the first time in the two-week military campaign, Pentagon officials said that Air Force special forces teams had begun a mission, but they didn't elaborate on what that assignment might entail.
American ground forces use the AC-130 turboprop plane for small-unit operations in hostile country. The plane is equipped with side-mounted heavy machine guns and cannons, designed to level buildings and attack troop convoys
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Reila:

Maßnahmen zur sofortigen Kriegsbeendigung:

 
16.10.01 15:07
- Israel den Palästinensern übergeben.
- Stützpunkte in Saudi Arabien und Oman räumen.
- Wolkenkratzer abreißen.
- Öffentlichen Flugverkehr einstellen.
- Flugverbotszonen im Irak aufheben.
- Taliban-Afghanistan anerkennen und in den UN-Sicherheitsrat aufnehmen.
- Bin Laden als Freiheitskämpfer anerkennen.
- Rauschgiftbekämpfung einstellen.
- Entschädigung zahlen.
- Beten.

Falls das alles nicht reicht, kann man ja noch zum wahren Glauben übertreten. (Leider dürfte Kicky dann nicht mehr posten.)

Was mich übrigens tief bewegt, ist die Ethikdiskussion, die gerade intensiv von den Mullahs und auch auf pakistanischen Straßenfesten geführt wird und über die der Pressesprecher Bin Ladens regelmäßig informiert. Nehmen wir den Friedensgedanken also auf - falls wir ihn irgendwo finden.

R.
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Momoney:

"Bomben setzen den Terror fort"

 
16.10.01 16:37
EX-SOWJETOFFIZIER DAINIS TURLAIS

"Bomben setzen den Terror fort"

Ex-Sowjetoffizier Dainis Turlais über Amerikas Lehren aus Russlands Scheitern in Afghanistan.

SPIEGEL: Herr Turlais, Sie waren in Afghanistan Stabschef der 40. Armee der sowjetischen Streitkräfte und verließen das Land am letzten Kriegstag, dem 15. Februar 1989. Denken Sie, dass die USA aus der Geschichte gelernt haben?

Dainis Turlais: Wenn ich CNN sehe, dann scheint mir Präsident George W. Bush außer Stande, solche Folgerungen zu ziehen.


SPIEGEL: Halten Sie es für möglich, Osama Bin Laden in den Bergtälern und Höhlen Afghanistans zu finden?


Turlais: Afghanistan ist größer als Frankreich, Benelux und Dänemark zusammen, mit nur wenigen Millionen Einwohnern in einer zerklüfteten Landschaft, Gebirgen und Wüsten sowie verschiedenen Klimazonen. Es bedeutet einen riesigen Aufwand, dort eine bestimmte Person ausfindig zu machen. Es ist auch unmöglich, dem Volk Angst einzujagen. Unsere 40. Armee mit ihren 100.000 Soldaten hat in zehn Kriegsjahren keinen wichtigen Anführer des Widerstands vernichtet.


SPIEGEL: Was können Kommandotruppen erreichen?


Turlais: Die UdSSR hatte zwei Kommandobrigaden und Spezialbataillone. Für deren Einsatz muss man absolut genaue Informationen haben. Der Erfolg solcher Verbände hängt ab von dem exakten territorialen Zielpunkt, der Überraschung und Schnelligkeit. Wenn der US-Geheimdienst diese Voraussetzungen schafft, kann es gelingen.


SPIEGEL: Was bewirken die Bombardements?


Turlais: Damit verfolgen die USA wohl keine militärischen Ziele. Das ist eine Demonstration für das Fernsehpublikum, ein Element der ideologischen Kriegsführung - gar nicht gegen Afghanistan gerichtet, sondern zur Rechtfertigung gegenüber der Weltöffentlichkeit.


SPIEGEL: Halten Sie Informationen für glaubwürdig, dass russische Kommandotruppen an der US-Operation beteiligt sind?


Turlais: Ich denke, dass Russland nicht nur humanitären Beistand übt, sondern auch physischen. Die nach Tadschikistan gelieferten Panzer haben russische Besatzungen. Das sind Spezialisten.


SPIEGEL: Was vermuten Sie, welche weiteren Schritte die USA unternehmen?


Turlais: Sie werden sich nicht mit Afghanistan begnügen. Wenn man keinen Schuldigen findet, muss man einen erfinden. Afghanistan ist der Sündenbock, und der wird vom amerikanischen Präsidenten ernannt. Die Interessen der USA reichen über die USA hinaus. Zum Beispiel bis nach Jugoslawien - was Sache der Uno gewesen wäre - oder Irak, wo 23 Millionen Menschen seit zehn Jahren amerikanische Bomben fürchten müssen. Nun ist Afghanistan dran, ohne ernste Verluste das Prestige des amerikanischen Präsidenten zu fördern.


SPIEGEL: Welche Interessen der USA meinen Sie denn?


Turlais: Heutzutage geht es vor allem um wirtschaftliche Ziele. In Afghanistan sind die USA dem Öl aus dem Kaspischen Meer schon Näher gerückt, und Afghanistan bietet den kürzesten Weg für eine Pipeline. Dazu war ja überhaupt erst das Taliban-Regime etabliert worden.


SPIEGEL: Was hätten Sie denn nach dem 11. September getan, wenn Sie amerikanischer Präsident wären?


Turlais: Wäre ich Bush, hätte ich zugegeben, dass die Schuhe für mich zu groß sind, um ein so starkes Land zu regieren. Ich hätte mich entschuldigt, nicht genug für die Sicherheit gesorgt zu haben, und meine Geheimdienste zur Verantwortung gezogen, weil sie nichts rechtzeitig erkannt und unternommen haben. Vermutlich war eine derart komplizierte und umfassende Attentatsserie gar nicht durchzuführen ohne Vertrauensleute im Staatsapparat. Niemand ist für diesen Fehler zur Verantwortung gezogen worden.


SPIEGEL: Damit sagen Sie, dass die Sicherheitsdienste vorher nichts gewusst haben.


Turlais: Wenn Sie mich persönlich fragen, kann ich mir das wirklich vorstellen. In der Rolle des Präsidenten würde ich vor dem Kongress eine Rede halten und versprechen, fortan nur noch im Rahmen der Uno zu handeln.


SPIEGEL: Keine Vergeltung?


Turlais: Rache als Staatspolitik setzt den Terror fort.


SPIEGEL: Wie lassen sich Terroristen denn besiegen?


Turlais: Nicht mit militärischen, sondern mit politischen Mitteln. Liegen gerichtsverwertbare Beweise gegen bestimmte Personen vor, dann sind die durch eine Kommandooperation zu verhaften, aber nicht durch einen Krieg gegen ein Land. Bomben, die auch die Bevölkerung treffen, setzen nur den Terror fort.

Quelle: Spiegel online
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Kicky:

Streubomben ohne Ziel-verhängnisvoll

 
28.10.01 21:15
Bomben ohne Ziel
Die Streubomben mögen ihre beabsichtigten Ziele treffen - aber ihre nicht beabsichtigte, verhängnisvolle Wirkung unter Zivilisten und Hilfsorganisationen lässt die USA und den Westen den Propagandakrieg verlieren, während zugleich der militärische Erfolg ausbleibt

Von Jochen Siemens
Nach drei Wochen mehr oder weniger intensiven Bombardements durch die US-Luftwaffe mehrt sich die Ratlosigkeit, wie man Personen und Struktur des Terrors in Afghanistan besiegen kann. Bomben und Marschflugkörper, deren Explosionen in diesem geschundenen Land zusehends nur noch Trümmer tanzen lassen und mehr und mehr Zivilisten töten und verwunden, haben bisher das anvisierte Ziel verfehlt. Wohl sind Terroristenlager und militärische Einrichtungen getroffen worden. Aber ob dadurch die Taliban-Herrschaft erschüttert wurde, ist nicht erkennbar. Vielmehr schweißen die Angriffe Taliban und bin Ladens Terror-Organisation Al Qaeda weiter zusammen. Mit der Menschenverachtung von Fanatikern mischen sich Terroristen und Taliban-Kämpfer unter die Zivilbevölkerung, lagern Waffen und Munition in Moscheen und Krankenhäusern und bauen darauf, dass die Menschlichkeit in westlichen Staaten die öffentliche Unterstützung für die Bombenangriffe untergräbt.

Das gelingt recht gut. Aber man muss nicht diesem menschenverachtenden Kalkül folgen, um Zweifel daran zu bekommen, ob das Hightech-Bombardement ein wirksamer Beitrag im Kampf gegen den Terrorismus ist. Offensichtlich haben sich US-Militärs eine durchschlagendere Wirkung ihrer Präzisionswaffen versprochen. Eine demoralisierende Wirkung des Bombardements wird selbst von Washington offenkundig nicht wahrgenommen. Überrascht wird vermerkt, wie zäh die Taliban an der Macht kleben. Die Absicht, mit den Bomben Zwist in die Reihen der Taliban zu tragen und unter den Paschtunen eine veritable Opposition zu schaffen, ist bislang gescheitert. Der Versuch des afghanischen Oppositionsführers Abdul Hak, eine Revolte paschtunischer Stämme gegen die Taliban zu organisieren, endete mit seinem Tod. Die durch US-Bomben unterstützten Offensiven der Nordallianz bleiben bisher stecken. Das ist nach drei Wochen eine ziemlich niederschmetternde Bilanz im Kampf gegen den Terrorismus. Zumal da seine Apologeten zeitgleich mit feigen Biowaffen-Angriffen Tod und Verunsicherung in die US-Gesellschaft tragen.
Diese Angriffe sind aber zugleich der fortgesetzte Beweis für die Legitimität des Kampfes gegen den Terrorismus und für die Notwendigkeit, ihn zu besiegen. Bomben werden die offenen Gesellschaften des Westens diesem Sieg aber schwerlich näher bringen. Das räumen mehr oder weniger offen auch US-Militärs ein. Im Propagandakrieg, der die Bombardements begleitet, wird jede Streubombe zur wirksamen Waffe der Taliban. Die selbst verhängte Informationssperre gerät zum Bumerang. Warum sind Streubomben militärisch notwendig und wirksam? Diese Frage und andere werden nicht beantwortet, so dass diese Bomben zwar ihre beabsichtigten Ziele treffen mögen. Aber ihre nicht beabsichtigte, verhängnisvolle Wirkung unter Zivilisten und Hilfsorganisationen lässt die USA und den Westen den Propagandakrieg verlieren, während zugleich der militärische Erfolg ausbleibt.
Das gilt für den Westen ebenso wie für die Staaten der islamischen Welt, deren Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus dringend benötigt wird. Bislang sind entgegen den selbstgewissen Androhungen bin Ladens die Volksaufstände in islamischen Ländern ausgeblieben. Aber dort wie im Westen ist es für die öffentliche Unterstützung in dem absehbar jahrelangen Kampf gegen den Terrorismus wichtig, in der militärischen Komponente einen Sinn zu erkennen. Der ist in den Bombardements, je länger sie andauern, immer weniger zu finden.
Es geht also nicht um eine Feuerpause. In Afghanistan soll ein verbrecherisches, das Volk unterdrückendes und den Terrorismus unterstützendes Regime beseitigt werden. Das wird nach Lage der Dinge ohne militärische Gewalt nicht gehen. Ob Kommandoeinsätze den notwendigen Erfolg haben, wird man in den nächsten Wochen abwarten müssen. Jedenfalls eröffnen zielgenauere militärische Angriffe die zumindest ebenso wesentliche Option, die Zivilbevölkerung humanitär zu versorgen und ein (sei es auch nur propagandistisches) Bild der allgemeinen Verwüstung zu vermeiden.
Die politische Allianz, die die USA nach den Terroranschlägen von New York und Washington mit Umsicht geschmiedet haben, ist für einen Sieg über den Terrorismus unabdingbar. Das gilt insbesondere für den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Sie zusammenzuhalten, wird nur gelingen, wenn bei dem anerkannten Recht auf Selbstverteidigung erkennbar bleibt, dass der Angreifer militärisch getroffen wird und nicht eine ohnehin missbrauchte Zivilbevölkerung. Dazu gehört auch, dass die USA die Ziele ihrer Operationen kenntlich machen. Was gegen bin Laden und Al Qaeda begann, ist aus guten Gründen zum Angriff auf die Taliban geworden. Aus der Fahndung gegen Terroristen und Maßnahmen, ihre Finanzen einzufrieren und Geschäfte zu unterbrechen, ist zusätzlich die Notwendigkeit gewachsen, für Afghanistan eine neue, repräsentative Regierung zu bilden. Der komplexe Kampf gegen den Terror wird also nicht nur militärisch gewonnen. Im Gegenteil. Daran zu erinnern, verletzt keine Loyalitäten und stört keinen Schulterschluss.
www.frankfurterrundschau.de/fr/spezial/terror/index.htm
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