SCHWEIZ/BIZ/AKTIEN
Zürich, 11. Jun (Reuters) - Auch nach dem "Schrumpfen einer
weltweiten Preisblase" sind die Aktienmärkte nach Ansicht der
Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) immer noch hoch
bewertet. Der breit gefasste S&P-500-Index der US-Aktien habe
wieder ein Niveau erreicht, das dem 27-fachen der tatsächlich
erzielten Gewinne entspreche, heißt es in dem BIZ-Jahresbericht,
der am Montag zur Generalversammlung der Bank veröffentlicht
wurde. "Ein Kurs/Gewinn-Verhältnis, das beinahe doppelt so hoch
war wie der langjährige Durchschnitt", so die BIZ weiter. Die
sich gegenseitig verstärkenden Faktoren Anlegeroptimismus und
Herdenverhalten hätten die Aktienkurse in die Höhe getrieben, so
das Fazit der "Zentralbank der Zentralbanken".
Im April 2001 habe die Meldung eines PC-Herstellers, dass die Gewinnerwartungen erfüllt worden seien, die Kurse an den
US-Börsen hochschnellen lassen, heißt es in dem Bericht. Auf dem
Höhepunkt der Entwicklung habe der Kurs der US-Aktien im
Durchschnitt um das 33-fache über dem tatsächlich erzielten
Gewinn je Aktie gelegen, "ein noch nie dagewesenes
Kurs/Gewinn-Verhältnis".
Für den Rückgang der Aktienkurse zwischen April 2000 und dem
ersten Quartal 2001 hätten sich keine realwirtschaftlichen
Ursachen ausmachen lassen. Die BIZ-Experten diagnostizierten
zwei Phasen der Kursrückgänge. Für die erste Phase in den
Monaten April/Mai 2000 lasse sich keine spezielle Ursache
ausmachen. Es seien keine wesentlichen Informationen auf den
Markt gekommen, die einen solchen Kurseinbruch hätten
rechtfertigen können. In dieser Hinsicht sei das Geschehen mit
den weltweiten Kursstürzen im Oktober 1929 und im Oktober 1987
vergleichbar. Die zweite Runde der Kursrückgänge ab September
lasse sich dagegen auf Gewinnwarnungen zurückführen.
ajs/och/sam
REUTERS
111315 Jun 01
Zürich, 11. Jun (Reuters) - Auch nach dem "Schrumpfen einer
weltweiten Preisblase" sind die Aktienmärkte nach Ansicht der
Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) immer noch hoch
bewertet. Der breit gefasste S&P-500-Index der US-Aktien habe
wieder ein Niveau erreicht, das dem 27-fachen der tatsächlich
erzielten Gewinne entspreche, heißt es in dem BIZ-Jahresbericht,
der am Montag zur Generalversammlung der Bank veröffentlicht
wurde. "Ein Kurs/Gewinn-Verhältnis, das beinahe doppelt so hoch
war wie der langjährige Durchschnitt", so die BIZ weiter. Die
sich gegenseitig verstärkenden Faktoren Anlegeroptimismus und
Herdenverhalten hätten die Aktienkurse in die Höhe getrieben, so
das Fazit der "Zentralbank der Zentralbanken".
Im April 2001 habe die Meldung eines PC-Herstellers, dass die Gewinnerwartungen erfüllt worden seien, die Kurse an den
US-Börsen hochschnellen lassen, heißt es in dem Bericht. Auf dem
Höhepunkt der Entwicklung habe der Kurs der US-Aktien im
Durchschnitt um das 33-fache über dem tatsächlich erzielten
Gewinn je Aktie gelegen, "ein noch nie dagewesenes
Kurs/Gewinn-Verhältnis".
Für den Rückgang der Aktienkurse zwischen April 2000 und dem
ersten Quartal 2001 hätten sich keine realwirtschaftlichen
Ursachen ausmachen lassen. Die BIZ-Experten diagnostizierten
zwei Phasen der Kursrückgänge. Für die erste Phase in den
Monaten April/Mai 2000 lasse sich keine spezielle Ursache
ausmachen. Es seien keine wesentlichen Informationen auf den
Markt gekommen, die einen solchen Kurseinbruch hätten
rechtfertigen können. In dieser Hinsicht sei das Geschehen mit
den weltweiten Kursstürzen im Oktober 1929 und im Oktober 1987
vergleichbar. Die zweite Runde der Kursrückgänge ab September
lasse sich dagegen auf Gewinnwarnungen zurückführen.
ajs/och/sam
REUTERS
111315 Jun 01
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