Zum Thema Impfstoff: 4 großartige Unternehmen mit sehr vielversprechenden Ergebnissen. Namen wurden nicht genannt.
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Aus dem oben verlinkten Artikel noch ein durchaus prophetischer Seitenhieb auf AstraZeneca:
"The biggest drawback to the great-ape adenoviral vector vaccines may be their lack of prior testing in humans. Before the coronavirus pandemic, Oxfords ChAdOx1 vector had been given to only about 320 people, and ReiTheras new gorilla-derived vector has never been tested in humans. Although preexisting immunity could limit the effectiveness of the Ad5- and Ad26-based vaccines, at least their developers have a better idea of their vectors safety."
Übersetzt: Während Ad5- [CanSino] und Ad26- [J&J] basierte Vakzine unter begrenzter Effektivität infolge bestehender Vorimmunität leiden könnten, haben ihre Entwickler zumindest eine halbwegs gute Idee über die Verträglichkeit der Vektoren für Menschen. Oxford's [AZs] ChAdOx1 - auf Basis eines Schimpansenvirus - wurde bislang (Stand Mai 2020) jedoch erst an 320 Personen erprobt.
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Letztlich ist Risikoeinschätzung immer subjektiv. Die Erfahrungen von 30.000 (oder 44.000) Testkandidaten mögen da helfen. Aber jeder Mensch ist anders: Dekaden von Diabetesforschung haben weder meine Ärzte, noch mich, wirklich näher an den optimalen Umgang mit meiner Diabetes gebracht. Das Einzige, was ich begriffen habe, ist, dass 90% aller Studien für meinen Fall am Thema vorbei gehen, und dass ich mittels Selbstbeobachtung und täglicher Blutzuckermessung meinen eigenen Weg des Umgangs mit meiner Krankheit finden muss. Genauso werden aufgeklärte und nachdenkliche Menschen mit CoViD-19 und Präventions- / Therapiemöglichkeiten umgehen müssen.
Informieren (dazu gibt es hier genug), nachdenken, selbst entscheiden!
.. aus ganz anderen Gründen, als berichtet wird. Wenn man sich die Weltkarte ansieht, gibt es zwei Regionen, die mit extrem niedrigen Infektions-/ Todesraten hervorstechen (ich lasse jetzt mal den Großteil Schwarzafrikas aussen vor, weil dafür mangels hinreichender Tests/ Autopsien kaum verlässliche Aussagen möglich sind):
1. Südostasien, und
2. die südliche Ostsee: Hier zieht sich das Phänomen über alle nationalen Grenzen, von Dänemark über Mecklenburg, Polnisch-Pommern bis ins Baltikum, hat also offenbar kaum etwas mit der Politik zu tun (z.B. keine Maskenpflicht in Dänemark).
Woran dies liegt, weiss bislang keiner. Eine These ist hohe Vorimmunisierung durch Exposition zu anderen, Fledermaus-basierten Corona-Viren - an der Ostsee kommt selbst Gänse-Corona in Frage.
Und der Bayrische Wald hatte alles andere als Glück: Der Landkreis Tirschenreuth (teilweise unter massivem lock-down, verkündet schon bevor dies bundesweit ein Thema wurde) steht, mit 1.917 Toten pro Million Einwohner, weltweit ziemlich weit vorne. Zum Vergleich: New Jersey, höchste Todesrate in den USA: 1.827 Tote/ Million.
Anders gesagt: Nordostdeutschland hatte Glück (und wird es vermutlich auch weiter haben), damit auch Ballungsräume wie Berlin, Hamburg, und Halle-Leipzig. Im Rest der Republik dagegen wurde es stellenweise richtig bitter - neben Tirschenreuth müssen auch Straubing, Neustadt/Waldnaab, Wunsiedel, Rosenheim etc. bei den Todesraten keinen Vergleich mit Spanien, England, oder den USA scheuen. Deutschland hat ein paar schwere Fehler, die anderswo gemacht wurden (z.B. Senioren mit nur leichten Symptomen zurück in die Altenheime schicken, um Krankenhäuser zu entlasten - mit katastrophalen Resultaten in Spanien und GB) vermieden, aber viel mehr Gründe, die deutsche Corona-Politik zu feiern, gibt es eigentlich kaum. Wie gesagt - wir im Norden und Osten hatten halt Glück!
Dies ist kein Plädöyer für "laissez faire". Potentielle Superspreader-Events (Messen, Konzerte, auch Gottesdienste und große Hochzeiten) müssen eingeschränkt werden/bleiben, im Norden wie im Süden. Maskenpflicht im ÖPNV bleibt, zumindest im Berufsverkehr, ein Gebot. Ansonsten sollte sich Prävention/ Kontrolle bekannten Problemfeldern, wie z.B. Lüftungs-/ Klimatisierungssystemen in Industrie und Transport zuwenden (für jeden, der mal beruflich mit HACCP zu tun hatte, war Tönnies etc. erwartbar, und das war/ist sicher nur die Spitze des Eisbergs, Warsteiner hatte vor ein paar Jahren ein ähnliches Infektionsproblem, halt nur nicht mit Corona). Ich hoffe nur, die Idiotie des Frühjahrs (epidemiologisch ineffektiv, aber arbeitsplatzvernichtend) bleibt uns diesmal erspart: Weder geöffnete Buch- und Fahrradläden, noch Tretbootvermietung, noch Frisbee-Spiel im Park, Golfen, Motorradtouren mit mehr als zwei Teilnehmern, oder das Gläschen Wein beim Nachbarn, haben irgendwelche nennenswerten Effekte auf die Infektionsdynamik. Gleiches gilt für die 4-6 Kids, die sich abends am Rhein-, Isar,- oder Spree-Ufer treffen..
Sorry, war jetzt OT! Musste nur mal raus..
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