Eine Kapitalisierung von 59 Mio. Euro, gepaart mit Umsatzerlösen von 3 Mio. Euro sowie einem Fehlbetrag von 10,7 Mio. Euro, locken nicht unbedingt zum Einstieg bei einer Aktie – schon gar nicht, wenn sich die Notiz in den vergangenen fünf Jahren beinahe halbiert hat. Anteilseigner des Biotechunternehmens Biofrontera müssen also gnadenlos überzeugt sein von den Perspektiven der auf Salben zur Behandlung von Hautkrebs spezialisierten Gesellschaft. Zur Fraktion der Optimisten gehört Maruho. Der japanische Dermatologiekonzern hält 20 Prozent an Biofrontera. Nun endgültig die Reißleine gezogen hat hingegen Carsten Maschmeyer. Nach „intensiven Verkäufen über die Börse”, wie es offiziell so schön heißt, gingen seine verbliebenen rund 1 Million Aktien an dem Leverkusener Unternehmen jetzt an institutionelle Investoren. Die entsprechende Pressemitteilung war mit „Biofrontera stabilisiert die Aktionärsstruktur”, ebenfalls meisterlich formuliert. Dabei klingt die Investmentstory von Biofrontera durchaus interessant: Mit dem Gel „Ameluz” zur Behandlung von oberflächlichem Hautkrebs (Aktinische Keratose) hat Biofrontera bereits seit 2011 ein eigenes Produkt mit europäischer Zulassung auf dem Markt. Allein in Deutschland sollen bis zu acht Millionen Menschen an aktinischer Keratose leiden. Besonders betroffen sind Berufsgruppen wie Bauarbeiter, die viel unter freiem Himmel arbeiten.
Quelle: www.boersengefluester.de