Aufmerksamkeit zu erregen. So wie hier. Mit Hüftschaden.
Wenn Bauern in der Schweiz mit ihren Kühen auf eine der in ländlichen Regionen beliebten Viehschauen ziehen, dann sind sie um Tricks nicht verlegen. So werden die Kühe zum Teil rasiert, gepudert und gesalbt. Ein beliebter Schönheitstrick besteht auch darin, auf dem Kuhrücken einen etwa fünf Zentimeter breiten Haarstreifen stehen zu lassen, diesen zu föhnen und mit Haarlack und Haar-Gel in Form zu bringen. Dadurch kann der Eindruck einer perfekt geraden Kuh-Rückenlinie erweckt werden. Dafür gibt es Punkte von den Preisrichtern.
Das "Kuhstyling", das die Bauern nach Angaben des Emmentalischen Fleckviehzuchtverbandes in Kursen lernen, ist den Verbandsoberen nun zu viel geworden, wie die "Berner Zeitung" am Mittwoch berichtete. Sie wollen wieder mehr auf Natürlichkeit setzten und haben den Rückenstreifen und die Behandlung mit Haarspray und Gel untersagt. Schliesslich, so ein Sprecher des Verbandes zu der Zeitung, diene der ganze, notabene nicht ganz billige Aufwand nur dazu, sich selbst zu betrügen