Die Preisentwicklung ist schon enorm. Die Frage ist nur, ob und in wie weit Bayer davon profitiert. Die Preise entwickeln sich ja schon länger nach oben. Im 4.Quartal hatte Bayer noch nichts davon gespürt - zumindest war das mein Eindruck. Im 1. Quartal sollte man positive Effekte sehen. Aber bisher habe ich nicht den Eindruck, dass Bayer dort so richtig durchstartet. Aber warten wir ab - vielleicht tut sich ja noch was. Die Preise steigen ja weiter.
In Baumanns Rede Rede steht ja immerhin folgendes
"...Aktuell sehen wir eine andere Situation: Das Marktumfeld hat sich inzwischen deutlich
verbessert. Der erhebliche Nachfrageanstieg bei Agrarprodukten hat zu steigenden Preisen
geführt. Wir hoffen natürlich, dass diese Dynamik weiter anhält. Als führendes Unternehmen
im weltweiten Agrargeschäft sind wir bestens aufgestellt, um von diesem Trend zu
profitieren. Unser Ziel ist es, ab dem kommenden Jahr über dem Markt zu wachsen –
und zwar zwischen drei und fünf Prozent. Auch die Rentabilität des Geschäfts soll sich bis
2024 verbessern: Wir wollen dann eine bereinigte EBITDA-Marge von 27 bis 29 Prozent
erreichen...."
Warum will man denn erst im kommenden Jahr über dem Markt wachsen?? Warum nicht schon dieses Jahr? Was ändert sich denn nächstes Jahr? Der Wille? Der CEO?
Wenn man sich aber die steigenden Preise ansieht, dann muss Bayer davon profitieren. Immerhin ist man in genau dem Bereich gut aufgestellt.
Aus der Rede:
"...In der Landwirtschaft gibt es weltweit kein Unternehmen, das mehr in Forschung
und Entwicklung investiert als Bayer. Es ist fast doppelt so viel wie unser wichtigster
Wettbewerber. Warum ist das so wichtig? Weil wir eine nachhaltigere Landwirtschaft
brauchen, die mit den zunehmenden Wetterextremen besser umgehen kann, die von den
immensen Möglichkeiten der Datenanalyse profitiert und die selbst weniger Ressourcen
benötigt, aber dennoch den wachsenden Bedarf an Nahrungsmitteln deckt. An allen
diesen Themen arbeiten unsere Forscherinnen und Forscher.
Wir haben allein im vergangenen Jahr im Pflanzenschutz zehn neue Formulierungen und
drei wichtige Biotechnologieprodukte zur Marktreife gebracht. Unsere führende digitale
Agrarplattform Climate FieldView kommt mittlerweile auf mehr als 60 Millionen Hektar
weltweit zum Einsatz. Beim Saatgut haben wir Landwirten auf der ganzen Welt mehr als
430 neue Sorten für Mais, Soja, Baumwolle und Gemüse angeboten.
Ein anschauliches Beispiel ist unsere neue, niedrig wachsende Maissorte, die wir als
Pilotprojekt in Mexiko eingeführt haben. Sie können das hier auf dem Bild sehen. Mit dem
kleinen Wuchs ist der Mais weniger anfällig für Wetterextreme. Außerdem braucht man
weniger Fläche, Wasser, Stickstoff und Pflanzenschutz, aber man bekommt den gleichen
Ertrag. Diese Technologie hat das Potenzial, die Maisproduktion in den kommenden
Jahren zu revolutionieren und damit Landwirte weltweit bei einer der wichtigsten
Nutzpflanzen wirksam zu unterstützen. ...