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"...Gut, dass Maybrit Illner noch Marcus Hausser vorstellte, dessen Firma Abgas-Reinigungssysteme für Dieselfahrzeuge herstellt. Er sagte: "Software-Updates reichen nicht aus, um Fahrverbote zu vermeiden". Um die Belastung mit Stickoxiden in den Griff zu bekommen, sei eine technische Nachrüstung notwendig. Die sei mit 1500 Euro noch relativ teuer, allerdings sinke der Preis, je höher die Stückzahlen seien.
Dass die Industrie weiter auf Software-Updates poche, erklärt Hausser mit mangelndem Aufklärungswillen des Skandals und einer Politik, von der kein Druck ausgehe. Diesen Eindruck hinterließen auch CSU-General Scheuer und Umweltministerin Hendricks in den 60 Minuten. Der Zeigefinger in Richtung der Konzerne ist zwar erhoben, mehr aber auch nicht.
Und so könnte es sein, dass bald Gerichte darüber entscheiden, welche Autos in Deutschlands Innenstädte fahren dürfen und welche nicht. Ein Szenario, das sich niemand in Illners Runde wünschte. Denn wieder wären die Diesel-Käufer die Leidtragenden. Und die dann wirklich einen Grund hätten, "stocksauer" zu sein."