der Negativbeitrag von Gregor Honsel greift allerdings entschieden zu kurz. Er unterschlägt dass Wasserstoff Brücken- und Zukunftstechnologie zugleich ist.
Wenn G.H. schreibt
dass Wasserstoff derzeit meist aus fossilem Erdgas hergestellt wird und er dieses gaga findet weil man Erdgas ja auch direkt tanken könnte,
er sogar darauf hinweist das bei der Umwandlung von Strom zu Wasserstoff und die denn für den Motor wieder benötigte Rückverstromung die Hälfte bis zwei Drittel der Energie an Verlustenergie verloren geht,
denn verschweigt er
dass Wasserstoff einen um das 2,5-fache höheren Wirkungsgrad als herkömmliche Verbrennungsmotoren hat wenn er durch Brennstoffzellen genutzt wird.
Wenn G.H. propaganditisch beschreibt dass ein wasserstoffgetriebenes Fahrzeug an den Wirkungsgrad eines batterie-elektrischen Wagens nie heranreichen würde, weil dort der Strom praktisch eins zu eins am Motor landet (abzüglich ein wenig Verlust bei den Akkus und der Leistungselektronik) dann verschweigt er dass der Strom eben auch nicht nur aus der Steckdose kommt sondern zuvor mit großen Wirkverlusten ebenfalls erst mal erzeugt werden musste. Er verschweigt zudem die aufzubringenden Kosten welche für die Energie werden um die Primärenergie Öl oder Gas ans Tageslicht zu fördern und zu den Kraftwerkparks oder Raffinerien zu transportieren. Seriöserweise gehört die Betrachtung dieser Wirkungskette nämlich zur Berechnung von einem Gesamtwirkungsgrad dazu.
G.H. verschweigt auch dass Sonnen- oder Windenergie die nicht genutzt wird einem Wirkungsgradverlust von nahezu 100% entspricht.
Die Umwandlung von ungenutzter Sonnen- oder Windenergie in Wasserstoff führt in einer Gesamtbetrachtung also zu einer höheren Energie-Effizienz.
Je mehr Strom aus Wasserstoff, welcher aus ansonsten ungenutzter Wind- oder Solarenergie erzeugt wird, umso weniger müssen C02-produzierende fossile Energieträger herangezogen werden.
Damit sind Brennstoffzellen als Wandler für diie Umwandlung von Strom in Gas und umgekehrt wieder von Wasserstoff in Strom zumindest eine Brückentechnologie für die Energiewende.
Im Verlauf von Jahren bis Jahrzehnten besteht so die Möglichkeit sich nach und nach von den fossilen umweltbelastenden Primärenergien zu verabschieden.
Ein jeder mag nun selbst werten welche Art der Argumentation hier wirklich Gaga
ist.
Das größte Potenzial der Wasserstofftechnologie sehe ich eindeutig in der Mobilität. Es gibt keine größere Einsparmöglichkeit der fossilen Bodenschätze und dem umweltbelastenden CO2 als die Verwendung von Wasserstoff welcher zunehmend durch ungenutzte Sonnen- oder Windenergie erzeugt wurde.
M.E. gehört dem Wasserstoff-Hybrid-Fahrzeug (H2 + Batterie) die Zukunft.
Neben der Mobilität ist die Verwendung von Wasserstoff auch für die Stromspeicherung und der von den Übertragungs- Regelnetzbetriebern im Hoch- und Höchstspannungsbereich (110kV bis 380kV) benötigte Regelenergie unverzichtbar.
Da mit der „Power-to-Gas“-Technologie überschüssiger Strom aus Wind- und Sonnenkraft in Wasserstoff umgewandelt und Energie damit langfristig gespeichert werden kann
gibt es zu den Speichermöglichkeiten von Wasserstoff plus ihrer Möglichkeit der Rückverstromung keine vernünftigen Alternativen.
Zudem könnte durch einen verstärkten Einsatz von Wasserstoff und der Nutzung des Erdgasnetzes ein großflächiger Netzausbau für den Stromtransport in der Bundesrepublik gemindert werden.