Weniger demagogisch aber inhaltlich mit dem gleichen Tenor formuliert es der Vorsitzende der Deutschen Wasserstoff und Brennstoffzellenverbandes Dr. Johannes Töpler:
Eine erfolgreiche Energiewende braucht den Wasserstoff. Nur mit der Integration von Wasserstoff und Brennstoffzelle in ein ganzheitlich gedachtes Energiesystem, das Wärme, Strom und Mobilität umfasst, können die Ziele der Energie- und Klimapolitik umgesetzt werden“.
Ein weiteres Vorstandsmitglied (Ullrich Schmidchen) präzisiert:
Das Problem der Speicherung volatiler Energien sei nun erkannt: Erneuerbare Energien müssen in der Regel genutzt werden, wann, wo und wie sie vorkommen. Um die Schwankungen aus- bzw. an den Bedarf anzugleichen, benötigt man Speicher von einer Größenordnung, wie es sie bisher nur für die Speicherung von Erdgas gegeben hat.
Töpler bemängelt weiter,
dass es trotz aller Ankündigungen der alten und der neuen Bundesregierung und trotz der breiten Unterstützung der Bürger immer noch kein strategisches Konzept für die Umsetzung der Energiewende gäbe. Auch fehle in dem aktuellen Eckpunktepapier des Bundesministers für Wirtschaft und Energie ein konkreter Zeitplan für die stringente Koordination aller Komponenten der Erneuerbaren Primärenergien – der Netze, der Speicher sowie der Integration der drei Energiesektoren Strom, Gas und Wärme. Dieses Konzept werde dringend benötigt, um den beteiligten Partnern aus Wirtschaft und Industrie Planungssicherheit und Motivation zu geben
Der Deutsche Wasserstoffverband fordert weiter:
Wir fordern ein Markteinführungsprogramm für ‚Power to Hydrogen’, das zeitlich und im Volumen zunächst begrenzt sein kann“, so Vorstandsmitglied Werner Diwald. „Wasserstoff aus erneuerbarem Strom soll auf die Biokraftstoffquote und ab 2015 auch auf die Treibhausgasminderungsquote mit dem Vierfachen seines Energiegehalts (4fach-Counting) angerechnet werden. Damit wird die Marktdurchdringung für erneuerbares Gas in einem reinen Wasserstoffpfad als Beimischung zu Erdgaskraftstoffen und auch der Einsatz im Raffinerieprozess für konventionelle Kraftstoffe möglich.“
Letztlich noch die Quintessenz der Jahrestagung:
Es sei nicht nachvollziehbar, warum Anlagen, die das EEG-System entlasten und einen Beitrag zur Kostendämpfung leisten, dafür noch Abgaben zahlen sollen. Durch die vielseitige Anwendbarkeit des Wasserstoffs (auch als Kraftstoff oder Rohstoff für die Chemie) können Verluste oder erhöhte Kosten an anderer Stelle (in einer Mischkalkulation) ausgeglichen werden. Erneuerbarer Wasserstoff kann dadurch schrittweise und finanzierbar in neue Märkte integriert werden. Wasserstoff hilft also, die Energiewende bezahlbar zu machen.
Quelle:
www.h2hamburg.de/servicemarken/Nachrichten/...Wasserstoff.html
Für diejenigen, denen meine Wutausbrüche zu drastisch sind.