Hallo noch mal eine Nachricht,
die Mut macht, ist das schon eingepriced? ? ?
31.07.2003
Ministerpräsident Peer Steinbrück: „Die Sanierung des Babcock-Konzerns verläuft sehr erfolgreich“
Als „wichtigen Schritt zur erfolgreichen Sanierung“ des Babcock-Konzerns hat Ministerpräsident Peer Steinbrück heute (18. Juli 2003) den Verkauf der Babcock Borsig Power Systems GmbH an den japanischen Konzern Babcock-Hitachi K. K. bezeichnet. Anlässlich der „Opening Ceremony“ im Düsseldorfer Ständehaus sagte der Ministerpräsident, damit beginne ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte von Babcock, das große Perspektiven verspreche.
Noch vor einem Jahr, als der schwer angeschlagene Babcock Konzern Insolvenz anmelden musste, habe wohl niemand zu prophezeien gewagt, dass heute die Sanierung weitgehend erfolgreich abgeschlossen sein würde. Mit der Übernahme der Babcock Borsig Power Systems sei das Herzstück des Babcock-Konzerns gerettet. Da das Unternehmen weiterhin für den gesamten europäischen Markt für Kraftwerkstechnik verantwortlich sei, eröffne sich für die Zukunft ein erhebliches Wachstumspotenzial. Steinbrück: „Der Erhalt an Kompetenz in der Schlüsseltechnologie Kraftwerksanlagen ist durch die Neustrukturierung gesichert und für das Energieland Nordrhein-Westfalen von großer Bedeutung.“
Der Ministerpräsident verwies darauf, dass die Landesregierung den gesamten Prozess der Insolvenz in Eigenverwaltung aktiv und konstruktiv begleitet habe. Nach Einleitung des Insolvenzverfahrens hatte eine vom damaligen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement eingesetzte Task Force der Landesregierung in unmittelbarem Kontakt mit der Unternehmensleitung, dem Sachwalter und dem Betriebsrat alle Möglichkeiten der Unterstützung bis hin zu Landesbürgschaften genutzt. Im Vordergrund stand dabei für die Landesregierung, die Standorte in NRW und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu sichern.
Steinbrück sagte, dass nicht alles, was wünschenswert gewesen wäre, auch erreicht werden konnte. Aber das, was bis heute erreicht wurde, „ist ein schöner Erfolg“. Insgesamt seien 18.000 der weltweit 21.000 Arbeitsplätze des früheren Babcock Konzerns im Rahmen des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gerettet worden. Der Ministerpräsident dankte dem Vorstand, dem Sachwalter und dem Betriebsrat für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit während der Sanierungsphase.
Als entscheidenden Schritt bezeichnete Steinbrück die Konzentration der Kerngeschäfte der alten Babcock Borsig AG in der sogenannten Auffanggesellschaft im September vergangenen Jahres. Er begrüßte das Engagement der japanischen Babcock-Hitachi, weil es den Standort Oberhausen und die Arbeitsplätze vor Ort nachhaltig sichern werde.
Glücklich zeigte sich der Ministerpräsident auch über die Nachricht, dass für den Servicebereich ebenfalls eine Lösung unmittelbar bevorstehe und damit für die 2100 Beschäftigten eine Zukunftsperspektive erkennbar werde: „Das alles ist Anlass genug, optimistisch in die Zukunft zu blicken und stärkt die Hoffnung, dass das Markenzeichen Babcock erhalten bleibt und weiterhin für Qualität auf hohem Niveau bürgt.“
SPEKULATIV,
aber Kap Horn ist schon mal umschifft ;-)