www.deraktionaer.de/artikel/aktien/...=TRtvHrugxEKV2n-qR2P-ag
Sind die Sorgen berechtigt? „Selbstverständlich ist KI transformativ. In vielen Use Cases wird sie sehr nutzenstiftend eingesetzt, und ja, es gibt auch Bereiche, in denen KI einzelne Softwareprogramme ersetzt beziehungsweise bald ersetzen wird“, so ATOSS-Finanzvorstand Christof Leiber gegenüber dem AKTIONÄR. „Im Bereich unternehmenskritischer End-to-End-Unternehmenssoftware sehen wir jedoch keinen Trend zur Ersetzung. Im Gegenteil: KI verbessert die bestehende Software. Wir entwickeln unsere Lösungen gezielt mit integrierten KI-Services weiter, damit Unternehmen die in ihren Systemen vorhandenen Daten- und Prozessinformationen in messbare Effizienzgewinne, höhere Produktivität und eine deutlich verbesserte Nutzung überführen können.“
Leiber spricht daher lieber davon, dass Kunden ATOSS nicht „trotz“, sondern „wegen“ KI brauchen, und nennt im Hintergrundgespräch entsprechende Beispiele.
Fakt ist: ATOSS will auch künftig auf dem profitablen Wachstumspfad bleiben. Der Vorstand peilt für 2026 einen Umsatz von rund 215 Millionen Euro an. Die operative Marge soll mindestens 32 Prozent betragen. Für 2027 werden rund 245 Millionen Euro Umsatz und eine Marge von mindestens 33 Prozent erwartet. Der Gewinn je Aktie könnte damit von 3,04 Euro im Vorjahr auf über 3,20 Euro im laufenden Jahr und bis 2027 auf 3,75 Euro steigen. Das viel diskutierte KGV würde von 27 auf 23 sinken. Zum Vergleich: Das durchschnittliche KGV der vergangenen zehn Jahre lag bei 45.
„Mittel- und langfristig werden wir durch den Ausbau von KI-Services in Ergänzung zu unseren Lösungen deutlich attraktiver für Kunden. Und das gibt uns – ähnlich wie die erfolgreiche Umsetzung unserer Cloud-Strategie seit 2016 – exzellente Chancen für weiteres Wachstum bei ATOSS.“