Lieber Cicero, ich kann verstehen, dass Du ein genaues Lesen Deiner Beiträge möchtest und "nun auch mich" dazu aufforderst. Indem ich Deine Beiträge gerne lese, wirst Du mir sicher nicht böse sein, wenn ich Dich bitte, dann auch selbst genau zu lesen. Ich habe weder Dir, noch sonst jemandem unterstellt, die Meinung zu vertreten, eine Übernahme stünde an oder eine Betriebsschließung.
Das Thema Übernahme kam aus der letzten Unterhaltung mit Totenkopf hervor, bei der es u.a. um die aktuelle Bewertung und das Kurswachstum (bzw. dessen Geschwindigkeit) ging. Du hattest auch schon früher den Kurs als eine Position gesehen, die eine Übernahme begünstigen könnte. Ich sehe die Gefahr auch beim aktuellen Kurs nicht und habe versucht, das zu argumentieren.
Den Gesichtspunkt Unternehmensschließung habe ich angeführt, weil das aus Sicht der Aktionäre wohl die einzige Maßnahme ist, die massiv und unmittelbar auf unser Investment Einfluss hätte. Ansonsten könnte eine Übernahme (nochmals: niemand geht davon aus, dass eine solche aktuell ansteht) aber auch positiv sein. Du selbst bist - zu Recht - mit der derzeitigen Produktivität nicht zufrieden. Eine Übernahme durch kompetente Leute KÖNNTE auch die Effizienz von AT&S steigern. Auch, wenn ich mir das einstweilen nicht wünsche (gemeint ist die Übernahme, die Effizienzsteigerung wünsche ich mir schon).
Zu den Arbeitsplätzen habe ich im davorliegenden Posting geschrieben, dass das für die in ÖSTERREICH NICHT gut wäre. Du wirst das sicher gelesen haben. Auch wenn ich niemanden den Verlust des Arbeitsplatzes wünsche (ich weiß, was das bedeutet, darf aufgrund der Covidmaßnahmen der Österr. Regierung selbst seit mehr als einem Jahr mit kurzen Unterbrechungen nicht arbeiten (bin aber NICHT in der Gastronomie tätig)), würde das nicht zwangsläufig zu einem Nachteil für den Börsenkurs, der Dir ja am Herzen liegt, führen. Leider ist es sogar oft so, dass infolge des Hebens von Synergien (nicht selten mit Personalabbau und Zusammenlegung von Abteilungen verbunden), das zu einer Steigerung des Kurses führt. Warum sollte es für einen Aktionär in den USA etwas ausmachen, wenn Forschung oder Konzernleitung nach China verlegt würden ?
Dass Du meinen Beitrag als naiv qualifizierst, ist schade - aber eine persönliche Meinung, die ich selbstverständlich akzeptiere.
Auch wenn Du darüber nicht mehr schreiben wolltest, war es mir wichtig, obiges klarzustellen. Einerseits, weil ich hoffend denke, dass wohl ein MIssverständnis vorliegt - und andererseits, weil ich Deine Beiträge in der Regel gerne und auch genau lese. Was ja Missverständnisse nicht ausschließt.
In diesem Sinne also: nichts für ungut, Dein Dividendius :o)