Polytec wird doch aber in Deutschland als Hauptbörsenplatz gehandelt. Daher müsste man eigentlich leichter zu handeln sein als A/&S. Hat man ja kürzlich meines Erachtens auch gesehen. Als diverse Meinungsführer in den Foren die Aktie empfohlen haben, plus 1-2 Börsenbriefe, ging der Kurs steil von 7-8 € auf fast 11 €. Versteh daher garnicht wieso du dch beschwerst. Lief doch zuletzt super für Polytec-Aktionäre.
Bei AT&S liegt es sicher zu Teil am Börsenplatz. Zum Teil würd ich aber auch behaupten, dass der Vorstand Fehler bei seiner Kapitalmarktkommunikation macht, was den Sinn und Zweck der Chinaexpansion und deren Mehrwert für die Aktionäre betrifft. Man kann halt nicht fast ne Milliarde investieren, was unternehmerisch sicherlich Sinn macht, aber den Anleger nicht erklären, wann und welchem Maße die Investitionen wieder eingefahren sind. Für mich ist diese ganze "Investitionsorgie" (so sinnvoll sie für AT&S Marktstellung auch ist) nur dann als Aktionär akzeptabel, wenn mir der Vorstand garantieren kann, dass man mittelfristig dauerhaft FreeCashflows oberhalb 60 Mio € erzielt. Das scheint für den Vorstand aber nicht wirklich primäres Ziel zu sein. Hauptsache Umsatzwachstum und so die Marktstellung verbessern. Ist ja gesellschaftlich auch das einzig Sinnvolle. Als Gesellschaftswissenschaftler würde mir der Ansatz des Vorstand gefallen. Letztlich gehts ja nur darum, etwas kostendeckend zum Wohle der Konsumenten zu produzieren und dabei ausreichend Gewinn und operativen Cashflow zu erzielen, um auch das Unternehmen nicht zu gefährden. ... Als Aktionär muss aber auch mal dauerhaft ein stetiger FreeCF übrig bleiben. Sonst macht das alles irgendwie keinen Sinn als Anleger. Na ja, vielleicht bin ich derzeit auch einfach nur wegen des Kursverfalls so kritisch. Kann sich ja schnell wieder ändern.
the harder we fight the higher the wall