wieder ein Pöser Junge.
Das Ende des iPhone-Wachstums scheint erreicht. Schon bald dürfte Alphabet Apple als wertvollste Firma der Welt ablösen. Im vierzigsten Jahr des Bestehens schwinden die Argumente für den Kultkonzern aus Cupertino.
Tief, tiefer, Apple. Das Börsenjahr 2016 ist keine Woche alt, da hat der wertvollste Konzern der Welt schon mehr verloren als im gesamten Vorjahr. Um mehr als 8 Prozent lag die schwer angeschlagene Apple-Aktie nach vier Handelstagen schon wieder hinten. Und das nach Monaten im Rückwärtsgang.
Bei rund 134 Dollar notierten die Aktien von Apple Börsen-Chart zeigen im vergangenen Frühjahr. Bei rund 96 Dollar blinkte der Kursticker in dieser Woche auf - mehr als 28 Prozent tiefer. Um mehr als 230 Milliarden Dollar ist der Börsenwert des - noch - wertvollsten Konzerns der Welt seit dem Allzeithoch im April 2015 geschrumpft: Jetzt sind es noch 538 Milliarden Dollar, und Verfolger Alphabet Börsen-Chart zeigen (vormals Google) holt mächtig auf.
Es ist ein Crash in Slow Motion. Der Auslöser ist immer der gleiche: Die wachsenden Sorgen, dass der heilige Gral der Wall Street verloren gegangen sein könnte - das Wachstum.
Wachstumssorgen: Alles hängt am iPhone
Das Wachstum ist bei Apple untrennbar mit dem erfolgreichsten Produkt der fast vierzigjährigen Konzerngeschichte verwoben: das iPhone, das zur Lebensversicherung in Cupertino geworden ist. Schließlich generiert das Kult-Smartphone mehr als 60 Prozent von Apples Umsätzen und mehr als 70 Prozent der Nettogewinne.
Die Gleichung ist entsprechend einfach: Schwächelt das iPhone, bekommt Apple eine Lungenentzündung - so die Logik in den vergangenen Jahren, wenn das Wachstum der mit Abstand wichtigsten Konzernsparte nachließ.
Nun jedoch bricht eine neue Zeitrechnung an: Das nachlassende Wachstum droht in Negativwachstum umzuschlagen. Selbst wenn in der Weihnachtsbilanz, die am 26. Januar nach Handelsschluss verkündet wird, mit Ach und Krach noch der Vorjahreswert (74,5 Millionen verkaufte iPhones) überboten werden sollte, zeigt der jüngste Trend klar nach unten.
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