Und wieder ein Thema, das schon x-mal diskutiert wurde:
"Saudummes Gewäsch. Hast du auch eine Begründung für diese Aussage? Ich habe begründet, warum dem nicht so ist."
Derivate sind in zweierlei Hinsicht CASINO: erstens steckt hinten dran stets die (Finanz-)Mafia (=gezinktes Spiel / ungleiche Chancen), die dabei den stärksten Reibach macht, und zweitens ist das reines Glücksspiel, weil die für die Derivate erforderlichen Kurse keinen echten Bezug zur Aktie haben - weder Stimmrecht, noch einen Anteil. Es sind reine Wettscheine, die keinen Wert an sich haben.
Genauso gut könntest Du auf die Farbe der Socken von Prinz Charles bei einem nächsten öffentlichen Auftritt in London wetten - diese Wette sagt nix über den Wert der britischen Monarchie aus, aber wenn man 'Spielglück' hat, errät man die Farbe und kriegt einen ordentlichen Gewinn. Die Briten wetten ja auf alles Mögliche.
Na ja: und bei einigen Derivaten sind dann KOs, die Zeitkomponente, und andere Spielereien als künstliche 'Handycaps' noch mit eingebaut - aber bestimmt nicht, um die Chancen des Spielers zu verbessern. ;-)
Dein Problem ist immer, dass Du das nicht verstehen willst, weil das dann Dein Handeln in ein fragwürdiges Licht ziehen würde - wer nennt sich schon gerne 'Zocker'? Ich finde ja schon 'Investor' fragwürdig, und das ist noch sehr neutral.
Dass Derivate 'Spielscheine' sind, kann man sehr schön an der Aufregung einger Kommentatoren hier erkennen.
Die wenigsten Derivate Käufer sind an langfristigen Investitionen interessiert, noch interessieren sich viele überhaupt für das Unternehmen. Es geht allzu oft nur um den 'nächsten Zock', der gute Chancen verspricht - nicht mehr und nicht weniger. Und das können (siehe 'Die Glücksritter') Orangenkonzentrat, Schweinehälften, Automobile, Smartphones/Consumer Produkte oder eben auch Währungen oder Öl sein.
Das wäre ja alles nicht so schlimm, würde es vom eigentlichen Börsengeschehen komplett entkoppelt ein - aber das ist es leider nicht. Denn, meine Befürchtung, es besteht die Gefahr, dass wegen der um das Vielfache höheren Einsätze im Derivatemarkt der Kurs der Aktien manipuliert wird - und das ist eben äußerst unfein.
Ich hab nix mit Derivaten zu tun, aber mein Investment wird dadurch dennoch beeinflusst. Und zwar nur, weil auf den Dingern eben nicht 'rote Charles Socken', sondern "Apple Basispreis 120" steht.
Der Derivatemarkt ist der Fluch der Börse, und damit meine ich definitiv nicht den geringen Anteil an Derivaten, die der Absicherung dienen, sondern den großen Rest, der einfach nur um des Zockens willen erfolgt.
Deine Ausrede, das sei alles eh egal, wie man an der Börse investiert, ist nicht stichhaltig - weil ein Aktionär Mitsprache und Anteile am Unternehmen hält, eine Dividende erhält - und der Derivate Zocker NIX in Händen hat, außer rote Socken/Basispreis 120.
Oder anders ausgedrückt: ich habe Einfluss, wenn auch nur einen geringen, und Du hast keinen Einfluss - und dass Dein Wohl Cook egal ist, hat er ziemlich deutlich zum Ausdruck gebracht. ;-)