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"irgendwie erinnert mich ubsb55 ganz stark an sbchen... auch was die Netiquette der Beiträge angeht. Vllt zweimal durchatmen bevor du auf senden drückst :-) "
Na du hast Sorgen! Das ist doch offensichtlich, seit ubsb vor ein paar Tagen öffentlich wegen Doppel-ID mit sbchen von der Ariva-Stasi gesperrt wurde. Mir ist das längst per BM bekannt. Daher weiß ich, dass sbchen keinesfalls trickst, sondern einfach von den beschissenen Ariva-Registrierungsprozessen zu immer wieder neuen IDs gezwungen wird.
Reg dich also ab. Das Problem ist nicht sbchen, sondern die unfähigen Ariva-Programmierer.
Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums ist im September die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft nur um 142.000 gestiegen. Analysten hatten einen Wert von 200.000 erwartet. Zudem wurden die Zahlen für die beiden Vormonate nach unten korrigiert: Im August sank die Zahl auf 136.000 - nach 173.000 zuvor gemeldeten. Im Juli sank die Zahl auf 223.000 Stellen - nach bislang 245.000 Stellen.
Die Vorgaben (siehe ISM-Index und die Erstanträge) hatten schon die Befürchtung genährt, dass die Daten schlechter ausfallen könnten und genau das ist geschehen. Der Dax brach nach Bekanntgabe der Daten innerhalb von 15 Minuten um knackige 200 Punkte ein – eben weil die Erwartungen so deutlich unterschritten wurden.
Und damit kann es natürlich sein, dass sich die Fed – sofern die Konjunkturdaten sich weiter verschlechtern - tatsächlich gezwungen sieht, die Zinsen noch eine Weile unten zu halten.
Schwieriger ist herauszufinden, wie der Markt auf diese Entwicklung reagiert. Freut er sich, dass die Zinsen vielleicht doch länger niedrig bleiben als gedacht oder sorgt er sich darum, ob die US-Wirtschaft wieder in eine Rezession fällt ? Eigentlich sollten die Märkte sich eher positiv entwickeln, da sie sehr sensitiv auf das Zinsthema reagieren. Die erste Reaktion war jedoch negativ - doch, wie wir wissen, ist die erste selten die richtige.

@Walterwhite, #24143: "Servus zusammen! Ich hab ein die Trader hier eine kurze Frage. Ich habe immer wieder gelesen, dass manche unter Euch Faktor Zertifikate bevorzugen. In diesem Zusammenhang stand auch immer der negative Aspekt der "langen Seitwärtsbewegung" im Raum. Gibt es für diese "lange Seitwärtsbewegung" eine adaquäte Erklärung oder so etwas wie eine Break-Even-Berechnung? Sprich, wie lange darf der Titel max. seitwärts laufen bevor das Zerti deutlich an Wert verliert? "
Ich bin nicht der Meinung, dass FZs unter Seitwärtsbewegungen leiden, sondern unter kurzen heftigen Kurseinbrüchen des Basiswerts.
Vorletzten Montag bin ich nach dem ersten VW-Einbruch mit einem FZ5xLong auf die Schnauze gefallen, weil ich dachte, das gibt sich schnell wieder. Tatsächlich ist am Dienstag VW nochmal um 20% eingebrochen und damit war der FZ praktisch wertlos und wird sich auch nicht wieder erholen.
Ich habe mir inzwischen mal die Mühe gemacht, die Funktionsweise von FZs genau zu untersuchen. Das entsprechende Spreadsheet kann man sich von meiner Cloud als Excel oder PDF herunterladen:
https://onedrive.live.com/...=!ADDOPIa-iz9CZ_U&ithint=file%2cxlsx
https://onedrive.live.com/...y=!AGvMLfCvKpteCLo&ithint=file%2cpdf
Hier in der Anlage ein Bild von Seite 3, wo die Mechanik erklärt wird.
Die Grundproblematik ist schlichter Prozentrechnung geschuldet, die besagt, dass es schneller runter als rauf geht. D.h. (siehe die kleine Tabelle in der Anlage: Wenn der Basiswert um 15% fällt, braucht er 17,6%, um sich wieder zu erholen, das FZ5xLong aber 60% im Basiswert. Wenn der Basiswert dagegen um 15% steigt, ist er nach -13% wieder am Anfang, das FZ aber bereits nach -8,6%.
In dem Spreadsheet wird folgendes behandelt:
- Seite 1-2: Das habe ich vor Jahren mal mit einem konkreten DAX-FZ gemacht, um zu sehen, ob ich das verstanden habe. Kann man hier ignorieren.
- Seite 3: Die Grundmechanik und Formeln (siehe Anlage).
- Seite 4-5: Szenario "Schrecklicher Absturz, dann kontinuierliche Erholung". Man sieht, dass sich der Basiswert sehr viel schneller von dem Absturz erholt als das FZ.
- Seite 6-7: Szenario "Starker Anstieg, dann kontinuierliche Verschlechterung". Man sieht, dass das FZ schneller als der Basiswert nach dem Anstieg verbrennt.
- Seite 8ff: Szenario "Random seitwärts". Damit kann man mit Zufallszahlen spielen, die den Basiswert insgesamt seitwärts gehen lassen (F9 in Excel für Neuberechnung). Man sieht, dass das FZ natürlich jede Änderung des Basiswerts verstärkt, insgesamt aber nichts passiert, solange es tatsächlich seitwärts geht. Nur wenn ein kleiner Aufwärts- oder Abwärtstrend besteht, steigt, bzw. fällt das FZ. Fällt aber deutlich stärker als es steigt.
Insgesamt sehe ich das so:
- Nur stetig steigende oder wenigstens seitwärts gehende Basiswerte sind ein Vorteil oder wenigstens schadlos für das FZ.
- Kurzzeitiger starker Anstieg wird relaiv schnell wieder aufgefressen.
- Kurzzeitiger starker Einbruch ist eine Katastrophe für das FZ. Es erholt sich praktisch nie mehr, und damit wird sein vermeintlicher Vorteil "kein KO" praktisch aufgehoben.
Insgesamt halte ich FZs wegen des letzten Punkts eher für Teufelszeugs. Ihre Kursentwicklung hängt von der gesamten Vorgeschichte ab und kann durch kurzfristige Einbrüche komplett und dauerhaft ruiniert werden. Bei klassischen OS hat man dieses Problem nicht (wohl aber die begrenzte Laufzeit). Klassische KOs haben dieses Problem auch, gehen aber sofort und ehrlich - nicht erst quasi heimlich - bei einem kurzen Kurseinbruch kaputt.
"Ein 20% Verlust ist für ein Faktor 5 Zertifikat immer tödlich, auch wenn der Schein vorher 1000% zugelegt hat."
Alles ok, was du sagst, aber obiger Satz ist so nicht richtig. Dieser Fall wird durch Intraday-Breaks vermieden. Es wird praktisch ein virtueller Tag geschaffen, sobald das FZ intraday um 50% gefallen ist. Dadurch kommt man nie auf 100% Verlust des FZ. Aber beliebig nahe.
Das Thema hatten wir schon mal im Short-Thread. Siehe 05.08.15, #2834:
"Hatten wir uns hier nicht vor ein paar Tagen gefragt, was z.B einem FZ Long 4x passiert, wenn sein Basiswert um 25% abkackt? Ist der dann wertlos verfallen?
Ich habe mich inzwischen schlau gemacht. Nein, er verfällt nicht. Sondern Intraday-Drops eines FZ werden auf 50% beschränkt. Bei einem 4-fach also wenn der Basiswert um 12,5% fällt. Wenn das passiert, wird untertags quasi ein neuer Tag begonnen. Dadurch wird der FZ nicht wertlos.
Lässt sich leicht googeln. Siehe z.B.:
https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersenportal/wertpapiere-und-maerkte/hebelprodukte/faktor-zertifikate/
Tägliche Anpassung"
@XL: "Habe leider auch schlechte Erfahrungen mit iOS 9 gemacht. Hoffentlich ein Ausrutscher."
Leider kein Ausrutscher, sondern durchweg gängige Praxis, weil Programmierer keinen Berufsethos mehr haben und ihr Handwerk nicht mehr verstehen. Praktisch alle. Egal ob von Apple, Microsoft oder Google oder sonstwem. Alle schreiben in großer Eile irgendeinen Scheißdreck in ihre Programme, weil sie schnellstmöglich heim oder in die Disco zum Ficken oder in die Muckibude wollen und dabei ihren Puls messen. Oder weil ihr Manager gesagt hat, dass es schnell gehen muss. Dann kümmern sie sich halt um keine Errors von API-Calls, Timeouts, Exceptions aller Art, Buffer-Overflows, Memory-Leaks, etc. mehr. Sondern überlassen das den Kunden und einer Call-Line in Rumänien oder so, die die Kunden mit vollkommen sinnlosen Taktiken hinhält.
Tja. so ist die Welt inzwischen nun mal.
Meine Kollegen und ich haben uns ein Leben lang nicht als Informatiker oder Mathematiker bezeichnet, die wir waren und sind, sondern bzgl. unserer IT-Arbeit als "Datenmetz". Das sollte heißen: Handwerker, die ihre ganze Ehre dafür einsetzen, ihren Stein/ihr Programm so gut wie irgendmöglich zu bearbeiten. Nach allen Regeln der Kunst.
Diese Haltung ist leider zugunsten von schnellem Gewinn (für die Arbeitgeber per Q-Bilanz und für sich persönlich per Freizeit-Nonsense-Spaß) vorbei. Und das wird todsicher schief gehen. Diese ganzen irren Lifestyle-Menschen, die sich nicht mehr um ihren Beruf, also ihre Berufung kümmern, sondern um ihr Privatleben, werden uns an den Abgrund führen.
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