Ja Armitage, sehr guter Einwand (Du bist übrigens der Einzige, dem dies aufgefallen ist).
Mit soetwas muss man in der Tat - seriöserweise - rechnen.
Witz bei der Sache: Einen Dax von 12.000 und 1.000 Punkten stelle ich durchaus in Rechnung.
Logischer Nachteil bei dieser (= meiner) Vorgehensweise: Man ist nie vollinvestiert, sondern - zumindest in der Vergangenheit - nur mit einem Bruchteil seines Vermögens involviert. Entweder drehen die Kurse vorzeitig nach oben oder nach unten ab.
Sprich: Man wird mit meiner Methode (definitiv) nicht reich, kann aber bei konsequenter Befolgung eine zweistellige Rendite (in Kombination z.B. mit Tagesgesgeld etc.) erreichen, ohne existentielle Nachteile befürchten zu müssen.
Und gerade in Letzterem sehe ich enorme Vorteile.
No Panic deutete es in seinen beiden Postings an, dass Privatanleger ein Wissensdefizit hätten. Auch das ist eingängig, wen man es hört – aber wenn ich mich so im Börsenwesen umschaue, was es da für Vollpfosten gibt, die dann eingeladen werden, um in einer Talkshow ihr Bärtchen in die Kamera zu halten.
Oder die tollen Fonds, die mit manchmal bemerkenswerter Performance aufwarten – aber legt man einen passiven ETF daneben, bleibt von der Großartigkeit kaum was übrig.
Schaut man näher in solch einen Fonds – z.B. in den DWS Vermögenbildungsdings – da sind die beiden größten Positionen Allianz und Pfizer – Drückerkolonne und Viagra…
Oder weiter oben, was die Börsenobervögel so empfehlen…
Wa das was dabei, was einen überrascht hat – beim Jensi‘s Asien-Dividendending hat es bei mir gezuckt, dass das eine Idee sein könnte…
Und die mathematischen Modelle?
Das konnte einen noch faszinieren, als es neu war…
Was bleibt übrig, vor dem man Respekt haben muss?
Ein leichtfüßigeres Vorgehen, sprich eine mittelfristige Herangehensweise kann mit Sicherheit im Einzelfall sinnvoller sein.
Aber wenn ich keine Ahnung habe, ob ein Investment im "Mittelmaß" sinnvoll ist, dann halte ich - persönlich - mich doch lieber raus, um sicherzustellen, dass mein CRV außerhalb des Mittelmaßes mit Sicherheit besser ist, als mittendrin.
Mit anderen Worten: Was aktuell (bei 6.400 Dax Punkten) abläuft, vermag ich beim besten Willen nicht zu beurteilen. Aber ich vermag zu sagen, dass ab 7.000 Punkten aufwärts ich für meine Shorts ein wesentlich besseres CRV erhalte, auch auf die Gefahr hin, diesbezüglich nicht mehr zum Zuge zu kommen.
Man muss sich m.E. nämlich an der Börse von dem Gedanken verabschieden, "etwas" verpassen zu können. Genau dies ist m.E. der Kardinalsfehler.
Ich - als kleiner Privatanleger habe Geduld und - kann abwarten, die Institutionellen Anleger aber nicht. Warum soll ich bei 6.400 Punkten in irgend eine Richtung einsteigen?
Kann doch alles passieren auf diesem Niveau?
Aber ist eben eine Geschmacksfrage.
Ich verstehe, was Du meinst.
Bin aber nicht bereit, mich auf diesem Niveau in 'Kursscharmützel" verstricken zu lassen.
Sprich: Mindestens 2.000 Dax-Punkte nach oben oder unten muss mein Investment "historisch" tragen können, ansonsten halte ich mich raus.
Für alles andere ist mir mein hart verdientes Geld zu schade. Aber wie gesagt, ist eben eine Geschmacks- (= -Risiko-) Frage.
Das ist das Steinzeithöhlenmensch-Gehirn
Verlust - Angriff - ganz derb draufschlagen...
"den Verlust, den hol ich mir zurück..."
Letztlich gibt es zwei Möglichkeiten damit klar zu kommen:
- Disziplin
- Verständnis dieser (Coping-) Prozesse
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