wenn man Aktien-Märkten überhaupt Rationalität zubilligen will dann doch die, dass diese Gewinnerwartungen (auch negative) spekulativ miteinander in Beziehung setzen und sie deshalb ihren kausalen Bezugspunkt in der tatsächlichen Gewinnentwicklung finden müssen. Die Ableitung von Kursbewegungen aus massenpsychologischer und charttechnischer Musterreproduktion - innnerhalb ihres Bezugssystems streng rational - verwandelt hingegen die Form, in der sich Kursbewegungen vollziehen, in deren Grund. Der Witz daran ist der, dass der Glaube an diese oder andere Pseudokausalitäten zusammengenommen im Ergebnis eben jener makroökonomischer Kausalität zum Durchbruch verhilft, die sich in den grossen Börsenzyyklen wiederspiegelt. Jeder macht sein eigenes okkultes Ding, aber alle wirken so zusammen, dass der Markt (letztlich) seine Funktion erfüllen kann: Blasen aufzublasen und wieder platzen zu lassen. ..
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'Es gibt immer den Punkt, wo das Sentiment und die Richtung harmonieren und keineswegs als sicherer Kontraindikator angesehen werden kann.'
Hat hier doch keiner behauptet, Learner. Vielmehr ist das Sentiment dann um so mehr Kontraindikator, je weniger es von den realen Marktbewegungen bestätigt wird...
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