Analysten/Klageschrift

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Analysten/Klageschrift antoinette
antoinette:

Analysten/Klageschrift

 
15.04.02 07:25
#1
DOKUMENTATION

Das abgekartete Spiel der Analysten

Von Carsten Matthäus

Merrill Lynch und Star-Analyst Henry Blodget samt seinem Team haben Investoren offenbar systematisch an der Nase herumgeführt. Das geht aus der 38-seitigen Klageschrift hervor, die SPIEGEL ONLINE in Auszügen veröffentlicht.

 
AP

Schrecken der Analysten: Staatsanwalt Spitzer


New York - Der oberste Staatsanwalt von New York, Eliot Spitzer, ist sich seiner Sache sicher. "Das war ein schockierender Betrug von einer der namhaftesten Wall-Street-Firmen", sagte er auf einer Pressekonferenz. "Dieser Fall muss eine Reform der ganzen Branche nach sich ziehen".
Spitzer und sein Büro haben ganze Arbeit geleistet. Sie sichteten in zehn Monaten rund 30.000 Dokumente. Viele davon waren interne E-Mails, die zwischen Analysten, Chefs und Investmentbankern von Merrill Lynch kursierten. Außerdem wurden rund 20 Zeugen unter Eid vernommen.

   
 IM INTERNET
 
·  The Atonnery General of New York: Klageschrift gegen Merill Lynch (PDF)


SPIEGEL ONLINE ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.


Herausgekommen ist ein 38-seitiger Bericht mit haarsträubenden Ergebnissen. Demnach wurden Analysten dafür bezahlt, mit geschönten Empfehlungen neue Kunden für das Investment Banking anzulocken. Aktien, die intern längst als "Stück Scheiße" bezeichnet wurden, wurden in der Öffentlichkeit mit den höchstmöglichen Bewertungen zum Kauf empfohlen.

 

Schlimmer noch: Positive Empfehlungen auszusprechen, die beobachteten Firmen zu beraten oder bei den Firmen für neue Bankdienstleistungen Werbung zu machen, brachte den Merrill-Lynch-Analysten Gehaltserhöhungen ein. Nach Erkenntnissen der Ermittler stieg das Jahreseinkommen des Teamchefs Henry Blodget von 1999 bis 2001 von drei auf zwölf Millionen Dollar an. Blogdet tat etwas für sein Geld: Den Fernsehsendern CNN und CNBC gab er in den Jahren 1999 und 2000 46 beziehungsweise 77 Interviews als "objektiver Analyst" des größten Wall-Street-Hauses.

Das Dokument der Staatanwälte strotzt nur so von peinlichen Belegen dieses unverschämten Betrugssystems. SPIEGEL ONLINE veröffentlicht  Auszüge der Klageschrift.

 IN SPIEGEL ONLINE
 
·  Vorwurf 1: Merrill Lynch täuschte objektive Bewertungen nur vor (15.04.2002)

·  Vorwurf 2: Die öffentlichen Analysen stimmten nicht mit internen Äußerungen überein (15.04.2002)

·  Vorwurf 3: Die Internet Group agierte nicht unabhängig vom Investment Banking (15.04.2002)

·  Vorwurf 4: Die Bezahlung der Analysten war an die Arbeit für das Investment Banking geknüpft (15.04.2002)

·  Vorwurf 5: Die Analysten waren nicht unabhängig von den Firmen, die sie analysierten (15.04.2002)

·  Merrill Lynch: "Piece of Shit" zum Kauf empfohlen (11.04.2002)

·  Klage gegen Wall-Street-Firmen: Die Jagd auf die Analysten beginnt (12.04.2002)


 





Analysten/Klageschrift antoinette
antoinette:

die jagd auf die analysten beginnt

 
15.04.02 07:37
#2
KLAGE GEGEN WALL-STREET-FIRMEN

Die Jagd auf die Analysten beginnt

Nach dem Angriff der Staatsanwälte auf Merrill Lynch steht nun ein Star-Analyst von Salomon Smith Barney am Pranger. Ein Bankkunde klagt auf zehn Millionen Dollar Schadenersatz.

 
REUTERS

Wall Steet: Jagd auf die großen Bullen


New York - Der 60-jährige George Zicarelli, ein freiberuflicher Cutter, hat mit Aktien von Global Crossing 455.000 Dollar verloren und musste sich deshalb bankrott erklären, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ).
Seine Klage richtet sich der Zeitung zufolge gegen die Investmentbank Salomon Smith Barney und deren Telekom-Staranalysten Jack Grubman. Der Analyst hatte Salomon Smith Barney, einer Citigroup-Tochter, dabei unterstützt, zahlreiche lukrative Aktien- und Anleihe-Transaktionen zu verbuchen. Neben Merrill Lynch war Salomon Smith Barney eine der führenden Konsortialbanken bei dem Börsengang von Global Crossing. Der Kabelnetzbetreiber war in Boomzeiten ein Höhenflieger an der Wall Street gewesen, hat allerdings inzwischen Konkurs angemeldet, die Aktien sind praktisch wertlos.


Die Global-Crossing-Aktien notierten mit rund 50 Dollar, als Zicarelli begann, sie zu kaufen. Von seinem Berater wurde ihm auch noch empfohlen, weitere Aktien zu kaufen, als Insider ihre Papiere längst auf der Verkaufsliste hatten. Noch im Juni 2001 empfahl Grubman die Aktie als einer seiner drei "Top picks" (Auswahl der Besten), heißt es in dem Bericht des "WSJ". Schon zu diesem Zeitpunkt hatte die Aktie rund 80 Prozent von ihrem Höchststand (64 Dollar) eingebüßt. Kurz vor der Anmeldung der Insolvenz notierte das Papier bei 30 Cent.

Vertreten wird Zicarelli von Rechtsanwalt Jacob Zamansky, der schon gegen Merrill-Lynch-Analyst Henry Blodget einen Vergleich erwirkt hatte. Die Schadenersatzsumme von zehn Millionen Dollar soll laut "WSJ" etwas der Hälfte von Grubmans Jahreseinkommen entsprechen.


Derzeit prüfen die amerikanische Börsenaufsicht SEC, die Wertpapierhändler-Organisation NASD und die Generalstaatsanwaltschaft von New York, inwieweit Analysten von Wall-Street-Firmen Anleger getäuscht und diesen Verluste zugefügt haben.
Analysten/Klageschrift Happy End
Happy End:

Und wenn schon copy & paste

 
15.04.02 07:40
#3
...dann wenigstens richtig:

http://www.ariva.de/board/112033/thread.m?a=all&688

Und wenn schon copy & paste:

... dann wenigstens nicht doppelt:

http://www.ariva.de/board/111601/thread.m?a=all&540

;-))

Gruß    
Happy End
Analysten/Klageschrift 636277
Analysten/Klageschrift Happy End
Happy End:

Du siehst, es ist gar nicht so einfach

 
15.04.02 07:42
#4
das Board zuzumüllen *lol*

Gruß    
Happy End
Analysten/Klageschrift 636278

Analysten/Klageschrift antoinette

Du bist und bleibst ein kleines Kind

 
#5
A N A L Y S T E N – R A T I N G S

Was „Kaufen“, „Strong Buy“ oder „Outperformer“ in Wahrheit bedeuten

Die Empfehlungen der Analysten wiegen schwer. Kaum ein Anleger gibt eine Wertpapierorder auf, ohne vorher gecheckt zu haben, was die Analysten von dem Titel halten. Wer sich aber blind auf die ähnlich klingenden Schlagwörter verlässt, kann sein blaues Wunder erleben. Hinter gleich lautenden Empfehlungen zweier Banken stecken oft unterschiedliche Aussagen. Rutscht die Aktie ab, kann der Analyst mit seiner positiven Einschätzung durchaus noch richtig liegen – auch wenn der Anleger auf einem Minusposten sitzt.

Die Meinungen der Analystenhäuser wiegen deshalb so schwer, weil sie auch von institutionellen Investoren berücksichtigt werden. Stuft ein wichtiges Analystenhaus eine Aktie beispielsweise von „halten“ auf „reduzieren“ herab, schichten auch die „Großen“ ihre Anteile um. Dabei werden dann mehrere Millionen Euro auf einmal bewegt, und der Aktienkurs kann ganz schön ins Schlingern kommen. Für den Privatanleger gilt daher: Wichtig ist nicht nur das Rating einer Aktie an sich, sondern auch die so genannten Up- und Downgrades. Analystenkonferenzen sind deshalb viel beachtete Termine.

Bericht: focus.de




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