Wie von Dynamo76 bereits richtig erklärt, gibt die Buy / Sell Ratio bzw. Buyer / Seller Ratio das Verhältnis zwischen Käufer und Verkäufer wieder und müsste, wie von dir richtigerweise gefragt, eigentlich bei 50 : 50 liegen. Dies wäre der "Idealfall" und würde zudem signalisieren das sich hier gleich große Käufer- und Verkäufergruppen gegenüber standen, also entweder Privatinvestoren gegenüber Privatinvestoren, auch Kleinanleger genannt, oder halt die BIGs gegenüber BIGs. Verschiebt sich jetzt diese Ratio in die ein oder andere Richtung, dann gab es z. B. bei einer aus unserer Sicht "negativen" Buy / Sell Ratio, sprich, eine Ratio wo die Verkäufer gegenüber den Käufern überwiegen, so wie z. B. am gestrigen Tage, mehr "größere", im Sinne von Kapitalstärke, Käufer als Verkäufer. Bei einer aus unserer Sicht "positiven" Buy / Sell Ratio gibt es dann in der Regel mehr "größere" Verkäufer als Käufer und um so stärker sich diese Buy / Sell Ratio ins "positive" oder auch ins "negative" verschiebt, um so stärker treten dann also die BIGs auf den Plan und üben entweder Kauf- oder Verkaufsdruck aus. Bei einer Buy / Sell Ratio von z. B. 70 zu 30, wie wir sie in den letzten Wochen fast nahezu täglich als Regelzustand hatten und wo der Kurs ja bekanntlich stark abwärts ging, bedeutete dies, dasss 30% der Verkäufer so viele Stück verkauft haben wie 70% der Käufer gekauft haben und dies können dann demzufolge nur größere Player am Markt gewesen sein, denn es wird kaum ein Privatinvestor geben, welcher so viele Aktien hat, um davon 70 weitere Käufer zu bedienen. Ich hoffe, dieses Beispiel war dir jetzt verständlich? Falls nicht, einfach noch mal nachfragen wenn.
@ mcbobtail
Das KEINE Privatinvestoren im außerbörslichen Handel handeln können, ist so leider nicht ganz korrekt und wurde von uns hier so auch nicht gesagt. Es wurde bisher hier gesagt, dass im außerbörslichen Handel nur schwer bzw. eine sehr geringe Anzahl an Privatinvestoren handeln können und ich weiß z. B. von Fidelity Kunden, dass diese dort die Möglichkeit haben und auch bei Robbing Hood soll es wohl eine halbe Stunde vor dem regulären Börsenhandel möglich sein und bis zu 2 Stunden nach dem Ende des regulären Börsenhandels im außerbörslichen Handel zu handeln. Aber das der Zugang zu dieser "Börse" stark eingeschränkt ist, erkennst du ja z. B. an uns. Weder du, noch ich noch sonst jemand hier in diesem Thread wird wohl im außerbörslichen Handel in Amerika teilnehmen können, wobei wir hingegen hier alle am regulären Börsenhandel in Amerika teilnehmen können. Dies nur kurz eine kurze Erklärung vorab, damit da kein Missverständnis herrscht.
Richtig! Den Kurs im außerbörslichen Handel zu manipulieren bringt, aufgrund der eingeschränkten Handelbarkeit, wenig, da sich, wie zuvor in dem Absatz bereits beschrieben, in diesem vorrangig nur die BIGs tummeln und sobald dann der reguläre Börsenhandel startet kann dann der Kurs, durch die hinzukommenden Privatinvestoren, einen vollkommen anderen Verlauf nehmen, wie man es z. B. gestern gesehen hat. Auch werden unsere "Freunde" in diesem keine signifikante Anzahl an Shares zum covern finden und somit wird ein (Short) Squeeze immer über den regulären Börsenhandel wenn stattfinden. Er kann dennoch seinen Anfang aber bereits im außerbörslichen Handel beginnen.
Aber wie bereits in meinem vorherigen Post an dich erwähnt, ist der letzte Kurs des Pre Handels in aller Regel der erste Kurs des regulären Handels und wenn ich diesen z. B. im Pre gedrückt habe, dann startet der reguläre Handel erst einmal tiefer und somit haben sich z. B. die BIGs darüber erst einmal einen kleinen Vorteil erarbeitet, der aber, wie z. B. am gestrigen Tag, auch ganz schnell dahin sein kann. Letztendlich ist der reguläre Börsenhandel entscheident, z. B. auch für die Optionen, und nicht der außerbörsliche. Daher bezeichnen wir den außerbörslichen Handel auch als Kindergarten, da dessen Aussagefähigkeit doch sehr eingeschränkt ist.
Und wer es meiner Meinung nach nötig hat, bereits in einem "handelsschwachen" Markt, wie den außerbörslichen, manipulieren zu müssen, der agiert nicht aus einer Position der Stärke sondern der Schwäche heraus, da seine Mittel nicht mehr für den regulären Markt ausreichen sondern nur noch für den umsatzschwächeren außerbörslichen Handel. Solltest du dazu noch Fragen haben, einfach noch mal fragen.
@ Hans R.
Ich konnte mir schon vorstellen das du dich auf einen Tweet beziehst, aber für mich macht dieser irgendwie keinen Sinn, da, wie bereits gesagt, weder AMC, noch GME oder gar HYMC im S&P 500 sind. Auch ergibt es sich für mich keinen Sinn einen Index bzw. vielmehr einen Index ETF zu shorten um damit irgedwelche Aktien zu drücken, da, wenn ein Index fällt, nicht zwangsläufig auch jeder Wert in diesem Index fallen muss. Einen Index über Einzelwerte des Index zu drücken, würde da schon mehr Sinn ergeben. Vielleicht bzw. sehr wahrscheinlich meint der Verfasser des Tweets ja dies. Aber wie bereits gesagt, der S&P 500 ergibt in diesem Zusammenhang trotzdem keinen Sinn.
@ Palatino NF
Will Adam Aron AMC zu einem Investmentunternehmen umbauen? ;-)
@ all
Ein Traum wäre es, wenn wir, wie im gestrigen AH mal kurz angedeutet, die 30$ nehmen könnten und wir vielleicht sogar in die Region 32$ bis 33$ vorstoßen könnten, denn mit jedem Cent den wir uns nun vom 20$ bis 25$ Korridor nach oben hin entfernen wird es für unsere "Freunde" immer teurer und auch die Margin Anforderungen werden dies.
Wie immer lediglich meine ganz persönliche Meinung zu dieser ganzen Thematik hier.