AUSBLICK: Allianz-Gewinn legt im 1. Quartal wegen Beteiligungsverkäufen zu
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der gemessen an der Marktkapitalisierung weltweit viertgrößte Allfinanzkonzern Allianz wird nach Ansicht von Analysten am heutigen Donnerstag einen deutlichen Anstieg beim Reingewinn im ersten Quartal vermelden. Dieser sei vor allem auf den Verkauf von Unternehmensbeteiligungen zurückzuführen. Die Gewinn-Schätzungen der Experten reichen von 1,2 Milliarden bis 2,179 Milliarden Euro, nach 704 Millionen Euro im Jahr zuvor.
Auslöser für den Anstieg des Reingewinns sollte der Verkauf der Mannesmann-Beteiligung sein genauso wie die Reduzierung des Anteils an der Münchener Rück um zwei Prozent. Der Gesamterlös aus den Beteiligungsverkäufen soll sich den Analysten zufolge auf bis zu 3,5 Milliarden Euro belaufen, was den Vergleich der Quartalszahlen mit den Vorjahreswerten erschwere.
Zwar erfolgten die Verkäufe bereits im vergangenen Jahr, Allianz buchte die Erlöse aus steuerlichen Gründen jedoch ins neue Geschäftsjahr. In 2001 hatte der nach Prämieneinnahmen weltweit größte Versicherer wegen der Kapitalmarktschwäche und der Terroranschläge in den USA das schlechteste Unternehmensergebnis seit 1996 erzielt.
EXPERTEN SIND BEI DRESDNER BANK NICHT ALLZU OPTIMISTISCH
Besondere Bedeutung messen die Analysten dem Geschäftsverlauf der im vergangenen Jahr übernommenen Dresdner Bank bei. Allzu optimistisch sehen die Experten den Quartalsverlauf für die Bank nicht: Die nach wie vor schwachen Kapitalmärkte und die noch immer hohe Risikovorsorge sollten das Dresdner-Ergebnis belasten.
Experten rechnen deshalb mit einem Fehlbetrag von 46 bis 163 Millionen Euro. Dennoch sollte das Geschäft für die Allianz-Tochter im Laufe des Jahres wieder anziehen. Dass die Bank geringere Bonus-Zahlungen als im Vorjahr vornehmen wolle, werde sich dabei begünstigend auswirken, so Michael Haid von Sal Oppenheim.
KEINE ÜBERRASCHUNGEN BEIM VERSICHERUNGSGESCHÄFT ERWARTET
Keine großen Überraschungen erwarten die Experten für das Kerngeschäft von Allianz. Obgleich das Prämienwachstum aus dem Lebensversicherungsgeschäft nach wie vor zu wünschen übrig lasse, dürfte sich die Schadensquote (Verhältnis von Schadenaufwendungen und Kosten zu den verdienten Beiträgen) in den ersten drei Monaten verringert haben. Analyst Haid rechnet mit einem Wert unter 105 Prozent.
Im Jahr zuvor hatte er bei 108,8 Prozent gelegen, allerdings hatten auch die Schäden aus den Terroranschlägen vom 11. September die Quote steigen lassen. Ohne die Anschläge hatte sie im abgelaufenen Jahr bei 104,4 Prozent gelegen.
Allianz-Chef Henning Schulte-Nölle hatte zu einem früheren Zeitpunkt angekündigt, die Schadensquote in den kommenden drei Jahren auf unter 100 Prozent zu drücken und das Versicherungsgeschäft wieder zum "Wachstumstreiber" für Allianz zu machen./FX/sh/zb/hi/
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der gemessen an der Marktkapitalisierung weltweit viertgrößte Allfinanzkonzern Allianz wird nach Ansicht von Analysten am heutigen Donnerstag einen deutlichen Anstieg beim Reingewinn im ersten Quartal vermelden. Dieser sei vor allem auf den Verkauf von Unternehmensbeteiligungen zurückzuführen. Die Gewinn-Schätzungen der Experten reichen von 1,2 Milliarden bis 2,179 Milliarden Euro, nach 704 Millionen Euro im Jahr zuvor.
Auslöser für den Anstieg des Reingewinns sollte der Verkauf der Mannesmann-Beteiligung sein genauso wie die Reduzierung des Anteils an der Münchener Rück um zwei Prozent. Der Gesamterlös aus den Beteiligungsverkäufen soll sich den Analysten zufolge auf bis zu 3,5 Milliarden Euro belaufen, was den Vergleich der Quartalszahlen mit den Vorjahreswerten erschwere.
Zwar erfolgten die Verkäufe bereits im vergangenen Jahr, Allianz buchte die Erlöse aus steuerlichen Gründen jedoch ins neue Geschäftsjahr. In 2001 hatte der nach Prämieneinnahmen weltweit größte Versicherer wegen der Kapitalmarktschwäche und der Terroranschläge in den USA das schlechteste Unternehmensergebnis seit 1996 erzielt.
EXPERTEN SIND BEI DRESDNER BANK NICHT ALLZU OPTIMISTISCH
Besondere Bedeutung messen die Analysten dem Geschäftsverlauf der im vergangenen Jahr übernommenen Dresdner Bank bei. Allzu optimistisch sehen die Experten den Quartalsverlauf für die Bank nicht: Die nach wie vor schwachen Kapitalmärkte und die noch immer hohe Risikovorsorge sollten das Dresdner-Ergebnis belasten.
Experten rechnen deshalb mit einem Fehlbetrag von 46 bis 163 Millionen Euro. Dennoch sollte das Geschäft für die Allianz-Tochter im Laufe des Jahres wieder anziehen. Dass die Bank geringere Bonus-Zahlungen als im Vorjahr vornehmen wolle, werde sich dabei begünstigend auswirken, so Michael Haid von Sal Oppenheim.
KEINE ÜBERRASCHUNGEN BEIM VERSICHERUNGSGESCHÄFT ERWARTET
Keine großen Überraschungen erwarten die Experten für das Kerngeschäft von Allianz. Obgleich das Prämienwachstum aus dem Lebensversicherungsgeschäft nach wie vor zu wünschen übrig lasse, dürfte sich die Schadensquote (Verhältnis von Schadenaufwendungen und Kosten zu den verdienten Beiträgen) in den ersten drei Monaten verringert haben. Analyst Haid rechnet mit einem Wert unter 105 Prozent.
Im Jahr zuvor hatte er bei 108,8 Prozent gelegen, allerdings hatten auch die Schäden aus den Terroranschlägen vom 11. September die Quote steigen lassen. Ohne die Anschläge hatte sie im abgelaufenen Jahr bei 104,4 Prozent gelegen.
Allianz-Chef Henning Schulte-Nölle hatte zu einem früheren Zeitpunkt angekündigt, die Schadensquote in den kommenden drei Jahren auf unter 100 Prozent zu drücken und das Versicherungsgeschäft wieder zum "Wachstumstreiber" für Allianz zu machen./FX/sh/zb/hi/