@alle: Wann, glaubt ihr, crashen die Biotechs?


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DarkKnight:

Was sind eigentlich Biotechs?

 
24.05.01 16:12
das sind per Saldo die ausgelagerten Forschungs- und Entwicklungskosten der pharmazeutischen Industrie, die mit den R&D-Kosten bei einer Trefferquote von 2 bis 5% der geplanten Medikamente ein echtes Shareholder-Value Risiko autgesourct haben ... der Boston Consulting Life Cycle von Produkten wird nun an der Börse gehandelt ... und die 2 bis 5% werden die absoluten Outperformer werden, weil ein erfolgreiches Medikament DIE Cash-Cow ist ... ein Biotech-Fond ist m. E. die beste Lösung, wer weiß heute schon die Renner von Morgen?

Bestes Beispiel: Aspirin, war nur ein Nebenprodukt, weil das eigentliche Schmerzmittel, das Bayer Anfang des Jahrhunderts erfunden hatte, nach einigen Jahren vom Markt genommen werden mußte: es hieß "Heroin".
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das Zentrum d.:

oder, warum die Biotechs doch crashen .....

 
24.05.01 18:31
Die sehr hohe Bewertung der Biotechs beruht auf der Annahme, das alle zur Zeit in der Forschung befindlichen Medikamente usw., zu 100% realisiert werden und daraus ein enormes Gewinnwachstum ensteht. Was aber passiert, wenn die Ergebnisse ähnlich der großen Pharmakonzerne in nur 2 Fällen von 100 erfolgreich sind?

Es wird wohl nicht alle treffen, aber welche?
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ecki:

@dZdM: falsch

 
24.05.01 18:47
Die Bewertung beruht auf den üblichen Quoten.
Jede der Firmen die einen Treffer landet, wird trotz hoher Bewertung noch weiter explodieren, da plötzlich Umsätze von mehreren 100 mio im Jahr erzielt werden.
Jede Firma die nur Nieten zieht, wird eingehen.
Da ich das im einzelnen nicht beurteilen kann, habe ich Biotechfonds gekauft, bzw. getradet.
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das Zentrum d.:

o.k. ecki - war mit 100% etwas irreführend

 
24.05.01 18:56
im Grunde beschreibst du das Szenario aber auch. Welche Firmen sind zu recht so hoch bewertet und welche werden crashen? Der Unterschied liegt in der Erfolgsquote. Nur wer kann das vorhersehen? Ich denke BB-Biotech ist auch ganz interessant. Zumindest haben die Manager in der Vergangenheit bewiesen, das sie etwas von dem Verstehen was sie tun.
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DarkKnight:

Was sind eigentlich Biotechs?

 
24.05.01 19:20
ausgelagerte R&D-Kosten der pharmazeutischen Industrie, oder? die 2 bis 5% Chance auf ein erfolgreiches Medikament gilt auch für die Übelrebenschance der Companies?
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DarkKnight:

Aspirin wurde die Cash-cow des Jahrhunderts, weil

 
24.05.01 19:22
das ursprüngliche Schmerzmittel nach ein paar Jahren wegen Nebenwirkungen vom Markt genommen werden mußte von Bayer, es hieß: Heroin !!!

wer weiß denn heute schon, was in 5 Jahren die Rendite bringt ... Fonds sind die Lösung
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Reila:

Die Fonds-Lösung

 
24.05.01 22:41
hieß für mich: Ich habe mich von den Fonds gelöst.
Traf gestern Abend auf einer privaten Feier meinen ehemaligen Fondsberater. Der beneidete mich. Ich wäre der einzige seiner Kunden, der im letzten Jahr alle seine Fondsanteile verkauft hätte. (Ich hätte sie allerdings noch früher verkaufen sollen).
Gerade im volatilen Bereich der Bios ist es sinnvoller, SL nachzuziehen und öfter mal zu handeln/traden als Fondsanteile zu erwerben. Die Schwankungen sind derartig groß, daß man immer wieder gute Einstiegspunkte findet. Auf jeden Fall erreicht man so eine bessere Performance des Depots. Mit Firmen wie Enzon oder Protein Design geht man in diesem Spiel wohl kein großes Risiko ein. Und die Fondsmanager sind ganz bestimmt nicht schlauer als wir.

R.  
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Seth Gecko:

ein alter Thread blüht wieder auf....

 
24.05.01 23:47
@DarkKnight: CocaCola war grün und enthielt den natürlichen Rohstoff von Christoph Daum's Lieblings-Upper ;-)

@sfor: Geduld sollte bei allen Aktieninvestments angesagt sein. Natürlich muß erst (kosten)intesiv geforscht werden, bevor ein neues Medikament an den Mann/Markt gebracht werden kann, schon klar. Aber man kann auch in's Leere forschen, wie hieß das Zeug damals: Contargan???

@das Zentrum de.: Das ist das größte Problem für uns Anleger: Woher sollen wir zur Hölle wissen, welches Unternehmen tatsächlich ein erfolgversprechendes Medikament entwickeln kann, und welches einfach nur Forschungsgeld verbrennt.

@ecki: Glaube ich auch, daß ein Unternehmen welches tatsächlich einen Treffer landet, jenseits aller vernünftigen Bewertungsniveaus explodieren wird.

@Reila: Ich mag auch keine Fonds. Ich glaube, daß es inzwischen mehr Fonds als Aktien auf der Welt gibt, und das allein ist schon richtig sch**ße :-) Das die Fondsmanager genauso blöd wie wir Anleger sind, ist auch klar, schließlich werden 80% von ihnen vom jeweiligen Vergleichsindex geschlagen.
ABER: Das tolle an den Fonds ist: Da hat man eine riesige Streuung, die ich als Kleinanleger einfach nicht hinkriege. Nachdem ich, wie fast alle hier, davon ausgehe, daß viele Firmen erfolglos sein werden, manche wenige aber nicht, wäre die einzig vernünftige Lösung eine weit gestreute Investition auf viele Titel.

cu, seth
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Reila:

Hi Seth, und wenn schon Fonds, dann aber bitte nur

 
25.05.01 00:53
Typ 0. Die kann man aktiv managen, also auch mit SL arbeiten.

R.
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SchwarzerLor.:

Fonds oder nicht.

 
25.05.01 07:16
Gerade im BioPharma-Bereich finde ich Fonds als Investition äußerst interessant, denn wer von uns durchschaut schon wirklich die ganzen Phasen, die eine Firma durchlaufen muß in ihren Forschungen, bis da mal wirklich dickes Geld reinkommt oder die Pleite droht. Kurzfristig handele ich ja auch gerne mal mit Werten aus diesem Bereich, aber wer kann schon wirklich sagen, ob eine November (2004) oder GPC (2007) wirklich im jeweiligen Jahr den Break-even schafft.  
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