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"Airbus und Boeing hätten wissentlich mehr Flugzeuge verkauft, als sie bauen können."
Im Gesamtjahr sollen wie geplant etwa 720 Verkehrsflugzeuge den Weg zu den Kunden finden, Bis zur Jahresmitte hat der Hersteller erst 316 Stück geschafft. Trotz der Engpässe bei Zulieferern bekräftigte der Vorstand um Konzernchef Guillaume Faury seine Pläne zum Produktionsausbau für die Mittelstreckenjets aus der Modellfamilie A320neo. Allerdings lässt er jetzt offen, in welchem Tempo die Produktion bis 2026 auf dann monatlich 75 Maschinen der Reihe wachsen soll - und wann das bisherige Zwischenziel von 65 Stück erreicht wird. Die Bruttobestellungen für Verkehrsflugzeuge beliefen sich auf 1080 (H1 2022: 442) und die Nettobestellungen nach Stornierungen auf 1044 (H1 2022: 259). Der Auftragsbestand belief sich Ende Juni 2023 auf einen Rekordwert von 7967 Verkehrsflugzeugen.
Der Hochlauf des A220-Programms geht weiter in Richtung einer monatlichen Produktionsrate von 14 Flugzeugen zur Mitte des Jahrzehnts. «Die Produktion des Programms der A320-Familie macht gute Fortschritte in Richtung der bereits angekündigten Rate von 75 Flugzeugen pro Monat im Jahr 2026», so Airbus. Der Flugzeugbauer nannte nicht das vorher erwähnte Zwischenziel von 65 im Jahr 2024, sondern schrieb mit Blick auf das 75er-Ziel: «Um diesen Zielwert zu erreichen, der nun den wichtigsten Bezugspunkt für das Unternehmen und die Lieferkette darstellt, werden bei Bedarf weiterhin taktische Anpassungen der Produktionsplanung vorgenommen.»
Beim A321 XLR schreite das Flugtestprogramm in Richtung der voraussichtlichen Inbetriebnahme im zweiten Quartal 2024 voran. Bei Großraumjets strebe man weiterhin eine Rate von vier für den A330 im Jahr 2024 und eine Rate neun für den A350 bis Ende 2025 an.
Leider hat es jetzt auch Airbus im negativen Gesamtmarktsog soweit mit nach unten gezogen, daß man aus dem Trendkanal der letzten Quartale rausgefallen ist. Hat entsprechend dann auch technisch induzierte Anschlußverkäufe noch ausgelöst. Somit gibt es erstmal Verkaufsignale. Habe im Gegenzug als schützenden Hedge mir Shorts gekauft beim Break, sogar etwas mehr als meine Long-Posi ist, und warte jetzt mal ab wie tief es geht. Vielleicht geht es sogar im ungünstigen Fall wieder zurück zu dem seit dem 2020er Coronatief steigenden Aufw.trend.
Die Frage ist wieviel Verlust entsteht momentan bei der Aktie durch den Gesamtmarkt-Rückgang und wieviel Verlust kommt durch eventuell steigende Sorgen hinzu es könnte eng werden mit erreichen der prognostizierten Stückzahlen, da noch immer in gewissen Bereichen Lieferengpässe bei der Versorgung existieren. Die Lufthansa scheint jedenfalls damit zu rechnen, daß hier die Engpässe/ limitierte Liefermengen bei Flugzeugen noch einige Zeit weiter anhalten werden. Da nützen auch keine günstige Währungsentwicklungen, falls man doch nicht genug Flieger bauen sollte. Also mal schauen was die kommenden Monate da wirklich vom Band geht. Bin da nicht tief genug in der Materie, um da eine klare Wahrscheinlichkeit zu benennen, ob es am Ende reichen wird mit den Stückzahlen. Ganz ohne Risiko geht es hier also nicht zu bei der Aktie.
Airbus baut Wartungszentrum für Transport-Riesen der Luftwaffe
Die größten Flugzeuge der Luftwaffe, die Transporter vom Typ A400M, bekommen in Wunstorf bei Hannover ein eigenes Airbus -Wartungszentrum. Der Flugzeughersteller Airbus Defence and Space eröffnete am Montag offiziell die Baustelle für das Projekt, für das laut Unternehmen eine Summe im "niedrigen dreistelligen Millionenbereich" fällig wird. Das Bundesverteidigungsministerium würdigte den A400M beim Spatenstich als "Eckpfeiler des deutschen Lufttransports", wie die Parlamentarische Staatssekretärin Siemtje Möller (SPD) sagte, die Minister Boris Pistorius kurzfristig vertrat.
Möller zufolge hat Airbus bislang 41 Flugzeuge des Typs an die Bundeswehr ausgeliefert. Bis 2026 soll die Zahl auf 53 steigen. Alle Maschinen werden in Wunstorf stationiert. Nach Schwierigkeiten zu Beginn sei der Flieger nun eine "absolute Erfolgsgeschichte", sagte Möller. Die Entwicklung hatte sich zunächst um Jahre verzögert, und die geplanten Kosten wurden um Milliarden überschritten.
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bezeichnete den Militärflugplatz in Wunstorf als "wichtige Drehscheibe" für viele schwierige Einsätze der Bundeswehr. Von dort aus wird der A400M unter anderem als fliegende Tankstelle für andere Flugzeuge eingesetzt, aber auch für den Transport von Hilfsgütern oder zur Rettung von Menschen aus Krisenregionen wie 2021 aus Afghanistan.
Airbus will das Wartungszentrum bis 2027 auf einer Fläche von 125 000 Quadratmetern direkt neben dem Fliegerhorst errichten. In der Folge sollen dort rund 300 neue Stellen entstehen.
Quelle: dpa-AFX
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