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Das ist hier die zentrale Frage: Was wollen die Etihadler wirklich? Meiner Meinung nach geht es ausschließlich um den Zugang zum deutschen/europäischen Markt. In der Wüste gibt es nämlich nicht so viele zahlende Fluggäste.
Ob beim Zugang schaffen AB auf der Strecke bleibt oder nicht, ist denen völlig egal. Etihad würde auch ein gutes Geschäft machen, wenn sie nur die Überreste von Air Berlin ausweiden und sich deren Slots an deutschen Flughäfen sichern würden.
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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung
Ein weiterer wichtiger Grund für Etihad, das zu tun, was sie jetzt schon tun. Nämlich AirBerlin als chronisch defizitären Untoten weiter zu betreiben um sie als Zubringervehikel in Europa zu benutzen. Vielleicht ist die direkte Übernahme der Slots nicht so einfach, aber auf Dauer wird es auch nicht möglich sein, außereuropäische Konkurrenten über das EU-Recht vom innereuropäischen Markt fern zu halten. Wer soll die Slots denn nehmen, wenn AB pleite geht?
Ein wirkliches kommerzielles oder strategisches Interesse von Etihad an AB kann ich nicht erkennen. Dafür ist AB einfach zu defizitär (schaut mal in welchem Jahr der letzte Unternehmensgewinn verzeichnet wurde) und das strategische Rumgeeiere (heute die eine Allianz, morgen die anderen) einfach zu peinlich.
So oder so, ich glaube Etihad macht AB durch Kreditvergabe und Codesharing so von sich abhängig, dass sie sie für die eigenen strategischen Zwecke ge- oder mißbrauchen können (je nachdem aus welcher Perspektive man das sieht). AB ist jedenfalls definitiv nicht in der Position eines starken Verhandlungspartners, von Augenhöhe zu Etihad kann keine Rede sein.
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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung
Das denke ich auch, alleine hat die Lufthansa AirBerlin gut im Griff, aber bei dem Bündnis mit Etihad sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.
Die Schwierigkeit in der ganzen Branche ist die Abhängigkeit von politischen Entscheidungen. Aktuell zu sehen am CO2-Abgabenstreit, der Luftverkehrssteuer und dem Ausbau bzw. Nichtausbau diverser deutscher Flughäfen.
Es gibt in der Branche auch einige m.M.n. nicht Welthandelskonforme Beschränkungen. Dazu gehört beispielsweise bei LH die Verpflichtung, dass 50% der Aktionäre deutsch sein müssen. Ich vermute AirBerlin hat auch solche Regelungen. Die Verknüpfung von Landerechten auf innereuropäischen Flughäfen mit der Nationalität des Unternehmens ist auch so eine Sache. Deshalb fährt Etihad ja seine AB-Strategie.
Ich frage mich, warum da niemand gegen klagt. Sicher ist, wenn die Wettbewerbsbeschränkungen fallen, wird der Markt komplett neu geordnet. Und bei der momentanen Aufstellung kommt AB dann unter die Räder, ich denke das ist teilweise im Kurs eingepreist. Und AB lässt wohl schon mal Luft ab (Stellenabbau), damit der Knall nicht so laut wird, wenn es mal so weit kommt.
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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung
Hey,
also vorab: ich bin eigentlich großer Air Berlin Fan und langjähriger (leidgeprüfter) Aktionär).
Aber ich denke, dass Air Berlin innerhalb des nächsten Jahres die Trendwenden schaffen muss, sonst kommt sie nie mehr. Die ganzen Probleme die immer wieder angeführt werden, sind doch nur vorgeschoben.
Klar Hauptstadtflughafen, Luftverkehrsabgabe, Ölpreis etc erschweren die Arbeit massiv, aber auch ohne diese Faktoren wären die Zahlen schlecht. Trotz der sehr jungen Flotte und des verhältnismäßig kleinen Treibstoffverbrauchs werden schlechte Zahlen seit Jahren mit dem steigenden Ölpreis begründet. Fakt ist, die Kosten sind einfach an anderen Stellen zu hoch.
Ich bin gespannt, ob man dieses kurzfristig in den Griff bekommt. Q4/2012 oder spätestens Q1/2013 werden für mich dort ganz entscheidend sein. Gelingt es dort Sparmaßnahmen durchsetzen oder wird es wieder ein katastrophales Q4 und sehr schlechtes Q1 geben ?
Um glaubwürdig zu bleiben und die Chancen auf ein positives Ergebnis 2013 glaubwürdig erscheinen zu lassen, muss sich schon in Q4/2012 eine EBIT-Verbesserung von 30-40 Millionen und in Q1/2012 eine EBIT-Verbesserung von 40-50 Millionen einstellen.
Signal dafür könnten schon die Passagierzahlen aus November sein. Da der Winterflugplan bereits im vergangenen Jahr gerade im November und Dezember schon um gut 10 % zusammengestrichen wurde, sollte jetzt bei einer weiteren Reduzierung von lediglich 2-3 % die Passagierzahl in diesen beiden Monaten konstant gehalten werden.
Die Hoffnung auf eine gesunde Zukunft bleibt für mich, aber dafür müssen jetzt Zeichen in Form von guten Zahlen gesetzt werden. Ansonsten ist für mich im Frühjahr Schluß ...
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