Auszug:
"Neben der Produktion gibt es ein weiteres Problem: Der Transport des sehr flüchtigen und extrem leichten Gases ist nicht ganz einfach. Klassische Erdgas-Pipelines sind nicht dicht genug, sodass über lange Distanzen große Mengen des Gases verloren gingen. Wird der Wasserstoff dem Erdgas beigemischt, was die Verluste reduziert, lässt er sich später bei Bedarf kaum mehr trennen.
Druckwasserstoff-Pipelines dürften erst im kommenden Jahrzehnt verfügbar werden. Das Wasserstoffgas an den deutschen Wasserstofftankstellen kommt daher aktuell meist per Lkw. Das ist wenig effizient und funktioniert nur für relativ geringe Mengen. Eine nennenswerte Flotte von Brennstoffzellenautos lässt sich so also eher nicht betanken.
Dezentrale Wasserstoff-Fabriken
Eine Wasserstofftankstelle für den öffentlichen Nahverkehr.
Eine mögliche Lösung für das Transportproblem sind dezentrale H2-Fabriken. Dort, so das Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF), ließe sich grüner Wasserstoff dezentral und modular für Industrie, Gewerbe und Verkehr entlang der Wertschöpfungskette produzieren und verteilen. Mit Hilfe von Sonnen- oder Windkraft soll genau an dieser Stelle Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten werden. Letzterer wird direkt vor Ort gespeichert und beispielsweise für die Betankung von Brennstoffzellenautos zur Verfügung gestellt." usw.
weiter geht es mit:
"Transportable Kleintankstellen
"Die fermentative Erzeugung von Biowasserstoff wird künftig eine wichtige Rolle bei der dezentralen Produktion des Energieträgers spielen", prognostiziert Birth. Das Prinzip der Dezentralisierung lässt sich mit den Fraunhofer-Modulen sogar auf die Spitze treiben. So ließe sich auch eine Art transportabler Kleintankstelle bauen, die dorthin fährt, wo gerade Bedarf ist. Auf einem Kleinanhänger befinden sich erweiterbare Druckspeichersysteme mit Kompressoren, die betankt werden können und zudem in der Lage sind, Wasserstoff abzugeben. Der Vorrat könnte bei den Nutzern für rund 200 Kilometer Fahrt reichen.
Ob sich Wasserstoff im Pkw-Verkehr durchsetzt, bleibt auch bei der Lösung von Transport- und Herstellungsproblemen abzuwarten. Denn der Wirkungsgrad eines Brennstoffzellenautos erreicht in der Gesamtrechnung nicht den eines Batterie-E-Autos unter Effizienzgesichtspunkten ist es günstiger, grünen Strom direkt zu tanken als ihn zunächst unter Verlusten in Wasserstoff umzuwandeln. Trotzdem gibt es aus heutiger Sicht sinnvolle Anwendungen, etwa für die Energieversorgung von Langstrecken-Lkw, . . . "
Quelle: www.n-tv.de/21704252 unter dem Titel "Ist Wasserstoff der Treibstoff der Zukunft?"
Der Schreiberling > " grünen Strom direkt zu tanken als ihn zunächst unter Verlusten in Wasserstoff umzuwandeln" Es geht um überschüssigen Strom durch Wind + Sonne und den kann man nicht speichern. Also H2 - alles klar ?