Ich hatte Sorge, es könnten Liquiditätsprobleme der Grund für die Verspätung sein. Der Q-Bericht läßt diese Sorge nicht gerade als unbegründet erscheinen. Aber ich habe mir aus Anlaß der letzten Beiträge wiederholt die Meldung vom 25. Juli durchgelesen in dem Bemühen, den Sachverhalt nochmals nach den Gründen abzuklopfen.
Natürlich stößt man erst einmal auf einen Widerspruch. Aber, nähern wir uns der Meldung sachlich, so müssen wir feststellen, sie enthält 2 eigentlich divergierende Aussagen. Der 1. Absatz lautet klar: Das Rig (die Rig-Arbeiten) ist zu 95 % komplett, also nicht vollständig. Der 2. Absatz ist widersprüchlich: Die Rede ist dort von einer geringen Verspätung in der Fertigstellung der Infrastruktur für das Camp wegen restlicher Hindernisse um dann im 2. Satz anzuschließen, daß sobald die Schlafquartiere und die Einrichtung (Betriebsmittel) der Küche betriebsbereit sind, 24 Std. am Tag durchgearbeitet werden kann.
Die Aussage des 1. Absatzes wäre eigentlich klar und steht eigentlich nicht in Widerspruch zur jetzigen Meldung. Erst und nur wenn beide Absätze man verbindet, kommt man zu dem Ergebnis, daß mit Fertigstellung der Küche und der Schlafräume die Arbeit (wir verstehen darunter immer gleich die Bohrung) beginnen könne.
Tatsächlich muß aber man wohl doch beide Absätze getrennt betrachten. Denn Infrastruktur des Camps und Rigg sind nun jedenfalls 2 verschiedene Dinge. Klar wäre es insofern gewesen, hätte man dem 1. Absatz noch hinzugefügt, daß noch restliche Teile des Riggs fehlen. Daß mit Fertigstellung von Küche und Schlafräumen man durcharbeiten (am Rigg und der Anlage nun 24 Std. arbeiten) kann ist, liest man dies so, kein Widerspruch mehr. Dies eigentlich das Ergebnis meiner erneuten und für mich so erst mal abschließenden Überlegung. Demnach die Stimme derer, die hier Ruhe anmahnen, da die Bohrarbeiten wenn auch leider erneut verspätet aber letztlich doch und jedenfalls stattfinden werden, nicht zu Unrecht erhoben.
Dies erklärt dann auch, weshalb auf diese (uns so verwirrende) Meldung der Markt in Australien - und die Meldung platzte ja in den ersteren Teil des Handelstages - letztlich sogar mit einem deutlichen Plus reagierte. Vielleicht wird die kommende Nacht uns eines anderen belehren, der Freitag steht auch vor der Tür - ich denke aber, daß nach der ersten Aufregung der Markt in business as usual verfallen und wieder die "Warteposition" einnehmen wird. Schon morgen werden wir jedenfalls wissen, ob der Abschlag hier (immerhin über 10 %) gegenüber dem australischen Markt gerechtfertigt war